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Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 9. Mai 2006, 22:49
von martina 2
Hallo liebe Rosenspezialisten,bitte wieder einmal um euren Rat. Meine beiden New Dawns haben den letzten Winter mit -30°C nur bodeneben überstanden

Waren in ihrem 2. Jahr und schon an der Dachrinne, auf 4,5 m. Hatte ihnen zum Klettern Drahtseile gespannt, die nun, also funktionslos, ziemlich trostlos aussehen. Auch wenn die beiden neu austreiben sollten, mag ich nicht noch einmal stundenlang hoch auf der Leiter tote Triebe loslösen und suche nach einem Ersatz. Man wird ja bescheiden

, also von der Vorstellung einer öfter blühenden Kletterrose/eines Ramblers habe ich mich schon verabschiedet. Möglichst schnell wachsen soll sie und den Standort aushalten: innere Südwestecke des L-förmigen Hauses, Sonne bis ca. 13 Uhr, dann Schlagschatten, aber rundum freier Himmel. Und vielleicht könnte man gleich eine Clematis dazupflanzen?Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit Geschwinds Nordlandrose? Oder der Gerbe Rose? Wäre sehr dankbar für weitere Vorschläge

Über die Frosthärte von ND scheint es ja unterschiedliche Meinungen zu geben - Bei Schultheis hat sie als eine von wenigen ihrer Art das große W (das ließ mich hoffen), Beales bescheinigt ihr - wie relativ vielen ihrer Art - nur Zone 6, aber als ich das las, wars schon zu spät. lgMartina
Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 9. Mai 2006, 23:19
von Raphaela
Ooooh jeee!

:'(Hier war der letzte Winter auch extrem kalt, sogar viele Einmalblühende hatten herbe Frostschäden

Die Nordlandrosen hier in unserer Gegend scheinen aber gut durch den Winter gekommen zu sein (im Gegensatz zu beispielsweise einigen Ayrshire Rosen und Félicité et Perpétué). Besonders frosthart ist auch Venusta pendula, aber die wuchert dir das Haus dicht :-\Eine Gerbe Rose hab ich vor zwei, drei Jahren meiner Nachbarin geschenkt. Frostschäden hab ich keine an ihr bemerkt, sie steht aber auch relativ geschützt. Remontiert, verträgt Halbschatten, duftet und ist hübsch und gesund, allerdings kein Schnellwachser.Hast du schon mal daran gedacht, eine große, einmalblühende und besonders frostharte Einmalblühende als Kletterrose an dieser Mauer zu ziehen? Da gibt´s einige, die die 4,5 m aufgebunden schaffen könnten: Z.B. Fantin Latour, Blush Hip, Mme Plantier oder Duchesse de Montebello.
Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 9. Mai 2006, 23:47
von Landpomeranze †
Blush Hip hat bei mir als eine der wenigen den Winter sehr gut überstanden. Hier hatte es -27°, die 3 Grad Differenz werden wohl nicht ins Gewicht fallen. Relativ gut überstanden haben es auch Ayrshire Queen und Constance Spry, die haben keine Frostschäden, dafür wurden die Triebe vom Schnee geknickt. :(Ansonsten kann ich dir nur Stecklinge vom Oldtimer anbieten, den bringt anscheinend nichts um :)lg, Patricia
Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 10. Mai 2006, 05:20
von brennnessel
hallo martina, da geht es mir wie dir! kletterrosen bleiben nur, wenn ich sie im herbst niederlege und mit reisig zudecke (dasselbe bei brombeeren etc....). drum bin ich ja immer so fasziniert, wenn ich anderswo rosen bis zum dach reichen sehe oder rosenbüsche, so mächtig wie fliedersträucher

, wie letztes wochenende im rosarium trattwörth!die einzigen, die das schaffen, sind bei mir gallica "splendens" und aicha, sowie die braven wilden !lg lisl
Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 10. Mai 2006, 07:57
von rocknroller
hallo Martina,Kann Dir für Deine rauhe Gegend auf jeden Fall Polstjärnan empfehlen, auch Gschwinds Nordlandrose hab ich, Beide haben bis jetzt alle Winter gut überstanden (allerdings nur bis - 24 °C).Wenn Du mal nen Ausläufer von der unbek. Alba für mich hättest könnte ich Dir im Tausch eine Polstjärnan oder Nordlandrose jeweils im Container anbieten.vgrocknroller
Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 10. Mai 2006, 08:11
von Regina
Hallo Martina,Geschwinds Nordlandrose kann ich nur wärmstens empfehlen. Sie hat bei uns im ersten Standjahr -24 Grad bestens überstanden und auch der für unsere Verhältnisse milde letzte Winter hat ihr nichts getan. Ihre Blüten sind etwas ganz besonderes, gehen sehr in Richtung der von Bourbonrosen. Mit New Dawn habe ich auch bislang nur Probleme gehabt, wobei ich nicht weiß, ob es an der Kälte liegt oder ob ihr der Standort nicht behagt (der jedoch ist durchaus in Ordnung). Sie wächst eigentlich seit gut 2 Jahren "rückwärts".Ihr gegenüber steht Geschwinds Orden. Eine Traumrose mit Hingucker-Blüten, die sich völlig frosthart und prächtig entwickelt hat. Leider neigt sie zu Sternrusstau, ihr einziges Manko >:(Herzlichen GrußRegina
Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 10. Mai 2006, 08:38
von callis
Schaue gerade mal in fremde Gefilde, weil mich die Frosthärte von New Dawn auch interessiert. Denn nach diesem Winter hatte sie unheimlich viel totes Holz und von den austreibenden Zweigen haben manche auch ganz hellgrüne Blätter. Die Rose steht seid a. 5 Jahren völlig frei und sonnig an einem Baumstumpf, der in 2 m Höhe stehen gelassen wurde. Ich dachte schon, ich hätte einen Pflegefehler gemacht (sofern ich überhaupt pflege

). Aber dass sie auch bei einigen von euch nicht so toll ist, wie ihr oft lobend nachgesagt wird, tröstet mich.
Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 10. Mai 2006, 08:46
von elis
Hallo !Meine New Dawn gibts bei mir auch nicht mehr. Sie hatte keine schöne Wuchsform, wuchs sehr sparrig, fror jedes Jahr stark zurück und mickerte immer so dahin. Voriges Jahr habe ich sie ausgegraben und verschenkt. Eine Rosenspezialistin hat mir gesagt das die Unterlage nicht die richtige ist, dann wächst sie so wie sie bei mir war. Dann muß man sich wohl oder übel davon trennen.Liebe grüße von elis.
Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 10. Mai 2006, 15:36
von martina 2
Gleich mal vielen Dank für die zahlreichen Antworten

@Raphaela: ich fürchte mich ja gar nicht vor einer, die das Haus zuwuchert

, das möchte ich ja gerade. Hatte ein Bild von einem Haus vor Augen, das unter ND geradezu versinkt. Also ev. Venusta Pendula? Die von dir erwähnten Alten habe ich zum Teil, die wachsen brav und ohne zurückzufrieren, aber zB. Mme Plantier ist in ihrem 4. Jahr von dem Monster, das sie angeblich werden kann, noch meilenweit entfernt, und ich denke, ich muß mich an den Gedanken gewöhnen, daß sie alle bei mir nicht so groß werden (jawohl, Lisl

) Die Gerbe Rose hätte ich gerne, aber dann ist sie für diesen Platz wohl doch nix. In Anbetracht des kahlen Hauses muß ich nun auf Nummer Sicher gehen, sofern man das überhaupt sagen kann

@Landpomeranze: dein "Oldtimer" interessiert mich wirklich, danke für das Angebot

Im Augenblick aber muß sich da schnell was tun, möchte möglichst bald einen Container pflanzen. Ob die 3° tatsächlich einen Unterschied machen, ist eine interessante Frage. Man kann sich's ja schwer vorstellen, aber bei -27°c beginnt angeblich Zone 4. Blush Hip möchte ich eigentlich für wo anders, da ist deine Erfahrung wertvoll. An Ayshire Queen hatte ich schon gedacht, an Constanze Spray nicht einmal gewagt zu denken. Wie lange hast du sie schon und wie hoch ist sie gewachsen? @Lisl, das Foto deiner beiden "Wilden" ist in meinem Hinterkopf, suche noch einen Platz für diese wunderbare Kombination

Ansonsten gehts mir so wie dir mit den großen Rosenbüschen

@rocknroller: Polstjärnan habe ich schon, danke, die ist mir für diesen Zweck ein bißchen zu wenig Rose. Hast du von der GNLR schon größere Container bzw. könnte man sie verschicken? (wenn nicht: keine Sorge, ich denk schon an dich

) @Regina: Die Empfehlung klingt gut, danke, wie schnell ist die GNLR bei dir gewachsen? Und wie hoch ist GO bei dir?@callis: auch bei mir hatte ND im letzten Sommer an einigen Trieben der einen Pflanze hellgrüne Blätter. Ich habe die Vermutung, daß sie bereits im vorletzten Winter Frostschäden davongetragen hatte und ich mich von den dennoch austreibenden Blattknospen täuschen ließ und zu wenig schnitt. Der ganze Trieb mickerte nämlich so dahin. Ja, elis, so seh ich das auch

:)Nachtrag: Habe mich gerade erinert, daß sich bei Alma de l'Aigle eine Liste von Kletterrosen befindet, die sich im Schreckenswinter 1955/56 - allerdings in Sangerhausen - als absolut hart bewährt haben. Darunter befinden sich Geschwinds Nordlandrose und - Orden. Ob ich dem trauen kann

Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 10. Mai 2006, 21:19
von June
Ich habe die New Dawn seit 2 Jahren. Die ersten beiden Jahre ist sie verhältnismäßig schwach gewachsen, erst letzten Herbst scheint sie in Schwung gekommen zu sein; den letzten Winter (wir hatten hier teilweise auch -20°, allerdings eine durchgehende Schneedecke von November bis März) hat sie aber problemlos überstanden.Momentan legt sie recht ordentlich zu, ich glaube die Zeit des Eingewöhnens die diese Rose braucht, ist vorbei.Ich habe auch die Constance Spry im Garten, die vergleichsweise sehr starkwüchsig ist und sich schwer bändigen läßt.Auch diese hatte keinerlei Frostschäden.Aber wie gesagt, vielleicht lag es auch an der dicken Schneedecke.LG June
Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 10. Mai 2006, 22:06
von Landpomeranze †
@Landpomeranze: dein "Oldtimer" interessiert mich wirklich, danke für das Angebot

Im Augenblick aber muß sich da schnell was tun, möchte möglichst bald einen Container pflanzen. Ob die 3° tatsächlich einen Unterschied machen, ist eine interessante Frage. Man kann sich's ja schwer vorstellen, aber bei -27°c beginnt angeblich Zone 4. Blush Hip möchte ich eigentlich für wo anders, da ist deine Erfahrung wertvoll. An Ayshire Queen hatte ich schon gedacht, an Constanze Spray nicht einmal gewagt zu denken. Wie lange hast du sie schon und wie hoch ist sie gewachsen?
Constance Spry ist bei mir 2 x vertreten, eine seit 4 Jahren, eine seit letztem Frühjahr. Die ältere war ca. 2 - 2,5 m hoch (jetzt nach dem Schneebruch ist sie wieder bei 50 cm) und nach anfänglichen Startschwierigkeiten anscheinend nicht mehr umzubringen. Blush Hip steht erst seit 1 1/2 Jahren, hat zwei lange Winter ohne Frostschäden überstanden - letzten Herbst war sie bei ca. 1,20 m, will aber anscheinend hoch hinaus.Ayrshire Queen hat jetzt auch den 2. Winter überstanden - ich war im Frühjahr total verwundert, dass diese dünnen zarten Triebe nicht erfroren sind. Ich musste sie ziemlich zurückschneiden, was sie aber anscheinend nicht beeindruckt hat, sie treibt wie wild und erobert dieses Jahr hoffentlich das Garagendach.Rühr dich, falls du Stecklinge willst, der Oldtimer bekommt nach der Blüte wieder einen Verjüngungsschnitt.lg, Patricia
Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 11. Mai 2006, 00:16
von Raphaela
Letze Woche hab ich beim Rosenschnitt in einem Fremdgarten sehr viel Erfrorenes aus einer Ayrshire Rose entfernen müssen. - Bin aber nicht sicher, ob Ayrshire Queen oder Ayrshire Splendens...Bei meiner frei in der Sturmschneise stehenden VP sind dagegen nur an zwei Trieben in mehreren Metern Höhe die Spitzen abgefroren (oder abgebrochen?). Frosthart ist sie bestimmt, sehr schön auch, aber für eine Hauswandrose duftet sie m.E. nicht stark genug :-\Und man kriegt sie einfach nicht gebändigt! - Bin im Moment völlig mürbe und zerkratzt und frag mich sowieso, wie man auf die blödsinnige Idee kommen kann, sich riesige Stachelmonster in den Garten zu pflanzen, darum bitte ich um Nachsicht ;)Wie sind denn bei euch die Frosthärte-Erfahrungen mit Duchesse de Montebello? Die hab ich im Herbst von ihrem exponierten Kletterplatz weggepflanzt, damit ich sie (dafür aber wieder als Strauch) näher in Nasenreichweite hab. Vorher war sie 3,5 bis 4m hoch und breit und ist (zumindest hier) nie zurückgefroren. - Stacheln hat sie auch nicht, was ich im Moment besonders sympathisch finde

Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 11. Mai 2006, 09:23
von Regina
Hallo Martina,Geschwinds Nordlandrose steht erst seit knapp 2 Jahren hier. Es ist ein damals im Topf gewachsenes älteres Exemplar, das wir von Herrn Weihrauch bekommen haben. Locker formuliert: 1. Jahr = 1 Meter Höhe2. Jahr (dieses Jahr)= 2 Meter Höhe. Zur besseren Verzweigung werde ich immer wieder einige Spitzen kappen. Geschwinds Orden hat innerhalb von 2 Jahren an einem hohen Rosenbogen nun die obere Mitte erreicht. Insgesamt kommt er mit einer Unzahl von dicken und recht starren Trieben von unten raus.... man könnte diese Rose vermutlich auch als Riesenstrauch wachsen lassen. Ein Monster!Ayrshire Queen kann ich auch nur empfehlen. Sie steht nun auch erst seit 2 Jahren hier und es ist - wie Raphaela schon schreibt - wirklich verwunderlich, wie diese zarten dünnen Triebe so ungeschoren über den Winter kommen! Eine Ayrshire Splendens hingegen erfror an selber Stelle im ersten Winter...Lieben GrußRegina
Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 11. Mai 2006, 22:22
von martina 2
Ja, June, der dicken Schneedecke verdanken auch meine Rosen, daß sie diesen Winter bis auf Schneebruch da und dort erstaunlich gut überstanden haben. Das Problem sind immer nur die höheren Triebe, die man nicht schützen kann. @patricia, hast du die Constance Spray am Haus? Ich frage wegen der gebrochenen Triebe - die waren ja wohl aufgebunden? An die Ayrshire Queen habe ich auch schon gedacht, die wuchert ja so schön an Christines Haus. Ich melde mich wegen Oldtimer, danke

@Raphaela, vielleicht war es wirklich die Splendens (siehe Regina)? Duchesse de Montebello habe ich erst im April wurzelnackt gepflanzt. Den Gallicas gefällt es prinzipiell sehr gut bei mir, aber vielleicht solltest du mich einmal besuchen, um dich zu überzeugen, daß auch sie niemals so groß werden wie bei dir

@Regina, danke für die guten Hinweise. In welcher Zone befindet sich dein Garten? Die GNLR kenne ich aus dem Rosarium Baden/Wien als riesige Hecke - interessant, daß sie als Rambler geführt wird. Noch eine Frage: Könnte ich zwecks rascher Mauerbekleidung gleich auch eine oder mehrere Clematis dazusetzen? Und was für eine? Habe im letzten Sommer ein paar Staudenclematis gesetzt, die schon munter austreiben, aber welche schafft die Höhe, ohne zu erfrieren? Danke vorerst nochmals für alle Hinweise :DlgMartina
Re:Wieder einmal: Frosthärte von New Dawn
Verfasst: 12. Mai 2006, 00:06
von Tilia
Martina, ich denke mal, dass es in jeder Region ein ungewöhnlicher Winter war.New Dawn ist eigentlich eine, die 'ne ganze Menge hinnimmt. Bei einer, die erst im zweiten Jahr an ihrem Platz steht, würde ich aber noch nicht zuviel erwarten. Vielleicht hast du die Geduld, ihr noch ein, zwei Jahre zu geben. Dann wird das schon.
