Re:Eigene Tagliliensämlinge 2006
Verfasst: 20. Aug 2006, 21:42
recht üppig mit 3 Blüten heute diese hier
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Danke, tut gut@ Callis , die von # 375 finde ich ganz bezaubernd!
Dafür sollte der Samen aber mindstens bis Mitte September geerntet sein. Diese Methode hat für unser Klima den Vorteil, dass bereits im Winter alle weniger harten Pflänzchen eingehen und man nur noch mit den härtesten weiterarbeitet.Da ich durchaus auch Kreuzungen mit immergrünen Pflanzen mache (möglichst aber nicht zwei immergrüne miteinander), möchte ich doch allen Sämlingen erst mal eine Chance geben.Deshalb lagere ich die Samen im Winter im Kühlschrank, pro Kreuzung ein Tütchen, entweder aus Plastik oder aus Papier. Die Kühlung simuliert wie bei anderen Samen auch, den Winter.Ab Ende Februar/Anfang März säe ich 5 mm tief in Aussaaterde aus dem Gartencenter in quadratische 8cm-Töpfe und stelle diese auf die Fensterbänke. Bei mir sind günstigerweise die Heizkörper darunter. Pro Topf pflanze ich bis zu 9 Samen. Das spart erstmal Platz. Die Kästen mit den Töpfen bekommen auch Abdeckhauben. Feucht, aber nicht nass halten.Die Zeit, die die einzelnen Samen bis zur Keimung benötigen, beträgt ca. 4-34 Tage, abhängig von Eltern, Zustand der Samen (frisch oder eingetrocknet) usw.Ab Mitte bis Ende April beginne ich mit dem Abhärten der Sämlinge, d. h. bei wärmerem Wetter stelle ich sie ins Freie, beobachte aber genau die Abendtemperaturen. Das ist die Stressphase, wenn ich morgens bei Sonne zig Topftabletts raus- und abends oder bei Platzregen oder Hagel wieder ins Haus schleppe. Ein Gewächshaus nützt mir beim Pendeln zwischen zwei Wohnorten nichts.Ab Mitte April beginne ich auch, die kräftigeren Sämlinge in Balkonkästen (die grünen Plastikkästen, weil sie leicht sind) zu pikieren (normale Blumenerde). Die bleiben dann auch draußen, wenn kein Nachtfrost zu erwarten ist. Nun wird auch 14tägig mit einer schwachen Wuxal-Lösung gedüngt.Ab ca. 20. Mai beginne ich die Sämlinge mit 30 cm Abstand ins Freiland zu pflanzen an einen Standort, an dem sie nun ungestört bis zur ersten Blüte stehen bleiben können. Nach 3-4 Wochen bekommen sie noch ein Gabe Bio-Gartenazet. Dann braucht nur noch bei Trockenheit gegossen zu werden. Auch die "Spontanvegetation" darf nicht zur Konkurrenz werden. Also fleißig jäten oder mulchen.Der richtige Wachstumsschub setzt dann ab Ende August ein, wenn es wieder häufiger regnet und nicht mehr so heiß ist. Bis zum Winter werden die Kleinen schon ganz schön kräftig. In der zweiten Oktoberhälfte schneide ich dann das Laub handbreit zurück.Ein harter Winter kann einige Ausfälle bringen. Aber von denen, die übrig bleiben, blühen bei mir im zweiten Standjahr c. 75-80 % zum ersten Mal.Dies ist meine Methode, die sich unter meinen Gegebenheiten als die für mich und die Pflanzen beste erwiesen hat. Ich kenne aber auch andere Leute, die bereits im Dezember/Januar im Haus säen, dann allerdings auf rollbaren Tabletttischen, die unter Pflanzenlampen stehen, weil das Tageslicht noch nicht ausreicht. Allerdings habe ich bisher noch nicht gehört, dass ein erheblicher Prozentsatz dieser Sämlinge bereits im ersten Sommer nach der Samenernte blüht. Und dies wäre für mich der einzige Grund für ein so aufwendiges Verfahren.Ich habe meine Samen sofort nach der Reife ausgesät
Ja, dieser Sämling remontiert wie dieser hier auch.Und da sind auch noch Knospen dran.![]()
Wow, spatz, das ist ja eine Rekordzeit, in knapp 9 Monaten von der Aussaat bis zur ersten Blüte.Hast du die Sämlinge bei künstlicher Beleuchtung in der Wärme stehen gehabt?Und haben noch mehr Sämlinge aus dieser Aussaat jetzt schon Knospen oder Blüten?Der erste Sämling meiner neuen Kreuzungen von 2005 im Januar ausgesäht.Eine Eigene X Portofino