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Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 13:27
von thuja thujon
Das mit der Ideologie geht bei anderen so weit, dass sie einem erzählen, Bäume würden Wasser in den Boden bringen.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 13:56
von Isatis blau
Ich denke auch, dass Gärtner, die Dürre nicht gewohnt sind, jammern dürfen, wenn es sie trifft. Auf jeden Fall wünsche ich allen, dass sie in den nächsten Tagen und Wochen sich über Regen freuen können.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 14:05
von Chica
Nox hat geschrieben: ↑24. Aug 2026, 13:07
Mir kommt es so vor, als ob Du genau zu diesen Leuten zählst, die sich aus ideologischen Gründen über die Dürre freuen.
Woran hast Du nur die Ironie erkannt

? Ich denke in Deinem Fall einfach, ein Gartenforum ist nicht der richtige Ort um Verschwörungstheorien zu verbreiten.
Wir haben hier seit bestimmt 10 Jahren wiederkehrende Sommer mit Dürre, die Holunder sind tot, mehrere Spillinge,
Salix daphnoides 'Oxford Violet' von AndreasNB die 4 Meter hoch war, ein Weibchen und noch ein paar andere und ich konnte auch dieses Jahr wieder feststellen, dass sich doch viele Pflanzen an die veränderten Bedingungen anpassen. Man sieht ganz deutlich und ich bin sehr beruhigt darüber, dass dieses
Geranium es noch schaffen konnte, keimfähige Samen auszubilden, bevor es trocken wurde. Inzwischen gab es einige Regenereignisse, wir sind jetzt bei 300,5 l und es keimen sofort neue Pflanzen.
Das ist sehr wichtig, denn es hängt eine meiner Bläulingsarten von genau dieser Pflanze ab.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 14:28
von thuja thujon
Verwechselst du Dürre mit Trockenheit?
300mm hätte ich auch gerne und mit Geraniumsämlingen kann wohl kaum der nächste Klimawandelresiliente Wald entstehen oder die Innenstadt gekühlt werden.
Chica hat geschrieben: ↑24. Aug 2026, 14:05Das ist sehr wichtig, denn es hängt eine meiner Bläulingsarten von genau dieser Pflanze ab.
Die kühlen die Innenstadt mit ihren Flügelschlägen?
Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 14:40
von hobab
Obstliebhaber, Schmutzwasser ist ja auch schon lange in Diskussion, da braucht man Singapur nicht für. Was die machen, sprengt aber wahrscheinlich den Steuersäckel von Berlin, die Stadt ist ja nicht gerade reich. Da ist wahrscheinlich die Lösung einen Kanal, oder eine Leitung zu bauen deutlich günstiger.
Auf lange Sicht wird man um die Schmutzwassernutzung nicht herumkommen.
Mich stört aber dieses wertende Gebrauch von ‚jammern‘, hinter den Kulissen passiert in Berlin und auch woanders eine ganze Menge um Wasser aufzufangen. Alle denken immer, die Behörden sind völlig untätig, klar, es kann immer mehr getan werden, aber es wird auch vieles gemacht. Wenn ihr es besser machen könnt: macht es, aber bitte meckert nicht über die Leute, die ihr gewählt habt.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 14:51
von Nox
Chica hat geschrieben: ↑24. Aug 2026, 14:05
...
Wir haben hier seit bestimmt 10 Jahren wiederkehrende Sommer mit Dürre, die Holunder sind tot, mehrere Spillinge,
Salix daphnoides 'Oxford Violet' von AndreasNB die 4 Meter hoch war, ....
...
Man sieht ganz deutlich und ich bin sehr beruhigt darüber, dass dieses
Geranium es noch schaffen konnte, keimfähige Samen auszubilden, bevor es trocken wurde.
....Das ist sehr wichtig, denn es hängt eine meiner Bläulingsarten von genau dieser Pflanze ab.
Mehr ist Dir nicht kaputtgegangen ? Das ist ja nicht der Rede wert.
Bei mir verabschieden sich gerade:
Chitalpa tashkentensis (90 % Laub unten), 9 Jahre alt
Clereodendron trichotomum (90 % Laub unten). 8 Jahre alt
Cornus kousa Teutonia (Laub zu 90 % verbrannt), 8 Jahre alt
Drimys winteri 10 Jahre alt
Eucryphia Nymansay (10 Jahre alt)
Exochora The Bride (9 Jahre alt)
Ilex cassine (8 Jahre alt)
Hydrangea vom Vorgänger (kein Wunder)
Myrtus luma (8 Jahre alt)
Magnolie Forrest Pink und M. Jon Jon
Photinia vom Vorgänger, über 20 Jahre alt
mehrere Rhododendron, ca. 8 Jahre alt
Sarcococca diverse (8 Jahre alt)
Spirea prunifolium, vielleicht treibt sie nochmals von unten
Stephanandra tanakae, vielleicht kommen sie nochmal von unten
Stewartia rostrata
Styrax japonica
Syringa Red Pixie, vielleicht berappelt sie sich wieder (7 Jahre alt)
Thuja, eine Reihe "Smaragd", sitzt im Winter im Nassen.
Virburnum plicatum (kein Wunder)
Zenobia pulverulenta (kein Wunder)
Ohne Notbewässerung wäre die Liste doppelt so lang.
Natürlich werde ich versuchen, angepasstere Gehölze nachzupflanzen, aber zunächst einmal ist es ein ziemlicher Rückschlag.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 15:15
von Mediterraneus
Oje, Nox, das ist bitter.
Du hast aber auch für hiesige Verhältnisse viele Raritätengehölze.
Blätter abwerfen ist denke ich noch ein gutes Zeichen, das der Baum noch lebt.
Blätter am Baum verdorren und hängenbleiben ist ehr schlimmer.
Hier sieht auch vieles kaputt aus, auch z. B. Strauchpfingstrosen.
Ich habe mich geistig schon damit abgefunden, im Garten ordentlich auszumisten.
Noch geht das nicht, die Erde ist nicht bearbeitbar, steinhart und staubtrocken.
Ich habe vorhin die vollgetröpfelten Regentonnen leer gemacht und damit weiter notgegossen. Viel war nicht drin. So ist der wenige Regen von den Dachflächen auf wenige Pflanzen verteilt.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 15:23
von Mediterraneus
Wir haben jetzt übrigens ab morgen eine Woche lang jeden Tag ein Regensymbol in der Vorhersage.
Das gibt dann weitere 7 mm, schätz ich mal
Aber die andern Gebiete, da wos immer regnet, sollten sich bei der Prognose langsam mal auf Sumpfbepflanzung umstellen

Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 15:50
von Hobelia
Nox, wie furchtbar, so viele Verluste und darunter etliche Raritäten, die ich gar nicht kenne und mich erst im Internet schlau machen muss.
Mediterraneus hat geschrieben: ↑24. Aug 2026, 15:15
Blätter abwerfen ist denke ich noch ein gutes Zeichen, das der Baum noch lebt.
Blätter am Baum verdorren und hängenbleiben ist ehr schlimmer.
Meine Stewartia pseudocamellia hat verdorrte Blätter, das heißt also, dass ich sie verloren habe.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 15:56
von thuja thujon
Die sind ja noch grün, da ist nichts vertrocknet. Das ist nur von der Hitze verbrannt. Die lebt noch.

Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 16:12
von Hyla
Mediterraneus hat geschrieben: ↑24. Aug 2026, 15:23
Aber die andern Gebiete, da wos immer regnet, sollten sich bei der Prognose langsam mal auf Sumpfbepflanzung umstellen
Das wäre wo?

Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 16:16
von Mathilda11
Nox hat geschrieben: ↑23. Aug 2026, 16:17
[
Vorausschauendes Management wären: Stauseen und Wasser-Rückhaltebecken bauen. Die Stauseen, die heute die Hälfte des Wassers im Sommer liefern, wurden vor 60 Jahren gebaut. Damals war die Bevölkerung noch ca. 23 % geringer und der Tourismus steckte in den Kinderschuhen. Aber die hiesigen Grünen sind gegen jedweden Eingriff. Wasserreservoire werden politisch bekämpft, vielleicht ändert sich ja langsam etwas im Bewusstsein.
Selbst Privatleute, die Teiche angelegt haben müssen befürchten, dass sie sie wieder zuschütten müssen. Habitat für Amphibien ? Wurscht.
aber gab es da nicht andere Kritikpunkte an diesen Stauseen, u.a. daß sie aus Grundwasserbrunnen gespeist werden? und das offene Wasserflächen per se eine wahnsinnige Verdunstungsrate haben ist ein nicht gerade kleines Problem. hier zb insbesondere wenn man in Dürregeplagten Landstrichen Tagebaue(egal welche, ob kies kohle ..) flutet, wodurch riesige wasserflächen entstehen die eine erhebliche Verdunstung bedingen, die man sich eigentlich nciht leisten kann.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 16:26
von DerTigga
Bin da grade etwas überfragt, aber..werden diese Ex-Tagebaue tatsächlich künstlich geflutet/erhalten oder werden einfach nur die bisher laufenden, Grundwasser entfernenden Pumpen abgestellt und das sich füllen passiert rein darüber ?
Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 16:31
von Chica
Die Grundwasserabsenkung, die im Zuge des Braunkohletagebaus großflächig installiert wurde wird abgestellt. Damit füllen sich die Tagebaurestseen. Es werden also vorbergbauliche Zustände wiederhergestellt, so zumindest in der Lausitz und in Mitteldeutschland.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 24. Aug 2026, 16:35
von Mufflon
Ich glaube, dass ist je nach Standort unterschiedlich.
Die Kiesgruben hier wurden einfach durch Regen gefüllt und Grundwasser.
Bekannterweise soll der Garzweiler See durch Grundwasser und Rheinwasser gefüllt werden, und da fragt man sich schon wo das Rheinwasser dafür im Moment herkommen soll.
Die letzten 2 Jahre hatten wir auch kein wirkliches Hochwasser.