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Re:Anemone nemorosa - wohin damit?
Verfasst: 12. Nov 2012, 17:28
von fyvie
Das leuchtet mit ein, eine plötzliche dichte wasserhaltige Laubschicht würde wohl die Luftzufuhr erst mal hemmen, wie evtl. auch eine zu dicke frische Mulchschicht. So verstehe ich das jedenfalls.Danke für die Erklärung!
Re:Anemone nemorosa - wohin damit?
Verfasst: 12. Nov 2012, 19:44
von knorbs
Es bleibt spannend, was sich wohl ganz im Innersten der Töpfchen befand! ?

warum siehst du denn nicht nach?
nemorosa rhizome sind doch nicht zu übersehen. ich schau immer nach, damit ich weiß welche qualität geliefert wird + erkennbar ist, ob die rhizome schon länger im topf stehen oder erst zwecks vermehrung gebrochene rhizome reingelegt wurden.wenn ich beim pflanzen im garten auf rhizomhorste der
nemorosa stoße werden grundsätzlich alle rhizome je nach zustand mindestens 1-3 mal gebrochen zwecks vermehrung + ein teil der gewonnen rhizomstücke an anderer stelle verbuddelt. so "verbreiten" sie sich immer weiter im garten.

Re:Anemone nemorosa - wohin damit?
Verfasst: 13. Nov 2012, 11:04
von fyvie
Habe mich nicht getraut, wollte sie nicht stören!

8)Jetzt sind sie schon verbuddelt und eine Exhumierung halte ich nicht für angemessen ;DAber vielen Dank für deine mentale Unterstützung, in Zukunft werde ich da etwas mutiger und auch strenger sein! ;)Den Vermehrungstipp werde ich sicher auch beherzigen, falls sich denn im Frühjahr etwas zeigen sollte.
Re:Anemone nemorosa - wohin damit?
Verfasst: 13. Nov 2012, 12:05
von sarastro
Auch Buschwindröschen können Wurzeln bilden.

Wenn gar nichts zu sehen war, besteht der Verdacht, es könnte sich um frisch getopfte Rhizome handeln.
Irgendwann müssen eben auch die Buschwindröschen vermehrt werden. Dies geschieht bei uns im August. Die Rhizome bleiben dann im Topf und durch wurzeln diesen allerhöchstens im darauffolgenden Jahr nach der Blüte. Dies ist durchaus pflanzentypisch. Man könnte daher die Rhizome auch lose verschicken, was mir aber unseriös erscheint und außerdem die Pflanzen ähnlich den Schneeglöckchen Schaden durch Eintrocknen nehmen. Je nach Exklusivität der einzelnen Sorten topfen wir zwischen 1 und 5 Rhizome/Topf. Bei seltenen Sorten eben nur ein Rhizom, bei anderen wesentlich mehr. Durch die übergroße Nachfrage musste ich aber bei einigen Sorten geizig werden bzw. ganz streichen. Aber wenn wir uns mit anderen Anbietern vergleiche, besonders einigen Engländern, da schwimmen wir immer noch ganz oben.

Re:Anemone nemorosa - wohin damit?
Verfasst: 13. Nov 2012, 12:13
von fyvie
Re:Anemone nemorosa - wohin damit?
Verfasst: 13. Nov 2012, 13:05
von Staudo
Man könnte daher die Rhizome auch lose verschicken, was mir aber unseriös erscheint und außerdem die Pflanzen ähnlich den Schneeglöckchen Schaden durch Eintrocknen nehmen.
Ich hoffe, Deine Kunden wissen das zu schätzen.
Re:Anemone nemorosa - wohin damit?
Verfasst: 13. Nov 2012, 13:11
von fyvie
Jaa, deshalb buddel ich sie jetzt auch nicht wieder aus, nur um nachzusehen, was drin ist!

Re:Anemone nemorosa - wohin damit?
Verfasst: 13. Nov 2012, 13:34
von sarastro
Ihr seid mir ja Geheimniskrämer! Anstatt zu sagen, es wurden bei Sarastro die Anemonen bestellt, wird um den heißen Brei herum diskutiert.

Die Kunden schätzen immer getopfte Ware. Ob sie durchwurzelt ist, hängt stark von den pflanzenspezifischen Eigenschaften ab. Manches durchwurzelt zu stark, anderes fast gar nicht. Man könnte die Rhizome also auch lose in Säckchen mit etwas Erde verschicken. Ist aber ein mords Aufwand, jedes Mal alles auszuklopfen. Und es hat sich noch niemals jemand beschwert, Töpfe mit Erde einschließlich der Rhizome bekommen zu haben. Ich gebe freimütig zu, dass Anemone nemorosa z.Z. mit Abstand einer unserer besten Artikel ist. Die Dinger kurven bis weit nach Nordeuropa und in den Osten, aber auch nach GB. Woran dies liegt, weiß ich nicht oder kann es vielleicht nur ahnen. Bei anderen Kollegen ist jedenfalls das Gegenteil der Fall.
Re:Anemone nemorosa - wohin damit?
Verfasst: 13. Nov 2012, 14:26
von fyvie
Re:Anem. nem., wohin damit?
Verfasst: 13. Nov 2012, 14:45
von Mediterraneus
Die gelben stehen auf saurem Substrat relativ sonnig unter der gelben Magnolie und gedeihen ebenso (dort liegt um die Baumscheibe Rindenmulch, der ist ihnen auch recht).Hier breiten sie sich allerdings munter durch den ganzen Garten aus und wachsen inzwischen auch vollsonnig in einem gekiesten Gräserbeet und an vielen anderen Stellen, wo ich sie nicht brauchen kann. LG
Witzig, ich habe auch gelbe unter einer Magnolie in sogar recht trockenem Boden. Es sollen Anemone lipsiensis sein, sie sind aber normal gelb.Sie wachsen dort brav horstig.Die weiße Naturform wuchert hier auch die Wälder voll. Man holt sie sich lieber nicht freiwillig in den Garten, meist ist sie eh schon irgendwo. Ich würde sie in der Wuchsgewindigkeit mit Scharbockskraut vergleichen.Also eher für den Naturgarten. Jedes Rhizomstück wächst weiter. ;DDie Sorten davon sind alle brav. z.B. Robinsoniana wächst bei mir recht langsam.
Re:Anemone nemorosa - wohin damit?
Verfasst: 13. Nov 2012, 15:05
von knorbs
fyvie ich kann dich beruhigen...ich hatte auch vor einigen wochen
nemorosa-sorten im garten versenkt, die ich im frühjahr von sarastro bekam. in allen töpfen waren reichlich rhizome drin.

Re:Anemone nemorosa - wohin damit?
Verfasst: 13. Nov 2012, 15:15
von sarastro
Die Wuchsgeschwindigkeit einzelner Sorten ist sehr unterschiedlich. Während beispielsweise A. nemorosa 'Vestal' und einige der blauen Sorten recht flott wachsen, sind gewisse andere sehr zickig. So ist die alte 'Dee Day' von 1918 ein sehr langsamer Wachser, der aber von Jahr zu Jahr prächtiger wird. Hingegen benimmt sich 'Prinz Eugen' wie ein adliger Beamter: kommt spät, blüht prächtig und geht früh. Und hat kaum Gewinn an Zuwachs.

:oFür uns sehr gefährlich kann ein Pilz werden, der sich in den Töpfen bei zu feuchter Haltung breit machen kann. Er schädigt die Rhizome bis hin zum Totalausfall. Zu intensive Vermehrung ist ebenfalls die Ursache, dass manche Sorten nicht in Schwung kommen und beleidigt reagieren. Und zu viele Rhizome im Topf bewirken ebenfalls, dass eine Stagnation eintritt oder die Dinger nicht blühen wollen. So macht man eben seine Erfahrungen, die seit fast 15 Jahre lang gesammelt werden. Nur eines konnte ich leider mangels Zeit und Platz nie ausprobieren: die über 100 Sorten, die wir besitzen, nebeneinander auszuprobieren und zu testen.Sollte mal ein Topf keinerlei Rhizome beinhalten, so liegt dies an mangelnder Kontrolle unserer Versandabteilung.

Eine kurze Reklamation schafft sofort Ersatz und blühende Anemonen-Kunden!
Re:Anem. nem., wohin damit?
Verfasst: 13. Nov 2012, 16:37
von Gartenplaner
Die weiße Naturform wuchert hier auch die Wälder voll. Man holt sie sich lieber nicht freiwillig in den Garten, meist ist sie eh schon irgendwo. Ich würde sie in der Wuchsgewindigkeit mit Scharbockskraut vergleichen.Also eher für den Naturgarten. Jedes Rhizomstück wächst weiter.

Hmm...bei mir lässt Anemone nemorosa sich leider ein bisschen bitten

Dabei würde ich wildes Wuchern sehr willkommen heißen - hätte 90 laufende Meter freiwachsende Wildhecke als Heimstatt anzubieten....2 Horste hab ich schon ewig lang, haben sich zufällig angesiedelt mir Erde aus dem Garten meiner Großeltern, und die bleiben auch horstig - kaum Zuwachs, keine Aussaat

Für die Hecke hab ich allerdings auch erst vorletztes Frühjahr ein paar Placken aus dem nächsten Wald geholt und an ein paar Stellen in der Hecke angepflanzt - vielleicht wuchern die ja
Re:Anemone nemorosa - wohin damit?
Verfasst: 13. Nov 2012, 17:36
von Staudo
Zerrupfe die Pflanzen mitten in der Blüte und pflanze sie breit. Das klappt.
Re:Anemone nemorosa - wohin damit?
Verfasst: 14. Nov 2012, 00:14
von Gartenplaner
Ok, wenn sie so unkompliziert sind - aber dann fahr ich nochmal in den Wald und grabe da aus, da gibts mehr als genug