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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 3. Sep 2026, 18:36
von hobab
Zu Cylindropuntia imbricata hab ich folgendes gefunden: C.i. gehört zu den Kakteenarten, die als Unkräuter biologisch bekämpft werden…
In Spanienn scheints schon fest etablierter Neophyten, woanders in Europa auch schon angekommen. Eure Diagnose Pilz leuchtet ein, ob Cylindropuntia toll ist zur Unkrautunterdrückung eher nicht: das wird wohl eher der Unkrautbekämpfer unterdrückt. Mir reichen schon die Rosen, man muss ja den Beruf nicht künstlich schwer machen…
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 3. Sep 2026, 19:15
von Nox
Drainagefan hat geschrieben: ↑3. Sep 2026, 14:23
Nox hat geschrieben: ↑2. Sep 2026, 21:12
Falls sie als Hybride wirklich auch Pfahlwurzeln hat (wie ihre wilden Verwandten), dann brauchen die erstens Zeit, um sich auszubilden - und zweitens: bei 2mm Regen kommt die Feuchtigkeit erst garnicht tief in den Boden.
Die 2mm sind der Wert vom DWD in der App. Ich erlebe es anders, für 5-10min gibt es Starkregen, da prasselt es so richtig an das Dachfenster. In ein paar Stunden vielleicht noch einmal Regen in dieser Menge.
Siehst du bei den verschiedenen Potentilla bei den Beschreibungen starke Unterschiede? Ich hatte die nicht erlesen.
Potentilla fruticosa Mandarin Tango
Potentilla x cultorum 'Arc-en-Ciel'
Potentilla nepalensis 'Miss Willmott'
Alle haben gleiche Drainage. Ursprünglich waren dort Kokardenblumen, die sind fast eingegangen, weil zu wenig gegossen. Im Halbschatten haben sie sich ohne Drainage erholt. Damals war mir das Problem noch nicht klar, dass ich meine neuen(!) Pflanzen stark gießen muss, auch wenn sie später mal mit Trockenheit klar kommen.
Das Verhalten der 3 Potentilla im 1. Jahr ist extrem unterschiedlich. Aus den Beschreibungen habe ich das nicht erlesen. Meine Hoffnung ist, dass die ähnlich robust werden wie der alte Fruticosa.
Von über 10 Potentilla crantzii 'Goldrausch' sind 3 im 1. Jahr bei der 1. Hitzewelle vermutlich wegen zuwenig gießen eingegangen. Mit Gießen haben sie sich erholt und haben die folgenden Hitzemonate dann mit fast keinem Gießen überstanden. Jetzt kann ich da nicht mehr meckern. Pech einfach, wenn man im Herbst vor dem strärksten Dürrejahr setzt.
Wir hatten am Sonntag mal einen kräftigen Schauer über 20-30min, mit bestimmt 10mm. Ich hatte dann mal mit einem Schäufelchen geprüft - der Boden war kaum 1 cm tief feucht.
Zu den Unterschieden bei Potentilla:
Das kriechende Fünffingerkraut (P. repens) macht locker 50 cm tiefe Pfahlwurzeln und ist unkaputtbar. Schwer wieder loszuwerden.
Mit den strauchigen kenne ich mich nicht aus, die haben es hier nie lange ausgehalten, ob die Kalk brauchen ?
Bei der Hybride Arc-en-Ciel wird frischer Boden empfohlen, bei P. cranzii Goldrausch (siehe Stauden Stade) und P. nepalensis Miss Wilmott (siehe promessedefleurs) sei auch trockener Boden möglich.
Kokadenblumen halten Trockenheit auch aus, aber sie sind kurzlebig.
Lavendel - na ja. Meiner hatte schon stark gelitten diesen Sommer. Die Blätter rollten sich ein und wurden fahlgrün. Nun habe ich ihn zurückgeschnitten und bewässert, damit er bis zum Herbst schöne dichte und silbrige Polster ausbildet. Blattknospen treibt er schon.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 3. Sep 2026, 19:17
von Chica
@Drainagefan
NaturaDB ist ja keine Pflanzen-Datenbank, es geht nicht um Gärten. Da soll theoretisch ja schon ein ökologischer Gedanke dahinter sein, nur stimmen die Daten nicht.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 3. Sep 2026, 19:39
von Chica
Hab noch mal nachgesehen, es soll doch eine Pflanzen-Garten-Seite sein, na keine Ahnung, für mich ist das kommerzialisiert, fachlich nicht interessant.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 3. Sep 2026, 19:40
von Chica
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Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 4. Sep 2026, 00:23
von Drainagefan
Nachdem da hier so viele Profis mitdiskutieren, habe ich noch eine Frage bzw. irgendwer noch eine Idee.
Das griechische Johanniskraut schon für mich der beste Kompromiss zu sein, es blüht in gelb.
Hat wer eine Idee wie man das mit einem rot blühenden Dauerblüher kombinieren könnte, dh die Höhe sollte auch nicht zu sehr unterschiedlich sein.
Ich überlege mir echt einen rot blühenden Blut-Storchschnabel wie Elsbeth zu mischen, der Max Frei hat sich eigentlich sehr gut heuer bei der Hitze gehalten, nur Hang ist eben noch eine Stufe trockener. Tiny Monster eher nicht, aber vielleicht irgendwas in Richtung Elsbeth, eventuell Max Frei.
Übrigens ich habe heute ein paar Geranium blühen gesehen, Cinereum, Max Frei, Ankum; Tiny Monster sowieso mit riesigen Blüten.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 4. Sep 2026, 07:25
von helga7
Drainagefan, magst du einen eigenen Faden ('Drainagefans Garten' oder so) im Atelier aufmachen, dann findest du die vielen Ratschläge, die du bekommst, jederzeit schnell wieder. Und du könntest auch Überblickfotos einstellen.

Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 4. Sep 2026, 08:36
von hobab
Sagittalis war bei mir sehr langsam, aber langlebig. 40 cm? Eher 15, aber relativ bodendeckend, zuverlässig blühend, aber leider eben reine Stresspflannze, weder C noch R …
Centranthus pflanze ich wegen der irren Versamung schon lange nicht mehr, höchstens die weiße Form, die sich hier deutlich zurückhaltender breitmacht. Und Erigeron karvinskianus übersteht hier weder den Winter noch die Sommertrockenheit besonders gut, es überleben ein paar, aber nur an Gunststandorten machen sie schöne Blüten, bei einer von 100 Pflanzen.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 5. Sep 2026, 16:12
von Jule69
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 5. Sep 2026, 21:49
von Drainagefan
Ich habe da noch was für den Klimawandel entdeckt:
Potentilla nepalensis 'Ron Mc Beath'
https://www.naturadb.de/pflanzen/potent ... -mc-beath/
Potentilla nepalensis 'Miss Willmott' war heuer im 1. Jahr mit 1 Exemplar problemos, das 2. hat es jetzt mit Beginn der Regenfälle geschafft. Hier sind 120mm angekündigt.
Für mein Gefühl wird zu wenig über viel Regen diskutiert, das gehört zum Klimawandel auch dazu. Es reicht vertrocknet oder auch ersoffen. Vergesst die Starkregen-Katastrophen nicht. Insofern ist ein Hang bei Starkregen gar nicht so schlecht.
Die Frage ist, was tödlicher ist Drainage bei Hitzewell oder keine Drainage bei Regenfällen.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 5. Sep 2026, 21:55
von solosunny
Nimm was poröses zum Drainieren, dann hast du beides ( Ziegelbruch)
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 6. Sep 2026, 04:43
von Starking007
Ich sehe oft (nicht bei mir) 1/3 der Wurzeln vertrocknet,
dann in`s Wasser gestellt, plus 1/3 der Wurzeln ersoffen.....
Luft ist für 90% der Wurzeln wichtiger als Wasser
(manchmal sieht man das, feiner Wurzelflaum in braun, bei Adonis, Pulsatilla, Hepatica, Helleborus usw....)
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 6. Sep 2026, 09:38
von hobab
Wie schon oft genug hier empfohlen: oben Splitt oder Sand, dann ersäuft dir nix und vertrocknet auch nicht, sobald es in deinen fetten Lehm wurzelt. Ist doch nicht so schwer? Klappt bei großen Gehölzen natürlich nur mit größeren Mengen.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 7. Sep 2026, 00:18
von Drainagefan
hobab hat geschrieben: ↑6. Sep 2026, 09:38
Ist doch nicht so schwer?
Doch weil du Annahmen triffst, die hier zum Teil nicht zutreffen. Ich kann die Situation erst beurteilen, wenn ich ein Loch grabe. Manchmal gibt es fetten Lehm, aber oft dort nicht, wo ich pflanzen will. Da kann es durchaus auch Bauschutt geben oder fast nur sehr große Steine. Das hat aber jetzt wenig mit dem Thema hier zu tun. Genauso wie die Pflanzen, die vom Thema gut passen würden, aber farblich von der Familie nicht akzeptiert werden.
Re: Klimawandel ist da / und was pflanzen wir jetzt?
Verfasst: 7. Sep 2026, 06:49
von hobab
Auch wenn du nur Steine siehst, in der Regel ist genug Boden da, um Pflanzenn zu ernähren. Schwierig ist es nur mit Sand. Aber wenn du Stellen mit fetten Lehm hast, wird überall Lehm verteilt sein, es sei denn, du lebst auf einer ehemaligen Großbaustelle.