Letzte Woche waren Gewitter angekündigt, gekommen ist keins. Etwas Randgetröpfel, die letzten 2 Wochen an 3 Regentagen zusammen 5,5mm. Der DWD mit seinem Bodenfeuchtedienst sagt auf 60cm kein Pflanzenverfügbares Wasser vorhanden.
Die 40mm vom 4.Juli waren evtl keine 40mm. Die Brause lässt laut Hersteller 102 Liter pro Minute bei 4 bar durch. Das würde bei 15 Minuten Bewässerungszeit auf 15m² eher 100mm entsprechen. Da wirds wohl nicht ganz rangkommen wegen Reibungsverlusten im Schlauch und Kugelhahn, aber die doppelte Menge, 80mm, könnte passen.
Das deckt sich auch mit den Pflanzensymptomen. Die Verdunstung beträgt seit 4.Juli knapp 84mm, zusammen mit den 5,5mm Niederschlag ergibt in etwa so viel verfügbares Wasser wie am 4, Juli, etwas mehr halt, also die 10mm, die jetzt noch das Blattwerk nicht mehr ganz aufrecht hielten, das kommt hin. Also die Wassersituation nicht so schlimm wie am 4.Juli, eher wie am 2.Juli.
Wie auch immer, die nächste Woche ist kühl gemeldet, Photosynthesewetter, da sollen die Rüben arbeiten können.
Deshalb gegossen.
18 Minuten Schleusen auf, macht knapp 1,5m³ auf 15m², macht eine Gabe von 96mm, abzüglich Verluste durch Windabdrift, Verdunstung, Interzeption usw, geschätzt etwa 18 Liter, könnte realistisch sein, das sind 1,25%, also effektiv nur rund 95mm.
Die Entwicklung der Rübenkörper ist soweit ok. Manche drücken sich hoch.
Andere stehen schief. Erste Hinweise auf Bodenverdichtung?
Falls sich jemand über die recht hohe Gabe wundern sollte, der Boden hats aufgenommen, trotz hohe Wassermenge in kurzer Zeit, regelrecht eingesaugt. Keine Pfützen, keine nichts, einfach aufgesaugt, wie ein trockener Schwamm.