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Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 16:20
von Konstantina
adiclair hat geschrieben: ↑3. Jul 2026, 15:42
Hier kann man noch und nöcher mit Argumenten kommen, aber mMn bringt das alles nichts.
Genau das. Für DF kannst die Finger wund tippen. Er wird genau für ihm passendes Antwort aussuchen, oder immer weiter Fragen. Von allem solche Aussagen (bei Phlox?) "ich warte auf Anweisungen zum Giesen"
Und alle Links, die vorgeschlagen werden, in dem man wirklich nützliche Wissen sich selbst aneignen kann, werden anscheinend übersehen.
Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 16:49
von Drainagefan
adiclair hat geschrieben: ↑3. Jul 2026, 15:42
...darum sollten Clematis ja auch erst ab August bis Oktober gepflanzt werden (weil da vor allem der Boden (noch) warm und feucht genug ist für die Wurzelbildung).
Hier kann man noch und nöcher mit Argumenten kommen, aber mMn bringt das alles nichts.
Worauf willst du hinaus= Schau mal hier:
viewtopic.php?p=4473424#p4473424
Alle Pflanzen beim Rosenbogen wurden im Herbst gesetzt. Die Clematis 10cm tief
Es sind immer wieder Annahmen, die einfach nicht stimmen. Ich korrigiere dann nicht jede, wenn die Stimmung sowieso schon negativ ist.
Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 16:52
von Drainagefan
Konstantina hat geschrieben: ↑3. Jul 2026, 16:20
Für DF kannst die Finger wund tippen. Er wird genau für ihm passendes Antwort aussuchen
Nein Konstantina, du übersiehst nur manchmal Gegebenheiten, die ich entweder nicht gepostet habe oder du überlesen hast. Gerade in der Diskussion werden einfach Dinge angenommen, die zumindest für meinen Garten nicht schlüssig sind. Ich gehe gleich darauf in einer anderen Antwort ein.
Ansonsten danke, du hast mir schon sehr wertvolle Tips gegeben.
Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 17:11
von Drainagefan
Hyla hat geschrieben: ↑3. Jul 2026, 15:20
Ich verstehe das Problem, aber mein Eindruck ist, wenn du punktuell eine Drainage einbaust, sitzen die Pflanzen bei Starkregen wie in einer wassergefüllten Wanne voller Kies. Der Wasserabfluß nach unten ist ja trotzdem nicht gegeben.
Wenn das nur so einfach wäre. Die Situation ist wesentlich komplizierter.
Der Garten hat
keinen homogenen Boden und das wird so oft hier angenommen, wenn zB geschrieben wird, dass das Gras daneben gut aussieht. Hier ist gar nichts normal, man muss immer mit Abweichungen rechnen.
In meinem Garten kann es 1/2m daneben ganz anders sein und das kann man nur durch Graben erkennen, oberflächlich ist alles Wiese. Es kann bester Humus sein, aber auch sehr steiniger Boden, Bauschutt oder Beton gleich unter der Erde. Mein Psilostemon liebt Beton darunter, warum auch immer, ebenso Mittagsblumen, vielleicht wegen des Wärmespeichers knapp unter der Erde, ersoffen ist mir noch keine Mittagsblume.
Ich musste ja die alten Rosen entfernen und habe da auf 60cm Tiefe gegraben. DIe 1 Seite relativ schöne Erde, die andere Seite ziemlich steinig. Um der Pflanze eine Basis zu geben, die passt, wird für jede Pflanze gegraben und eine passende Erdmischung gegeben. Die Fläche ist mindestens so groß wie die typische Ausbreitung, meist mehr. Die Tiefe ist auch variabel, aber ich würde mal sagen 35cm sind Minimum, ausgenommen Palmen oder ähnlich. Ich sage mir, wenn eine Pflanze 35cm in die Tiefe geschafft hat, dann wird sie für weiter auch eine Möglichkeit finden. Es gibt aber eine Ausnahme, da ist es so steinig und hart, da kann man kaum mit einer Spitzhacke lockern. Zum Glück ist das in der Nähe der Hortensien so. Verfault ist mir noch nichts, obwohl ich so viele mediterrane Pflanzen habe.
Ich glaube, dass Rosen und Clematis nicht im Wasser stehen. Die 1 Seite sowieso nicht, die ist sehr steinig. Das ist die Seite wo es ein wenig schlechter blüht. Bei der anderen Seite denke ich mir, die Rose davor ist auch mit der Erde klar gekommen und die war einfach dort in die lokale Erde gesetzt. Wie es bei einer Tiefe von 60cm weitergeht könnte man nur sagen, wenn man gräbt. Die 60cm kommen daher, dass die alte Rose ja tief und flächig um den Rosenbogen ausgegraben wurde.
Also irgendwie abschätzbar wird es nur dann, wenn man komplett die Erde tauscht. Vieles sind Annahmen aus der Ferne, die müssen aber nicht logisch sein, weil einfach Voraussetzungen angenommen werden (müssen), die aber falsch sind. Ich wundere permanent über Dinge, die 1/2m ganz anders sind.
Ich glaube in diesem Fall bei den Clematis ist das Problem nicht die Bodenfeuchte, sondern die Hitze und die UV-Strahlung.
Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 17:51
von thuja thujon
Nein, sie verkümmert, weil sie keine Wurzeln bildet. Entweder weil sie zu tief gepflanzt wurde oder weil sie ein Montagsmodell ist. Deswegen ausgraben, Wurzel nachgucken, wieder eingraben, ohne Bodenrumgebastel, was nix bringt.
Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 18:23
von Mediterraneus
So schlecht sehen die Clematis doch nicht aus. Die brauchen hier immer paar Jahre, bis sie richtig loslegen.
Und ich denke nach wie vor, dass der Garten gut im Saft steht und genug Wasser von oben bekommt. Wenn die Bauernhortensien wachsen, ist das ein Zeichen für ordentlichen Niederschlag.
Wenn es so aussieht, wachsen auch keine Bauernhortensien. Aber Clematis schon (ausser die Großblütigen)

Re: Clematis bei Hitzewelle zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 18:50
von oile
Ich habe im Oilenpark auch unterschiedliche Bodenbedingungen, wenn auch nicht so krass wie bei DF. Ich bin nie auf die Idee gekommen, gegen diese Bedingungen anzugärtnern. Es gibt doch für alles passende Pflanzen! Manches hat trotzdem nicht geklappt. Clematis wollen nicht so recht bei mir, das finde ich schade, aber ist dann halt so.
Sumpfecken fehlen mir. Die hätte ich gerne.
Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 19:43
von Drainagefan
thuja thujon hat geschrieben: ↑3. Jul 2026, 17:51
weil sie ein Montagsmodell ist.
Sieht so ein Montagsmodell aus, nur weil sie nach 10 Tage Hitzewelle schlapp macht?
CLEMATIS VITICELLA VENOSA VIOLACEA
und dann mit Blüten:
CLEMATIS VITICELLA VENOSA VIOLACEA
Ich habe kein Foto, aber die hatte sicher gleichzeitig doppelt so viel. Und das im 1. Jahr. Ich finde das durchaus akzeptabel.
DIe Clematis wurde sicher richtig eingesetzt
Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 19:52
von Hyla
Ich sehe es so wie Oile. Grundstücke sind selten wirklich einheitlich in den Bedingungen, je größer desto unterschiedlicher.
Wenn man dann anfängt, selber noch zu verschlimmbessern, ist das Chaos doch perfekt.
Clematis wachsen bei mir auch nicht so richtig. Stattdessen habe ich Geißblätter, je nach Sorte wunderbar nachts duftend. Zu fast jedem Problemfall findet sich eine passende Lösung.
Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 19:53
von Drainagefan
Mediterraneus hat geschrieben: ↑3. Jul 2026, 18:23
So schlecht sehen die Clematis doch nicht aus. Die brauchen hier immer paar Jahre, bis sie richtig loslegen.
Ich finde das auch, die wird schon. Eigentlich wollte ich nur wissen, ob und wie viel ich gießen soll.
Mediterraneus hat geschrieben: ↑3. Jul 2026, 18:23
Und ich denke nach wie vor, dass der Garten gut im Saft steht und genug Wasser von oben bekommt. Wenn die Bauernhortensien wachsen, ist das ein Zeichen für ordentlichen Niederschlag.
Ich denke dieser Vergleich ist bei meinem System nicht zulässig, Hortensien haben einen ganz anderen Boden, die sind auf Feuchtigkeit ausgelegt, natürlich keine Drainage. Die Potentilla hat eine Erdmischung, dass viel wegrinnt, soll es auch, um Staunässe zu vermeiden. Bei der Potentilla weiß ich sicher was darunter ist, zumindest 60cm.
Heuer hat die Bauernhortensie noch wenig Lust zum Blühen, ist es erst 1 Blüte da und die steht im schattigen Eck.
Das andere Argument ist, dass ich genug Pflanzen habe, die mehr Wasser bräuchten als Hortensien und das wundert mich. Am schwierigsten ist es mit Phlox. Es gibt "hohe", die blühen super, aber andere kämpfen, obwohl sie viel gegossen werden, der meiste Phlox ist aber ok. Meine Lonicera habe ich aber kaum, also zu wenig gegossen, aber die wird auch wieder.
Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 19:57
von Drainagefan
Hyla hat geschrieben: ↑3. Jul 2026, 19:52
Clematis wachsen bei mir auch nicht so richtig. Stattdessen habe ich Geißblätter, je nach Sorte wunderbar nachts duftend.
Nachts weiß ich nicht, aber ich würde sagen meine Lonicera sieht schlechter aus als die Clematis. Die Lonicera ist jeden Frühjahr Futter für die Blattläuse und erholt sich danach. Alternative zur Lonicera habe ich allerdings keine deutlich bessere gefunden.
Ansonsten sehe ich auch so, was hier nicht gedeiht, wird eben weggelassen. Der Rosmarin ist schon aufgegeben. 2 Ausfälle ist zu viel.
Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 20:06
von AndreasR
Drainagefan hat geschrieben: ↑3. Jul 2026, 19:53
Eigentlich wollte ich nur wissen, ob und wie viel ich gießen soll.
Da wirst Du keine einheitliche Antwort finden, weil jeder Garten anders ist, jede Pflanze unterschiedlich reagiert, und je nach Boden braucht man eine angepasste Gießstrategie. Du hast jede Menge allgemeine Tipps bekommen, auf was man beim Gießen achten soll, jetzt musst Du das nur noch an die örtlichen Begebenheiten anpassen. Du selbst weißt am besten, ob der Boden dort durchlässig ist oder nicht, wie sollen wir denn anhand der Pflanzenfotos bei dem sprichwörtlichen Flickenteppich bei Dir erraten können, was Deinen Pflanzen fehlt?
Ich habe erzählt, wie ich es hier mit dem Gießen mache, frisch gepflanztes wird gut angegossen, und bei trockenem Wetter gieße ich gelegentlich, damit alles gut anwächst. Später soll der Garten möglichst alleine zurechtkommen, ansonsten wird nur notgewässert, wenn deutlich sichtbar ist, dass alles schlappt. Was nicht überlebt, ist für meinen Garten halt untauglich, evtl. suche ich dann noch einen anderen Standort, der vielleicht besser passt, aber wenn es auch beim zweiten Versuch nicht klappt, werden weitere Versuche vermutlich auch fehlschlagen.
Gerade Clematis brauchen zwei, drei, manchmal sogar vier Jahre, bis sie wirklich eingewachsen sind, aber sie sind wie gesagt hart im Nehmen, selbst eine Hitzewelle oder eine Schneckenattacke überleben sie in der Regel, auch wenn oberirdisch vielleicht alles erstmal abstirbt. Nächstes Jahr wirst Du sehen, ob es wieder einen Austrieb gibt, vielleicht erst noch zaghaft, aber im Jahr darauf dann vielleicht schon kräftiger, dann sind sie über den Berg, wenn nicht, hat man halt Pech gehabt. Ich teste meist mit geschenkten oder günstig erworbenen Pflanzen, und nur wenn ich guten Erfolg damit habe, pflanze ich mehr davon.
Ich habe auch schon reichlich Lehrgeld bezahlt, aber die Pflanzen verhalten sich leider nicht immer so, wie's in Büchern oder im Internet steht, da muss man einfach ausprobieren. Bücher, Foren und Co. können Hinweise geben, aber Du wirst halt kein "bombensicheres" Rezept für den Garten finden, das garantiert gelingt. So schlecht sehen die Pflanzen wie gesagt nicht aus, also beobachte sie weiter, wässere nach Bauchgefühl, wenn Du meinst, dass es notwendig ist, aber gieße sie nicht tot...
Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 20:31
von Drainagefan
AndreasR hat geschrieben: ↑3. Jul 2026, 20:06
So schlecht sehen die Pflanzen wie gesagt nicht aus, also beobachte sie weiter, wässere nach Bauchgefühl, wenn Du meinst, dass es notwendig ist, aber gieße sie nicht tot...
Andreas, es geht mir nur um Erfahrungen nach einer Hitzewelle, die meine Pflanzen nicht gut überstanden haben. Sonst halte ich es ganz einfach, so lange die Pflanze halbwegs grün ist, wird auf Regen gewartet. Die Clematis dürfen im 1. Jahr durchaus nicht so gut aussehen, nur eingehen sollen sie nicht.
Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 20:46
von oile
Ok, jetzt kommen wir der Sache näher. Es geht um die Hitzewelle. Zu dieser Art von Hitzewelle im Juni (!) dürfte es kaum Erfahrungen geben. Sie war sehr ungewöhnlich. Hitzewellen im Hochsommer (Juli/August) sind etwas anderes. Da sind viele Pflanzen mehr oder weniger ausgewachsen und reifen, das Laub ist härter, die Stängel beginnen zu verholzen usw. usf.
Re: Clematis bei Hitzewell zu wenig gegossen?
Verfasst: 3. Jul 2026, 21:29
von AndreasR
Hier ist auch an einigen Pflanzen das Laub geradezu verschmort, das liegt, wie oile sagt, sicher auch daran, dass es Ende Mai und Ende Juni brutal heiß war, das gab's früher einfach nicht. Ich hoffe halt, dass die Pflanzen im Herbst oder spätestens nächstes Jahr wieder austreiben, wenn nicht, habe ich Pech gehabt... Ich hätte Neupflanzungen auch mehr schattieren müssen, zwar weiß ich, wo im Garten welche Lichtverhältnisse herrschen, aber wenn es morgens um 9:00 Uhr schon 30°C sind, brennt das Laub im Schattenbeet mit Morgensonne halt weg, damit habe auch ich nicht gerechnet.