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Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 11. Dez 2025, 22:21
von Tempel-Hof-Gärtner
Hey, come on, thuja, das ist doch jetzt nicht Dein Stil (& Niveau), dieses Kauderwelsch von nicht miteinander in Einklang stehenden grundsätzlichen N-Mineralisationswerten mit zufälligen Witterungs-Differenzen zu "erklären"... 8)

Das mit den Algen auf der Oberfläche ist interessant: Hatte ich im letzten Winter mal auf meinen "Winterkisten" (flache Gemüsekisten, die draußen Ende September mit Wintertauglichem besät werden und dann irgendwann im November ins Gewächshaus umziehen, wenn da wieder Platz ist [LAG hoffte immer, dass die allerletzten Tomaten doch noch reif werden... *gg*]).
Die Kisten, die Anfang November dann eine einmalige & anleitungsgerechte Portion Flüssigdünger bekommen haben (sollte ja noch schnell verdaulich sein) haben dann alsbald angefangen, diesen "Flaum" anzusetzen. Höhepunkt war im Januar (siehe Bild). Habe das dann abgekratzt und dann war das "Problem" aber auch vorbei. Durch besonders gutes Wachstum haben sich diese extra gedüngten Kisten - im Vergleich zu anderen Flächen ohne diese schnell-verdaulich-Düngung - aber nicht ausgezeichnet... :(

Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 12. Dez 2025, 09:21
von hobab
30 Liter sind das in der Regel nicht Tempelhofer, da es ja keine homogene Masse ist nach dem Ausbringen, also eher sowas wie 25. Durchaus im Rahmen der Empfehlungen. Außerdem handelt es sich ja bei mir nicht um Küchenabfälle, sondern hauptsächlich um Laub und eher vorsichtig gedüngten Rasenschnitt. Wenn hier über Kompost gesprochen wird, wird so getan als gäbe es den einen ‚Kompost‘ - der hat aber völlig verschiedene Nährstoffanteile je nach Garten.

Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 12. Dez 2025, 12:06
von thuja thujon
Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: 11. Dez 2025, 22:21 Hey, come on, thuja, das ist doch jetzt nicht Dein Stil (& Niveau), dieses Kauderwelsch von nicht miteinander in Einklang stehenden grundsätzlichen N-Mineralisationswerten mit zufälligen Witterungs-Differenzen zu "erklären"...
Es geht da um viel mehr, Bodenbewegung etwa. Ein Kartoffeldamm setzt natürlich viel mehr N frei als ein unbearbeitetes Beet und wenn man 3 mal hackt oder anderweitig Unkraut jätet hat man damit auch schon einmal gedüngt.

Hobab, ein Zehntel davon wäre im Rahmen. Ich gebe dir aber recht, Laubkompost hat natürlich deutlich weniger Nährstoffe als einer aus Rasenschnitt oder Gemüseputzresten. Es sind ohnehin alles Durchschnittswerte und nichts absolutes.

Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 12. Dez 2025, 15:11
von Tempel-Hof-Gärtner
hobab hat geschrieben: 12. Dez 2025, 09:21 30 Liter sind das in der Regel nicht (...) eher sowas wie 25. Durchaus im Rahmen der Empfehlungen.
Aber wie man's dreht und wendet: Auch 25 Liter sind (zumindest mathematisch) irgendwie mehr als jene fantastischen 3, die in den hier gemeinten Empfehlungen immer zitiert werden... ;)
An welche Empfehlungen denkst Du denn dabei eigentlich...?

Ob Laub-Kompost (mit Rasenschnitt-Beimengung) nun so ganz andere innere Werte hat als Grünschnitt- / Garten- oder gar Bioabfall-Kompost?
Zumindest für den Vergleich Grünschnitt- versus Bioabfall-Kompost gibt es dazu (von der Bundesgütegemeinschaft Kompost höchstpersönlich) einen aufschlussreiche Übersicht (siehe Anhang). Quintessenz: Die Unterschiede sind geringer, als man denken könnte.

Doch auch der bei der ja gänzlich anderen C/N-Wert Grundkonstellation erwartbare grosse Unterschied zwischen Laub- & "normalem" Kompost fällt im praktischen Wissenschaftsleben (hier: Schweizer Studie aus 2017, wo gesammeltes Herbstlaub auf Schad- & Nährstoffe abgeklopft wurde [https://www.google.com/url?sa=t&source= ... LollWTv_39]; Seite 16 unten) zumindest bezogen auf den Stickstoff erstaunlich gering aus: Lediglich ein knappes Fünftel (18%) weniger als in den "sonstigen" Komposten (Phosphor allerdings in der Tat nur die Hälfte).

thuja thujon hat geschrieben: 12. Dez 2025, 12:06 Es geht da um viel mehr, Bodenbewegung etwa. Ein Kartoffeldamm setzt natürlich viel mehr N frei als ein unbearbeitetes Beet und wenn man 3 mal hackt oder anderweitig Unkraut jätet hat man damit auch schon einmal gedüngt.
Jetzt wirst Du ja noch kleinteiliger... ;D
Unter welchen Rahmenbedingungen vom pflanzenverfügbaren Stickstoff mal mehr und mal weniger tatsächlich auch pflanzenverfügbar gemacht wird, ist aber bei solchen Richtwerten, die eine "Institution" herausgibt, im Ergebnis-Ermittlungs-Vorgang als standardisiert vorauszusetzen und nicht abhängig davon, wie viel es gerade regnet / bewässert wird oder wie oft im Jahr ich hacke.

Wobei uns das natürlich schon wunderbar zur nächsten "Baustelle" überleiten könnte, Stichwort Wasser-Effizienz ("einmal Hacken spart dreimal Gießen"): Mulchen (also nicht-Hacken) = doppelungut? Sozusagen Anti-Faustische Fatalität: Ein Teil von jener Kraft, die stets das Gute will und stets das Böse schaftt, hier: deutlich verringerte N-Freisetzung... => deutlich geringeres Wachstum...?
(gehört HIER aber selbstverständlich nicht hin, wollte nurmal ein bisserl den Stachel löcken... *gg*)

Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 13. Dez 2025, 17:48
von hobab
Bei den drei Litern bin ich auch etwas skeptisch was genau in diesen drei Litern ist, von denen nicht mehr ausgebracht werden soll - Hauskompost, Laub? Der andere Punkt ist: es geht ja genau um Phosphor. Das Phosphor schlecht abgebaut wird - anders als Stickstoff - kann ein Problem sein, aber genau das scheint ja hier laut Pflanzenschutzamt keines zu sein. Vielleicht auch dank der sehr durchlässigen Böden in Berlin, die vermutlich auch schlecht lösbare Elemente verschwinden lassen (Spekulation meinerseits).

Und schließlich spielt es auch eine Rollle was genau mit Kompost abgedeckt werden kann - der Großteil des Kompostes den ich in Gärten verteile kommt auf Gehölzflächen, von denen auch die Masse der Rohstoffe des Komposts kommen, ich glaube nicht das es überhaupt möglich ist so die Gehölzflächen zu überdüngen. Gut, es kommt noch der Grasschnitt dazu, aber der Kompost kommt ja auch auf einige Beete, also nicht komplett unter die Gehölze zurück. Da eine starre Regel von drei Litern machen ist sicher ok wenn es ausdrücklich um Schrebergärten geht. Aber es gibt soviele Elemente die dabei nicht berücksichtigt werden, wie Größe der Flächen, Art des Kompostes, wie stark gedüngt wird, wie der Boden generell ist (Lehm, Sand, pH-Wert). Das Herbstlaub viel Stickstoff oder andere wichtige Elemente enthält bezweifle ich - denn den Stickstoff und andere wichtigen Nährelemente holt der Baum ja grade im Herbst aus den Blättern raus. Was sonst im Stadtdreck drin ist, hat vielleicht keiner rausgerechnet. Ich finde thujas Einwürfe sehr interessant, die machen ja noch klarer wie komplex das Thema ist - solche 3-L-Regeln mögen Sinn machen als Schlagwort damit Leute nicht Tonnen Kompost in den Garten kippen, aber ich glaube kaum, dass die auf jeden Garten passen.

Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 14. Dez 2025, 11:21
von thuja thujon
Das doofe ist, dass man die 3 Liter fertigen Kompost aus einem vielfachen Frischmaterial gewinnt, also von mehr Fläche auf der es gewachsen ist, als auf der Fläche wo es verteilt wird. Wenn dann 4 oder 6g Phosphor in den 3 Litern gebunden sind, ist das etwa wie 100g von einem Blaukorn mit NPK 15-6-15. Mehr Phosphor kann keine Pflanze aufnehmen. Und nur deswegen die Regel nicht mehr als 3 Liter. Die darin enthaltenen 1,5 bzw 3 g Stickstoff reichen nicht für Pflanzenwuchs, das sind vielleicht 10g Blaukorn auf den Quadratmeter. Da geben manche selbst den Schneeglöckchen mehr, bei Blumenkohl oder Chili gerne das 10 bis 20 fache.

Und so kommt das mit den extrem überhöhten Mengen wohl auch in den Köpfen zustande, man düngt mit dem Dünger so viel, bis man was sieht und zufrieden ist. Problem ist dabei, man schaut auf den Nährstoff, der am allerwenigsten in dem Dünger enthalten ist.
Man würde doch auch nicht mit 1-2kg pro Quadratmeter Hornspänen düngen, um mit den darin enthaltenen 1% Phosphor das Wachstum sicherzustellen.

Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 14. Dez 2025, 11:53
von hobab
Wie ich ja oben geschrieben habe, würden die Kompostmengen großteils da verteilt werden, wo auch das Ausgangsmaterial herstammt, da verdoppelt sich also auch keine Phosphormenge - aber erhöhen ist natürlich möglich, vor allem wegen Rasenschnitt und Rasen kriegt keinen Kompost. Bei großen Rasenflächen wird es natürlich problematisch, aber wie gesagt, das hängt dann halt stark von der jeweiligen Gartennutzung ab.

Das Stickstoff zusätzlich gedüngt wird ist klar, aber bei den meisten Gehölzen seh ich auch keinen besonders hohen Bedarf - ist ja auch nicht so das irgendjemand Waldbäume düngt, wachsen tun sie trotzdem. Was anderes sind auf Blüte gezüchtete Hochleistungspflanzen wie manche Rosen…

Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 14. Dez 2025, 12:13
von thuja thujon
Auch Rosen bekommen in Gärten viel zu viel Stickstoff. Gehölze, da kann man es auf Lehmböden auch sein lassen, bei Sandböden ist der Kompost ok.

Was ich meine sind die `Abfälle´ aus den eigenen 300 Quadratmetern und von 3 solchen Nachbarn kompostieren und dann auf nur 20m² Gemüsebeet ausbringen und noch jammern, dass der Boden nicht locker genug ist und bei Trockenheit kein Wasser aufnimmt. Deshalb noch mehr Kompost dort hin wo schon zu viel ist und die anderen, eehr bedürftigen Flächen wie Rasen gehen leer aus.

Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 16. Dez 2025, 07:30
von thuja thujon
Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: 11. Dez 2025, 22:21Das mit den Algen auf der Oberfläche ist interessant: Hatte ich im letzten Winter mal auf meinen "Winterkisten"
Ich meinte echten Boden. Auf Substrat kann das immer vorkommen, wenn sie nur zu luftfeucht stehen. Moos gibts dort ja auch regelmäßig, wenn sie nicht ganz neu getopft sind.
Auf echten Böden sieht man das grüne Schimmern schon von weitem, man entwickelt für sowas auch einen gewissen Blick.

Hier ist also noch mindestens ausreichend Pflanzenverfügbares Nitrat in den oberen Bodenschichten. Dafür aber wenigstens auch eine Kulturpflanze. Oft sieht man die grünen Äcker eher bei denen, die Anfang Oktober umgegraben haben.
Boden grün Winter.jpeg

Kaum Moos, sondern Algen. Und Spinnweben und erodierte Krümel usw
Boden grün Winter Algen.jpeg

Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 16. Dez 2025, 12:16
von Tempel-Hof-Gärtner
thuja thujon hat geschrieben: 16. Dez 2025, 07:30 Ich meinte echten Boden. Auf Substrat kann das immer vorkommen, wenn sie nur zu luftfeucht stehen. Moos gibts dort ja auch regelmäßig, wenn sie nicht ganz neu getopft sind.
Auf echten Böden sieht man das grüne Schimmern schon von weitem, man entwickelt für sowas auch einen gewissen Blick.

Hier ist also noch mindestens ausreichend Pflanzenverfügbares Nitrat in den oberen Bodenschichten. Dafür aber wenigstens auch eine Kulturpflanze. Oft sieht man die grünen Äcker eher bei denen, die Anfang Oktober umgegraben haben.
Ah, okay. Also "fast" normal mit der Algen / Moos-Bildung. War halt auffällig, dass es NUR bei den flüssig-gedüngten Kisten kam und nicht bei den "gewachsenen" Substraten rundherum, die den Extra-Schluck aus der Pulle nicht bekommen hatten...

Was aber bedeutet denn dann das berühmt-berüchtige "Auswaschen" des Stickstoffs, wenn selbst bei umgegrabenen Böden (auf denen also garantiert kein "Verbraucher" mehr sitzt und den Stoff "festhält") dieser "zu-viel"-Anzeiger zu sehen ist...? Denn Herbst-Niederschläge (die nach dieser Vorstellung hätten auswaschen-MÜSSEN) hat es ja in aller Regel immer zwischen Umgraben und Grünschimmerbildung gegeben...? [Bitte nicht mißverstehen, wenn das jetzt ein bisserl spitzfindig wirkt: Ich verstehe das wirklich nicht!]

Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 16. Dez 2025, 13:01
von thuja thujon
Zuerst müssen die Bodenvorräte mit Wasser aufgefüllt werden, das sorgt für kräftige Mineralisierung, da die Böden noch warm sind. Da können schon mehrere Dutzend Liter auf den Quadratmeter passen. Im Sommer gießt man ja auch nicht unter 20mm. Hier waren Ende September 100mm dazu nötig, siehe Bild.
Erst wenn die Böden Wassergesättigt sind, können weitere Niederschläge den freigesetzten Stickstoff auswaschen. Bis dahin bleibt er wo er ist. Deshalb das Algenwachstum im Herbst oder Frühwinter. Im Winter selbst bzw im frühen Frühjahr sind die Temperaturen unten und der Stickstoff auch nicht mehr ganz oben.
Screenshot 2025-09-27 075041.png

Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 17. Apr 2026, 09:03
von thuja thujon
Ich kopiere OT aus dem Tomatenstrang mal hierher.
Ivoch hat geschrieben: 16. Apr 2026, 22:09
thuja thujon hat geschrieben: 11. Apr 2026, 12:46Die Nährstoffwerte von den `Rasenflächen´ schwanken in den Bodenanalysen extrem. Da kann man keine allgemeingültige Aussage machen.
Liegt einfach daran, dass es praktisch nie Rasen ist was da gewachsen ist, sondern Gras mit Spontanvegetation, die beim einen gedüngt wurde und beim anderen nicht. Kaum einer kippt seinen Kompost auf solche Flächen, schon gar nicht 10cm dick wie in den Gemüsebeeten. Also prinzipiell sind solche Flächen eher weniger verseucht, aber es gibt auch genug Ausnahmen. Man weiß es halt nicht ohne Analyse.
Ohne erst mal eine Bodenanalyse zu machen, kann ich irgendwie zumindest abschätzen, ob es dort zu wenig bestimmte Nährstoffe gibt? Z.B. Anhand von Wuchs, Blätterfarben usw.
Ja, kann man.
Hier mal meinen Milkarasen, weil der so schöne helle Kuhflecken hat.
Der wurde im Frühjahr noch nicht angedüngt, im Oktober als Herbstdüngung gabs eine Behandlung mit Harnstoff aus der Rückenspritze aufs Blatt. Erreichen der Grünlandtemperatursumme von 200° war am 1. März, also rund 6 Wochen wachsen ohne Düngung. Deshalb alles sehr gelb statt grün, nicht wirklich vital.
Milkarasen 20260411.jpeg

Das Foto ist vom 11.4. Am 10. wurde Abends mit Harnstoff und Mangan gedüngt, auch per Rückenspritze aufs Blatt.
Die hellen Flecken kommen vom Mangan, weil das hier eher im Mangel ist und je nach dem wie gut die Erde noch durchlüftet oder durch Trampelpfade verdichtet ist, ist das Mangan verfügbar für die Wurzel. Verdichtete Bereiche, wo man öfters (auch bei feuchtem Boden) drüberläuft, bleiben länger grün. In den besser durchlüfteten Bereichen wird das zweiwertige Mangan von den Bodenorganismen zu vierwertigem Mangan oxidiert und steht deshalb nicht mehr für die Pflanze zur Verfügung.

Harnstoff wirkt übers Blatt relativ schnell, Foto unten vom 14.4., schon etwas grüner. Im Frühjahr fehlt immer Stickstoff, Schwefel mittlerweile auch. Schwefel wird aber bei höheren Temperaturen aus dem Humus in ausreichenden Mengen freigesetzt. Wenn genug Humus vorhanden ist.
Die gelben Kuhflecken werden etwas länger brauchen, bis die repariert sind.
Das letzte mal Kompost hat der Rasen vor 5 Jahren etwa gesehen, da wird es mal wieder Zeit, auch die Spurennährstoffe nachzutanken. Das wird wohl im Sommer mal passieren. Schnittgut räume ich nur 2-3 mal im Jahr ab, ansonsten wird gemulcht. Deshalb braucht er weniger Stickstoff als die Flächen, wo regelmäßig in den Fangkorb gemäht wird. Kali und Phosphor müsste ich eigentlich gar nicht düngen, das geht beim mulchen kaum verloren, Kali (mit Magnesium) düngen passiert aber manchmal, wenn Schwefel gebraucht wird und das Stickstoff/Kaliverhältnis nicht so weit sein soll.

Milkarasen 20260414.jpeg
Vorteilhaft neben Kompost wären hier auch Dünger wie Traubenkernschrot usw, eben alles was ein bisschen mehr an Spurenelementen mitbringt.

Ansonsten, man sieht Nährstoffmangel ganz gut an den Pflanzen bzw kann die einzelnen Nährstoffe an den Symptomen gut auseinanderhalten.
Hier mal aktueller Schwefelmangel an Spinat, jüngere Blätter chlorotisch, Blattadern aber noch grün. Kommt immer häufiger vor im Frühjahr.
Spinat Schwefelmangel.jpeg
Hier mal was zum stöbern: https://www.yara.de/pflanzenernaehrung/tomato/n/

Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 17. Apr 2026, 12:28
von adiclair
Es gibt auch sogenannte Zeigerpflanzen (Indikatorpflanzen) https://www.google.com/search?client=fi ... orpflanzen

Für alles andere dann die Bodenanalyse...

Re: Düngewirkung von Kompost

Verfasst: 17. Apr 2026, 12:32
von Tempel-Hof-Gärtner
@ im 'Tomaten 2026'-Faden aufgekommener Phosphat-Überdüngungs-Frage
Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: 17. Apr 2026, 00:07
adiclair hat geschrieben: 16. Apr 2026, 12:53 Ich meine, solange die Tomaten (und alles andere) nachts nicht leuchten oder mir vom Genuss davon sonst was wächst, ist doch eigentlich alles okay...
Nö! Ist es NICHT!!!
Aber so richtig ernst meinst Du das vermutlich (hoffentlich) ja auch nicht, als "pragmatisches" Kriterium für eine neue Grenzwertbestimmungs-Methode jenseits der Bodenanalyse... 8)
Wenn Du noch nie eine gemacht hast, nimm ruhig mal das Geld in die Hand und mach eine: Mir ist auch die Kinnlade runter gefallen, als ich meine P-Werte erstmalig schwarz auf weiß gesehen habe - und da hatte (trotz x-facher Überversorgung) nachts zuvor auch noch nix geleuchtet... *gg*).

Wie TT schon andeutete: Das (vor allem) P-Überversorgungs-Thema hat an anderer Stelle schon seine Geschichte und sollte auch dort weiter verhandelt werden...: viewtopic.php?t=73487&hilit=d%C3%BCngun ... r&start=75
adiclair hat geschrieben: 17. Apr 2026, 06:26
Tempel-Hof-Gärtner hat geschrieben: 17. Apr 2026, 00:07Mir ist auch die Kinnlade runter gefallen, als ich meine P-Werte erstmalig schwarz auf weiß gesehen habe
Ja, und nun?
Zumindest erstmal nicht NOCH mehr desselben... ;)

In anderen Worten:
thuja thujon hat geschrieben: 16. Apr 2026, 12:46 ... keinen mehr düngen. Deswegen kein Hakaphos, sondern KAS usw im Beet.