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Rosen und Wind
Verfasst: 17. Apr 2008, 10:12
von Constance Spry
Seit letztes Jahr habe ich einen neuen Garten. Meinen ersten. Vorher hatte ich nur ein kleineres Beet im Garten unserer Vermieter und eine Terrasse. Enthusiastisch habe ich also gleich mit dem Rosenpflanzen losgelegt und eigentlich nur auf die Bodenverhältnisse und die Dauer der Sonneneinstrahlung an den verschiedenen Pflanzplätzen geachtet. Nachdem ich nun den Garten einige Monate lang beobachten konnte, habe ich festgestellt, dass er in einer richtigen Windschneise liegt. Zwar ist das Grundstück von einer über 2 m hohen Hainbuchenhecke umgeben, da das Gelände (freies Feld) dahinter aber ansteigt, pfeift der Wind ziemlich heftig durch den Garten. Die Rosen, die ich bisher gepflanzt habe, stehen auf der windabgewandten Seite des Gartens, sind also einigermaßen geschützt. Alle Rosen, die ich jetzt noch pflanzen kann, müssen in die "Hauptangriffszone" des Windes. Hier habe ich bisher nur New Dawn aus meinen alten "Garten" gepflanzt. Noch zu ergänzen wäre, dass die windige Seite des Gartens auch gleichzeitig die Südseite ist. Auf die Nordost-Seite habe ich bereits hauptsächlich halbschattenverträgliche alte, einmalblühende gepflanzt und in das Beet mit der längsten Sonneneinstrahlung einige Austins. Auf der Südseite wollte ich mich eigentlich dann hauptsächlich auf die öfterblühenden verlegen, nur windempfindlich dürfen sie halt nicht sein. Mich würde interessieren, wer von euch auch unter sehr windigen Bedingungen Rosen hat, welche sich als windfest erwiesen haben und welche den Wind überhaupt nicht vertragen ?
Re:Rosen und Wind
Verfasst: 17. Apr 2008, 15:16
von Mathilda1
bei uns gibts generell ein problem mit wind, genauer mit frühlingsstürmen und herbststürmen und im sommer ....erstaunlicherweise vertragen das die rosen verhältnismäßig gut(im unterschied zu zb clematis, bei denen schon mal große blüten wie ein frisbee vorbeifliegen)wenns ganz extrem sein sollte, nimm am ehesten welche ohne viel stacheln, bei mir hats einigen die blüten an den eigenen stacheln zerfetzt. ansonsten, rosen sind härter im nehmen als man meinen möchte, auch so zarte schönheiten wie boule de neige oder winchester cathedral hatten eigentlich keine probleme
Re:Rosen und Wind
Verfasst: 17. Apr 2008, 16:58
von Constance Spry
Danke für deine Antwort, Mathilda!

Ich habe eigentlich vor allem Bedenken bezüglich der Kälte, das heißt durch den Wind empfinde ich es immer viel kälter, als es eigentlich ist. Bei uns hat man sogar dann das Gefühl, dass es windig ist, wenn es eigentlich fast windstill ist. Grundsätzlich ist das ja eigentlich nicht schlecht wegen dem Abtrocknen der Blätter und des Bodens, aber ich befürchte, dass das dadurch eher kalte Mikroklima den Rosen eher abträglich ist.Vielleicht kann der eine oder andere Erfahrungsbericht meine Befürchtungen zerstreuen...
Re:Rosen und Wind
Verfasst: 17. Apr 2008, 23:45
von kat
hallo Constance!Ich kann dich beruhigen, das dürfte kein großes Problem werden, wenn du nicht gerade Sorten aussuchst, die eher für höhere Winterhärtezonen angeboten werden.Wie du schon selber gesagt hast, wird der Stand eher günstig sein im Kampf gegen Sternrußtau & Co.Ein paar km weiter östlich von dir kannte ich einen Garten mit ähnlichen Bedingungen. Ausgerechnet das Rosenbeet stand im Anhang wo immer der Wind pfiff. Gesündere Rosen habe ich lange nicht mehr gesehen.Gruß Karin
Re:Rosen und Wind
Verfasst: 18. Apr 2008, 00:00
von Scilla
Das hört sich interessant an , kat . @ Constance : Bei mir ist eher das Gegenteil der Fall, für meine Rosen dürfte es ruhig etwas windiger sein.Durch das geschützte Kleinklima hier kriegen einige Rosen auch manchmal Mehltau ( SRT hält sich bisher aber in Grenzen ) .Vielleicht kann sich Viridiflora noch dazu äussern. In ihrem Garten ists
ziemlich 
windig ,er ist recht exponiert; doch den Rosen scheints nicht allzuviel auszumachen.

Stimmt doch, Viri, oder ?
Re:Rosen und Wind
Verfasst: 18. Apr 2008, 01:33
von kat
Scilla, mit dem Problem schlag ich mich auch herum. Ich sitz in einem Loch wo sich die Hitze staut und kämpfe mit StrT auch an eher unempfindlichen Sorten und Mehltau tritt an einer Stelle auch vermehrt (dort auch an Phloxen) auf. Da fehlt echt der Wind.
Re:Rosen und Wind
Verfasst: 18. Apr 2008, 07:04
von Viridiflora
Zitat Scilla:Vielleicht kann sich Viridiflora noch dazu äussern. In ihrem Garten ists
ziemlich 
windig ,er ist recht exponiert; doch den Rosen scheints nicht allzuviel auszumachen.

Stimmt doch, Viri, oder ?Stimmt! :DMit Mehltau habe ich so gut wie nie zu kämpfen, mit SRT ab und zu schon mal.Bruchschäden hatte ich auch sehr selten, und wenn, dann am ehesten, weil irgendwelche feste Gegenstände angeflogen kamen, z.B. Nachbars Weihnachtsbaum oder das Plastikspielhaus seines Töchterchens...

::)LG :)Rahel
Re:Rosen und Wind
Verfasst: 18. Apr 2008, 07:46
von marcir
Beim letzten harten Frost, zwischen 6 - 8 Grand Minus kam es ganz deutlich zum Ausdruck, die Teile der Rosen, die hinter dem Pfosten waren, sahen weniger geschädigt aus, als die auf der Angriffsseite des Windes. Der Frost allein machts nicht, aber mit dem Wind zusammen, gibts eher Schäden. Wobei die sich in Grenzen halten. Mein Garten liegt leicht schräg und so kommen von allen Seite die Winde wie Furien in den Garten. Vorteil bei Regen, sie trocknen schneller ab und so sind sie auf eine Art robuster den Krankenheiten gegenüber. Ich achte sehr darauf, immer eine dünne Schicht Rasenschnitt oder so über die Erde unter den Rosen zu legen. Der Nachteil ist ganz klar, es trocknet auch die Erde aus. Mit etwas Sträuchern, kleineren Bäumchen, Stauden und so kann der Wind etwas ausgebremst werden.
Re:Rosen und Wind
Verfasst: 18. Apr 2008, 09:40
von Constance Spry
Beim letzten harten Frost, zwischen 6 - 8 Grand Minus kam es ganz deutlich zum Ausdruck, die Teile der Rosen, die hinter dem Pfosten waren, sahen weniger geschädigt aus, als die auf der Angriffsseite des Windes. Der Frost allein machts nicht, aber mit dem Wind zusammen, gibts eher Schäden.
Eben das hatte ich mir gedacht. Aber alles in allem hören sich eure Antworten doch viel positiver an, als ich dachte. Dann werde mal munter drauf los pflanzen. Viel Platz ist leider nicht mehr.

Ich befürchte allerdings, dass durch einen schleichenden Prozess irgendwann der Gemüsegarten verschwunden sein wird.
Re:Rosen und Wind
Verfasst: 18. Apr 2008, 11:57
von sansal
Ich befürchte allerdings, dass durch einen schleichenden Prozess irgendwann der Gemüsegarten verschwunden sein wird.
Der Prozess schleicht mit Spaten oder Schneckenprozession im Gemüsegarten? Sorry, ist OT...LG und viel Spaß (mein ehemaliger Gemüsegarten hat nur noch Alibikräuter, Stauden und Rosen

...)
Re:Rosen und Wind
Verfasst: 18. Apr 2008, 12:48
von Constance Spry
Der Prozess schleicht mit Spaten oder Schneckenprozession im Gemüsegarten?
Im Zweifelsfall sind natürlich immer die Schnecken schuld.
Re:Rosen und Wind
Verfasst: 18. Apr 2008, 15:29
von kaieric
jaja, die können einem so einen gemüsegarten ganz schön vermiesen...

;)ich hab nun einen rudimentären gemüsegarten zwischen meinen rosen untergebracht..knoblauch satt

Re:Rosen und Wind
Verfasst: 18. Apr 2008, 15:35
von Constance Spry
5 Rosen habe ich gedanklich im Gemüsegarten schon untergebracht.

(formaler Garten mit Wegekreuz, wenn ich irgendwann mal fertig bin mit Anlegen). Einmal Ghislaine de Féligonde auf Stamm als Zentrumspunkt, am besten mit 2 Stützpfählen, wegen dem Wind, und dann noch jeweils eine Strauchrose an einem Obelisken in der Mitte der vier Abschnitte. Es wird nur wahrscheinlich nicht dabei bleiben.
Re:Rosen und Wind
Verfasst: 18. Apr 2008, 16:29
von Mik
Ich wohne in der Nähe von Hamburg - hier ist es generell relativ windig.Den Rosen macht das allerdings wenig aus. Allerding sollte man bei der Wahl von obelisken, Rosenbögen u. ä. auf robuste Qualität achten. Billige Teile vom Discounter kommen hier nicht durch den Herst(-Sturm...)

Re:Rosen und Wind
Verfasst: 18. Apr 2008, 16:39
von Constance Spry
Allerding sollte man bei der Wahl von obelisken, Rosenbögen u. ä. auf robuste Qualität achten.
Mein LP hat eine Metallbau-Firma