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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 28. Aug 2026, 23:27
von Drainagefan
Nox hat geschrieben: 28. Aug 2026, 11:02 Nein, Eleagnus ebbingei macht keine Ausläufer. Kann ich getrost bestätigen, denn bei mir werden sie sehr viel gepflanzt.
Sie haben sehr gut duftende Blüten (nach Nelken) im Oktober und sind in unserer Ecke extrem wüchsig: 2m lange Jahrestriebe und sie betätigen sich als Spreizkletterer. Also sehr viel Schnittaufwand. Ich geniesse daher den Duft lieber in anderen Gärten.
Womit schneidet ihr die? Eine normale Heckenschere schafft das bei mir nicht. Blüte habe ich bei mir noch keine bemerkt, aber im Oktober auch nicht darauf geachtet. Ist eine "Hecke" an der Grundgrenze. Bei mir sind es Ausreißer, die sehr hoch werden. Ich schneide sie auf 1,6-1,8m zurück. Es wird aber schön langsam schwierig, da sehr verholzt-

Mir hat die Ebbingei ein lokaler Gärtnermeister empfohlen und ich habe ihm blind vertraut.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 28. Aug 2026, 23:56
von Gartenplaner
Ich hab ebbingei ‚Gilt Edge‘, keine Ausläufer, wuchs lange ziemlich langsam, seit 2-3 Jahren schneller, da hab ich ihn im Frühjahr mit der Akku-Rosenschere in Form gebracht.
Alternativ Astschere, bei zu dicken Ästen.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 29. Aug 2026, 09:23
von Krokosmian
Jule69 hat geschrieben: 28. Aug 2026, 08:53 Buphthalmum salicifolium, Dianthus carthusianorum ...Gibt es da Erfahrungen?
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Beide unkompliziert, besonders selbst hingesäte Pflanzen der Nelke wachsen auch an "unmöglichen" Stellen. Das Ochsenauge dagegen weniger ärmlich, weniger knallsonnig bishin halbschattig, ingesamt an nicht so "extremen" Plätzen. Ist allerdings auch problemlos.
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Auf den Magerwiesen der Alb findet man D. c. praktisch überall, B. s. gelegentlich. Dort gehören beide dann auch mit einzelnen nachgeschobenen Trieben immer noch zu den letzten Fabtupfern, wenns nach Herbstzeitlosen, einjährigen Enzianen oder Aster amellus endgültig still wird.
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Dummerweise bekommt man als Pflanze oder Saatgut immer wieder/immer öfter(?) Dianthus giganteus statt Dianthus carthusianorum. Ob Erstere letzendlich wirklich invasiv ist und Letztere womöglich gar verdrängt, das kann ich nicht beurteilen. Wo sie aber in die Freiheit ausbrechen könnte, ist man evtl. besser vorsichtig. Vor allem finde ich ganz persönlich c. halt einfach schöner, wobei g. auch nicht abgrundtief hässlich aussieht. Nicht immer klappt die Unterscheidung, ggf. gibts womöglich auch Mischformen Hier ist es gut nebeneinander gestellt, im Netz finden sich noch mehr Merkmale.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 29. Aug 2026, 09:31
von Rokko21
Man könnte auch noch D. cruentus verwenden. Ich habe dieses Jahr ein Exemplar neu gepflanzt, ist bei der Trockenheit ganz verbruzelt scheint aber jetzt neu zu treiben. Ich habe ein voll entwickeltes Exemplar bei einer Gartenfreundin gesehen und war beeindruckt, die Farbe ein leuchtendes Blutrot. Sonst ähnlich wie die Karthäusernelke.
Dummerweise musste meine Pflanze gleich nach der Pflanzung die Hitze im Juni überstehen und das ohne Gießen.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 29. Aug 2026, 16:37
von Nox
Drainagefan hat geschrieben: 28. Aug 2026, 23:27
Nox hat geschrieben: 28. Aug 2026, 11:02 Nein, Eleagnus ebbingei macht keine Ausläufer. Kann ich getrost bestätigen, denn bei mir werden sie sehr viel gepflanzt.
Sie haben sehr gut duftende Blüten (nach Nelken) im Oktober und sind in unserer Ecke extrem wüchsig: 2m lange Jahrestriebe und sie betätigen sich als Spreizkletterer. Also sehr viel Schnittaufwand. Ich geniesse daher den Duft lieber in anderen Gärten.
Womit schneidet ihr die? Eine normale Heckenschere schafft das bei mir nicht.... Blüte habe ich bei mir noch keine bemerkt, aber im Oktober auch nicht darauf geachtet. Ist eine "Hecke" an der Grundgrenze. Bei mir sind es Ausreißer, die sehr hoch werden. Ich schneide sie auf 1,6-1,8m zurück. Es wird aber schön langsam schwierig, da sehr verholzt-
..
Schneide das dicke Holz erstmal auf Schulterhöhe zurück (Astschere). Den Austrieb musst Du halt mehrmals im Jahr schneiden, solange er noch jung ist (damit Du mit der Heckenschere noch durch kommst), dann wird's dicht. Die "Ausreisser, die sehr hoch werden" - sind die Klettertriebe, ganz typisch.
Wenn man's schafft, regelmässig (öfters im Jahr) zu schneiden, sind es sehr attraktive Heckenpflanzen, durch die jungen Blätter wirkt sie stark silbrig.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 29. Aug 2026, 19:44
von Drainagefan
Gartenplaner hat geschrieben: 28. Aug 2026, 23:56 Ich hab ebbingei ‚Gilt Edge‘, keine Ausläufer, wuchs lange ziemlich langsam, seit 2-3 Jahren schneller, da hab ich ihn im Frühjahr mit der Akku-Rosenschere in Form gebracht.
Alternativ Astschere, bei zu dicken Ästen.
Bei mir wächst der panaschierte Teil bei Gilt Edge auch extrem langsam, aber der Teil mit den grünen Blättern schließt jedes Jahr schnell in die Höhe, so auf 2.5m. Der panaschierte Teil ist bei etwas über 1m.

Mit einer Rosenschere habe ich keine Chance. Ich habe eine Elektro-Heckenschere und die würde dabei kaputt gehen bei den hohen Trieben.

Aber eine manuelle Astschere ist eine Idee um den Schnitt der hohen Triebe zu probieren. Gibt es starke Elektro-Astscheren? Beim Efeu weiß ich auch nicht, wie ich den schneiden soll, wenn der verholzt ist. Ich meine jetzt was, wo man mehrere dicke Äste in einem abschneiden könnte und nicht alle einzeln.

Bei mir blüht es vermutlich nicht, weil ich bis jetzt immer im September geschnitten habe, gleichzeitig mit dem Efeu.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 30. Aug 2026, 14:35
von helga7
Ich denke, dass der Elaeagnus ebbingei 'Gilt Edge' silbrig austreibt und sich die Panaschierung erst später färbt - zumindest sehe ich bei meinem Exemplar öfter silbrige Triebe, die dann einfach weg sind.......

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 30. Aug 2026, 22:10
von Drainagefan
helga7 hat geschrieben: 30. Aug 2026, 14:35 Ich denke, dass der Elaeagnus ebbingei 'Gilt Edge' silbrig austreibt und sich die Panaschierung erst später färbt
Ahh ok. Muss ich mal genau beobachten, die silbrig-grünen Triebe werden normalerweise weggeschnitten und ob das von den grün gebliebenen gelb wird, habe ich nicht beobachtet.

Hab ihr einen Tipp zum Schneiden. Die Triebe können schon über 3cm dick sein. Die große Astschere schafft das, aber es wäre nett, wenn man da einfach wie bei Liguster darüber fahren kann.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 31. Aug 2026, 00:15
von thuja thujon
Naja, 3cm Holz einfach durchfahren, das ist kein Buchsbaumschnitt mehr. Die Stihl HS82 R macht das, bin zufrieden mit der. Staudo und hobab kennen bestimmt das äquivalente Akkumodell.
Für Einzelschnitte, also Rebschere, technisch auch kein Problem, ich habe die Infaco Electrocoup, auch nicht für jedermann.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 31. Aug 2026, 00:21
von Tempel-Hof-Gärtner
Nach oben sind der Fantasie wie immer keine Grenzen gesetzt, aber wenn 2,8 cm Schnittstärke (auf den ERSTEN Anlauf wohlgemerkt, mit mehrmals an der gleichen Stelle wieder in die Kerbe "hauen" geht auch mehr!) auch ausreichen, dem ist mit der Parkside Akku-Astschere für deutlich kleinere Münze auch schon geholfen... ;)

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 31. Aug 2026, 00:34
von thuja thujon
Klar. Und wie immer beim schneiden mit der Schere: wenn dicker Ast von rechts geschnitten wird, mit der linken Hand Ast nach unten gegen die Gegenklinge drücken, dann ist das 3-4 fache des möglichen Schnittdurchmessers drin. Mit Elektrounterstützung also Gurkendurchmesser statt Spargel.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 31. Aug 2026, 07:04
von Chica
Krokosmian hat geschrieben: 29. Aug 2026, 09:23 Auf den Magerwiesen der Alb findet man D. c. praktisch überall, B. s. gelegentlich.
Da ist Kalk, oder? Ich glaube daran scheitert das hier, wir hatten das mit Staudo schon einmal überlegt.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 31. Aug 2026, 07:09
von hobab
Hier ist kein Kalk, Rostbraunerde ist sauer und Karthäusernelke wächst gut, vermehrt sich aber wenig.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 31. Aug 2026, 07:32
von Chica
OK, ich pflanze die initial in die Wiese, jetzt im 2. Versuch. Der 1. Satz war irgendwann komplett weg, magerer Trockenrasen eigentlich.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?

Verfasst: 31. Aug 2026, 07:45
von martina 2
Chica hat geschrieben: 31. Aug 2026, 07:04
Krokosmian hat geschrieben: 29. Aug 2026, 09:23 Auf den Magerwiesen der Alb findet man D. c. praktisch überall, B. s. gelegentlich.
Da ist Kalk, oder? Ich glaube daran scheitert das hier, wir hatten das mit Staudo schon einmal überlegt.
Im Waldviertel wächst sie auf ungedüngten Rainen, kalkarmer Sandboden.