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Kletterrose an Tanne??
Verfasst: 2. Aug 2009, 14:49
von Thilly
Hallo,wir haben eine einzige Tanne (Koreatanne) im Garten stehen. Sie war vor mehr als 20 Jahren mal unser Tannenbaum.Ich würde ihr gerne eine Kletterrose zur Seite stellen, die sie schön umranken soll, weiß aber nicht ob das geht.Hat da jemand Erfahrung?
Re:Kletterrose an Tanne??
Verfasst: 2. Aug 2009, 20:46
von felidae
Hallo Thilly,gefühlsmäßig würde ich behaupten, dass eine schöne Rambler ohne Probleme daran hockranken könnte. Ich schätze nur, für die Wurzel der Rose mußt Du ein großes Loch vorbereiten, damit sie kräfig werden kann. Tannen haben flache Wurzeln und Rosen Wurzeln die in die Tiefe gehen. Außerdem denke ich, dass die Erde gut vorbereitet werden muß, da Rosen keine saure Erde mögen.LG felidae
Re:Kletterrose an Tanne??
Verfasst: 5. Aug 2009, 22:48
von Carloggera
Hmhm,es gibt hier ausgewiesenere Rosenspezialisten als mich...Also ich denke in meinem RosenspatzenhirnRosen mögen Sonne, man muss die Rose also - nach der von felidae angesprochenen Bodenvorbereitung - an die Sonne führen können und dort dann auch noch sehen Was ist mit der Tanne? Magst Du sie nicht mehr sehen, aber kannst/willst sie nicht fällen? Hat sie Mängel?Ein robuster Rambler ist bestimmt eine gute Möglichkeit, aber vielleicht kannst Du noch mehr Details (ein Bild?) geben, dann fällt das Antworten leichter.LG, Carlo
Re:Kletterrose an Tanne??
Verfasst: 5. Aug 2009, 22:56
von marcir
Das geht sehr gut, eine Rose an einer Tanne. Das Loch der Rose eher im Sonnenbereich machen, die ersten zwei Jahre gut wässern, bis sie "Fuss" gefasst hat. Mit langen Bambusstäben oder Seilen am Anfang Kletterhilfe bieten, sie sucht sich dann selber den Weg ins Licht.Bei Rosenhuber hat es einige Tannen die meterlange Schleppen von Rosen herabwallen lassen, ein grandioses Schauspiel, wenn sie blühen.
Re:Kletterrose an Tanne??
Verfasst: 5. Aug 2009, 23:20
von juttchen
Habe auch eine Rose in eine riesige Tanne wachsen lassen (dieTanne gehört nicht mir, steht genau auf der Grundstücksgrenze. Seinerzeit habe ich mir überhaupt keine Gedanken über dieTannenwurzeln gemacht (schäm), sondern einfach ein Loch gebuddelt, Rose rein und......sie hat es mir nicht übel genommen. Vom Stamm der Tanne ist die Rose ca. 2 m entfernt.
Re:Kletterrose an Tanne??
Verfasst: 5. Aug 2009, 23:38
von Querkopf
Hallo, Thilly,ja, sowas geht. Bei mir wachsen mehrere Kletterrosen an Koniferen (hier nicht Tanne, sondern Fichte und Kiefer). Voraussetzungen, damit's klappt:- Wurzelschutz, z. B. bodenloser 20-Liter-Baueimer, damit die Rose ungestört vom flachen Koniferen-Wurzelfilz in die Tiefe wachsen kann; - sorgsame Sortenwahl, damit Baum und Rose in vernünftiger Größenproportion zueinander stehen - eine Koreatanne (kleiner Baum!) verträgt keine Riesenrose; - in den ersten ein, zwei Jahren nach der Rosenpflanzung großzügiges und möglichst gezieltes Gießen, damit der Baum nicht alles Wasser wegsäuft; - Aufleiten und Aufbinden der Triebe, schon von Marcir angesprochen - meinen Baumrosen habe ich jeweils einen schräg Richtung Baumstamm weisenden Holzpfahl verpasst;- Geduld

- denn Rosen an (Nadel-)Bäumen brauchen oft zwei, drei Jahre länger zum Durchstarten als ihre baumlosen Schwestern. Das Pflanzloch würde ich, sofern die Baumwurzeln es zulassen, auf der Schattenseite buddeln (im Gegensatz zu Marcirs Empfehlung), weil sich dann die Rose auf ihrer Suche nach Licht Richtung Baum bequemen muss. Auf der Sonnenseite gesetzt, wächst sie eher vom Baum weg und muss dann mühsam zurückgelenkt werden.
... Was ist mit der Tanne? Magst Du sie nicht mehr sehen, aber kannst/willst sie nicht fällen? Hat sie Mängel? ...
Diese Grundsatzfrage stelle ich mir allerdings auch. Eine Koreatanne, die frei und gleichmäßig gewachsen ist, würde ich persönlich nicht berosen; solch ein schöner Baum braucht das nicht. Meine eigenen Koniferen sind eher "Mängelexemplare" (Kiefer wg. Schattendruck schief und unten verkahlt, Fichte wg. zu kleinen Abstands zur gewesenen Nachbarin einseitig braun), die ich aber nicht fällen möchte; da tun Rosen ganz gute Dienste zum Kaschieren... Schöne GrüßeQuerkopf
Re:Kletterrose an Tanne??
Verfasst: 6. Aug 2009, 10:15
von Thilly
Danke für eure Antworten, ihr habt mir sehr geholfen :)Zur Erklärungder Koreatanne fehlt nix, ist mit über 20 Jahren stattlich und überragt die Nachbargarage, also nix klein ;)Mein Herz hängt dran, weil es eben mal unser Weihnachtsbaum war.Wir wohnen auf dem gleichen Grundstück wie meine Eltern und für die sollte der Baum letztes Jahr schon gefällt werden, weil zu groß und nicht mehr schön (deren Meinung) Das hab ich verhindern können, weil wir mittlerweile das Grundstück übernommen haben.Wenn ich also so recht überlege, hab ich nach einer Lösung gesucht, den Baum zu erhalten, aber eben "netter" zu schmücken.......und da habt ihr mir geholfen :-*Papperlapapp......der Baum bleibt, so wie er ist, basta

(Es ist schon ein Kampf den Garten so zu gestalten, wie man selber möchte und nicht wie es erwartet wird....ich arbeite dran

)Also nochmal DANKESCHÖÖÖN!Ich krieg mit meinem Bearbeitsprogramm die Bilder einfach nicht klein genug

werde aber auf meiner HP eine Rubrik "Garten" machen, da stell ich die Tanne mit ein

Re:Kletterrose an Tanne??
Verfasst: 6. Aug 2009, 14:33
von freiburgbalkon
na wenn's mal der Christbaum war, ist es ja passend, daß sie nun draußen auch mit Girlanden versehen wird

. Wenn auch im Sommer und mit Rosengirlanden.
Re:Kletterrose an Tanne??
Verfasst: 6. Aug 2009, 23:21
von Querkopf
Hallo, Thilly,
... der Koreatanne fehlt nix, ist mit über 20 Jahren stattlich und überragt die Nachbargarage, also nix klein

...
naja, "klein" ist relativ... Wenn's eine Sämlingsform ist, kann natürlich auch eine Koreatanne 10-Meter-Format erreichen. Aber 20-Meter-plus-Waldbaumgröße à la FichteKieferLärche dürfte kaum drin sein. Deshalb wiederhole ich mich

: Guck beim Rosenauswählen drauf, dass du nix Übergroßes an den Baum setzt. Ich hatte es an meiner Kiefer, deutlich über 12 m hoch, zunächst mit 'Kiftsgate' versucht - und musste die Rose dann durch eine kleinere ersetzen, weil 'Kiftsgate' ihre fies bestachelten Monstertriebe nach ca. 6-7 m Höhe ebenso lang runterhängen ließ und uns den Durchgang verwehrte

. An Koniferenzweigen können sich Rosen weniger gut von allein festhalten als in Laubbaumkronen (kommt mir jedenfalls so vor); deshalb denke ich inzwischen bei der Baumrosen-Sortenwahl drüber nach, wie hoch ich mit meiner höchsten Leiter zum Aufbinden komme. 'Kiftsgate' in der Kiefer hat genau an diesem Punkt das Aufwärtswachsen eingestellt; von der maximalen Aufbindehöhe an ging's nur noch "abhängerisch" wieder runter. Viel Glück beim Gärtnern nach eigenem Gusto

!
freiburgbalkon hat geschrieben:na wenn's mal der Christbaum war, ist es ja passend, daß sie nun draußen auch mit Girlanden versehen wird

...

Schöne GrüßeQuerkopf
Re:Kletterrose an Tanne??
Verfasst: 6. Aug 2009, 23:40
von raiSCH
Das Pflanzloch würde ich, sofern die Baumwurzeln es zulassen, auf der Schattenseite buddeln (im Gegensatz zu Marcirs Empfehlung), weil sich dann die Rose auf ihrer Suche nach Licht Richtung Baum bequemen muss. Auf der Sonnenseite gesetzt, wächst sie eher vom Baum weg und muss dann mühsam zurückgelenkt werden.
Das empfehle ich auch immer, da es vernünftig klingt. Ich habe Rambler auch an Koniferen: 'Lykkefund' an einer Lärche und eine unbekannte andere weiße Rose an einer Eibe. Beide sind nicht nordseitig gesetzt, wachsen aber trotzdem in alle Richtungen durch die Bäume hindurch (auch nach Norden). Bei der Eibe muss ich nicht aufbinden, ich schiebe die Triebe einfach durch die Zweige hindurch. An der Lärche mit ihrem schütteren Nadelwerk ist gelegentliches Aufbinden nötig (allerdings ist 'Lykkefund' auch ein recht monsterhafter Wachser).