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Gartenbücher, die ich auf keinen Fall brauche

Verfasst: 8. Okt 2010, 02:05
von pearl
in der Stadtbücherei Heidelberg fielen mir ein paar Gartenbücher in die Hände. Auch welche, die ich zu Hause dann völlig überflüssig fand.Moderne Gartengestaltung - Das Große Ideenbuch. Das Buch hat inhaltlich mit dem Titel nichts zu tun. Es ist ein auf neo-modern gemachtes Styling in Gärten, in die man irgendwelche Geschäftskontakte einläd. Für sowas habe ich keine Verwendung.t im Titel ergänzt LG Nina

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall brauch

Verfasst: 8. Okt 2010, 02:08
von pearl
Gärten der Götter, Christopher McIntosh. Dem Namen des Autors konnte ich nicht widerstehen. Es hat schon was besonderes. Auf jeden Fall. Es steigerte sich zu dem Satz: selbst hardcore Naturwissenschaftler geben gelegentlich zu, dass Pflanzen Bewusstsein besitzen. Irgendwie so. Ich klappte das Buch zu und lege es weg.

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall brauch

Verfasst: 25. Dez 2010, 14:27
von pumpot
Ich schlage mich grad mit dem 'Schneeglöckchen ABC' herum. Das Heft/Büchlein ist ein einziges Ärgernis. Eine Sammlung von Fehlinformationen wie ich sie noch nie erlebt habe.

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall brauch

Verfasst: 26. Dez 2010, 11:56
von sarastro
Hallo Pumpot, Jetzt lies das Heft erst einmal in Ruhe durch und dann schreib einfach eine Rezension darüber, so wie ich es mit dem Phloxbuch und dem Gartenführer Österreich gemacht habe. Konstruktive Kritik nennt man das, indem Stärken und Schwachpunkte aufgelistet werden. Rein nur Fehler zu entdecken ist keine Kunst, besser machen ist gefragt. Ich kenne beispielsweise durchaus scharfe Kritiker von Fritz Köhleins Bücher. Dies war öfters auch berechtigt, weil Kommerz im Gegensatz zur vielleicht korrekteren Botanik im Vordergrund stand. Doch für wen wurden diese Monografien geschrieben? Für Botaniker, Gärtner oder fortgeschrittene Gartenliebhaber?Besser haben es die Kritiker damals alle nicht gemacht, geschweigedenn die Initiative ergriffen und damals selbst ein praktikables Buch über Enzian oder Sempervivum geschrieben. Im Gegenteil, die schnöden und trockenen, korrekten Bücher der Kritiker wurden erfolglose Ladenhüter. Ich will damit nicht behaupten, dass der Erfolg eines Buches ausschließlich an seinen Verkaufserlösen gemessen werden soll. Qualität hat manchmal auch ganz andere Maßstäbe.Frohe WeihnachtsbüchergrüßeSarastro

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall brauch

Verfasst: 26. Dez 2010, 18:12
von pumpot
Also Kritik an den Köhleinbüchern hab ich nicht geäußert. Die haben ihre Berechtigung und heben sich gegen die heutigen seichten Wischiwaschi-Gartenbücher ab. Klar kann man bei seinen Werken berechtigt Kritik üben, aber bei den deutschsprachigen Gartenbüchern verteidigen sie ihren Platz.Aber nun zu meiner eigentlich geäußerten Kritik. Eine wirkliche Rezension habe ich nicht vor abzuliefern. Es ist eigentlich egal welche Seite ich aufschlage, fast keine ist ohne grobe Schnitzer!So erfährt man z.B. "G.elwesii 'Rith Birchall' heißt heute 'Galatea' " - Das ist als wenn man Rosenfreunden präsentiert, dass z.B. 'Veilchenblau' heute 'Charles de Mills' heißt. oder über G. peshmenii "Synonyme sind G. graecus auct., G. reflexus Herb. ex Lindl. und G. elwesii ssp. minor D.A.Webb. Es blüht früh, zählt deshalb zu den herbstblühenden G., hat korkenzieherähnlich gedrehtes Laub im Endstadium, Sinus + Basalzeichnung." Das hat mit dieser Art überhaupt nichts zu tun. Dieser Absatz trifft auf Galanthus gracilis (bis auf den Herbstblüher) zu. Ich will gar nicht von den ganzen Fehlzuordungen der Sorten zu den Findern, oder gar den Namensdeutungen die wirklich abenteuerlich sind anfangen.Es ist ja nicht so, dass die Informationen nicht zugänglich sind. Allerdings stehen diese eher selten im Internet. Man muß schon in Büchern nachschlagen und lesen können. Für mich ist es absolut unverständlich, wieso man Dinge erfindet, oder nicht existente Zusammenhänge konstruiert. Dieses Heft suggeriert einem eine gut recherchierte Namensauflistung zum Thema Schneeglöckchen. Nur die Wirklichkeit sieht düster aus...

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall brauch

Verfasst: 27. Dez 2010, 00:02
von pearl
diesen "Aufsatz" von Maria Mail-Brandt würde ich genau so sehen wie er geschrieben ist. Irgendeinen Anspruch würde ich gar nicht daran stellen wollen. Man kann es doch einfach so lassen. Wen es interessiert?! Nun denn, für andere gibt es eine Vielzahl guter Werke.

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall brauch

Verfasst: 27. Dez 2010, 00:13
von zwerggarten
ich hatte mir das abc auch gekauft - und ich gestehe, es nicht weitergelesen zu haben, weil ich mit diesen privatkopierten, a-4-billig"gebundenen", gedichtschwangeren dingern einfach nicht warm werden kann... es wandert jetzt aus diesem aktuellem anlass in die rundablage... platz im regal ist heißumkämpft![size=0]auch deswegen habe ich z.b. leicht dem kauf von miesslers rosenlexikon widerstehen können... ::) :P[/size]

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall brauch

Verfasst: 27. Dez 2010, 10:17
von sarastro
Was bitte ist eine Rundablage? ???

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall brauch

Verfasst: 27. Dez 2010, 10:21
von Gartenhexe
Papierkörbe gibt es eckig und rund, also "Rundablage".LG von Henriette

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall braucht

Verfasst: 27. Dez 2010, 11:15
von sarastro
Diesen Ausdruck kennt man bei uns nicht. Eine Ablage ist eigentlich das Gegenteil von einem Entsorgungsbehälter. ::) ;D

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall braucht

Verfasst: 27. Dez 2010, 11:25
von zwerggarten
[size=0]das genau macht den charme dieser bezeichnung aus... :-X ;D [/size]jedenfalls sollten alle gartenbücher, die man auf keinen fall braucht, schleunigst dorthinein - oder man vertickt sie bei ibäh. 8)

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall braucht

Verfasst: 27. Dez 2010, 11:27
von Viridiflora
Bei uns sagt man dazu "Rundordner". :D ;)

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall braucht

Verfasst: 27. Dez 2010, 11:35
von sarastro
Bücher schmeißt man nicht weg. Punkt.Man verbrennt sie höchstens. Dies gilt aber höchstens für politischen Kleinkram. Gartenbücher sind mir viel zu wertvoll, besonders die antiquarischen Schinken.

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall braucht

Verfasst: 27. Dez 2010, 12:43
von riesenweib
Diesen Ausdruck kennt man bei uns nicht. ..
in ostÖ schon...

Re:Gartenbücher, die man auf keinen Fall braucht

Verfasst: 27. Dez 2010, 12:49
von Günther
Bücher schmeißt man nicht weg. Punkt.
Noch ein PUNKT 8)