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Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 17. Sep 2026, 11:50
von blackforestfigs
Ich habe so ein Trockennetzt. Im Sommer bei 30-40°C mit den Brebas funktioniert das hervorragend. Mit den Herbstfeigen leider nicht mehr.

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 17. Sep 2026, 12:25
von ringelnatz
Erstaunlich, Feigenmarmelade gehört zu meinen liebsten Marmeladen.
Meine Erfahrungen mit selbstgemachter Feigenmarmelade beschränken sich aber auf mediterrane Gefilde.
Die einzige hiesige Marmeladencharge (war aber November...) war fast ungenießbar.

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 17. Sep 2026, 12:32
von blackforestfigs
Wir haben diese Jahr aus Petrovača bijela Brebas und Limetten Konfitüre gemacht. Ich esse sonst eigentlich gar keine Marmelade, aber die war ruckzuck weg.

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 17. Sep 2026, 13:26
von Querkopf
Anke02 hat geschrieben: ↑17. Sep 2026, 11:28Lese hier sonst nur interessiert mit, da ich nur eine Feige im Garten habe. ...
Geht mir ebenso. Aktuell kann ich täglich ein paar Feigen pflücken. Keine "Schwemme", die Früchte reifen folgernd, aber so langsam wird's doch zu viel, um's frisch aufzufuttern. Für Marmelade wiederum ist das, was sich in drei, vier Tagen sammelt, nicht genug. Vom Aroma her würde es aber allemal passen: fruchtig, sehr saftig, beileibe nicht nur zuckrig-süß.
Anke02 hat geschrieben: ↑17. Sep 2026, 11:28...das Einfrieren von Feigen, die nicht direkt verarbeitet werden konnten, hat auch schon funktioniert. ...
Das werde ich dann wohl auch mal ausprobieren.

Verwertungs-Alternative:
Bild
Ein Dutzend Feigen ergibt einen unverschämt leckeren, saftigen Kuchen.

Die Sorte ist 'Goutte d'or' (oder 'Dorée'). Bei Baud hatte ich gelesen, es handle sich um eine Kleinwüchsige, das gab den Ausschlag für die Auswahl: ausgepflanzt an einer Wand, in einem ganz schmalen Erdstreifchen. Wirklich "klein" bleibt sie freilich nicht - trotz Schnitt ist das Bäumchen derzeit fast 4 m groß, ich kann ab & zu vom Esszimmerfenster aus reife Früchte pflücken ;).
Der Glut- und Dürresommer 2026 hat der Feige offenbar gefallen, sie trägt dieses Jahr großzügiger denn je. Mitte Juli gab's die ersten Früchte. Riesig. So:
Bild Zur Orientierung: Das Tellerchen untendrunter hat einen Durchmesser von 15 cm.
Gewogen habe ich die Sommerfeigen nicht. Wohl aber die jetzigen Herbstfeigen, deutlich kleiner als bei der ersten Runde, ebenso saftig, aber würziger: 60-70 Gramm.

Nasses Wetter mag die Sorte nicht, da platzen die Früchte oft kurz vorm Reifwerden auf. Aber nasses Wetter gab/ gibt es in diesem extremen Sommer nicht...

Frage an euch Fachleute: Ich werde das Bäumchen zurückschneiden müssen. Kann man aus (spät)herbstlichem Schnittgut noch Steckhölzer gewinnen? Und falls ja, wie schneidet man's am besten?

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 17. Sep 2026, 14:24
von manufico
@Nox @cydorian
Die Violette Dauphine habe ich von Tobi Kabel und er hat seine von Lorenzi (Baumschule) aus Italien. Momentan kann man sie auch in seinem Shop kaufen. Ich kann sie nur empfehlen. Die Brebas sind lecker und die Herbstfeigen sind grandios. Unter dem Namen Violette Dauphine werden so viele Sorten verkauft. Deswegen gibt es wahrscheinlich auch nicht die "Echte" Violette Dauphine. Ich meine, dass Seiler früher auch eine Violette Dauphine im Sortiment hatte. Es könnte natürlich auch sein, dass meine Feigen befruchtet waren. So einen intensiven Geschmack hatte ich letztes Jahr nicht bei den Herbstfeigen. Ich kann das nicht beschreiben, wie intensiv dieser Erdbeergeschmack war.

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 17. Sep 2026, 14:29
von Lady Gaga
Querkopf, ich bin zwar keine Fachfrau, habe aber schon Stecklinge probiert. Das war jeweils von Oktober bis Dezember im Haus, am schnellsten wurzelten sie in Seramis samt Beleuchtung. Nur wenig vom Steckling schaut raus, durch die Verwendung von einem Glasbehälter sieht man auch schon die Wurzelbildung.
Ich würde aber jetzt nur die Stecklinge abschneiden und den Rückschnitt sonst im Frühling machen.

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 17. Sep 2026, 14:39
von Roeschen1
manufico hat geschrieben: ↑17. Sep 2026, 14:24 @Nox @cydorian
Die Violette Dauphine habe ich von Tobi Kabel und er hat seine von Lorenzi (Baumschule) aus Italien. Momentan kann man sie auch in seinem Shop kaufen. Ich kann sie nur empfehlen. Die Brebas sind lecker und die Herbstfeigen sind grandios. Unter dem Namen Violette Dauphine werden so viele Sorten verkauft. Deswegen gibt es wahrscheinlich auch nicht die "Echte" Violette Dauphine. Ich meine, dass Seiler früher auch eine Violette Dauphine im Sortiment hatte. Es könnte natürlich auch sein, dass meine Feigen befruchtet waren. So einen intensiven Geschmack hatte ich letztes Jahr nicht bei den Herbstfeigen. Ich kann das nicht beschreiben, wie intensiv dieser Erdbeergeschmack war.
Meine Dauphine ist von Seiler, die Wespen waren schneller als ich, aber so überragend war sie bisher nicht.

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 17. Sep 2026, 15:52
von cydorian
Querkopf hat geschrieben: ↑17. Sep 2026, 13:26 Frage an euch Fachleute: Ich werde das Bäumchen zurückschneiden müssen. Kann man aus (spät)herbstlichem Schnittgut noch Steckhölzer gewinnen? Und falls ja, wie schneidet man's am besten?
Was für dort: viewtopic.php?t=74789

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 17. Sep 2026, 18:31
von zwerggarten
plantboy hat geschrieben: ↑16. Sep 2026, 13:02… Hat jemand mit der Sorte Tena Erfahrungen gemacht?
Wann reift sie aus?...viel später als RdB?
Wie ist die Feige so?
ich hatte tena, ein schon ansehnliches stämmchen im kübel, die reifte nicht so spät (2024 ab 07.09.) bernsteinfarben und lecker, leider war ihr gastspiel dank meiner lässigkeit nur kurz: vergangenen winter hat sie offenbar die ersten harten frostnächte (um -8°c oder so) und das zu späte einräumen danach nicht überstanden. r.i.p.

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 17. Sep 2026, 22:36
von philippus
cydorian hat geschrieben: ↑17. Sep 2026, 08:54 Hast du nicht viel mehr Sorten? Das "Problem" hat früher oder später jeder mit Feigen.
Ich habe schon deutlich mehr Sorten. Von den Sorten in Töpfen kommen ja noch täglich weitere Feigen hinzu. Marmelade erscheint mir neben dem Frischverzehr als die interessanteste Art der Verwertung. Mal sehen, ob ich das morgen mache.

Bei den ausgepflanzten Sorten sind Pastilière, RdB und Hardy Chicago schon durch. Negronne ist gerade auf dem Höhepunkt des Ertrags. GdSJ ist dieses Jahr später dran als in den Jahren zuvor, und die Feigen sind zudem nicht allzu viele und wirklich winzig – da scheint es irgendein Problem zu geben.

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 17. Sep 2026, 23:03
von philippus
Hier die letzte Bécane, eine Sorte, die laut Baud in den meisten Jahren sogar knapp vor Pastilière und RdB reifen soll. Die sehr frühe Reife kann ich bestätigen, allerdings zieht sich die Ernte bei dieser Sorte deutlich länger hin. Die ersten Feigen reifen sehr früh, die letzten aber deutlich später als bei den beiden anderen Sorten.

Wenn man sie wirklich auf den Punkt gereift pflückt, überzeugt die Qualität. Gerade bei Bécane darf man nicht ungeduldig werden und zu früh pflücken – sonst wird man von der Sorte eher enttäuscht sein.

Geschmacksprofil: fruchtbetont, aber weniger beerig als bei vielen anderen Sorten. Sie erinnert mich eher an exotische Früchte.

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 18. Sep 2026, 05:57
von Der Buddler
Bezüglich Feigenmarmelade, mit Ronde de Bordeaux (also starker Beerengeschmack) wird die Marmelade bei mir mit Abstand am besten. Noch besser wird es, wenn man etwas Zitrone hinzugibt (pro kg Feige der Saft einer halben großen oder einer ganzen kleinen Zitrone). Komplex, fruchtig und spritzig. Zucker/Honigfeigen mit Zucker ist hingegen jetzt nicht wirklich der Reißer. Flach und einfach nur süß.

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 18. Sep 2026, 06:50
von philippus
Der Buddler hat geschrieben: ↑18. Sep 2026, 05:57 Bezüglich Feigenmarmelade, mit Ronde de Bordeaux (also starker Beerengeschmack) wird die Marmelade bei mir mit Abstand am besten. Noch besser wird es, wenn man etwas Zitrone hinzugibt (pro kg Feige der Saft einer halben großen oder einer ganzen kleinen Zitrone). Komplex, fruchtig und spritzig. Zucker/Honigfeigen mit Zucker ist hingegen jetzt nicht wirklich der Reißer. Flach und einfach nur süß.
So habe ich es mit Pastilière gemacht, mit einem Schuss Rum (aus Zuckerrohr) dazu, der noch einmal mehr Tiefe verleiht.
Mit Negronne sollte ein ähnliches Ergebnis wie bei RdB herauskommen.

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 18. Sep 2026, 09:42
von cydorian
RdB mit ihren Kleinfeigen gibt nicht die Masse und schmeckt auch pur so gut, dass bei der wenig Drang zur Marmelade herrscht.

Re: Feigen Ficus Carica: Sorten, Erfahrungen, Winterhärte

Verfasst: 18. Sep 2026, 13:51
von Der Buddler
cydorian hat geschrieben: ↑18. Sep 2026, 09:42 RdB mit ihren Kleinfeigen gibt nicht die Masse und schmeckt auch pur so gut, dass bei der wenig Drang zur Marmelade herrscht.
Bei unserem riesigen Baum essen wir seit Wochen täglich, verschenken, haben 30 Gläser Marmelade gemacht und trotzdem landen die meisten auf dem Boden. Bei meinen größeren Sorten (Kadota, LdA, Mdds und no name) finde ich die Marmelade zu flach.