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Re: Dürregejammer
Verfasst: 25. Aug 2026, 17:12
von hobab
Dann sei doch so lieb und stelle auch den Mücken ein paar Eimer Wasser hin, die wollen ja auch ihre Kinder groß kriegen...
Re: Dürregejammer
Verfasst: 25. Aug 2026, 17:59
von Mediterraneus
Die Wassereimer brauch ich zum Gießen, damit überlebt dann die ein oder andere Pflanze

Re: Dürregejammer
Verfasst: 25. Aug 2026, 21:54
von Querkopf
goworo hat geschrieben: ↑25. Aug 2026, 11:51 Nach der nicht enden wollenden Hitze- und Dürreperiode gab es hier endlich etwas Abwechslung: In dieser Woche bislang 6,3 mm Niederschlag. In Verbindung mit den nun niedrigeren Temperaturen kann man das Aufatmen der Natur beinahe mit Händen greifen. ...
Hier ebenso. Gestern Abend längliches Schwachgetröpfel, 1,5mm. Heute mehr Getröpfel, etwas kräftiger, 6,5mm - summa summarum 8mm. Reicht natürlich bei weitem nicht, es fehlt viel mehr; dennoch: Die Wirkung ist frappierend

, es ist eine Wohltat.
goworo hat geschrieben: ↑25. Aug 2026, 11:51...Künstliche Bewässerung, auch wenn sie noch so umfangreich und aufwendig gestaltet ist, kann den natürlichen Niederschlag einfach nicht ersetzen.
hobab hat geschrieben: ↑25. Aug 2026, 12:38
Kann sie nicht, aber das Sterben verhindern...kann sie...
So isses.
Isatis blau hat geschrieben: ↑24. Aug 2026, 13:56
Ich denke auch, dass Gärtner, die Dürre nicht gewohnt sind, jammern dürfen, wenn es sie trifft. ...
Woran die Gärtner gewöhnt sind, ist nicht so wichtig - entscheidend ist, woran die
Pflanzen gewöhnt sind. Und das ist regional nun mal unterschiedlich. Buchenwälder zum Beispiel sind an Regenmengen gewöhnt, wie sie im feuchteren Westen/ Südwesten langjähriges Mittel sind; bekommen sie plötzlich nur noch das, was im trockeneren Osten üblich ist, oder bei Dürre wie jetzt (=das ist 'ne andere Hausnummer als bloße Trockenheit!!) gar noch weniger, kriegen sie dicke Probleme

... In Gärten spielt sich halt Vergleichbares ab.
Isatis blau hat geschrieben: ↑24. Aug 2026, 13:56...Auf jeden Fall wünsche ich allen, dass sie in den nächsten Tagen und Wochen sich über Regen freuen können.
Danke fürs Wünschen, hat ein bisschen geholfen

.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 26. Aug 2026, 05:51
von Starking007
20ltr.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Re: Dürregejammer
Verfasst: 26. Aug 2026, 06:23
von hobab
Buchenwäld gibt es auch hier - aber 18-22 hat die gehörig ausgedünnt. Besonders die alten hat es erwischt, in einem Wäldchen in der Nähe sind sie jährlich mehrere Tage bis Wochen am Fällen und einkürzen. Vieles bleibt stehen was eigentlich gleich weg müsste, wegen selbsternannten Baumschützern: aber ich denke das ein deutliches Drittel der Buchen weg ist.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 26. Aug 2026, 07:17
von Chica
hobab hat geschrieben: ↑25. Aug 2026, 14:34
Naja: auf dem Land haben die Leute oft gar keinen Garten mehr: zuviel Arbeit, Gemüse und Obst gibt’s bei Lidl.
Und findest du Bauernhortensien exotisch? Ich nicht besonders und die oder Phlox - auch nur noch bedingt exotisch - sind in Brandenburg ohne viel Gießerei nicht mehr möglich. Konsequenz: Garten abschaffen, oder Regenanlage.
Ich habe auf Schlag gleich 3 Gemüsegärten vor Augen hier im Ort. Aber Du hast natürlich recht, nicht jeder hat einen. Vielleicht ist es so, dass die Menschen hier nicht sehr viel Geld ausgeben, um besondere Pflanzen und vor allem Gehölze im Garten zu haben. Es kommt alles aus dem nächsten Baumarkt oder vom örtlichen Gärtner für ein paar Euro. Zumindest kennt hier niemand eine
Parrotia persica z. B., ich eingeschlossen

. Deshalb ist der Aufschrei vielleicht auch nicht so groß, wenn mal etwas vertrocknet. Ich versuche mir das ja immer noch zu erklären. Vielleicht hat sich die Dürre hier im Laufe der letzten Jahre einfach so eingeschlichen und kam nicht so abrupt wie offensichtlich weiter westlich. In meiner Straße gibt es genau einen Garten mit Bewässerung und englischem Zierrasen und weil das so exotisch ist heißt der Besitzer insgeheim "Wasserkopp"

. Mir fällt aber im ganzen Ort auch kein zweiter solcher Garten ein. Das ist sicher im Großstadtkontext völlig anders

.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 26. Aug 2026, 07:33
von hobab
Das liegt vielleicht auch teilweise an der traditionelleren Rollenverteiling - Gärten (minus Rasen) sind oft weibliche Domänen und auf dem Land gibts noch mehr Hausfrauen mit Zeit für Gärten
Re: Dürregejammer
Verfasst: 26. Aug 2026, 07:41
von Chica
Hier wohnen im Ortskern eventuell mehrere Generationen zusammen, da wird die Oma vermutlich im Garten wirken, ansonsten arbeiten hier nachsozialistisch immer noch alle Frauen Vollzeit, volle Emanzipation wie hier schon immer üblich.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 26. Aug 2026, 07:44
von thuja thujon
Chica hat geschrieben: ↑26. Aug 2026, 07:17Vielleicht hat sich die Dürre hier im Laufe der letzten Jahre einfach so eingeschlichen und kam nicht so abrupt wie offensichtlich weiter westlich.
Hier im Oberrheingraben waren die letzten Dürrejahre 2018, 2019, 2020, 2021, 2022, 2024, 2025 und 2026. 2023 war mal keins. Kann man auch hier im Thread nachlesen. Ich mag allerdings das Wort Dürre nicht, weil trocken hat man hier im Trockengebiet fast immer, Dürre ist dann nur noch trockener. Ziemlich gehäuft die letzten Jahre, wie die Zahlenreihe zeigt. Muss dann demnächst auch neu definiert werden, also was ist das neue normal?
Re: Dürregejammer
Verfasst: 26. Aug 2026, 07:52
von Mufflon
Hier waren es nicht so viele Jahre.
18+19 Dürre, dann normal, 22 etwas trockener, 23 abgesoffen, 24 etwas über Durchschnitt, seit dem trocken.
An was soll ich mich da gewöhnen?
Re: Dürregejammer
Verfasst: 26. Aug 2026, 08:02
von hobab
Da wo die Leute ihre - so noch vorhanden - ihre Gärten bewässern, ist der Aufschrei nicht so groß. Das machen nach wie vor die meisten.
Im Osten spielte Design und Ästhetik ohnehin keine große Rolle, das schlägt sich auch in den Gärten nieder, die in der Regel relativ einfallslos sind und entsprechend weniger wichtig für die Besitzer (was Mühe macht, wird später wertgeschätzt). Das ändert sich natürlich so allmählich, dauert aber. Generell auf dem Land müssen nach meinem Eindruck die meisten Sachen praktisch und bezahlbar sein - schön, jetzt nicht unbedingt. Neben Ost- und West- gibt es da auch ein Nord- und Südgefälle (wobei ich die Pelargonienprotzerei jetzt auch nicht wahnsinnig schön finde, aber mit Mühe verbunden ist sie auf jeden Fall.), was vermutlich auch mit dem größeren Wohlstand zusammenhängt.
Im Wendland, wo ich mich ein bisschen auskenne, hatten die Leute früher alle Gemüse im Garten, um Geld zu sparen. Das Essen ist lange Zeit so billig gewesen, dass dieser Aspekt keine Rolle mehr gespielt hat: in der Konsequenz wurden praktisch alle Gärten abgeschafft. Gemüse- und Obstanbau ist heute eher Hobby als nötig. Oder war: inzwischen schlägt sich der Klimawandel extrem auf die Ernten nieder, Lebensmittelpreise steigen und werden wahrscheinlich immer mehr in die Höhe gehen. Vielleicht denkt dann doch der eine oder andere wieder um…
Re: Dürregejammer
Verfasst: 26. Aug 2026, 08:06
von Chica
Ich verstehe das voll wenn man andere Jahre 800 l Niederschlag hat und jetzt auf einmal 400 l, dass das ein Problem ist. Wenn man noch nie 800 l hatte sondern 500 und jetzt 400 ist das nicht so krass. Dann stirbt jedes Jahr nur ein großer Baum und nicht fünf auf einmal. Und wenn stark feuchte mit Dürresommern wechseln ist das auch ein Problem. Es ist schwierig, offensichtlich muss man in jeder Gegend versuchen andere passende Pflanzen zu finden. Ich bin gespannt auf den Witt

.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 26. Aug 2026, 08:10
von Chrischi
@hobab könnte auch einfach daran liegen das der Osten meist noch beim Mindestlohn ist und nicht vom goldenen Löffel isst
Re: Dürregejammer
Verfasst: 26. Aug 2026, 08:25
von Chica
hobab hat geschrieben: ↑26. Aug 2026, 08:02
Im Osten spielte Design und Ästhetik ohnehin keine große Rolle, das schlägt sich auch in den Gärten nieder, die in der Regel relativ einfallslos sind und entsprechend weniger wichtig für die Besitzer (was Mühe macht, wird später wertgeschätzt).
Hier gibt es zumindest keine Prestigegärten, bis auf den von "Wasserkopp"

, niemand muss dem anderen irgendetwas beweisen. Deshalb hat auch niemand ein Problem mit meinem naturnah gestalteten Garten, die kommen eher die Schmetterlinge bewundern und es interessiert auch niemanden, was für ein Auto ich in der Einfahrt stehen habe, es sei denn ich würde mir einen roten Benz hinstellen

. Man kann hier sehr hoch angebunden sein und niemand sieht das von außen, völlig OK. Ich finde das alles sehr entspannt, so bodenständig

. Vermutlich wird deshalb ein durch Dürre vertrockneter 10 Jahre alter Baum auch einfach praktisch zu Brennholz gemacht, meine Spillinge sind durch den Kamin gewandert

.
Re: Dürregejammer
Verfasst: 26. Aug 2026, 08:37
von thuja thujon
Das ist die beste Verwendung für Obst, tut dem Obstbau sicherlich gut. Einfach die Bäume verbrennen und Obst im Supermarkt kaufen. Da hat der Pomologenverein sicherlich Spaß dran. Für was gibts auch Gartenbücher, Sendungen usw.