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Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 27. Mär 2010, 17:45
von riegelrot
Hallo,nachdem ich die Hälfte meines Gartens aufgeräumt habe, stelle ich fest, dass einige Stauden statt erfroren verrottet sind. Ganz traurig bin ich über meine ca. 8 Jahre alte Dierama P., die eine ganz besondere war, denn sie war weiß und die sind recht selten. Auch mein alter Thalictrum sieht verheerend aus, kann sie so aus der Erde ziehen. Das gleiche gilt für die Phygelius und Teucrium scorodonia, alles langjärig im Garten und hatten den strengen letzten Winter überlebt. Auch mein schwarzblättriger Lysimachia ist für mehr als die Hälfte verfault. Jede Pflanze steht in einem anderen Beet und mir fällt auf, dass außergewöhnlich viel Moos in den Beeten ist. Wer hat auch eher Nässe- als Frostschäden an den Stauden? Traurige Grüße, riegelrot

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 27. Mär 2010, 17:50
von zwerggarten
bis auf graugeschimmelte schneeglöckchen habe ich noch keine wirklich eindeutigen schäden entdeckt - allenfalls ein paar helleborus und echinaceen, die den langen schnee und die nässe wohl nicht so ulkig fanden... ansonsten ist das hier noch nicht ganz so weit mit dem austrieb - aber vielleicht habe ich auch einfach nicht so exquisite stauden im garten... :-\

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 27. Mär 2010, 17:52
von Dunkleborus
In welcher Klimazone bist du denn?Hier sind bei den Stauden ein paar Anchusa verfault, aber das ist bei denen fast normal.

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 27. Mär 2010, 17:57
von felidae
Vielleicht lag es an dem vielen Schnee, der so lange lag.Bei uns ist der Garten auch noch nicht abgetrocknet. Einiges sieht auch matschig aus, ich hab die Hoffnung es treibt noch aus.

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 27. Mär 2010, 18:01
von riegelrot
In welcher Klimazone bist du denn?
Nennt sich das mitteleuropäisch? NRW, lehmhaltiger Boden, z.Zt. klatschnaß. So etwas hatte ich noch nie.Ja, ich habe/hatte ziemlich viele "Exoten", die sich offensichtlich in meinem Garten bis jetzt wohlfühlten. Ausbeute langjähriger Streifzüge durch niederländische Gärtnereien und Ausstellungen sowie Tauschaktionen mit niederl. und belgischen Bekannten. Ich werde aber kapitulieren >:( , wenn's nächstes Jahr wieder so ein Winter wird......... Zurück zu den heimischen Pflanzen!Grüße, riegelrotP.S. Noch ein Totalausfall: meine doppelte Lychnis coronaria "Gardeners Word", sieht aber fast nach Wühlmaus aus, denn sie lag abgenagt mind. 50 cm. vom Standort ........... :'(

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 28. Mär 2010, 08:38
von Paulownia
Bei mir sind die Stauden weder erfroren noch verottet. Sie sind durch den Dauerfrost hochgefroren. Den Winter haben sie allesamt gut weggesteckt. Doch dann kam nochmal ein Kälteeinbruch. Der war wohl zu viel. Einige Stauden sind mir schlichtweg vertrocknet. Wie z.B. mein Thymianhügel. Extrem nässeempfindliche Sorten haben den Winter problemlos überstanden. Doch der normale Thym.vulgaris ist vertrocknet.Ab diesen Winter werde ich verstärkt im Frühjahr Stauden pflanzen und den Herbst nicht mehr dafür nutzen.

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 28. Mär 2010, 08:56
von carabea
Mir hat es die Stachys byzantina-Bestände komplett zermatscht. Bei meinem leichten Boden war Winternässe bisher kein Thema. Ich vermute aber, dass in diesem Fall der Schnee der Auslöser war.

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 28. Mär 2010, 09:32
von Treasure-Jo
Mir hat es die Stachys byzantina-Bestände komplett zermatscht. Bei meinem leichten Boden war Winternässe bisher kein Thema. Ich vermute aber, dass in diesem Fall der Schnee der Auslöser war.
...passiert schon mal, wenn es nur der Schnee war und der Boden durchlässig ist, dann kommen die Stachys in der Regel wieder, jedenfalls bei mir.

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 28. Mär 2010, 09:39
von wallu
Bei mir sind alle Erodium pelargoniflorum nur noch Matsch. Ende Februar, als ich das Beet abräumte, waren die fleischigen Wurzeln noch fest, nur etwas hochgefroren. Jetzt sind sie hin. Ansonsten ist es noch zu früh für eine Bestandsaufnahme. Meine Dieramas sehen gut aus, ich habe sie aber drinnen überwintert ;).

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 28. Mär 2010, 10:38
von riegelrot
Meine Dieramas sehen gut aus, ich habe sie aber drinnen überwintert ;).
Wallu, wie machst du das? In Kübeln? Meine ist/war so groß, die kann ich gar nicht mehr ausgraben. Ich habe immer einen Winterschutz mit Kompost und Tannengrün angebracht. Wie erwähnt, war bis jetzt immer gut gegangen. Winterschutz hatte ich vor einigen Wochen entfernt, so dass Licht, Luft und Sonne an die Pflanze kam.Ich nehme an, dass der viele und lange liegengebliebene Schnee die Ursache für die faulen Wurzeln sein kann. Denn mein GG hat sozusagen noch eine Schippe drauf gelegt, in dem er den vielen Schnee von den Terrassen in die Beete gekippt hat.Grüße, riegelrot

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 28. Mär 2010, 11:35
von freitagsfish
na, das könnte dann doch der eigentliche grund sein. weggeschippter schnee ist ja sehr viel dichter und schwerer als natürlich gefallener.

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 28. Mär 2010, 11:42
von riegelrot
Ja, leider aus schlechter Erfahrung wieder was gelernt. Ich kam darauf, weil auch der Rasen an den Stellen mit den hohen Schneehaufen verrottet ist.Interessant, dass z.B. meine Corydalis flexuosa "China Blue" wiederum jetzt schon so üppig ist wie nie zuvor. Und da steht auf dem Etikett, dass Staunässe zu vermeiden ist! Schön, dass der Garten immer wieder für Überraschungen sorgt.Grüße, riegelrot

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 28. Mär 2010, 12:06
von freitagsfish
schön, daß gg immer wieder für überraschungen sorgt! ;D

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 28. Mär 2010, 13:21
von wallu
Meine Dieramas sehen gut aus, ich habe sie aber drinnen überwintert ;).
Wallu, wie machst du das?
Ja, ich habe sie im Herbst in einen großen Kübel gesetzt, ab Dezember ins helle Treppenhaus bei ca 5-10°C gestellt, kaum gegossen und vor zwei Wochen wieder draußen ausgepflanzt. Ich weiß, daß sie das Umpflanzen eigentlich nicht mögen, aber immer noch besser, als sie im Winter zu verlieren ::).

Re:Stauden eher verrottet als erfroren

Verfasst: 28. Mär 2010, 13:31
von riegelrot
schön, daß gg immer wieder für überraschungen sorgt! ;D
Ja, nie langweilig........... ;D@wallu,danke, das ist natürlich wahnsinnig viel Aufwand. Und sie gehen wirklich wieder an? Berichtest du bitte mal hier?Es keimt bei mir ein Wenig Hoffnung: heute morgen vorsichtig die verrotteten Teile abgemacht und siehe da, es ist eine kleine grüne Spitze zu sehen. Immerhin eine (von sonst vielen!)Leider habe ich kleine Schnecken abmachen müssen, die in den Teich getan. Den Fischen schmeckten sie. Grüße