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Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 09:48
von Querkopf
Chica hat geschrieben: ↑27. Jul 2026, 07:16... Der deutschlandweite Tagesrekord von 41 Grad wurde hier in Brandenburg gemessen ...
Das trifft nicht zu.
Ein paar Daten, damit hier im Thread die Fakten stimmen:
- bisheriger bundesweiter Hitzerekord 41,2°C am 25.07.2019, Duisburg-Baerl und Tönisvorst, NRW - nicht nur "Tagesrekord", sondern absoluter Höchstwert
Neue Zahlen 2026:
- 41,3°C am 26.06.2026, Saarbrücken-Burbach, Saarland - Tagesrekord
- 41,8°C am 27.06.2026, Drewitz/ Möckern, Sachsen-Anhalt
(für diesen Tag waren zunächst 41,7°C aus Neißemünde-Coschen, Brandenburg genannt, was nach Überprüfung aber korrigiert wurde) - neuer absoluter Höchstwert in D
Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 10:05
von Chica
Es spielt überhaupt keine Rolle, ob es nun 40 oder 41 Grad waren. Es ist hier schon immer sehr heiß im Sommer:
2022.
Hier steht etwas von 41,7 Grad in Brandenburg, das ist sicher das, was ich irgendwie nebenbei in den Nachrichten gehört hatte. Ich beschäftige mich nicht detailliert mit dem Wetter, weil, habe ich keinen Einfluss drauf

. Erschreckend habe ich aber die vielen Hitzetote in Paris vor ein paar Jahren im Hinterkopf. Da starben so viele Menschen, dass die Bestattungsinstitute nicht hinterher kamen. Daher mein Gedanke mit der Klimaanlage. Fakt ist, wir werden uns dran gewöhnen müssen und Fakt ist auch, wir sind eine der Regionen weltweit, die noch am wenigsten vom Klimawandel betroffen ist.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 10:26
von thuja thujon
Eigentlich gehört Europa zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen.
Und was Wärme angeht, hier ists im Schnitt etwa 3 Grad wärmer als in Brandenburg, also jetzt aktuell etwa so, wie Brandenburg in 100 Jahren Klimawandelfortschritt dastehen soll.
Bringt uns aber alles nicht weiter, da Wasser fehlt. Und wenn Wasser fehlt, hilft nur Wasser.
Ich habe das die Tage in einem aufwändigen Feldversuch mit Wissenschaftlicher Begleitung eruieren können. Nach dem freundlichen Hinweis von 555Nase, dass es an Trockenheit liegen könnte, dass die Hauswurzen hier etwas kränklich aussehen, kam die Überlegung bzw Feststellung, dass die niedrigeren Nachttemperaturen und stärkere Bewölkung keine nachhaltige Verbesserung der Situation erwirken konnten.
555Nase hat geschrieben: ↑24. Jul 2026, 00:44
Mit paar trockenen Steinen im halbleeren Minitopf ohne Wasser, würde ich sogar als Kaktus auch lieber den Pflanzenhimmel bevorzugen.
Deshalb wurden mehre Dezigramm Wasser appliziert. Nach wenigen Tagen gab es bereits eine sichtbare Veränderung. Demnach muss es tatsächlich an Wassermangel bzw in seiner extremen Form/Ausprägung Trockenheit gelegen haben.
Vorher:
Nachher:
Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 10:28
von Chica
Na bitte, ist ja Leben drin

.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 10:37
von adiclair
Vergleiche doch mal die Temperaturen Breisgau - Lausitz
Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 10:38
von thuja thujon
Selbstverständlich. Eigentlich sollte diese intensive Kulturführung vermieden werden, da intensive Kulturführung bekanntermaßen zu Insektensterben, Bodendegradation und weiteren negativen Begleiterscheinungen wie Verlust der Fruchtbarkeit der Böden führen kann und somit Nahrungsmittelkrisen ausgelöst werden können.
Wir haben uns, da es ja nur ein kleiner Versuch war, dann trotzdem für diese intensive Form des Eingreifens entschieden, zumal es sich ja um in einer Wanne befindlichen und so von der Umwelt isolierten Anlage handelt. Der negative Einfluss sollte deshalb nicht all zu groß sein und die zu gewinnende Erkenntnis zu wertvoll, um darauf zu verzichten. Dies müssen aber weitere Forschungsarbeiten untersuchen.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 10:40
von Querkopf
Chica hat geschrieben: ↑27. Jul 2026, 10:05Es spielt überhaupt keine Rolle, ob es nun 40 oder 41 Grad waren. ...
Doch, das spielt eine Rolle, ganz einfach, weil Fakten wichtig sind.
Zu den Fakten gehört auch das:
thuja thujon hat geschrieben: ↑27. Jul 2026, 10:26 Eigentlich gehört Europa zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen.
Und was Wärme angeht, hier ists im Schnitt etwa 3 Grad wärmer als in Brandenburg, also jetzt aktuell etwa so, wie Brandenburg in 100 Jahren Klimawandelfortschritt dastehen soll. ...
Der Knackpunkt (und das Thread-Thema) ist allerdings das hier:
thuja thujon hat geschrieben: ↑27. Jul 2026, 10:26 ...Bringt uns aber alles nicht weiter, da Wasser fehlt. Und wenn Wasser fehlt, hilft nur Wasser. ...
Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 12:04
von Borker
Ich war Gestern mal wieder im Stadtpark in Beelitz .
Kunst und Handwerker Markt.
Da hab ich mal die Nieplitz fotografiert .
Doch noch viel Wasser in dem Fluss Nieplitz.

2023 bei der Landesgartenschau war das sogar nur noch ein Rinnsal

Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 12:05
von Chica
RosaRot hat geschrieben: ↑27. Jul 2026, 09:14
Andere Neupflanzungen, Rosen und junge Bäume auch, mulche ich mit kleingeschnittenen Zweigen von den hier überall wuchernden Kirschpflaumen oder Brombeeren. Deren Grün schnipsle ich sowie häufig gleich vor Ort klein und lasse es liegen. Brutzelt schnell weg. Die Wurzeln werden ausgegraben.
Kurz gesagt: ich passe mich an die vorhandenen Gegebenheiten an und das seit vielen Jahren. Das Gelände zeigt mir, was es kann (und will.)
Ja, meine Gehölzpflanzungen bekommen auch alles zu Füßen geworfen, was anfällt. Das klingt auch gut RosaRot, manchmal dachte ich schon, bei Dir wüchsen nur noch diese speziellen Halbwüstenpflanzen, von denen ich noch nie gehört habe

.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 12:16
von Chica
Danke für Deine Aufklärung Querkopf

. Warum hast Du Temperaturwerte angeführt, wenn das hier nicht das Thema ist? Zum Weiterlesen:
Brandenburg 41,7 Grad,
größte Auswirkungen Klimawandel: Arktis, Antarktis, Südasien, Südostasien, Sub-Sahara-Afrika, Situation in Deutschland: östliches Deutschland: Brandenburg
Ich möchte aber bitte nicht getröstet werden

.
edit: Link repariert
Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 12:42
von Immer-grün
Chica hat geschrieben: ↑27. Jul 2026, 12:16
Temperaturwerte
...“Ihre Analyse (auf Englisch) der europaweiten Trockenheit 2026 (Abb. 5) zeigt, dass die Klimaerwärmung die Trockenheit vor allem durch die viel höhere Verdunstung verstärkte. Das Regendefizit wurde hingegen durch den Klimawandel nicht erheblich verstärkt. Die höheren Temperaturen im heutigen Klima führten zu einer raschen Erwärmung und Verdunstung des Wassers in Böden, Flüssen und Seen. Ohne die Klimaerwärmung wären die Temperaturen und so auch der Verlust von Wasser und die Auswirkungen auf Wasserlebewesen und die Vegetation niedriger gewesen.“
https://www.meteoschweiz.admin.ch/ueber ... uropa.html
Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 12:52
von wallu
Borker hat geschrieben: ↑27. Jul 2026, 12:04
Ich war Gestern mal wieder im Stadtpark in Beelitz .
Kunst und Handwerker Markt.
Da hab ich mal die Nieplitz fotografiert .
Doch noch viel Wasser in dem Fluss Nieplitz.

...
Das erinnert mich an einen Beitrag im WDR vor zwei Wochen zum Jahrestag der Flutkatastrophe in NRW/R-P: Sie haben den Bach gezeigt, der damals Rheinbach verwüstet (und die A 61 weggespült) hat. Es war nur noch ein breiter, trockener Graben

.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 14:09
von Gersemi
Nox hat geschrieben: ↑26. Jul 2026, 15:56
...
Die Frage ist, welche Gewächse nach solch einem Sommer wieder austreiben können.
Ja, ich bin auch gespannt, wer hier diese Dürre ungegossen übersteht, denn wer das nicht tut, wird nicht ersetzt. Ich habe nicht mehr die Energie und Kraft von früher, um täglich stundenlang zu gießen, ich teile ein, wer dran ist.
Gegossen werden Kübel- und Sammlerpflanzen sowie Tomaten/ Gemüse.
2018 hat mich ziemlich entsetzt , es gab viele Verluste und zog Veränderungen und Umbau im Garten nach sich mit Schwerpunkt trockenheitsverträgliche Pflanzen auf vollsonnigen Stellen....wie es diesmal ausgeht wird sich zeigen.
,
Gestern gabs 2 kleine Schauer -> 3 l. Ich bin hier aus dem Gejammer noch lange nicht raus.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 15:14
von Mufflon
Da ich 2018 so viel Trockenschaden hatte, habe ich viel neues, trockenverträgliches gepflanzt.
Was mir dann alles in den übernassen Monaten um 22 kaputt ging.
24 wieder neu gepflanzt. Wovon gut die Hälfte 25 verstarb. Dieses Jahr nur Kräuter ins Hochbeet neu.
Was mit Gießen überlebt hat, wurde von den Kaninchen abgefressen.
Heute neue Kräuter gekauft.
Ich mag nicht mehr.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 27. Jul 2026, 16:07
von RosaRot
Woran verstarben die Pflanzen 2025 und welche waren es?
Ganz entscheidend für jede Pflanzung sind die Bodenverhältnisse und auch die Frage, wie gut Wasser abfließen/versickern kann und wie wie tief das Grundwasser liegt.
Wenn du also Trockenpflanzen setzt, die üblicherweise meterlange Pfahlwurzeln machen, das Grudndwasser aber dicht unter der Oberfläche ist und Du einen Boden hast, in dem das Wasser dann auch nicht versickert, werden solche Pflanzen vermutlich bei Dauerregen ersaufen.
Hier läuft das Wasser bei Dauerregen sonstwohin, der Boden ist nie wirklich nass, selbst dort nicht, wo sich auch mal ein Teich bilden kann. Grudnwasser ist sonstwo, evtl. gibt es Schichtwasser zwischen im Boden verborgenen Felsen.Wer hier überleben will, muss Wurzeln machen, die tief gehen. Bis das aber passiert, muss ich hinterhersein und auch absolute Wüstenpflanzen gießen, sonst sind sie binnen Tagen tot (wenn die Sonne scheint).
Es versteht sich von selbst, dass ich inzwischen fast sämtliche Pflanzen aus dem gekauften Substrat nehme und in ein eigenes topfe, dass dem hiesigen Boden entspricht und ich sie dort angewöhnen lasse und auch nicht verwöhne.
Außerdem zeigen mir Spontanaussaaten, was wo geht im Gelände und was nicht.