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Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 14. Dez 2009, 13:35
von sarastro
Dasselbe wie bei Kniphofia oder Phygelius, die in ihrer Heimat ebenfalls an Wasserläufen und auf feuchten Wiesen wachsen, hier aber eher mit Trockenheit in Verbindung gebracht werden.In England kann man übrigens sehr oft Schizostylis in normalen Staudenbeeten als wertvolle Spätblüher entdecken. In der heutigen Zeit einer Staudenverwendung der allgemeinen Aufhübschung oder schnellen Verwendung ohne jeglichen Anspruch einer Dauerhaftigkeit würde dies sich auch bei Schizostylis erübrigen und so sollten diese als Edelsommerflor gesehen werden. Ähnlich Heuchera oder Penstemon. ::) :P ;) ;D Kostet eh nur 2,99. ;D

Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 14. Dez 2009, 17:30
von Staudo
Bei mir blühen sie auch gerade. Es sind Sämlinge, deren Farbe von rosa (links unten) bis dunkelrot spielt.

Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 14. Dez 2009, 18:06
von fars
Sie scheinen härter zu sein als gemeinhin angenommen. Den letzten Winter haben sie bei mir in Teich-feuchter Umgebung bestens überstanden. Und der Winter war so mild nicht.

Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 14. Dez 2009, 20:24
von sarastro
Also ich habe sie nach mehrmaligen Versuchen aufgegeben. Unverständlich auch, dass sie immer als Sumpfstauden angeboten werden.

Re:Rätselhafte Schönheit => schizostylis coccinea

Verfasst: 14. Dez 2009, 21:49
von Querkopf
Hallo, Staudo,
In Ostdeutschland ist sie auch nicht winterhart. Wir halten sie bei minimal 5 Grad unter Null im Gewächshaus - in Wasser stehend.
Sieh mal an, meine Meinung hat sich nicht geändert.
meine auch nicht ;) ;D:
Querkopf hat geschrieben:
sarastro hat geschrieben:... Ist nicht winterhart, wird aber seltsamerweise im Wasserpflanzenangebot mitgehandelt, was Unsinn ist. Sie schätzt einen frischen Boden.
...nuja, der Winter 06/07 war keiner; aber der Winter 07/08 ... hatte doch ein bisschen Knackfrost zu bieten - und das Pflänzchen (Sorte 'Jennifer') hält hier seit Spätsommer 06 wacker und eifrig blühend aus. Völlig ungeschützt. ... auf ganz gewöhnlichem (frischem) Lehmboden an einem sonnig bis leicht halbschattig gelegenem Platz. ...
Der recht kalte und lange Winter 08/09 hat sie auch nicht ernsthaft irritiert. Okay, die Blüten kamen dieses Jahr etwas später, etwas schüchterner als sonst; aber sie kamen :D. Ich hoffe, sie schafft es noch lange - sie ist apart :), ich möchte sie nicht missen. Schöne GrüßeQuerkopf

Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 14. Dez 2009, 21:56
von Staudo
Ich probiere es noch einmal. Deine Montbretien haben schließlich auch den letzten Winter überlebt. Hoffentlich lag es nur am Schnee. Sie wachsen eine Spur zu gut. ;D

Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 14. Dez 2009, 21:59
von raiSCH
Ich habe es zweimal erfolglos probiert, aber im Botanischen Garten München blüht ein Horst jedes Jahr im Halbschatten im wohl normalen Lehmboden; Winterschutz habe ich dort noch nie gesehen.

Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 14. Dez 2009, 22:00
von Phalaina
Da Hesperantha coccinea im südlichen Afrika weit verbreitet ist und damit auch in unterschiedlichsten Höhenlagen vorkommen dürfte, könnten verschiedene Herkünfte sich in der Winterhärte unterscheiden. ::) Manning und Goldblatt schreiben selbst, dass die Art auch außerhalb Südafrikas gut wächst, so zum Beispiel neben Großbritannien auch im westlichen Kanada.

Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 14. Dez 2009, 22:04
von Phalaina
Da die Pflanze sich ganz gut generativ ziehen läßt: vielleicht sollte diejenigen, die positive Erfahrungen mit der Winterhärte haben, mal ein paar Samen verschicken? ;)

Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 15. Dez 2009, 01:30
von Querkopf
Hallo, Phalaina,
Da die Pflanze sich ganz gut generativ ziehen läßt: vielleicht sollte diejenigen, die positive Erfahrungen mit der Winterhärte haben, mal ein paar Samen verschicken? ;)
gute Idee, aber - Pflanzen-Überleben vorausgesetzt - erst nächstes Jahr realisierbar: Ich habe bisher noch nie nach Samen geguckt. (Meine Pflanzen stammen übrigens von Hügin, dort weiß man sicher mehr über ihre Winterhärte und Vermehrbarkeit.)@Staudo:
Staudo hat geschrieben:Ich probiere es noch einmal. Deine Montbretien haben schließlich auch den letzten Winter überlebt. ... Sie wachsen eine Spur zu gut. ;D
Weia, die Monster-Montbretien ;D - von diesen Biestern, die ich wg. wuchernder Blühverweigerung rausgeworfen habe, finde ich immer noch Nachwuchsknöllchen... Schade, dass ich sie verbannen musste; sie fehlen mir, sie waren hübsch. Sind wahrscheinlich bloß nix für Lehmgärtni :-X. Ja, bitte, teste die Spaltgriffel weiter :). Ich gucke mal, ob meine Pflänzlein Samen machen mögen. Spätestens im kommenden Jahr.Schöne GrüßeQuerkopf

Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 15. Dez 2009, 09:32
von sarastro
RaiSch, da sollte man aber doch ernsthaft mit dem Botanischen Garten Kontakt aufnehmen. Scheint wohl ein gut winterharter Typ zu sein, so ähnlich wie bei den Lobelien, wo es ja auch welche gibt, die sehr tiefe Temperaturen aushalten.

Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 15. Dez 2009, 10:03
von knorbs
der mayr sepp hat auch welche in seinem sumpfbeet zusammen mir moororchideen. so wie ich die pflanzung in erinnerung habe, müssen die schon seit jahren dort stehen.

Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 15. Dez 2009, 10:24
von sarastro
Oder scheint da doch was dran zu sein, dass deren Wurzelstock im feuchten Milieu stehen sollte, um besser über den Winter zu kommen? Bei Salvia uliginosa verhält es sich ja ähnlich.

Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 16. Dez 2009, 17:28
von ebbie
Das glaube ich nicht, sarastro. Ich habe schon mehrmals versucht, diese Pflanze in der Sumpfzone der Gartenteichs zu überwintern. Es hat nie geklappt.

Re:Hesperantha coccinea (Syn. Schizostylis coccinea)

Verfasst: 21. Dez 2009, 23:30
von Querkopf
Hallo, Staudo, Sarastro und andere Fachleute,wie reagieren solche "zweifelhaft winterharten" Gewächse eigentlich auf kurzfristige Extremtemperaturen? Wir hatten hier am Samstag -17°C. Aber tatsächlich nur kurz, am Sonntag war's mit Temperaturen getan (Tiefstwert -9°), die die Pflanzen zuvor schon unbeschadet überstanden haben... Kann ein derartiger Kurzzeit-"Absturz" die unterirdischen Pflanzenteile meucheln, oder wirkt da der Boden als Temperaturpuffer?Schöne GrüßeQuerkopf