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Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 11:38
von Mediterraneus
Gestern wieder Gewitterlotterie, und wieder eine Niete gezogen. Es blieb trocken, im Norden und Süden zog dunkel vorbei.
Die nächste und einzig vorhergsagte in den nächsten 14 Tagen ist am Freitag. Wieder dreht sich dann die Lostrommel und ich befürchte, es wird wieder nix. Die Nieten scheinen vorbestimmt

Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 11:42
von goworo
Wenn es dich tröstet: manch anderen geht es auch nicht besser!

Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 11:46
von thuja thujon
Gestern kamen hier innerhalb von 20 Sekunden 4 Tropfen runter, also einen habe ich abbekommen, einen der Nebenmann, der dritte blieb trocken, aber 2 andere Tropfen konnte man hören, nach den 20 Sekunden war der Spuk schon wieder vorbei.
Deshalb demnächst wieder Sektorenregner einschalten.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 12:09
von Tempel-Hof-Gärtner
Klaro, kann man verstehen.
Ist aber eben durch den gewählten Weg der (traditionellen / gewohnten) von-oben-Bewässerung eine Art von Luxusversorgung, vulgo Verschwendung.
Mal GRUNDSÄTZLICH an den Zahlen-Liebhaber gefragt: Wieviel Prozent von 100 Litern kommen an und wie viel gehen durch Verdunstung verloren...?
Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 12:26
von adiclair
Heute früh zwei Stunden die Sprenger laufen lassen - und jetzt zieht es sich zu... Bin mal gespannt, ob da was runterkommt (lt. App erst am WE).
Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 12:35
von Mufflon
DWD verspricht zwar kühleres Wetter, aber nicht nasseres, für weitere 10 Tage.
Ich habe noch mehr neuen Schlauch bestellt, zwecks weiterer Arbeitserleichterung.
Da die Nachbarstädte aber so nach und nach Wässern verbieten, bin ich gespannt, wann es hier soweit es.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 12:46
von thuja thujon
@THG: bei mir liegen die Verluste im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Verdunstung ist bei der aktuellen Vegetationsentwicklung noch geringer als die Interzeption, also was in der Vegetation hängen bleibt.
Verluste durch Wind außerhalb der Zielfläche ist ebenfalls zu vernachlässigen.
Da Regen nicht durch gießen oder Tropfbewässerung ersetzt werden kann, sind die Überkronenregner auch als physikalische Pflanzenschutzmaßnahme im Sinne integrierter Produktionsrichtlinien zu verstehen. Also mechanische Maßnahmen vor zB Akarizideinsatz gegen Spinnmilben, der bei ausschließlicher Tropfbewässerung oder Gießkannenschleppen eher notwendig wird.
Wichtig bei der ganzen Geschichte ist, dass man keine Viereckregner benutzt, sondern grobtropfige Modelle und nicht wie von Buddelkönigins GG befohlen, den Regner abstellt, bevor Wasser an der Wurzel angekommen ist. In solchen Fällen kann die Verlustrate auf bis zu 100% steigen.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 12:48
von Gersemi
Sonnig, trocken und kein Regen in Sicht. Einiges gieße ich nicht mehr, Eingewachsenes ohnehin nicht.
Der Lebkuchenbaum sieht inzwischen so aus :

.
an anderer Stelle ist der "Rasen" borstig-bräunlich

Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 12:49
von ringelnatz
Also kann ich alles nachvollziehen, aber gibt es da auch mal wissenschaftliche Daten, wie viel durch Verdunstung verloren geht?
Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 12:54
von thuja thujon
Es gibt Daten für die jeweilige Messreihe. Die kann man aber nicht verallgemeinern, weil die Bedienungen bei jeder Bewässerung anders sind. Standardisierte Verdunstungswerte aus Turnhallenversuchen helfen somit auch nicht weiter. Nicht mal die Verdunstungsverluste bei Tropfbewässerung kann man übertragen, da Bestandshöhe, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Strahlung auch hier eine Rolle spielen.
Ausnahme: bei unterirdisch verlegten Tropfbewässerungen ist die Verdunstung vernachlässigbar gering nahe Null, Wasserverlustrate in der Praxis bis zu 10 oder mehr % durch kaputte und undichte Leitungen. Platzt der Schlauch ab, kann die Verlustrate auch für unterirdisch verlegte Tropfbewässerung bei 100% sein.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 13:33
von Mediterraneus
Es ist echt zum Verzweifeln. Wir haben noch keinen Regen in der ersten Julihälfte.
Überall schießen die Niederschlagsstraßen durch und jedesmal sind wir außerhalb.
Diesmal wurde Bayern wieder gut getroffen, nur der Südspessart nicht
https://kachelmannwetter.com/de/regensu ... 1125z.html
Im Bereich Marktheidenfeld ist es wie verhext, weit und breit kein Gewitter gezogen. Im Norden des Landkreises wie gehabt, wieder die Gewitter, wie schon beim letzten mal:
https://kachelmannwetter.com/de/regensu ... 1125z.html
Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 13:46
von Nox
Bei uns hier ist es auch nicht besser: Für das kommende Wochenende wurde ein Übergang zu unbeständigem Wetter vorrausgesagt (am letzten Wochenende), das ist gecancelt. Weitere 10 Tage (Vorhersagegrenze) ohne Regen, viel Sonne, über 25°C sind angesagt.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 13:53
von thuja thujon
@ringelnatz: falls du Hausnummern brauchst, schau dir mal die unten im Artikel zum download stehende Masterarbeit an.
https://www.alb-bayern.de/De/Bewaesseru ... 21.1b.html
Dort stehen zusammengefasste Literaturwerte. Mein Teilkreisregner wird üblicherweise auf Rohrberegnung installiert. Dort steht zB der Wert 1,5%. Das macht auf den Kubikmeter 15 Liter. Das ist auch in etwa die Menge, die, wenn ich sie mit der Rückenspritze und flächiger Applikation ausgebracht habe, nach zB 1 oder 2 Stunden wieder getrocknet ist. Die 1-2h entspricht auch der Bewässerungsdauer. Kann man so nicht wirklich rechnen, aber es klingt nach einer plausiblen Menge für Verdunstung.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 13:59
von mdb82
Der Freitagsbrummer wird gerade wieder weggerechnet.
Furchtbar.
Zisterne leer, Tonnen leer, aus dem See kann ich guten Gewissens nichts schöpfen.
Bleibt der Brunnen.
Aber gut, das erste mal wieder seit 2019.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 15. Jul 2026, 15:07
von wallu
Gersemi hat geschrieben: ↑15. Jul 2026, 12:48
Sonnig, trocken und kein Regen in Sicht. Einiges gieße ich nicht mehr, Eingewachsenes ohnehin nicht.
Der Lebkuchenbaum sieht inzwischen so aus :
...
an anderer Stelle ist der "Rasen" borstig-bräunlich
Ja, der Lebkuchenbaum ist immer einer der Ersten. Aber ich sehe eine grüne Birke, und der Rasen hat auch noch grüne Stellen. Das ist der Unterschied zwischen der Jülicher Börde und dem kargen Eifelboden bei ähnlich wenig Regen: Hier sind alle Birken, die es noch gibt schon lange braun; und der "Rasen" ist seit vier Wochen komplett verbrannt.
In der Streuobstwiese geht gerade der letzte verbliebene Apfelbaum (James Grieve). Dank des böigen Winds haben die Haselsträucher dahinter nicht mehr so viele gelbe Blätter. Die dürren Äste rechts gehören zu einer alten Süßkirsche; die wird´s auch nicht schaffen

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