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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 7. Aug 2026, 07:29
von husar2003
Die Turca vom Feigenhof bzw. Apulien sieht auch lecker aus. Namenssorte, o.k. Frucht aber deutlich leichter, also verschieden.
Dunkle Früchte sind bei Ernte leichter zu finden. Ich muss bei meiner grünen Isi d'Oro sehr aufpassen bei der Ernte. Optisch ist das etwas schwieriger, die Reifen im grünen Blattwerk zu finden. Vielleicht aber auch für die Vögel...
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 7. Aug 2026, 07:46
von husar2003
plantboy hat geschrieben: ↑7. Aug 2026, 07:21
@Husar:
könntest du den Geschmackvergleich von Faruks Turca etas mehr ausführen?
...
@plantboy.
Hinweis : Faruk verkauft sie nicht, er verschenkt ausschließlich. Ich habe ihm letztes Jahr xx€ überwiesen, weil ihm bestimmt nicht alle das Porto für die Stecklinge ersetzt haben.
Grasig, absolut nicht. Kein herber Beigeschmack. Im Vergleich zu BT nicht dieser typische Feigengeschmack, eher nach Pfirsich oder so.
Ich kann sie natürlich nicht wirklich objektiv vergleichen, aber sie ist stärker im Aroma als z.b. Isi d'Oro.
Es liegt vielleicht auch an der Feigengröße, dass sie so saftig und voll wirkt. Die Reifezeit dauert auch länger als bei der Isi d'Oro, da bildet sich vielleicht mehr Zucker.
Ich habe erst eine geerntet, und die Pflanze wurde im Winter durchgepflegt.
Nächstes Jahr, nach der ersten Überwinterung wird der Vergleich dann fairer.
Mit BT und Isi d'Oro habe ich von Ende Juli bis Mitte August eine Ernte. Vielleicht lässt sich das mit der größeren Turca noch etwas verlängern. Andere Sorten sind noch nicht so groß, dass sie tragen.
Es ist einfach schön, jeden Tag frische Feigen zu haben.
Bei der Preissteigerung von Lebensmitteln werden selbstgeerntete Beeren und Feigen zum Sparfaktor

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 7. Aug 2026, 10:09
von Feigenfreund
Heutige Ernte vom Balkon: 5x Smith und 1 x Grise de Saint Jean (GdSJ unten im Bild).
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 7. Aug 2026, 10:15
von Feigenfreund
Meine Eindrücke von der Verkostung: Smith mit leckeren beerigen Aromen. Hatte eine gute Süße, die sich aber nicht zu sehr in den Vordergrund drängt. Unterschwellig war auch eine leichte, milde, fruchtige Säure wahrnehmbar, die in Kombination mit der ausreichend vorhandenen Süße zu einem sehr guten Geschmackserlebnis beitrug.
Grise de Saint Jean (unten im Bild) mit deutlich anderem Geschmacksprofil: War süßer als Smith, kaum beerige Geschmacksnoten, dafür aber sehr leckere Zuckeraromen. Für mich ein sehr stimmiges Geschmacksprofil bei der GdSJ.
Fazit: Ich fand beide Sorten sehr lecker, jede schmeckt auf ihre eigene besondere Art. Wenn ich mich jetzt entscheiden müsste, welche der beiden Sorten geschmacklich besser ist, wäre die Entscheidung nicht einfach für mich. Vermutlich würde ich aber zur Smith tendieren.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 7. Aug 2026, 11:21
von raetzrico
Hallo,
Ich habe diese Woche auch meine ersten Feigen geerntet. Alle noch im Kübel wachsend.
8 Isi Doro Brebas +- 40 Gramm schwer. Drei waren nachts abgefallen aber weich im Topf
gelandet. Vom Geschmack leider noch nicht übermäßig gut.
Waren an der noch jungen Pflanze aber auch die ersten. Werden mit den Jahren dann
perspektivisch ausgepflanzt sicher noch etwas besser.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 7. Aug 2026, 11:23
von raetzrico
Eine Dessert King gabs auch. Optisch schon sehr ähnlich zur Isi Doro.
Aber Geschmacklich deutlich besser.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 7. Aug 2026, 13:39
von raetzrico
Diese Herbstfeigen der Isi Doro+Dessert King sollten doch
durchaus noch reifen bis in den Herbst hinein oder ?
Erstes Bild Isi Doro und Zweites die Dessert King.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 7. Aug 2026, 16:35
von Roeschen1
Beim Gießen sehe ich vollkommen überascht reife Ficcolino Herbstfeigen, die Wespen waren schon dran.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 7. Aug 2026, 17:32
von husar2003
raetzrico hat geschrieben: ↑7. Aug 2026, 11:21
Hallo,
Ich habe diese Woche auch meine ersten Feigen geerntet. Alle noch im Kübel wachsend.
8 Isi Doro Brebas +- 40 Gramm schwer. Drei waren nachts abgefallen aber weich im Topf
gelandet. Vom Geschmack leider noch nicht übermäßig gut.
Waren an der noch jungen Pflanze aber auch die ersten. Werden mit den Jahren dann
perspektivisch ausgepflanzt sicher noch etwas besser.
Das passt schon. Gewicht. Teilweiser Abwurf bei jungen Pflanzen. Isi d'Oro setzt schon heftig viele Feigen an. Ich habe dieses Jahr keinen Abwurf. Pflanzen sind 3 Jahre und älter.
Desert King soll eine San Pedro Feige sein und die Herbstfeigen sollten daher, wenn unbestäubt, dann unreif bleiben.
Die Herbstfeigen von Isi d'Oro werden bei mir in Hamburg nicht reif. Ich weiß nicht, ob das auch eine San Pedro ist. Hier wird von den Händlern ( teilweise merkwürdig formuliert) berichtet "nicht viele Herbstfeigen machen", "gehen sich nicht aus". Vielleicht weiß es keiner genau und es wird dann in lokalem Dialekt (??) voneinander abgeschrieben ?!
Wenn jemand von Isi d'Oro tatsächlich reife Herbstfeigen gewinnt, dann wäre es ein sehr deutlicher Unterschied zur Desert King.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 8. Aug 2026, 07:52
von Arni99
So sollte für mich der Wurzelballen aussehen vor der Pflanzung in den Topf oder Garten.
Falls nicht hole ich die Säge raus.
Damit kann man bei schlechtem Wachstum zumindest kreisrund wachsende und den Baum strangulierende Wurzeln ausschließen.
Vom aus dem Topf nehmen und ungeprüft in den Garten pflanzen halte ich somit garnichts.
P.S. was unten geschnitten wird muss oben entsprechend an Holz weg.
———
In Wien gab’s 2026 bis heute 37 Tropennächte - der Rekord liegt bei 54 aus 2024.
Weiters gab es 40 Grad oder mehr in allen 3 Sommermonaten Juni, Juli, August.
In Summe 6 Tage mit mindestens 40 Grad.
Der Rekord von 41,2 Grad, östlich von Wien, stammt aus dieser Woche.
Wien hat mit 41,0 ebenfalls einen neuen Rekord aufgestellt.
Der Wienerwald ist teilweise gelb statt grün….Überlebensmodus.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 8. Aug 2026, 09:37
von husar2003
@Arnie
Wohl wahr.
Je größer der Ballen desto gefährlicher ist dieser verwachsene Wurzelsumpf. Ich hatte einen 15 Liter Topf und habe den so eingepflanzt. Oben hätte ich nichts entfernen können, aber der Ballen hätte verkleinert werden müssen, die Pflanze stand wohl schon länger irgendwo und das Substrat war verbraucht. Bitter bereut. Ein paar Jahre später habe ich die Restpflanze ausgegraben und den quirlig gewachsenen Mist untersucht. Verbrauchtes Substrat mit quer im Kreis gewachsenen Wurzeln, die das Pflanzloch nie verlassen haben.
Ich versuche beim Umpflanzen in Töpfen verbrauchtes Substrat zu entfernen, bei kleineren Wurzelballen geht das prima. Da störe ich die Wurzeln nicht, wenn ich sehe, dass die gesund nach unten wachsen. Je größer der Ballen desto größer die Gefahr, dass die Wurzeln durch den verbrauchten Ballen hindurch das Anwachsen verweigern. Säge, Spaten, Handarbeit.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 8. Aug 2026, 09:59
von philippus
Arni99 hat geschrieben: ↑8. Aug 2026, 07:52
In Wien gab’s 2026 bis heute 37 Tropennächte - der Rekord liegt bei 54 aus 2024.
Weiters gab es 40 Grad oder mehr in allen 3 Sommermonaten Juni, Juli, August.
In Summe 6 Tage mit mindestens 40 Grad.
Der Rekord von 41,2 Grad, östlich von Wien, stammt aus dieser Woche.
Wien hat mit 41,0 ebenfalls einen neuen Rekord aufgestellt.
Nur zur Einordnung:
Die extreme Hitze ist natürlich real, aber hier ist von verschiedenen Wiener Messstandorten die Rede. Die Zahl der Tropennächte bezieht sich auf eine extrem innerstädtische Messstelle in der Operngasse, die sich auf einem Gebäudedach und nicht auf einem bewachsenen Untergrund befindet, wie er für eine hohe Güteklasse nach WMO-Kriterien vorgesehen ist. Sie ist daher nicht für das Klima im Wiener Raum repräsentativ.
Die 41,0 °C wurden dagegen an der Station Stammersdorf am nördlichen Stadtrand gemessen, die für die regionale Temperaturmessung deutlich repräsentativer ist.
Die 41,2 °C aus Bad Deutsch-Altenburg stammen wiederum von einer seit Jahren kritisch diskutierten Messstelle, deren Standortbedingungen eine starke lokale Überhitzung begünstigen. Nicht ohne Grund führt die GeoSphere Austria dort seit 2024 Vergleichsmessungen durch.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 8. Aug 2026, 09:59
von husar2003
Ein Wurzelschnittling von "La Favière".
Die Sorte hatte ich vor einigen Jahren entfernt, weil sie bei mir selbst in 2 Meter Höhe und Breite keine Feigen bildete und jedes Jahr zurückfror. Rätselhaft, hatte ich überdüngt oder wurde die Pflanze vom Rasendünger negativ beeinflusst, den ich damals noch jedes Frühjahr verwendete ?
Obwohl oberirdisch gar nichts zu sehen ist, haben offensichtlich tiefere Wurzeln überlebt, ein Austrieb hat es wieder nach oben geschafft. Ich hab's eingepflanzt. Da waren keine Wurzeln dran. Es sah aus wie eine Wurzel mit grüner Spitze.
Vielleicht ein neuer Versuch vorerst nur im Topf.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 8. Aug 2026, 12:41
von RePu86
Auch bei uns ein trockenes Jahr.
Obwohl wir im Schnitt 1100mm Jahresniederschlag haben sind inzwischen die meisten Futterwiesen braun.
Es werden aber auch wieder andere Jahre kommen.
Anfäglich freut man sich noch über jede Feige die reift, inzwischen habe ich aber mehr Ertrag als gegessen bzw. verwertet werden kann (vor 10 Jahren die ersten Feigen ausgepflanzt)
Heuer auch keine BFF.
Wohlgemerkt ich bin nicht aus dem pannonischen begünstigtem Raum in Österreich sondern am Alpenrand auf 500m.
Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte
Verfasst: 8. Aug 2026, 13:31
von Feigenwiese
Rockaway Green
Erstes Jahr, erste Breba im Topf.