rudi1 hat geschrieben: ↑10. Feb 2026, 22:57
Vier Besondere
Angst vor Wühlmäusen oder aus anderen Gründen im Teichkorb?
Beim obersten mit den fast komplett grünen Blütenblättern ist das
"Green Tear" oder eine ähnliche Sorte? Oder einer von den unterschiedlichen Klonen die manchmal unter
"Virescens" verkauft werden?
Jedenfalls sehr hübsch mit dem inneren Segment, das stark und deckend grün ausgefüllt ist, und dem blasseren Grün mit weißen Randstreifen an den äußeren Blättern. Sicherlich ein schöner Kontrast zur komplett weißen
"Ghost Spirit".
Auf dem Label beim ersten Bild kann man ein O erahnen ist also doch eher
Galanthus "O Jeh" ? Sieht auch ähnlich aus(
https://swiss-drops.ch/en/galanthus-o-jeh/), finde aber das innere Segment ist auf dem verlinkten Bild heller als auf deinen Bildern
Veilchen-im-Moose hat geschrieben: ↑10. Feb 2026, 14:59
Das sind meine S. Arnott aktuell, im vergangenen Frühling gepflanzt. Über Vermehrung kann ich also natürlich noch nichts sagen. A
Sieht sehr schön aus! Ja, meine sahen auch schon recht distinkt im Vergleich zu normalen Nivalis aus, aber ich hatte wohl zu kleine Zwiebeln und sie zu spät gesetzt. Dieses Jahr sehen sie aber aus wie deine. Zu Beginn hatte ich vielleicht 30 Stück gesetzt, aber alle einzeln an verschiedenen Ecken – so kommt natürlich kaum Wirkung zustande. Daher habe ich Neuzugänge immer direkt in größeren Gruppen gesetzt. Es klingt zwar unrealistisch, aber gefühlt wachsen Galanthus besser, wenn sie in der Gruppe stehen. Kann es sein, dass sie sich irgendwie gegenseitig unterstützen? Oder ist das nur Einbildung?
Meine Beobachtung spricht genau dafür: Die
S. Arnott, die ich erst ein Jahr später in kleinen Gruppen (3er oder 5er) gesetzt habe, stehen heute schon besser da als die Einzelpflanzen, obwohl diese mind. 1 Jahr mehr Zeit hatten zu Wachsen.
Siehe hier für den Vergleich mit Hand:

- 24/25 als 3er Gruppe gesetzt

- 23/24 Einzeln gesetzt

- 23/24 Einzeln gesetzt
Auffällig ist, dass die einzeln gesetzten Pflanzen kleiner bleiben und kleinere Blüten tragen. Die Pflanzen in Dreiergruppen hingegen haben bereits eine Blüte mehr ausgebildet. Ob dies allein am Standort liegt oder an der Pflanzweise, bleibt abzuwarten, aber der Unterschied ist deutlich erkennbar.
Ich meine, hier und auch in der Gartenpraxis (
Tuff-Effekt) wurde auch schon öfter geschrieben, dass sie am besten in Tuffs wachsen aber ich finde es trotzdem bemerkenswert zu sehen, wie viel an dieser Regel wirklich dran ist, da ich das eher als gartenästhetische Regel als als Wachstumsprodukitivätsregel im Garten erachtet habe.
Ich habe jetzt noch etwas dazu gelesen. Dass 'S. Arnott' und Zwiebelpflanzen im Tuff besser gedeihen, liegt wohl an der
innerartlichen Förderung: Konzentrierte Wurzelausscheidungen mehrerer Pflanzen stabilisieren den Bodenwert und verbessern den Wurzelraum für die gesamte Gruppe besser als eine einzelne Zwiebel für sich selbst. Ein
gemeinsames Pilznetzwerk im Boden ermöglicht zudem eine effizientere Teilung von Wasser und Nährstoffen, während der dichte Tuff das
Kleinklima reguliert und die Zwiebeln vor dem Austrocknen im Sommer schützen könnte. Da verwandte Zwiebeln eher
zusammenarbeiten, statt sich gegenseitig zu verdrängen und zusammen ein besseres Durchsetzungsvermögen haben, mit dem sie konkurrierende Pflanzen verdrängen oder Paroli bieten können und ihren Platz im Garten behaupten.
Während kleinere Tuffs eine gute Strategie sind und vermutlich auch teil der natürlichen Überlensstrategie, wirken sich zu dichte Horste und großflächige Ansammlungen negativ aus. Sie erhöhen das Risiko für Krankheiten und Fressfeinde. Zudem führen die identischen Ansprüche der Zwiebeln mit der Zeit zu Nährstoffmangel und Platznot. Deshalb ist das Teilen großer Tuffs vermutlich genauso wichtig wie der Grundsatz, beim ersten Pflanzen eher zu klotzen statt zu kleckern.