Seite 1 von 1

Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 7. Jul 2008, 18:52
von Shamaa
Ich habe eine Vierer-Grabstelle zu pflegen und kann mir ganz gut vorstellen, sie mit Rosen zu "überziehen".Der Boden dort ist sehr sandig und trocken, es gibt keinen Schatten.Gibt es niedrige Rosensorten, die hierfür passen würden? Natürlich müßten sie, bis sie angewachsen sind, feucht gehalten werden. Sie sollten aber nach einiger Zeit alleine zurecht kommen - von extremer Trockenheit mal abgesehen.Ich bitte um Euren Rat.Gruß Shamaa

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 7. Jul 2008, 19:05
von rorobonn †
sandig? soweit ich weiß ist extrem sandiger boden für rosen nicht ideal, da müsste also "zugebuttert" werden mit erde...spinoissimas sind- glaube ich- rosen, die speziell für sandige böden gezüchtet worden...die bekannteste ist staffa, meine ich...ob es in dieser gruppe spezielle bodendecker gibt?

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 8. Jul 2008, 11:53
von Raphaela
Einige Binernell (Pimpinellifolia/Spinosissima) Sorten bleiben, grade auf armen und trockenen Böden schon relativ klein. Sie blühen aber nur einmal im Jahr und ob das Grab dann in der restlichen Zeit ohne weitere Pflanzen dann noch attraktiv genug aussieht? - Im Nachbarort habe ich ein Familiengrab gesehen das als Steingarten angelegt ist, zwischen (und auf) einigen mittelgroßen, besonders schönen Steinen ist es komplett mit Semperviven, Saxifragen und anderen trockenheitsliebenden, teppichbildenden Kriechpflanzen verschiedenster Art bedeckt. Das sieht nicht nur toll aus sondern ist sicher auch sehr pflegeleicht. Wahrscheinlich müssen nur ein-, zweimal im Jahr die über den Rand achsenden Pflanzenteppiche zurückgestutzt werden.Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit in eurem Fall?

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 8. Jul 2008, 13:08
von rorobonn †
stimme zu, obwohl ich rosen ja liebe ::) aber an dieser stelle würden sich andere pflanzen wohl wirklich einfach besser machen, fürchte ich

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 8. Jul 2008, 15:28
von Shamaa
Ja, da muß ich wohl noch mal darüber nachdenken - ich hatte mir einen Rosenteppich so schön vorgestellt - aber wenn die Armen dann eingehen, bin ich auch unglücklich. Danke für den HinweisGruß Shamaa

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 8. Jul 2008, 16:51
von Querkopf
Hallo, Shamaa,in ähnlicher Lage, wie du es beschreibst - sandiger Boden, volle Sonne - habe ich im Frühjahr ein Grab bepflanzt. Unter anderem auch mit Rosen. Allerdings nicht als "Teppich", sondern als größere "Tupfen": In der Pflanzung gibt es vier "Büsche" aus je drei dicht beisammen gesetzten öfter-/dauerblühenden Minifloribundas (Dreierpacks, weil solche Röschen solo oft spillerig und mickrig wirken). Die Sorten - 'Petit Canard', zartgelb, und 'Red Rascal', dunkelrot - kannte ich vorher nicht, ich konnte mich bei der Auswahl nur auf "papierene" Informationen stützen. Die aber scheinen nicht schlecht gewesen zu sein; jedenfalls haben mir Verwandte, die die Grabstelle regelmäßig sehen (ich komme nur zweimal im Jahr dorthin, ist 600 km entfernt), erzählt, dass die Röschen sich gut machen. Auch die Dreier-Büsche der beiden Sorten, die ich testhalber in den eigenen Garten gepflanzt habe, gedeihen prima, und sie haben genau den Effekt, den ich mir erhofft hatte. So sehr ich Rosen mag, flächenfüllend würde ich sie auf einem Grab nie einsetzen. Erstens sind sie nur von April/ Mai bis Oktober/ November grün und im besten Fall (= öfterblühende Sorten) noch kürzer, nämlich von Juni bis Oktober, richtig schön; der Winter- und Frühjahrsaspekt ist sehr naja ::). Zweitens halten sich die klassischerweise als "Bodendecker" eingesetzten, langtriebigen Sorten nicht unbedingt an die friedhofsüblichen Flächengrenzen, sprich: Sie wuchern möglicherweise ungebührlich. (Drittens erinnern mich "Teppiche" an Straßenbegleitgrün, wo man robuste Bodendeckerrosen wie z. B. 'The Fairy' öfter großflächig gepflanzt sieht :-X - aber das ist nur eine persönliche Assoziation und braucht niemanden zu irritieren, hübsch aussehen tut's ja...)Natürlich stimmt's, dass Rosen auf Sand längst nicht so üppig gedeihen wie auf Lehm. Aber Sand und Sonne allein sind für robuste (!) Rosen noch kein Überlebensproblem. Es sei denn, du wohnst in einer extrem regenarmen Gegend ;). Das Grab, das ich bepflanzt habe, liegt in Norddeutschland - normalerweise gibt's dort Regen satt. Trotzdem habe ich mich auf Pflanzen beschränkt, die Trockenheit vertragen, vorsichtshalber...Schöne GrüßeQuerkopf

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 8. Jul 2008, 17:00
von Raphaela
...und das war für dieses und letztes Jahr eine gute Entscheidung.Ich hoffe in den nächsten Jahren gibt es auch im Frühsommer immer mal wieder "Regen satt" und keine langen Trockenperioden mehr. Wahrscheinlich ist das aber eher nicht ::)

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 8. Jul 2008, 17:11
von Querkopf
Hallo, Raphaela,jau, auf die norddeutsche Triefebene ist als solche auch kein Verlass ;D...Aber Wahrscheinlichkeits-Prognosen über künftige Sommerverläufe würde ich nicht wagen. Aus Kinderzeiten erinnere ich mich an einige sehr trockene norddeutsche Sommer, auch mal mehrere in Folge. Auf dem Friedhof wird (zum Glück) gegossen, wenn's Not tut.Schöne GrüßeQuerkopf

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 8. Jul 2008, 17:51
von Raphaela
Das ist gut! Und bei Neupflanzungen in diesem und letztem Jahr auch in relativ kurzen Abständen nötig.

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 8. Jul 2008, 17:54
von Shamaa
Ich wohne kurz hinterm Deich, normalerweise gibt es Regen genug. Aber was ist in den letzten Jahren schon normales Wetter! ::) Hier verläuft die Grenze zwischen Marsch und Geest, mein Garten hat schöne fette Erde, der Friedhof 1 km weiter ist sandig. :-\Die Idee mit der Gruppenpflanzung gefällt mir, Wenn ich in die Pflanzlöcher Kübelerde und Gesteinsmehl mische, haben die Rosen eine Starthilfe. Ich habe im Netz die Bodendecker-Rose "Knirps" gefunden, die hört sich auch ganz gut an. Mal sehen!Danke und GrußShamaa

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 8. Jul 2008, 19:01
von Querkopf
Hallo, Shamaa,hab' grad mal nachgeguckt: 'Knirps' sieht hübsch aus :). Noch ein Tipp für den Winteraspekt: Manche Gräser bleiben über Winter grün, z. B. Bärenfellgras, bzw. sehr ansehnlich, z. B. Reitgras oder Miscanthus sinensis-Sorten. Und Gräser harmonieren gut mit Rosen...Schöne GrüßeQuerkopf

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 9. Jul 2008, 12:18
von Shamaa
Hallo Querkopf,danke für den Tipp. :) Die Gräber formieren sich langsam in meiner Vorstellung. Rosen und Gräser - das ist eine gute Idee!Gruß Shamaa

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 9. Jul 2008, 13:04
von rorobonn †
ich persönlich liebe auch rosmarin auf einem grab...sowohl aus praktischen (immergrün und gut zu schneiden) als auch aus traditionellen gründen, denn irgendwo las ich einmal, dass rosmarin auf einem grab in etwa "ich denke an dich" bedeutet. :Dden kargen, sandigen boden müsste er ganz gut tolerieren eigentlichdie beiden gräber unter meiner aufsicht habe ich zudem mit ein paar frühlingsblühern und veilchen für den frühling angereichert (sind kleine gräber beide) irgendwie gefallen sie mir im frühling so immer besser als die anderen gräber, wo dann massen von bunten primeln u.ä. stehen (nichts gegen kissenprimeln wohlbemerkt: eine wandert unweigerlich immer auf das grab)insgesamt kann man so ganz leicht ein grab schaffen, welches immer im wandel der jahreszeit ist ohne viel aufwand und saisonpflanzen.im winter immergrüner rosmarin und bronzesegge,im frühling veilchen, traubenhyazinten und das winterharte alpenveilchen, später vergissmeinnicht und storchenschnabel, im sommer hosta und rose, später bis zum winter ausgewählte hornveilchen...so in etwahm...ob ich gerade dafür sorge, dass dieser thread langsam in richtung atelier gehört? sorry, ist nicht absicht, aber bietet sich an

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 9. Jul 2008, 20:30
von Annbellis
Hast du all diese Pflanzen auf deinen Gräbern?Wuchern Vergissmeinnicht und Storchschnabel nicht zu sehr für so ein Grab?

Re:Bodendecker-Rosen als Grabbepflanzung

Verfasst: 9. Jul 2008, 22:15
von rorobonn †
vergissmeinicht verwandeln das beet zur "saison" in eine hellblaues blütenmeer, danach werden alle bis auf wenige herausgerissen, die samen bidlen sollen...dasklappt sehr gut...storchenschnabel wird einfach immer wieder einmal geteilt..geht auch sehr gut...speziellsamobar macht sich mit dem gezeichneten blatt sehr gut, finde ich