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Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 14:20
von Gartenplaner
thuja thujon hat geschrieben: 21. Jul 2026, 13:30 5 Wettermodelle sprechen dagegen, eins dafür. …
https://kachelmannwetter.com/de/vorhers ... in/xltrend
Das würde mich beruhigen - aber wo liest du das heraus?
Ich sehe ab 28. Juli 3 Modellrechnungen über 30 Grad und am 29. Juli 5 Modellrechnungen über 30 Grad.
Das sieht für mich leider eher in die Richtung gehend aus, die auch Wetter.com prognostiziert.
thuja thujon hat geschrieben: 21. Jul 2026, 13:30…Ahornsämlinge, hier mal eine Nahaufnahme von knapp 40cm. Dutzende haben das auflaufen geschafft, war teilweise ein Fehler, den Herbst werden sie nicht mehr erleben, da jetzt schon vertrocknet. Die Kindersterblichkeit unter dem Ahorn nimmt schon etwas größere Ausmaße an als im Umfeld außerhalb der Kronentraufe bzw Wurzelbereich.

Ahornsämlinge vertrocknet.jpeg
So ist auch meine Erfahrung.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 14:25
von Staudo
Mediterraneus hat geschrieben: 21. Jul 2026, 10:56Solch selbstgesuchten Plätze sind oft die erfolgreichsten. Das kennt man ja von anderen Pflanzen, die sich ihren Platz selbst bestimmt haben.
Kein Baum sucht sich seinen Platz selbst. ;) Von den Millionen Samen keimen tausende und von diesen tausenden keimen einzelne an Stellen, wo es trotz Dürre Reste von Feuchtigkeit gibt. Diese überleben evtl.
Bei uns hier in Südbrandenburg wird, obwohl wir Juli haben, auch ungegossener Rasen wieder grün. Das ist sehr ungewöhnlich.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 14:27
von hobab
Mit Regenanlage - mehr oder weniger ein Muss für Doppelverdiener in Berlin - wachsen leider ca 80% der Sämlinge weiter, d.h, das wir teilweise Hundertausende Sämlinge aus u.a. Bodendeckerrosen holen müssen. Also ca. 15 Minuten Arbeit pro Quadratmeter, statt 0,5 - das sind dann schnell mal über 700.- nur für einen kleinen Vorgarten. Also Danke für die Arbeitsbeschaffung durch Acer platanoides Pflanzung vom Grünflächenamt, oder für Eichen - fast noch schlimmer durch die langen Wurzeln und fast jährlichen Mastjahren. Bäume in der Stadt gerne - aber wenn möglich keine Ahorn, Eichen oder Linden (die saugen Gärten gradezu leer und ich muss das Gejammer der Rasenbesitzer ertragen).

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 14:35
von thuja thujon
Es ist vor allem eine nervige Arbeit. Würden im Vorgarten Zuckerrüben wachsen, wäre es einfacher bzw schneller möglich zu jäten, also man könnte hacken und wäre damit um ein vielfaches schneller fertig.

@GP: wird laufend angepasst. Aktuell sind 9 Modelle verfügbar, 5 dagegen, 4 dafür. Ansonsten zieh nochmal 2K ab oder gib deine Standortdaten ein.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 14:41
von Mediterraneus
hobab hat geschrieben: 21. Jul 2026, 14:27 Mit Regenanlage - mehr oder weniger ein Muss für Doppelverdiener in Berlin - wachsen leider ca 80% der Sämlinge weiter, d.h, das wir teilweise Hundertausende Sämlinge aus u.a. Bodendeckerrosen holen müssen. Also ca. 15 Minuten Arbeit pro Quadratmeter, statt 0,5 - das sind dann schnell mal über 700.- nur für einen kleinen Vorgarten. Also Danke für die Arbeitsbeschaffung durch Acer platanoides Pflanzung vom Grünflächenamt, oder für Eichen - fast noch schlimmer durch die langen Wurzeln und fast jährlichen Mastjahren. Bäume in der Stadt gerne - aber wenn möglich keine Ahorn, Eichen oder Linden (die saugen Gärten gradezu leer und ich muss das Gejammer der Rasenbesitzer ertragen).
Danke.
Sowas bekommt man halt nicht mit, wenn man tagsüber im klimatisierten Planungsbüro sitzt. Irgendwelche Studien empfehlen Acer plat. als Klimabaum und in D sitzen dann hunderte von Planern und Naturschutzbehörden und pflanzen das Ding.
Eine Mega-Verbreitung von wenigen Baumarten,die Stadtklima abkönnen.
Daß das in empfindlichen Bereichen Ausbreitungs- und Artverdrängungsschleudern sind, egal. Hauptsache ein Baum.

Wenn man jedes Jahr die paar grösseren Sämlinge aus seiner Hecke zieht, geht das.
Aber wer macht das in den Schlehenhecken in der Landschaft oder beim 80 jährigen Nachbarn?
Leerstehende Grundstücke und wenig genutzte Flächen wachsen ganz schnell ein, früher wuchs dort erst Holunder und Brennnesseln, jetzt ist gleich der Ahorn da.

Ich verbringe bestimmt einen ganzen Tag im Jahr damit, meine betreuten Beete und Flächen im öffentlichen Raum von Ahorn freizukriegen.
Einmal im Zaun oder am Fundament einer Scheune zu gross geworden, kriege ich ihn nicht mehr raus.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 14:48
von thuja thujon
Hier kann man keinen mehr von A.(...loch) platanoides begeistern.
Ich habe schon vor 7 Jahren den Landschaftspflegetrupp der Stadt für `meine´ Fläche einbestellt.
Die kamen auch. Ergebnis nach jetzt 7 Jahren: jährlich mehrfacher Rückschnitt der Wurzelausläufer bindet willige Bürger.
TW Sani1.JPG
TW1944-1.jpg
Es geht dort um den Erhalt einer Sedum acre und Sedum album Fläche.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 14:49
von Tempel-Hof-Gärtner
hobab hat geschrieben: 21. Jul 2026, 14:27 (...) Bäume in der Stadt gerne - aber wenn möglich keine Ahorn, Eichen oder Linden...
:o
Sondern...?

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 14:49
von hobab
Platanoides ist auf jeden Fall ein Klimagewinner, mindestens als junger Baum. Hier verdrängt er im Stadtgebiet Buchen und sät sich überall extrem aus. Mal sehen, wie gut der bei den trockenen Sommer in Zukunft aussieht, wenn er mal älter geworden ist.
Acer negundo kriegt geschätzt nach Fünfzehn Jahren Probleme und leidet dann vor sich hin oder stirbt ab. Der war früher eine üble Samenschleuder, scheint aber mit dem Klimawandel nicht gut klarzukommen. Ganz schlimm ist der Götterbaum der sich über hunderte Meter von einem einzigen Baum in alle Gärten aussät.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 14:58
von hobab
Sondern: da rätseln ja alle groß rum, was ist der Klimabaum der Zukunft. Die Kandidaten kennen ja alle, von Liquidamber, Acer campestre, Gleditsia bis Pyrus und Malus in Arten.
Linden bitte nur als beetlosen, mindestens vierspurigen Promenaden und Platanen dito, bloß sollte es möglichst keinen Publikumsverkehr geben. Vielleicht für militärische Aufmärsche? Also zum Treptower Park und den fasch.. äh, stalinistischen Denkmal passts. Platanoides bitte nie - es gibt genug anderes.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 15:26
von Mediterraneus
Wenn die Plätze groß genug sind, warum nicht Platane und Linde. Dann halt nur Baum, ohne Unterpflanzung.
In irgenwelchen Innenstadtschluchten von mir auch auch Ahorn.
Aber diesen sollte man in ländlichen Bereichen und sensiblen Biotopen tunlichst vermeiden.

Leider bin ich für eine Studie dazu zu blöd, das sollte unbedingt irgeneine Koriphäe erledigen, damit die Behörden vllt wieder umdenken.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 15:38
von Tempel-Hof-Gärtner
hobab hat geschrieben: 21. Jul 2026, 14:58 (...) Vielleicht für militärische Aufmärsche? Also zum Treptower Park und den fasch.. äh, stalinistischen Denkmal passts.
Ist hier zwar garantiert OT, aber es sei zumindest einmal öffentlich gesagt: Ich war von dem Denkmal (bei erstem Kennenlernen 2010) einigermaßen (positiv) beeindruckt als Metapher für die Größe der Barberei, die mit dem Unternehmen Barbarossa die deutsche Geschichte "ziert".

Die Mühe, für militärische Aufmärsche die "richtigen" Bäume auszuwählen, können wir uns heutzutage sparen:
SO "romantische" Kriege wird es nicht mehr geben...

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 15:45
von Tempel-Hof-Gärtner
hobab hat geschrieben: 21. Jul 2026, 14:49 Ganz schlimm ist der Götterbaum der sich über hunderte Meter von einem einzigen Baum in alle Gärten aussät.
Wie wahr!!!
Gibt es da eigentlich irgendwelche Überlegungen in der Fachwelt, eine Anti-Götterbaum (oder erweitert: Anti-Invasiven-) Schutztruppe aufzustellen...?
(Spoiler: Das wäre doch mal ne Heimat-Schutztruppe, die WIRKLICH sinnvoll ist... ;D )

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 15:49
von Nox
Also am besten: Sonnensegel über Plätze und Strassen !

Machen keine Ausläufer (wie Götterbäume und Robinien)
Keine Samenschleudern (wie Ahorn und Birken)
Keine Allergiker-Katastrophen (wie Haselnüsse, Baumnüsse, Birken und Edelkastanien)
und brauchen nie gegossen zu werden. Nur eben mal wieder einholen vor dem ersten Herbststurm.

In meiner Gemeinde wurden Korkeichen und Albizien gepflanzt. Halten sich wacker, aber leider keine gute Wahl für kältere Gebiete.

P.S.: habe gerade, angeregt durch die Diskussion über Agroforstwirtschaft und die Wassersaugkraft von Bäumen, bei meinen Rhododenron nachgeschaut: Eine Reihe steht schön schattig, aber im Einzugsbereich von Pappelwurzeln. Und ich wunderte mich gerade, warum die nach 4 Tagen schon wieder schlappen. Rootslayer geholt und einen Graben entlang des Beetes ausgehoben, da kamen bis zu 4cm dicke Wurzeln heraus. Glücklicherweise waren die recht oberflächlich.
So, hoffentlich macht Giessen und Mulchen jetzt mehr Sinn.

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 15:53
von thuja thujon
Ein bisschen Sprühkühlung unter den Sonnensegeln tut schon gut.
Dann kommt wieder einer um die Ecke und sagt Wasserverschwendung.
Wieviel Liter braucht eigentlich eine Klimaanlage bei der Herstellung?

Re: Dürregejammer

Verfasst: 21. Jul 2026, 16:37
von mdb82
Direkt vor dem Haus.
Ahorn verschiedenen Alters.
20260721_161802.jpg
Man sieht gut, das die hinteren etwas älteren (noch) die entscheidenen Wurzeln in die Tiefe haben.

20260721_161750.jpg
Alles unter 2 - 2,5m ist allerdings welk bis auf die oberste Spitze.

20260721_162111.jpg
Pfaffenhütchen und Forsythie halten sich gerade noch so.
Falls es allerdings wie in einigen Modellen bis ultimo (14 Tage) nichts mehr gibt und vor allem wie angedeuted Richtung August wieder tagelang 35°C wirds schwierig, auch für die Etagen weiter oben.