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... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 00:18
von noobersch
Seit einigen Tagen lese ich mich mit zunehmender Begeisterung durch dieses Rosenforum. Inzwischen bekomme ich Herzklopfen vor Begeisterung an diesen herrlichen Gärten, die hier, wenn auch nur ausschnittweise, gezeigt werden. Solche Herrlichkeiten habe ich noch nicht gesehen!Gärten mit Rosen (ich sage bewusst nicht Rosengärten) stelten sich mir bisher mit eisamen Beeten mit einigen mehr oder minder gakeligen Teerosen o. ä. dar. Da war keine Umpflanzung, keine Abstufung - einfach keine Harmonie, weder in Größe noch in Form noch in Farben sonst irgenwie. Deshalb wollte ich keine Rosen in meinem Garten haben.Vor drei Jahren habe ich ein Haus mit einem eigentlich schönen Grundstück gekauft. Zumindest konnte ich mir vorstellen, dass ich was daraus machen könnte. Seit mindestens zwanzig Jahren nicht mehr kultiviert, höchstens zwei mal im Jahr den Rasen gemäht und ein paar Zweige anden Büschen , die den Zaun zur Straße überragten, abgeschnitten. Riesige Kiefern und Fichten direkt am Haus, die drohten, das Dach zu zerstören. geilwüchsige Fichten zwischen den Pappeln, die das Grundstück einsäumen. Obstbäume, die den Nachbarn aufs Grundstück kippen wollten, nie geschnitten – und auch sonst nur Wildnis, aber ohne dass es erhaltenswerte Wildkräüter oder Pflanzen gegeben hätte.Mit schlechtem Gewissen, das mindestens so groß war wie die Bäume, habe ich die riesigen gesunden Kiefern und Fichten direkt am Haus fällen und deren Wurzeln ausbaggern lassen. An dieser Stelle habe ich dann ein Staudenbeet angelegt, eigentlich ein Sammelsurium von Pflanzen , die mir die Nachbarschaft aus ihren Gärten geschenkt hat, und aus Stauden, die mir sonst so in Baumärkten und Gartencentern über den Weg gelaufen sind. Desweiteren habe ich dann nach und nach auf dem Grundstück Luft gemacht, da die anderen Bäume viel zu dicht standen und sich gegen seitig hinderten.Sträucher am Zaun standen ca. sieben Meter ins Grudstück hinein, aber nur die äußeren 30 cm grün, habe sie einfach auf Stock geschnitten – mal sehen was draus wird.Im darauf folgenden Jahr habe ich gestaunt, mit welcher Kraft die Sträucher wieder ausgetrieben haben.Am Ende des Grundstücks befand sich ein Berg alter Äste, der wohl in den letzten 30-40 Jahren zusammen getragen wurde. Da war nichts mehr zu schreddern bzw. nicht für mich zu bewältigen. Ich musste ihn wohl oder übel abfahren lassen (30m³) Am Grund fand sich noch nicht mal eine nennenswerte Menge an Humus – enttäuschend.Denn mein eigentliches Porblem ist der Lehmboden, der wohl noch nie wirklich kultiviert wurde. Bei Regen nur eklige Matsche- Patsche und kaum, dass die Sonne scheint, hart wie Beton.Im letzten Frühjahr habe ich versucht dem ganzen ein wenig Konturen zu geben, habe mir ein Kräuterbeet angelegt und plane einen Teich.… und jetzt träume ich von einem Rosengarten!?
Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 08:03
von noobersch
Hallo alle miteinander - Nachdem ich heute Nacht einfach mal meinen Gedanken ihren Lauf gelassen habe, fange ich nun mal an mit den Fragen an euch Garten- und Rosenerfahrenen. Wie bereite ich diiesen lehmigen harten Boden so vor, dass ich Rosen darin pflanzen kann?
Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 08:34
von sonnenschein
Rosen gedeihen im Gegensatz zu Kräutern eigentlich noch recht gut in "Matschepampe".Ich habe jahrelang bei offensichtlich ähnlichem Boden immer mal mit Kompostgaben und Mulchen hantiert. Aber seit 2 Jahren heißt bei mir die Antwort nicht (nur) organische Substanz sondern "scharfer Sand"!Nur damit bekommst Du Struktur und ein wenig Feuchteausgleich in einen solchen Boden. Ich habe inzwischen tolle Erfahrungen damit gemacht.
Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 08:41
von rocknroller
Hallo Noobersch,Lehmboden ist doch gut für Rosen.mach es doch so:Die Pflanzlöcher möglichst groß markieren, so 50 bis 60 cm Durchmesser, dann den Mutterboden 2 -Spatentief ausheben, die Hälfte vom Aushub mit abelagerten Kompost vermischen, eine Handvoll Hornspäne und Urgesteinsmehl mitrein, gut durchmischen , dann die Rose einsetzen, vorher vielleicht noch eine Stange reinschlagen zum Anbinden , wenn nötig, (Ich nehm ne Eisenstange aus Baustahl, die hält sehr sehr lange) ,Ja das wars dann.Und gut wässern, danach etwas andrücken.viele Grüße aus FrankenRocknroller
Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 08:42
von Nova Liz †
Was ist denn eigentlich "scharfer"Sand?Ungewaschener Sand?
Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 08:51
von noobersch
Danke, Sonnenschein, so etwas in der Richtung habe ich mir schon gedacht. Sand zubekommen ist jetzt nicht das Problem, aber meinen Kompost habe ich erst in diesem Frühjahr angefangen, der dauert noch. Und ich habe, dank euch doch soooo viele Ideen, die ich auch gerne bald umsetzen würde.
Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 08:53
von noobersch
auch Dir, Rocknroller Danke
Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 08:54
von sonnenschein
Was ist denn eigentlich "scharfer"Sand?Ungewaschener Sand?
Nein, gewaschener, bei dem die Feinanteile schon weggespült worden sind. Feinanteile hat man in der Matschepampe schon genug

.Achja, Du hast übrigens einen netten Namen, Frau Nachbarin

.
Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 08:57
von noobersch
wundert mich,dass du weist, was noobersch bedeutet, hat außerden Hunsrückern, noch niemand gewusst
Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 09:00
von fars
die Hälfte vom Aushub mit abelagerten Kompost vermischen, eine Handvoll Hornspäne und Urgesteinsmehl mitrein, gut durchmischen ,
Das eben würde ich nicht empfehlen. In dem lehmigen Boden besteht bei der vorgeschlagenen Tiefe die Gefahr einer anaeroben Situation. Die Lösung mit dem scharfen Sand ist nach meinen Erfahrungen goldrichtig. Ist ohnehin die einfachste und beste Lösung in allen Fällen, sofern man nicht bereits Sandboden hat
Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 09:00
von sonnenschein
Ganz Norddeutschland kennt den plattdeutschen Namen für die Nachbarin. Die heißen da alle so

.
Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 09:05
von Nova Liz †
SchlachvormKopf ;DUnd ich als Norddeutsche dachte immer an "Norbert"

Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 19:56
von löwenmäulchen
SchlachvormKopf ;DUnd ich als Norddeutsche dachte immer an "Norbert"

das hab ich auch gedacht, obwohl ich nicht aus Norddeutschland bin *rotwerd*
Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 21:00
von Gloria
Vor 2,5 Jahren habe ich einen kleinen Garten übernommen, ihn leergefegt, ohne jegliche Ahnung von Garten.Hauptbestandteil: verdichteter rheinischer Lehm.Ich habe einfach losgelegt- ohne Bodenvorbereitung, große tiefe Löcher (40 x 40 - 50 cm) gebuddelt, tolle Rosenerde gekauft, unten rein Lavakies und Röschen d'rauf. Meine mittlerweile 72 Rosen fühlen sich offensichtlich wohl und alles andere auch, nur Mohn mag mich nicht.Mein neues weißes Beet habe ich vorbereitet. Tief umgegraben, Sand untergemischt zusammen mit guter Blumenerde. Auf jeden Fall versickert hier das Wasser besser und schneller.Aber ansonsten. Rheinischer Lehm ist wohl sehr nahrhaft!!Gloria
Re:... und was mache ich jetzt?
Verfasst: 30. Aug 2006, 22:36
von noobersch
Gute Idee, Gloria, mit dem Lavakies. Danke. Der Boden ist, trotz des anhaltenden Regens in den letzten Wochen, so hart, dass ich kaum eine Spatentiefe hinein komme, geschweige denn zwei. Kann man die Löcher nicht hinein sprengen

?