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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 14:14
von semicolon
Chica hat geschrieben: 17. Aug 2026, 13:49
semicolon hat geschrieben: 17. Aug 2026, 12:42 Welche Maracuja ist das?
Muss das nicht Passiflora edulis sein ??? ?
Es gibt einige essbare Arten. Die P. mollissima gilt als eine der frostbeständigeren essbaren Arten, ist aber trotzdem nicht ausreichend winterhart (nicht in Koblenz und auch nicht in Brandenburg ;D) oder wurde noch nicht hinreichend getestet. Edulis hat verdammt viele Zuchtsorten, gilt aber generell als sehr kälteempfindlich deshalb bin ich auch verwundert.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 14:26
von Querkopf
Mediterraneus hat geschrieben: 17. Aug 2026, 13:51Lespedeza thunbergii ist ja schon länger im Sortiment. ...
Man sieht sie aber selten. Wohl deshalb, weil sie vom Habitus her wirklich schwer zu platzieren ist.
Mediterraneus hat geschrieben: 17. Aug 2026, 13:51... ein großer Busch, wie eine Fontaine von unten durch eine eisernen Pflanzenstütze und dann überhängend. ...
Das ist eine gute Möglichkeit. Bei mir reicht i.d.R. das Mäuerchen nicht aus für den lila Wasserfall; ich hab' einen Pfahl eingeschlagen und binde die Jungtriebe hoch, damit's fürs Überhängen mehr Höhe gibt.
.
Eine vernünftige Stütze steht schon länger auf dem Zettel. Für drei Riesenrosen hab' ich mir vom lokalen Schlosser "Knäste" bauen lassen, stabile Stahl-Obelisken, 2m hoch, 1m Durchmesser. Sowas Ähnliches, nur halt niedriger, soll auch die Lespedeza kriegen. Tüftelig, weil's in der Höhe asymmetrisch werden muss, dem Hangverlauf angepasst. Nächstes Jahr :) .
.
Und: Man braucht einen Platz, an dem das Bild jenseits der Grünphase nicht stört. Kahles Zweiggefiesel vom Frost an (dass der zu früh kam für die Blüte, hatte ich übrigens noch nie). Und nach dem Vorfrühlings-Rückschnitt erstmal 'ne Lücke.
.
Umsetzen könnte ich meine Pflanze nicht mehr, ist am Boden ein enormes, knorriges Strubbelding.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 14:26
von Mufflon
Ich hatte ein Jahr zuvor P. incarnata und P. caerulea bestellt, aber die kamen nicht wieder.
Könnte aber auch an dem nassen Jahr gelegen haben.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 14:34
von semicolon
Mufflon hat geschrieben: 17. Aug 2026, 14:26 Ich hatte ein Jahr zuvor P. incarnata und P. caerulea bestellt, aber die kamen nicht wieder.
Könnte aber auch an dem nassen Jahr gelegen haben.
Incarnata oder caerulea bzw eine Zuchtsorte davon (kann sie nicht unterscheiden) ist hier 100% hart, schlimmer noch: sie treibt unterirdisch Ausläufer im Umkreis von gut 5 Metern, sogar durch Pflasterritzen. Sie blüht zuverlässig und kommt mit Dürre und Hitze bestens klar aber ich würde mir dieses Monster nicht nochmal holen. Einzig Gute ist, dass sie sparrig wächst und nie andere Pflanzen bedeckt. Nur nervig, wenn sie sich um irgendwelche Stauden wickelt.

Soll ich Dir was abstechen? 😈

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 14:37
von Mufflon
Ich bin in Versuchung.
Hab gerade ein leeres Gestell, wo ein Geißblatt verstorben ist.
Töten könnte sie da nur den Efeu im Beet nebenan...

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 14:47
von Gartenplaner
Hier in Düsseldorf in der Altstadt gibt’s ein Café mit Sitzplätzen im Hof, da ist ein 3stöckiger Hausgiebel mit P. caerulea überwachsen 😊

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 14:56
von Mediterraneus
Querkopf hat geschrieben: 17. Aug 2026, 14:26
Mediterraneus hat geschrieben: 17. Aug 2026, 13:51Lespedeza thunbergii ist ja schon länger im Sortiment. ...
Man sieht sie aber selten. Wohl deshalb, weil sie vom Habitus her wirklich schwer zu platzieren ist.
Mediterraneus hat geschrieben: 17. Aug 2026, 13:51... ein großer Busch, wie eine Fontaine von unten durch eine eisernen Pflanzenstütze und dann überhängend. ...
Das ist eine gute Möglichkeit. Bei mir reicht i.d.R. das Mäuerchen nicht aus für den lila Wasserfall; ich hab' einen Pfahl eingeschlagen und binde die Jungtriebe hoch, damit's fürs Überhängen mehr Höhe gibt.
.
Eine vernünftige Stütze steht schon länger auf dem Zettel. Für drei Riesenrosen hab' ich mir vom lokalen Schlosser "Knäste" bauen lassen, stabile Stahl-Obelisken, 2m hoch, 1m Durchmesser. Sowas Ähnliches, nur halt niedriger, soll auch die Lespedeza kriegen. Tüftelig, weil's in der Höhe asymmetrisch werden muss, dem Hangverlauf angepasst. Nächstes Jahr :) .
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Und: Man braucht einen Platz, an dem das Bild jenseits der Grünphase nicht stört. Kahles Zweiggefiesel vom Frost an (dass der zu früh kam für die Blüte, hatte ich übrigens noch nie). Und nach dem Vorfrühlings-Rückschnitt erstmal 'ne Lücke.
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Umsetzen könnte ich meine Pflanze nicht mehr, ist am Boden ein enormes, knorriges Strubbelding.
Und die Farbe zur Blütezeit sollte auch alleine wirken, der Magenta-Wasserfall. Eine etwas schwierig zu platzierende Pflanze. Ich hab sie inmitten einer Wiesenpflanzung, zu trocken, da wird sie bisher wie gesagt nicht so hoch. Ich hatte auch mal eine buschartige Lespedeza, Namen weiß ich nicht mehr. Die war sehr schön, kleinwüchsig.
Du wirst jedenfalls eine gute Lösung finden :D

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 15:15
von Cryptomeria
Ich habe Lespedeza bicolor ' Summer Beauty ' und L. thunbergii. Beide schön, thunbergii durch die größeren Blüten auffälliger. Bicolor feiner, nicht so " aufdringlich". Ja, man braucht einen Standort, wo man die dünnen, teils zurückgefrorenen Äste nicht so sieht, gleichzeitig braucht es doch Platz und durch den überhängenden Wuchs ist auch von einer Ebene in einen Hang hinab eine gute Standmöglichkeit. Das Zurückfrieren ist ein Problem in Anfangsjahren, Trockenheit bei mir weniger. Pflanzen, die gut mit Trockenheit zurechtkommen ( s. Thema ) ist Lagerstroemia und Hibiscus.
VG Wolfgang

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 15:19
von Mediterraneus
Der kleine "Lespedeza" war Campylotropis macrocarpa.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 16:28
von Blush
Mufflon hat geschrieben: 17. Aug 2026, 14:37 Ich bin in Versuchung.
Hab gerade ein leeres Gestell, wo ein Geißblatt verstorben ist.
Töten könnte sie da nur den Efeu im Beet nebenan...
Ob sie die nassen Füße im Winter aushält? Ich hatte sie direkt am Haus, knochentrocken im Sommer und immer geschützt vor Regen wegen des Dachüberstands. Die Ausläufer waren wirklich nervig, sie ist durchs Feldsteinfundament in den Keller gewachsen. Das, was ich abgestochen habe, kam auch wieder, weil sie sehr tief wurzelte. Nur, damit Du gleich zweimal gewarnt bist. ;) 4 m und mehr in einem Jahr kein Problem für sie. Ich würde sie dennoch wieder pflanzen. Eben weil sie echt hart ist. Zum Klettern braucht sie für ihre Ranken aber feines Material, ich hatte Estrichgitter ans Haus gehängt. Pflanzen würde ich sie trotz Härte immer im Frühjahr.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 16:30
von Kübelgarten
mein Buschklee ist wahrscheinlich verbrannt/vertrocknet, evtl. triebt er wieder aus ?

das Geißblatt hatten wir „eigentlich“ ausgebuddelt und entsorgt, es hat aber wunderbar wieder ausgetrieben, ich glaube das geht nicht tot

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 16:35
von Mufflon
@Blush: Guter Hinweis, dann eher nicht, weil das verwaiste Gestell am Haus steht, in der Nähe der Zulaufrohre, das riskiere ich dann lieber nicht.
Schade, vll irgendwann am Zaun lang, wenn die Walnüsse weg müssen.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 16:52
von hobab
semicolon hat geschrieben: 17. Aug 2026, 11:37
hobab hat geschrieben: 17. Aug 2026, 11:31 Oleander stehen wild gerne in trockengefallenen Bachläufen, sieht irre trocken aus, hat aber Wasser unten.
Mit Palmen und dergleichen kann ich auch nichts anfangen, passt einfach nicht hierher. Aber wenn man es essen kann und das nur Einjährig ist, hab ich kein Problem damit: Auberginen, Artischocken, Schlangenbohnen, Chilli - baue ich alles gerne an. Aber was soll ich mit Oliven und Feigen die nicht tragen/schmecken? Höchstens als Zierpflanze, solange es keinen Stress macht, die am Leben zu halten. Ist bei Feige allerdings kein Problem mehr und die passen noch einigermaßen in das Konzept Laubbaum.
Das sind wieder viele Annahmen und persönliche Projektionen. Will keine Schnitzel-Debatte daraus machen. Es passt, was einem persönlich passt. Und was nicht passt, kann man anderen passen lassen. Bin auch kein Fan von Palmen und Bananen aber finde es immer sehr interessant zu sehen.
Hatte keine Zeit reinzuschauen, daher nur kurz: ich dachte es wäre klar, dass ich subjektive Eindrücke schildere, was aber wohl nicht zu bezweifeln ist: Der Oleander wächst im Mittelmeerraum von Natur aus in südmediterranen Auengesellschaften (Nerio-Tamaricetea) - jedenfalls laut Wiki und anderen Quellen. Und Feigen mögen in der Pfalz wohlschmeckende Früchte tragen, hier höchstens gelegentlich essbare….

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 17:39
von Jule69
Eine Zeitlang hab ich diverse Oleander gehabt, natürlich alle im Kübel, viele haben wirklich schön geblüht, zum Teil sogar geduftet, aber es waren allesamt Säufer. Daher hab ich persönlich in den letzten Jahren immer mehr reduziert und gerade letzten Monat den letzten abgegeben.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 17. Aug 2026, 17:46
von semicolon
Mufflon hat geschrieben: 17. Aug 2026, 16:35 @Blush: Guter Hinweis, dann eher nicht, weil das verwaiste Gestell am Haus steht, in der Nähe der Zulaufrohre, das riskiere ich dann lieber nicht.
Schade, vll irgendwann am Zaun lang, wenn die Walnüsse weg müssen.
Was hälst Du von:

- Clematis armandii. Habe ich schon an deutlich kälteren Spots gesehen als bei mir. Der ist immergrün und eingewachsen ziemlich dürreverträglich. Und blüht sehr früh im Jahr und duftet sogar. Ich hatte von meinem 'Apple Blossom' schon oft Bilder in meinem Thread veröffentlicht. Der braucht aber ein sehr stabiles Gerüst, wächst anfangs sparrig, bildet mit der Zeit und nach Rückschnitt jedoch eine wallende und dichte Krone. Kann theoretisch sehr groß werden ist aber easy zu schneiden.

- Akebia quinata. Sehr winterhart, immergrün, total hitzeverträglich und die kleinen gelappten Blätter sehen wunderschön buschig aus. Ist aber ein extremer Schlinger.

- Trachelospermum. Zur Winterhärte halte ich hier mal den Mund, hatte mich damit wenig beschäftigt, ich weiß nur, dass mehrere Arten unterwegs sind und unterschiedlich empfibdlich sind. Verträgt von den drei genannten am meisten Dürre und Hitze, ebenfalls immergrün, blüht die ganze Saison durch und duftet irre gut nach Vanille. Bildet eine sehr dichte Wand aus kleinen glänzenden Blättern und rankt nicht zu extrem.