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Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 15. Okt 2008, 21:29
von uliginosa
Letzte Saison, Herbst und Frühjahr habe ich viele Rosen gepflanzt. Sehr viele (für meine Verhältnisse). Und alle in Körbe aus Karnickeldraht, wegen der Wühlmäuse, die hier stellenweisesehr aktiv sind ... Gleichzeitig haben sich die ersten Rosen, die ich 2006 gepflanzt habe gut entwickelt: Besonders die im Vorgarten, ohne Körbe (ind das Beet kommt keine Wühlmaus

)Andererseits zeigten sich an den ersten Rosen, die ich 2006 in Körbe gepflanzt habe seltsame Schäden:Queen Elisabeths Blüten öffneten sich nicht richtig, vertrockneten eher

und es gab kaum welche (die QEs in Nachbargärten blühen wunderbar)
Re:Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 15. Okt 2008, 21:34
von Marion
Und alle in Körbe aus Karnickeldraht, wegen der Wühlmäuse,
Ist der engmaschig genug?

Hat der wirklich und nachweislich genützt? Sicher?
Re: Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 15. Okt 2008, 21:38
von uliginosa
Bei Centennaire de Lourdes, hing ein Teil der blühenden Triebe wie welk herunter.

(sorry, kein Bild)Laguna, die sich kräftig entwickelt hat, bekam Anfang Juli nach den ersten richtig heißen Tagen hässliche braune Ränder. Inzwischen habe ich gelesen, dass die Sorte nicht so schön verblüht, aber an so was kann mich vom letzten Jahr nicht erinnern. Hier (endlich

) meine eine Frage: Können diese seltsamen Erscheinungen auf Versorgungsengpässe wegen der Körbe zurückzuführen sein, die auftreten, wenn die Rosen größer werden? Oder können es schon Wühlmausschäden sein? Um den Korb von CdL waren im Frühjahr mehrere Wm-Haufen.Und damit zur allgemeinen Frage:Welche Erfahrungen habt ihr mit Rosen in Wühlmauskörben?
Re:Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 15. Okt 2008, 21:43
von uliginosa
Ist der engmaschig genug?

Hat der wirklich und nachweislich genützt? Sicher?
Es ist der engmaschigere, der angeboten wird: Die Löcher sind 1,5 cm hoch und ca. 2,3 cm lang. (Nachgemessen!

) Du meinst wohl, es könnten eher Wm-Schäden als Wm-Korb-Schäden sein?
Re:Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 15. Okt 2008, 21:52
von sonnenschein
Die beiden einzigen Nachteile von Wühlmauskörben nach meiner Erfahrung sind:-wenn man große Rosen und ausläufertreibende Rosen reinsetzt und sie nach ein paar Jahren wieder umsetzen muß (das hatte ich etwa bei 75 Stück, wenn ich mich recht erinnere) ist das eine schlichte logistische und spaten- sowie rückgratbrechende Katastrophe-und der schöne kompakte, auch nach Unterhöhlung so wunderbar zusammenhaltende Wurzelballen verschafft den Nagern eine tolle Möglichkeit darunter sichere Höhlen zu bauen. Wodurch die Rosen in trockenen Jahren und Zeiten leider zum Mickern oder gar Vertrocknen neigen.
Re:Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 15. Okt 2008, 22:08
von Raphaela
Besonders an trockenen Stellen sind mir (vor allem junge) Rosen auch schon in Körben vertrocknet, die unterhöhlt, bzw. komplett von Wühlmäusen umrundet waren. Da hilft nur regelmäßiges Kontrollieren mit einem Stock oder ähnlichem.Ansonsten hab ich keine Nachteile in Bezug auf Wachstum oder Blüten (aus-) bildung festgestellt.Ein Problem sind eher Wildkräuter und Gräser die sich im Korb oder - schlimmer - im oberen Rand des Drahtgeflechts festsetzen und dann schwer zu entfernen sind.Bei Rosen die Ausläufer machen können die dicken Seitenwurzeln den Korb aufbiegen, so daß Wühlmäuse rein können. Da muß man also auch aufpassen.Und wenn ich schlampig gearbeitet und die Drähte an einigen Stellen nicht richtig ineinandergebogen hatte waren die W-Tiere leider auch schlau genug dadurch in die Körbe zu kommen. - Nur gründlich gearbeitete Körbe sind wirklich sicher.Die Alternative wäre hier Eimer-Pflanzung. An sehr trockenen Stellen mit Baumwurzeln hat das Vorteile, aber das Vertrocknungsrisiko ist bei Eimer-Rosen m.E. eher höher, wenn man im Sommer nicht aufpasst.Im Winter dagegen leider Rosen die noch nicht unten rausgewachsen sind dafür schnell mal an Staunässe. Daher nehme ich meistens lieber Drahtkörbe.
Re:Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 15. Okt 2008, 22:49
von uliginosa
@ Sonnenschein: Den Gedanken an's Rosen Umpflanzen vermeide ich bislang lieber, ich bin erst mal am pflanzen

. Die zwei Körbe, die ich bisher (kurz nach der Pflanzung) wieder ausgegraben habe, habe ich dabei mit der Grabegabel durchlöchert! Aber dass es sich die Mäuse unter den Rosen gemütlich machen könnten

schrecklicher Gedanke! Da werd ich wohl mal wieder stochern müssen ...@ Raphaela: Besonders gut macht sich Potentilla reptans mit ihren Ausläufern im Drahtgeflecht! Da ich die Rosen geradezu in die Wühlmaus-Autobahn am Zaun gepflanzt habe, müssen sie jetzt wohl drumrumgraben

Wie groß sind eure Körbe? Meine mache ich aus 1 m x 0,5 m großem Drahtgeflecht.Nimmst du geschlossene Eimer? Das sind ja quasi versenkte Topfrosen? Das fällt in unserem Klima und aus Gießzeitmangel aus!
Re:Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 15. Okt 2008, 22:58
von Raphaela
Die Drahtkorbgröße variiert hier je nach verfügbarem Material und erwarteter Größe der Rosen, überwiegend sind sie aber relativ tief und schmal.In die Eimer kommen unten Bohrlöcher oder ein (per Spatenhieb geschaffener) Bodenriß. Die meisten Rosen sind nach spätestens 1 1/2 Jahren dann unten rausgewachsen (Rambler nach ca. 2 Monaten

) und sind dann nicht mehr so trockenheitsempfindlich. Bis dahin ist es in trockenen Sommern aber schon kritisch.
Re:Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 16. Okt 2008, 08:15
von uliginosa
GG hat Weißdorne in relativ großen Plastiktöpfen gepflanzt und eine Lippia citriodora in einem kleinen Tontopf. Die sind auch unten rausgewachsen und fühlen sich jetzt wie zuhause ... Vielleicht doch auch hier ganz gut möglich. Wenn allerdings die Maus die Wurzel abbeißt ... geht es ihnen doch ziemlich schlecht?Ich glaube meine Körbe sind alle so ca 40 x 30. Ist das zu kurz?
Re:Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 16. Okt 2008, 11:29
von Raphaela
Doppelt so lang ist besser: Dann ist ein großer Teil der tiefen Wurzeln geschützt. Und die W-Tiere sind scheinbar überwiegend daran interessiert, die Veredelungen und/oder die dicken Wurzelansätze durchzunagen: Jemand hat mir mal erzählt daß sie die Wurzeln gar nicht unbedingt auffressen sondern sie benutzen um ihre ähne abzuschleifen. Da scheint was dran zu sein.
Re:Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 16. Okt 2008, 18:49
von Thüringer
Mir ist hier sehr gut geholfen worden:
http://forum.garten-pur.de/index.php?bo ... ;start=0Da gibt es auch Super-Bauanleitungen für die Körbe.
Re:Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 17. Okt 2008, 12:32
von uliginosa
Doppelt so lang ist besser: Dann ist ein großer Teil der tiefen Wurzeln geschützt. Und die W-Tiere sind scheinbar überwiegend daran interessiert, die Veredelungen und/oder die dicken Wurzelansätze durchzunagen: Jemand hat mir mal erzählt daß sie die Wurzeln gar nicht unbedingt auffressen sondern sie benutzen um ihre ähne abzuschleifen. Da scheint was dran zu sein.
Über 80 cm tiefe Löcher graben!?!

Meine Rosenwurzeln als Zahnpflege!

, nur weil Nachbars Thujas nicht schmecken, oder wie?

@ Thüringer: Danke für den Link, den werd ich durchlesen, sobald ich wieder Zeit habe!
Re:Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 17. Okt 2008, 17:54
von juttchen
Was für einePlackerei

::)Ich denke dabei an die Riesenlöcher bei durchsteintem Boden, uff, schweißvonderstirnwisch ::)Neeeneee, dat mach ich auf keinen Fall und versuch lieber Knoblauch

Re:Rosen in Wühlmauskörben
Verfasst: 20. Okt 2008, 08:35
von uliginosa