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Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 08:00
von Staudo
Hallo,eine Frage in die Runde. Gestern kam wieder einmal ein Angebot eines Anbieters von Staudenjungpflanzen aus Laborvermehrung. Derzeit geistern die neuen, geschützten Echinacea durch die Gartencenter. Wer hat Erfahrung? Taugen die etwas? Insbesondere interessiert mich die Langlebigkeit. Außerdem sind einige sehr interessante neue Hakonechloa angeboten - allerdings mit Sortenschutz. Hat jemand Erfahrungen mit diesen? Es sind Sorten mit gelbem, roten und braunem Laub.Viele GrüßePeter
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 08:59
von cornishsnow
Außerdem sind einige sehr interessante neue Hakonechloa angeboten - allerdings mit Sortenschutz. Hat jemand Erfahrungen mit diesen? Es sind Sorten mit gelbem, roten und braunem Laub.

:PWelcher Anbieter ist das denn? Ich warte schon seit Jahren das diese Sorten in Europa auf den Markt kommen! LG., Oliver.
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 09:03
von chlflowers
Hallo Staudenmanig!Ich habe die gelbe Echinacea "Sunrise", aber auch erst zwei Monate.Es ist wohl noch zu früh nach Langlebigkeit zu fragen, da die Sorten ja erst seit letztem Jahr hier auf dem Markt und seit diesem Jahr großflächig verkauft werden

.Von den neuen Hakonechloa-Sorten habe ich schon gehört. Klingt sehr spannend.Eine Gartenfreundin hat die Sorte Evergold ergattert.Im Frühjahr kann man schon eher was sagen.LG,chlflowers.
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 09:06
von Elfriede
In meinem Garten wachsen die Sorten 'All Gold''Aureola''Albomarginata''Beni-kaze'sehr gut. Sie brauchen aber einige Zeit um sich zu etablieren. Abr dann legen sie los.
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 09:21
von cornishsnow
Hallo Elfriede, die ersten drei habe ich auch, ich kann auch bestätigen, das sie min. 2 - 3 Jahre benötigen bis sie etwas her machen, aber dann werden sie von Jahr zu Jahr schöner. Inzwischen muß ich sie jedes Jahr im Frühjahr zurücknehmen, was aber nie auffällt. 'Beni-Kaze' entwickelt diese wunderschöne Blattfärbung vermutlich erst ab dem Spätsommer, oder? LG., Oliver.
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 10:30
von Susanne
... Derzeit geistern die neuen, geschützten Echinacea durch die Gartencenter. Wer hat Erfahrung? Taugen die etwas? Insbesondere interessiert mich die Langlebigkeit...
Das ist klasse, daß die Fachleute jetzt bei den Laien nach ihren Erfahrungen mit Neuheiten anfragen...

Ich habe mir im letzten Jahr verschiedene neue Echinaceen zugelegt. Sie verhalten sich wie alle Echinaceen in meinem Garten. Sie gehen ein.Und bei Hakonechloa macra würde ich mal ein farbecht bleibendes Exemplar begrüßen. Alle 5 Klone von 'Aureola', die ich bisher von verschiedenen Quellen erstanden habe, schlagen immer wieder in die reingrüne Form zurück.
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 10:47
von cornishsnow
@ Susanne Echt!? Bei meinem erscheinen zwar ab und zu ein oder zwei grüne Triebe aber da ich sie immer entferne, konnten sie bisher nicht überhand nehmen. Dieses Jahr habe ich noch keinen einzigen entdeckt. :)LG., Oliver.
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 10:54
von Susanne
Echt! Nachdem mir gesagt wurde, der Rückfall in die Grünfärbung läge am Licht / am Dünger / am Boden / am Klon habe ich in den letzten dreieinhalb Jahren bei verschiedenen Händlern Jungpflanzen gekauft und von trocken bis feucht und von sonnig bis schattig gepflanzt. Immer das gleiche Ergebnis. Zwar vergrünen die Pflanzen nicht komplett, aber die Grünanteile gehen so bis 50 %. Gegen ein gelegentliches grünes Blatt hätte ich nichts, aber das ist mir zuviel.Ich gehe mal ganz forsch davon aus, daß die Klone alle aus dem gleichen Labor stammen...
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 11:14
von tomir
Ich gehe mal ganz forsch davon aus, daß die Klone alle aus dem gleichen Labor stammen...
Wie ist das nun? Kann man forsch davon ausgehen, dass verschiedene Klone unter dem selben Sortennamen im Handel sind?

:oDuerfte doch eigetlich nicht sein... ::)sG tomir
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 11:21
von Susanne
Wieso nicht? Wenn ein und dieselbe Sorte von verschiedenen Labors vermehrt wird, ändert das doch nichts am Sortennamen...
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 11:28
von tomir
... und auch nichts am Klon.
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 12:19
von Elfriede
Hallo Elfriede, die ersten drei habe ich auch, ich kann auch bestätigen, das sie min. 2 - 3 Jahre benötigen bis sie etwas her machen, aber dann werden sie von Jahr zu Jahr schöner. Inzwischen muß ich sie jedes Jahr im Frühjahr zurücknehmen, was aber nie auffällt. 'Beni-Kaze' entwickelt diese wunderschöne Blattfärbung vermutlich erst ab dem Spätsommer, oder? LG., Oliver.
Diese Sorte steht bei mir vollschattig, die Färbung beginnt gerade.Über Echinacea hab ich gerade
hier geschrieben. Hatte mit denen auch nie Glück, jetzt setze ich sie an den Rand der Beete und sieh da, sie gedeihen. War es also nur der beengte Stand zwischen anderen Stauden.
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 12:45
von mara
Mit Echinacea hatte ich bisher auch kein großes Glück - vielleicht liegt es tatsächlich am beengten Stand. 'Jade' ist nach dem Winter nicht mehr erschienen

'Pink Double Delight' gedeiht dafür ziemlich gut (besser als alba oder 'White Swan' oder wie auch immer meine alte weiße heißen mag). Allerdings... meine Pink Double Delight sieht überhaupt nicht aus wie auf deinem Photo, Elfriede. Die Farbe ist viel kräftiger, fast so dunkel wie bei der Ruby Glow. Dabei habe ich sie letztes Jahr blühend gekauft! Genau kann ich mich nicht an die damalige Farbe erinnern, aber sie war garantiert nicht so wie dieses Jahr. Die Farbe hätte ich niemals gekauft!
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 13:24
von sarastro
Über die neuen Echinaceen und ihre Dauerhaftigkeit, Standfestigkeit, Gleichbleiben der Blütengröße und -füllung, kann noch nicht viel gesagt werden, weil sie dazu noch viel zu kurz am Markt sind. Nur soviel kann ich beisteuern: in zu nährstoffreichen Böden liegen manche Sorten platt, dies sah ich letzten Herbst bei einem holländischen Kollegen. Bei uns scheinen sie dagegen sehr gut zu funktionieren und sind in unserem lehmigsandigem Boden eher viel kompakter und kurzstieliger als anderswo. Manche der gefülltblühenden haben teils gefüllte, teils halbgefüllte und auch einfache Blüten auf ein und demselben Individuum, im Abstand von ein paar Jahren, ähnlich wie bei Pfingstrosen. Ich will sie ja nicht schlecht reden, aber sie erinnern teilweise an Schießbudenblumen.Außerdem sind Echinacea in manchen Gärten Mäusefutter par excellence! Dies erklärt das teilweise Verschwinden.Trotz alledem müsste man die ganzen Sonnenhut-Neuheiten einmal sichten, um endgültig ein Urteil abzugeben. Und hierzu hinkt momentan die Staudensichterei hinter der Realität her, leider! Weil alle Naselang weitere neue Sorten patentiert als Jungpflanzen angeboten werden, ohne Vergleich mit älteren Sorten. Die Entwicklung sehe ich sehr positiv, was die neuen Farben anbelangt. Doch Zeit zur Beurteilung scheint man heutzutage nicht mehr zu haben. Was neu ist, wird gekauft, so ist das. Hakonechloa 'All Gold' mickert im Topf lange vor sich hin, bevor man sie guten Gewissens verkaufen kann. Aber dies gilt für alle anderen Japangräsersorten auch.
Re:Neue Staudensorten - taugen die was?
Verfasst: 31. Aug 2007, 13:40
von Staudo
Hallo Susanne,ja wen soll ich denn sonst fragen, wenn ich den Ehrgeiz haben, meinen Kunden auch mal eine Auskunft zu den Sorten geben zu können? Der Außendienstler der Jungpflanzenfirma kennt die neuen Sorten maximal, aber wirklich maximal, vom Schaugarten und wird sein eigenes Produkt nicht schlecht machen.Sarastro hat ein weiteres Problem angesprochen: es kommen laufend neue Sorten auf den Markt, bei denen keinerlei Erfahrungen vorliegen. Es sind wirklich auf Verkauf getrimmte Sachen. Sie müssen möglichst schick im Großcontainer angeboten werden können. Wenn sie beim Kunden anschließend eingehen, ist wieder Platz für Nachschub. Dann kamen Fragen zum Sortenschutz. Ich kann eine Sorte schützen lassen und eine Marke. Also melde ich die neue Herbstaster mit den blau-rot gestreiften Blüten als Garpur001 zum Sortenschutz an. Dann darf sie niemand ohne meine Zustimmung vermehren. Als nächstes lasse ich den Markennamen „Susanne“ für Astern eintragen. Jetzt darf niemand anderes Astern mit diesem Namen anbieten. Nach drei Jahren habe ich eine blau-rot karierte Aster gefunden und lasse sie als Garpur002 schützen. Weil Susanne aber nun ein so schöner Name ist, vermarkte ich auch diese Aster unter Aster „Susanne“. Das geht.Viele GrüßePeter