Seite 528 von 575
Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 13:52
von Nox
Ja, ich glaube das trifft es, Thuja ! Fingerhirse beispielsweise keimt, wächst und blüht - während daneben alles stagniert oder verdorrt.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 14:10
von thuja thujon
Ja, die hat auch so feine Wurzeln.
Dann habt ihr aber noch ein bisschen Wasser, wenn die noch keimt. Fingerhirse ist hier vor über 5 Wochen das letzte mal gekeimt, Portulak vor 4, seitdem möchte der auch nicht mehr.
Gestern hat es hier übrigens geregnet. Im Regenmesser die Menge konnte man nicht ablesen, eine Nachbarstation hat 0,9mm gemessen, die andere nichts. Geschätzt könnten es 0,1 bis 0,2mm gewesen sein. Zumindest hat es für 15 Minuten schwüle Luft gereicht.
Ich habe in der Zeit in einem Nachbargarten den Regner laufen lassen, der künstliche Regen mit kühlem Wasser hat etwas Feuchtigkeit aus der Luft gewaschen. Viel Menge kommt da aber nicht zusammen. Also aus einem Liter Gießwasser macht man da keine anderthalb.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 14:15
von Nox
Gartenplaner hat geschrieben: ↑29. Jul 2026, 23:18
Ich hatte mir vor 2 Jahren das Buch
„Steppes: The Plants and Ecology of the World's Semi-arid Regions“ zugelegt.
Da dann ein feuchterer Sommer war und mir viele Pflanzen gänzlich unbekannt waren, verlor ich die Motivation, weiter zu lesen.
Der Lebensraum kann je nachdem sehr nasse und auch kalte Winter und sehr trockene und auch heiße Sommer aufweisen.
Die Risse sind so beeindruckend wie noch nie
Richtiggehend dürrebedingt welke Sträucher und Bäume in der freien Landschaft hab ich hier auch noch nie gesehen.
Was mich heute Morgen aber verwunderte, waren nicht wenige welke Robinien
Gartenplaner, selbst auf meinem Desktop bekomme ich Deine Bilder nicht komplett angezeigt, so gross sind sie. Du kannst bei pickr.de die zweite Option "Thumbnails" auswählen, bei Interesse kann man sie anklicken, um sie in ganzer Grösse zu sehen.
Langsam bilden sich bei mir auch solche Spalten. Sind aber ein Zeichen für bindigen Boden, der austrocknet - kommt auf leichteren Böden nicht vor.
Gestern habe ich in eine solche Spalte hineingegossen, ich dachte prima, kommt das Wasser doch gleich in tiefere Schichten - und da springt mir doch eine recht grosse Wühlmaus (ich schätze 12 cm ohne Schwanz) heraus !
Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 14:42
von Gartenplaner
Wie ich gestern schrieb, kommen alteingesessene Bäume an den Grundwassersaum.
Allerdings spielen auch andere Aspekte eine zunehmende Rolle.
Der Feldahorn ist der größte und älteste Baum in der Obstwiese.
Und ich hab etwas Sorge, dass er aufgrund des Alters langsam an seine Grenzen kommt, die gelbliche Verfärbungen weisen die jüngeren auf gleicher Höhe in der nachbarlichen Wildnis nicht auf:
Und der eine Bergmammutbaum scheint noch nicht tief genug gekommen zu sein, die orangenen Triebe innen ist der normale „Laubwechsel“, die blassgrüne Verfärbung der Spitze und eines Astrs Trockenschaden:

Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 14:57
von thuja thujon
Der Ahorn hat genug Totholz drin, das plus Laubfärbung ist Folge der Dürre. Ans Grundwasser kommen reicht nicht, es braucht auch Nährstoffe.
PS: die Bilder kann man immer noch nicht ganz sehen.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 15:09
von hqs
Das ist ja ganz spannend, kannte ich noch nicht, ich kannte nur die Profile für vordefinierte Orte. Leider kann ich nicht direkt meine Koordinaten auswählen, da ist die Karte grau. Nahe dran sieht es so aus. Dann muss ich mir wohl zumindest um die großen Bäume noch keine allzu großen Sorgen machen. Ist nur die Frage, welche Einstellung es hier eher trifft, Gras oder Winterweizen. Hmm.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 15:17
von Gartenplaner
thuja thujon hat geschrieben: ↑31. Jul 2026, 14:57
Der Ahorn hat genug Totholz drin, das plus Laubfärbung ist Folge der Dürre. …
Das Totholz ist schon lange einfach eine Folge des Alters.
Die Äste fallen stückchenweise ab, und das schon zu „gedüngte-Schafweidenzeiten“, aber natürlich verstärkten die Dürren ab 2018 das.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 15:52
von goworo
@hqs: schön für dich. Ich bekomme für meinen Ort eine einheitlich dunkelbraune Fläche.

Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 15:57
von Mediterraneus
Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 16:14
von hqs
Ja, ich habe mal ein bisschen in der Pfalz und im Spessart rumgeklickt, schon echt erschreckend teilweise. Das ist wohl nochmal eine andere Hausnummer als die Trockenheit hier. Offenbar kann man die Orte nicht verlinken in dem Tool, schade.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 16:20
von Mediterraneus
Ich hab auch gerade probiert, ich kriegs nicht hin.
Die Bodenprofile im Nordspessart haben noch die Farbe Grün im Profil, bei mir verschwindet Orange ganz unten und die letzten Tage ist nur noch rot. Vielleicht ist dss auch ein Rechenfehler und ich bekomme versehentlich die Daten der Namib-Wüste?
edit: ich bin wohl zu blöd für die Bedienung, sehr verwirrend

Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 16:26
von mdb82
Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 16:28
von hqs
Da frage ich mich ja, wie bei so einer Trockenheit überhaupt noch etwas wachsen soll.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 16:36
von Mediterraneus
Deshalb wächst unter Buchen auch nix

Re: Dürregejammer
Verfasst: 31. Jul 2026, 17:22
von polluxverde
Pfütze, die (w),Pl. Pfützen -- ein vor der Jahrtausendwende noch häufig verwendeter Begriff für spontane Wasseransammlungen nach
Regenschauern ( siehe auch dort ). Heute in Vergessenheit geratener Ausdruck, obsolet.