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Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 18. Sep 2006, 20:59
von Moonlight
Seit 4 Jahre kämpfen meine Rosen (Reihenhausgarten) mit den bestimmt 20 Jahre alten Nachbarkoniferen, Höhe der Koniferen jetzt 7-8 m. Seit letztem Jahr kommen sie richtig heftig zu uns rüber, gestern hab ich es getan: Alle Zweige, die schon gut 1,5 m rüberhingen, abgesägt, soweit ich rankam, mit Leiter. Jetzt sehen die armen Nachbarsbäume ziemlich halbiert aus. Mein Grund: Bei uns wächst in diesem Bereich so gut wie nichts, Rosen wie Leda, Schneekoppe und Vierge de Clery sind am eingehen, Mme. Plantier geht's schlecht, ... Dabei könnte das mein schönstes Sonnenbeet sein.Die Nachbarn tragen es mit Fassung - wir verstehn uns. Auf meiner Seite sieht es natürlich schlimm aus. Damit kann ich leben, lass mir was einfallen, Klettergerüst oder so....Meine Frage an das Forum:Was macht man mit dem Boden, wenn man da neue Rosen pflanzen möchte? Ich hab die obersten ca. 5 Zentimeter abgetragen (voller Nadeln, ich denke, mit sehr saurem PH-Wert?). Jetzt im Herbst noch Kompost? Oder erst ne Gründdüngung? Ich komme auch an Massen von altem Pferdemist. Welcher Rambler oder Kletterrose hätte kein Problem mit dem Koniferen-Totgestrüpp (gerne weiß oder dunkel blühend)? Das wäre meine Hoffnung, da wieder grün reinzukriegen. (Eine Climbing Iceberg hätte ich noch).Hat hier jemand ähnliche Erfahrungen? Treiben diese Ungetümer jetzt womöglich völlig begeistert von innen wieder frisch aus? (Bitte nicht!!)Auf jeden Fall wird der Nachbar nichts fällen. Auch wenn die heute parkähnlichen Dimensionen in einem Reihenhausgarten nichts mehr zu suchen haben- Sünden aus den 60er Jahren.Soll ich ein Bild reinstellen? Sieht nicht gut aus. Aber Licht und Luft haben wir jetzt, ein Riesenunterschied. (Und mein schmerzende, geschwollenes, überanstrengtes linkes Handgelenk erholt sich bestimmt auch bald wieder ;))Bei so einem kleinen Garten kämpft man echt um jeden Quadratmeter. Das versteht Ihr doch, oder?Danke für Tipps,LG Moonlight

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 18. Sep 2006, 22:00
von Nova Liz †
Ja,Moonlight,stell mal ein Foto ein.Das Problem ist vielfältig.Die Koniferen versauern den Boden mit ihren Nadeln und nehmen den Rosen Wasser,Nährstoffe und Licht.Außerdem saugen die Wurzeln jeden Rest an Bodenfeuchtigkeit weg.Wenn die Koniferen eine gewisse Höhe überschreiten,muß der Nachbar sie zurückschneiden.Das ist durch das "Nachbargesetz"in jedem Bundesland anders geregelt.Ebenso wie der Mindestabstand zur Grundstücksgrenze.Bei deinem Problem fallen mir nur aufwendige Maßnahmen,wie zb.eine Tiefe Wurzelsperre (Gehwegplatten,Dachpappe)ein.

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 18. Sep 2006, 22:05
von Moonlight
Es geht hier nicht um irgendwelche rechtlichen Auseinandersetzungen.Das sind nette Nachbarn, denen ihr Garten nur leider nicht viel bedeutet. Ihre Zwillinge sind gerade eingeschult - die haben andere Prioritäten. Die werden definitiv nichts unternehmen, auch wenn das vom Gesetz her so sein müsste. Und ich werde auch nichts dagegen unternehmen. Bin schon froh, daß ich wegschneiden kann ohne Theater. Vielleicht ist das ja auch schon gut für den Boden.Ich hätte halt so gerne mein Sonnenbeet. Gerne, sobald GG Zeit hat, gibt es ein Bild. Hat ja auch Zeit. Vielleicht gibt's ja ne Idee. So aufwendige Maßnahmen schaff ich rein kräftemäßig nicht.Danke, dass Ihr überhaupt mit nachdenkt. :)LG Moonlight

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 18. Sep 2006, 22:20
von Nova Liz †
Dann mußt du ran :PBoden für jede Rose auskoffern,mit gutem Substrat auffüllen und zu den Koniferen hin eine Wurzelsperre einbauen.Kalk nicht vergessen und häufiges Wässern.Anspruchslose Rambler die auf fast allen Standorten zurechtkommen,sind Kiftsgate,Sander's White,Rudelsburg,Wartburg und,und,und...so ziemlich alles aus der Multifloraklasse ist enorm anspruchslos und agil.rapha und ich haben da schon eine kleine "Rambleragilitätsangst" entwickelt. :o ;)

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 18. Sep 2006, 23:27
von Querkopf
Hallo, Moonlight,
... Boden für jede Rose auskoffern,mit gutem Substrat auffüllen und zu den Koniferen hin eine Wurzelsperre einbauen. Kalk nicht vergessen und häufiges Wässern. ...
das ist schon mal vorzüglicher Rat, finde ich :).Wobei ich an deiner Stelle zuallererst mal die real existierende ;D Lage ganz genau peilen würde:1. Nachbars Koniferen bestimmen - je nach Art ist das Wurzelsystem ganz anders, was natürlich enorme Auswirkungen hat auf Nachbarpflanzen (Fichten z. B. wurzeln flach ausgebreitet, sehr schwierig für die Nachbarn; Kiefern oder Tannen gehen eher in die Tiefe, deutlich einfacher; Thujen sind "Teils-teils"-Bäume, also mittelprächtig nachbarfreundlich; etc.pp. ...) 2. Grobtest für den pH-Wert des Bodens machen ("Calcitest"-Utensilien kriegst du im Baumarkt), damit du nicht ins Blaue hinein Kalk & Sonstiges verteilst,3. evtl. eine Bodenanalyse machen lassen (google mal unter "LUFA", dort findest du die regional zuständige Institution - die Analysen dort kosten nicht die Welt), damit du gezielt düngen kannst.In unserem Garten hatten unsere Vorgänger diverse Koniferen angepflanzt, eine Kiefer, eine Tanne, mehrere Fichten und Scheinzypressen. Wir haben sie sämtlich stehen lassen, nur teilweise aus Zuneigung (Kiefer), ansonsten schlicht faulheitshalber. Inzwischen haben fast alle diese Nadelbäume Rosen als Kletterer in den Zweigen oder als Sträucher in direkter Nachbarschaft - das klappt recht gut. Die Kletterrosen, baumstammnah gepflanzt, stecken sämtlich zu Wurzelschutzzwecken in bodenlosen 20-Liter-Baueimern (beim Pflanzen habe ich freilich viel Testbuddelei veranstaltet, um einen brauchbaren, relativ baumwurzelfreien Platz zu finden). Sie haben ein, zwei Jahre länger gebraucht, um in Gang zu kommen, als man's in baumfreien Zonen erwarten könnte; aber inzwischen wachsen sie willig. Bei 'Kiftsgate' - von Nova Liz schon genannt - fast zum Fürchten: mehrere Meter Zuwachs in diesem Jahr, nächsten Sommer wird sie wohl den Wipfel der Kiefer erreichen... Einer Fichte krabbeln die kletternde Teerose 'Perle des Jardins' und der Kletterstrauch 'Joseph's Coat' in die Äste. Die beiden, noch jung, sehen mit 2 bzw. 1,5 Metern Höhe schon verheißungsvoll aus. Direkt benachbart stehen Teehybriden, ein Monster von Rosa moschata und die Bengalrose 'Mutabilis'. Anderswo neben großen Scheinzypressen wachsen 'Buff Beauty' plus diverse Teehybriden. Hier wie dort lassen sich die Rosen nicht stören :).Entscheidend dafür ist wohl, dass sie genug Futter & vor allem Wasser kriegen. Wenn's im Sommer richtig heiß und trocken wird, hantiere ich bei diesen Rosen gezielt mit der Gießlanze, damit die Koniferen ihnen nicht komplett das Erdreich ausdörren können.Du schreibst, dass deine Rosen seit vier Jahren mickern. Hast du sie vor vier Jahren neu gepflanzt? Dann könnte es sich um normal verzögerte Entwicklung in der Nähe großer Fressersäufer-Gehölznachbarn handeln. Gedulde dich noch ein bisschen, gieße deine Rosen gut. Und räume ihnen eventuell etwas gründlicher den Platz um die Füße frei (notfalls ein paar Koniferenwurzeln mit der Astschere kappen, die Bäume überstehen das) - das wird schon :D! Clematis und Lonicera sind übrigens auch wacker beim Beblühen von Nadelbäumen :). Schöne GrüßeQuerkopf

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 19. Sep 2006, 15:43
von Moonlight
Ja, vielen Dank!! Dann weiß ich doch schon mal ne Menge mehr. Bei Gelegenheit stell ich noch ein Foto rein.LG Moonlight

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 24. Sep 2006, 15:59
von Raphaela
Zusätzlich würde ich noch vorschlagen, zwischen den schon dort wachsenden Rosen und den Koniferen eine Art Graben zu ziehen (wenn irgend möglich ::)) und mit einem scharfen Spaten die in Rosenrichtung wachsenden Koniferenwurzeln zu kappen.Mit genug Wasser bei Trockenheit und Mulch (abgelagerter Pferdemist ist dafür im Spätherbst super geeignet! :)) müßten sich die Rosen dann wieder erholen.

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 25. Sep 2006, 12:44
von Moonlight
das hab ich mir auch schon überlegt. Wir haben noch einen Haufen alte Gehweplatten. Das wäre gleichzeitig eine gute Gelegenheit, die Dinger verschwinden zu lassen, wenn ich die aufrecht einbuddele. (Meine Knochen ::), erholen kann man sich ja im Winter ;))lg Moonlight

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 25. Sep 2006, 13:35
von Raphaela
Gute Idee! :)Ich muß auch noch diverse Großsträucher aus- und umpflanzen ::)Im Winter machen wir dann einen Knochen-und-Gelenke-Jammer-thread auf ;)

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 25. Sep 2006, 13:41
von Moonlight
jo! ;D

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 25. Sep 2006, 13:54
von SWeber
Schließ mich an ;D

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 25. Sep 2006, 14:02
von Raphaela
Gemeinsames Leiden ist (hoffentlich!) halbes Leiden ;)

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 28. Sep 2006, 13:13
von Moonlight
so, jetzt probier ich mal, Fotos reinzustellen. Climbing Iceberg und Clematis multiblue kommen schon mal dahin, die bekommen für den Anfang Bambusstangen als Kletterhilfe. Würdet Ihr noch zusätzlich für die kahlen Stämme was dazupflanzen? Vor agilen Ramblern bekomme ich gerade Angst, nachdem ich gestern entdeckt habe, was Alberic Barbier so heimlich vor sich hinwächst. :oLG Moonlight

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 28. Sep 2006, 13:19
von Moonlight
jetzt nochmal das Beet - leider ein miserables Foto, sorry.

Re:Rosen pflanzen direkt an Koniferen-Altbestand

Verfasst: 1. Okt 2006, 22:42
von Raphaela
Ich würde statt der Multiblue (oder dazu) eine dichtere Viticella (z.B. Polish Spirit) pflanzen, wenn die Thujenäste möglichst bald verdeckt sein sollen: Multiblue blüht hier zwar fleißig, hat aber kein allzu dichtes Laub.