Re:Eindrücke aus der Basilikata und dem Norden von Kalabrien
Verfasst: 24. Aug 2014, 15:44
Die Badlands könnten durch Farbe gewinnen, meine ich....
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Das Kastell von Melfi
Durum-Felder ohne Ende
Oliven und Weizen rund abends um Matera (bei Montescaglioso)
Und ganz in der Nähe am Morgen
Und das Verbrennen von Stroh auf den Feldern. Damits nicht außer Kontrolle gerät, wird in einer Breite von 3 bis 6 Schar rund um das Feld geackert.
Der Dunst davon hängt dann schwer über der Landschaft.
...
Nochmal die Calanchi-Landschaft mit Polfilter.
Starke Regenfälle letzten Herbst haben die Straßen der Basilikata stark zerstört. So gut wie alle Verbindungsstraßen sind in Mitleidenschaft gezogen, manche sind völlig zerstört - dann muss auf Schotterpisten oder ältere Wege ausgewichen werden. Manchmal muss man aber auch schlicht die Fahrverbotsschilder ignorieren, wenn man nicht 50km Umweg in Kauf nehmen möchte. Hier jedenfalls gibts eine Alternativroute.
Wer Carlo Levis' 'Jesus kam nur bis Eboli' kennt, der erinnert sich vielleicht an die Stadt Aliano und dass ihre Straße am Dorfende einfach aufhört. Das tat sie tatsächlich und zwar ca. hier:
Etwas links ist heute eine Brücke, aber lange Zeit war dort einfach Ende.
Ortswechsel: das Tyrrhenische Meer. Die Basilikata hat nur einen ganz kleinen Anteil daran, wir waren ein Stück in Kalabrien. Hier der Blick über Paria A Mare auf die Isola Dino.
Wir sind dort einen weglosen Berg hoch, den Monte Ciagola, weil wir einen meernahen Berg gehen wollten. Achnatherum calamagrostis ist ein ständiger Begleiter. Und abertausende Eidechsen, wirklich abertausende.
Weglos heißt, man muss sich gut an die Beschreibung halten, um überhaupt den Gipfen zu erreichen. Und vorher 15km abenteuerliche Schotterstraße fahren ohne Angst zu bekommen
Wir sind nur Schaf-, Ziegen- und Rinderherden mit ihren Hütehunden begegnet und einem Schäfer, der sich gefreut hat, dass jemand auf den Berg möchte.
Tja. Das Meer kann man erahnen. Es ist das Dunkelblaue geradeaus
Und der Abstieg.
Wir haben übrigens schon wieder keine Viper angetroffen (dabei müssten die zahlreich sein, den Warnungen in den Reiseführern und den vielen Eidechsen nach). Baden waren wir am herrlichen Strand von San Nicola Arcella und waren auch in der Bucht mit dem Bogen, den man beim Googlen sofort finden . Wunderschön! Aber da war die Kamera nicht mit Eigentlich sind meine Bilder Doku. Sie sollen zeigen, wie es dort aussieht. Felder, an den Rändern Disteln und dahinter Windräder. Das ist schon genug, eine Aussage oder Emotionen dazu wären zu laut. Dass man in diesen Landschaften sehr perfekte Bilder auch machen könnte, trifft zu. Aber ich war eher wegen dem Essen dortNun die Frage zu den besprochenen Fotos: Sind deine Landschaftsfotos spontane Erinnernungsfotos mit emotionalem Wert oder willst du anspruchsvolle Fotos mit klar erkennbaren Aussagen?