Seite 3 von 3

Re: Hemerocallisblüten nur bedingt essbar

Verfasst: 25. Jan 2026, 11:47
von oile
Das ist mir etwas sehr allgemein formuliert. Gift ist oft eine Frage der Menge. Und ich würde auch gerne wissen, worin die Giftigkeit besteht.

Re: Hemerocallisblüten nur bedingt essbar

Verfasst: 25. Jan 2026, 13:37
von Aspidistra
Da stand etwas von Colchicin. Da war ich mir aber nicht sicher ob das ein Übersetzungsfehler ist und habe diese wahrscheinlich falsche Info weggelassen.
Ich denke dumortierii ist nicht besonders stark giftig. Bei zu viel davon gibt es aber Vergiftungsfälle.
Warum nicht einfach nur vulva (inkl. Gefüllt), esculenta und citrina essen?
Und middendorfii

Re: Hemerocallisblüten nur bedingt essbar

Verfasst: 25. Jan 2026, 14:12
von oile
Fulva! :)

Re: Hemerocallisblüten nur bedingt essbar

Verfasst: 25. Jan 2026, 15:37
von oile
Das mit dem Colchicin überzeugt mich nicht. Dafür hätte ich gerne eine Quelle. Dass zuviel deutlich abführend (= giftig) wirkt, hatten wir ja schon.

Re: Hemerocallisblüten nur bedingt essbar

Verfasst: 25. Jan 2026, 17:35
von Aspidistra
Das mit dem Colchicin halte ich auch für einen (Übersetzungs)Fehler. Das ist keine Herbstzeitlose und mit Colchicin würde nicht ein Giftverdacht über der Pflanze wabern sondern es hätte Tote gegeben.

Re: Hemerocallisblüten nur bedingt essbar

Verfasst: 25. Jan 2026, 20:27
von Krokosmian
Aspidistra hat geschrieben: 25. Jan 2026, 13:37 Warum nicht einfach nur fulva (inkl. Gefüllt), esculenta und citrina essen?
Und middendorfii
Nur so dahinüberlegt: fulva wäre recht einfach beschreib- und erkennbar. Bei den anderen "Wildformen" wird sich aber allzu oft angestellt, als ob es außer der Blütenfarbe ("Sind halt alle gelb") keine anderen Unterscheidungsmerkmale gäbe. Eben zwischen der (vielleicht kritischen) dumortieri und middendorfii scheint es möglicherweise Verwechslungen zu geben. Oder die eigentlich ziemlich unverwechselbare lilioasphodelus wird in Kultur vielerorts von einem Citrina-Typ oder vielleicht citrina var. vespertina verdrängt... Dazu sind der vermutlich überwältigende Großteil der Taglilien in den Gärten Hybriden bei denen nicht mehr klar wäre, wie es innendrin aussieht. Auch wenn man den Stammbaum bis Adum&Eva zurückverfolgen könnte. (Dazu, btw., sind wohl nicht alle der in Kultur befindlichen Art-Typen auch echte Wildformen...)
.
Mich betrifft das nicht, nach einer Hem-Ess-Challenge in weit entfernten jungen Jahren bekomme ich immer noch schon beim bloßen Gedanken ein blümerantes Gefühl in der Magengegend :P. Aber, dass es diesebezüglich Unterschiede zwischen den Wildarten gibt/geben könnte, das fände ich schon interessant!

Re: Hemerocallisblüten nur bedingt essbar

Verfasst: 25. Jan 2026, 20:55
von Aspidistra
Ich futtere nur fulva, da bin ich auf der sicheren Seite. Ausserdem gefallen mir da die Blüten am wenigsten. :-X ;D
Und seit heute morgen hab ich 3 esculenta Sämlinge. Die sind denke ich korrekt identifiziert und schon zum Verkosten in den nächsten Jahren eingeplant.
Bei den anderen hier verkauften Wildformen habe ich auch keine Ahnung ob die korrekt und "reinrassig" sind.
Ich bin keine Hemerocallis Spezialistin.
Ich finde es nur ebenfalls sehr interessant, dass in Japan, dem Land der Goldenen Nadeln Esser, eine (einige?) Hemerocallis Arten als bedenklich gelten. In Europa wird da kein Unterschied gemacht, auch nicht bei den Hybriden.

Ich bin schon ein paar mal aus allen Wolken gefallen, wenn ich japanische Quellen zu hier in Europa als "in Asian gerne gegessenen Pflanzen" ausgewertet habe. Da gelten plötzlich viele als giftig, verdächtig oder nur gekocht mit mehrmaligem Wasserwechsel essbar. ::)