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Auf eigene Wurzeln stellen=verzögertes Wachstum?

Verfasst: 22. Jan 2007, 18:18
von blumenmaid
Hallo,nachdem ich die letzten Tage 40 Rosen gepflanzt habe, frage ich mich das nun.Ich habe die Rosen ca. 2 Fingerbreit mit der Veredelungsstelle unter der Erde gepflanzt. Tiefer wollte ich nicht, weil die Erde hier sehr schwer und lehmig ist(Kann man auch prima zum Auskleiden des Lehmofens verwenden ;D.).Verzögert sich das Wachstum bzw. mickert die rose dann vor sich hin, wenn sie gerade dabei ist auf eigene wurzeln umzusatteln? Oder merkt man das gar nicht so als Unbeteiligter?LGblumenmaid

Re:Aus eigene Wurzeln stellen=verzögertes Wachstum?

Verfasst: 22. Jan 2007, 18:29
von Susanne
Das kommt wohl auf die individuellen Wachstumsgepflogenheiten der Rose an. Bei Gallicas setzt der Prozeß meiner Erfahrung nach postwendend und gründlich ein, bei Edelrosen sehr viel verhaltener, wenn überhaupt.

Re:Aus eigene Wurzeln stellen=verzögertes Wachstum?

Verfasst: 22. Jan 2007, 18:36
von rorobonn †
interessante frage eigentlich, würde mich auch interessieren :D ;)nach allem, was ich hier gelesen habe, brauchen rosen auf eigener wurzel durchschnittlich längere zeit um sich zu etablieren...sind dann aber meist "besser"...die wurzelentwicklung ist doch wohl erst eine "allmähliche", wenn die veredelungsstelle unter der erde ist (ein vorgang von dem ich noch gar nichts wusste bis vor kurzem :-X ::)) ...das müsste die pflanze schon etwas kraft kosten doch eigentlich...aber wohl nicht so heftig, denn die möglichkeit sich zu ernähren hat sie ja...(rätzel) :Dich würde sagen, das es ein mitbestimmender faktor sein kann, wie erde, platz und jahreszeitbedingungen: schwer abzuschätzen vom ausmaß, aber sicherlich ein faktorwas meint ihr?

Re:Auf eigene Wurzeln stellen=verzögertes Wachstum?

Verfasst: 22. Jan 2007, 19:19
von Raphaela
Hab auch beobachtet daß es während der Umstellungsphase auf eigene Wurzeln bei Rosen mit viel Chinensis-Anteil (THs, Tee Rosen, Floribundas, etc) in schweren Böden zu vorübergehenden Wachstumsverzögerungen kommen kann.

Re:Auf eigene Wurzeln stellen=verzögertes Wachstum?

Verfasst: 22. Jan 2007, 20:00
von Detlev
Ich hatte im Herbst 2005 eine Gallica Aimable Amie, eine Königin von Dänemark und eine Stanwell Perpetal in sandigem Boden eher tief, aber an falschen Plätzen für ihre spätere Größe gepflanzt und letzten Herbst umgesetzt. Ich durfte ganz schön ackern, sie samt der Wurzeln über den Veredelungsstellen rauszubekommen, da alle drei sehr fleissig dabei waren, oberhalb der Veredelung Wurzeln zu bilden. In der Höhe lagen sie nach einem Jahr alle drei bei ca. 50 cm und dabei sehr gut mit anderen, zum gleichen Zeitpunkt gepflanzten Sorten. Zumindest bei diesen würde ich nicht sagen, dass sie bei einer solchen Pflanzung schlecht starten.

Re:Auf eigene Wurzeln stellen=verzögertes Wachstum?

Verfasst: 22. Jan 2007, 20:04
von Raphaela
In leichten und in humushaltigen, lockeren, sauerstoffreichen Böden hab ich von dieser zeitweiligen Wachstumsverzögerung auch noch nichts bemerkt oder davon gehört, m.E. tritt sie nur in schweren, relativ verdichteten Böden auf.

Re:Auf eigene Wurzeln stellen=verzögertes Wachstum?

Verfasst: 22. Jan 2007, 23:17
von Tilia
Hier liegt ein Teil der Beete wegen dem abschüssigen Grundstück höher und gerade da ist der Boden locker und das Regenwasser zieht gut ab. Im tiefergelegenen Teil stauen sich Regengüsse und der Boden ist schwerer und dichter. Dort entwickeln die Rosen eigene Wurzeln deutlich langsamer. Ich pflanze auch gerne tiefer...mehr als die sonst empfohlenen fünf Zentimeter... und im lockeren Boden bilden sich dann schnell eigene Wurzeln.

Re:Auf eigene Wurzeln stellen=verzögertes Wachstum?

Verfasst: 23. Jan 2007, 18:36
von blumenmaid
Mehr als 3cm habe ich mich nicht getraut, weil der Boden im Sommer doch schon recht fest werden kann. Ich will aber dieses Jahr mulchen mit Rasenschnitt, damit der Boden lockerer bleibt und nicht so austrocknet und rissig wird. Im Winter ist der Boden schön locker für meine Verhältnisse hier. Teilweise habe ich beim Graben in der Tiefe manchmal so richtige Lehmschichten gefunden :o, da kann man den fetten Boden richtig schön kneten ;D. Zum Glück sind das aber nur vereinzelte Stellen.Nun gut, dann werde ich mal sehen, wie sich die Röschen hier machen. Ich denke aber, dass die tief gepflanzten Rosen besser mit Trockenheit zurecht kommen, da der Boden in der Tiefe ja nicht so trocken ist.LGblumenmaid

Re:Auf eigene Wurzeln stellen=verzögertes Wachstum?

Verfasst: 24. Jan 2007, 01:52
von Loli
Kann frau und man auch nicht pauschalisieren, glaube ich. Wenn ich hier im Sommer (zumal im letzten ::)) mich 2 Spaten tief in die Erde würge, ist es immer noch so trocken wie an der Oberfläche. Unsere Riesenbäume, nämlich 4 Stück von über 20m, legen alles in nullkommanix trocken >:(. Da helfen nur Pflanzeimer und gießen, gießen, gießen). Letzteres vorausgesetzt, habe ich beim Umsetzen von Rosen aber festgestellt, dass alle versuchen, ihre Unterlage los zu werden (blöd für die Unterlage, sei mal angemerkt). LG Loli