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Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 4. Apr 2011, 17:33
von Knusperhäuschen
Die Graswege zwischen meinen Hochbeeten sind mittlerweile teilweise bis auf die blanke Erde abgelatscht. Es matscht, ist uneben wegen wühlender Mäuse und wenn die Beete im Sommer dicht bewachsen sind, ist es schwierig, mit dem Rasenmäher durchzufahren, vor allem an der Schrägen zum Nachbargartenzaun.Ich würde das ganze Hochbeetareal gerne Bauerngartenmäßig mit einem Staketen-Rollzaun umfassen (So, dass man evtl. den Zaun auch nochmal wegrollen kann, um bei größeren Aktionen (nicht jedes Jahr) bequem mit der Schubkarre ranzufahren und damit der Fuchs nicht mehr in die niedrigen Beete k...t. Oder Törchen einplanen.Die Wege würde ich gerne mit Holzhackschnitzeln belegen (5 cm, max. 10), das wären 2-4 cbm). Was mach ich als Unterbau? Ich will da nicht herumwühlen und die Grasnarbe abtragen, das ist für Beetbereitungen hier im steinigen Boden schon schwer genug. Ich dachte daran, einfach Pappe auszulegen und darauf dann die Hackschnitzel. Oder tatsächlich einmal (bin ja sonst kein Freund davon, aber womöglich hier die beste Wahl) mit round-up drübergehen, dann Pappe oder eher Vlies (wenn das nicht zu teuer ist, sind insgesamt 40 qm).Hält sowas auch am Hang, man könnte die Schnitzel ja ab und an wieder hochharken.Was würdet ihr vorschlagen?
Re:Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 4. Apr 2011, 17:34
von Knusperhäuschen
Weg in der Mitte
Re:Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 4. Apr 2011, 17:34
von Knusperhäuschen
Weg am Hang
Re:Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 4. Apr 2011, 17:36
von Knusperhäuschen
Das Ganze, um das der Zaun soll:
Re:Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 4. Apr 2011, 17:36
von lubuli
pappe ist nach einer saison durch, besser sind mehrere lagen zeitungen. das hält länger.
Re:Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 4. Apr 2011, 17:40
von Knusperhäuschen
Aber soviel Zeitungen hab ich nicht, ich wüßte auch nicht woher, hab schon zu wenig, um den Ofen anzumachen

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Re:Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 4. Apr 2011, 17:46
von Lilo
Ich kriege die Zeitungen immer von der Nachbarin.Das reicht mir als Unterlage für neue Wege und Beete.Frage doch mal in der Nachbarschaft, Freundes- und Bekanntenkreis, ob man nicht für dich die Tageszeitungen über einige Wochen sammeln könnte.
Re:Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 4. Apr 2011, 18:45
von Knusperhäuschen
Ich hab schon mal gesehen, dass du auch Holzschnitzelwege angelegt hast, Lilo, nicht wahr? Hattest du nicht Baumstämme am Rand liegen? Und untendrunter, hast du die Zeitungen einfach auf die Wiese gelegt?
Re:Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 4. Apr 2011, 18:47
von _felicia
Hallo Knusperhäuschen,Zeitung, Pappe, Kartons (bei großen Möbelhäusern, Elektrofachhandel... hinter Supermärkten im Container?)einfach auf das Gras legen und Rindenmulch, Häcksel drauf - so habe ich es bei mir gemacht - hält ein paar Jahre, dann fülle ich wieder auf. Fast kein Krautbewuchs. Ist sehr gut zu begehen und trocknet auch relativ schnell ab.Ich hatte Winde in einem Teil des Gartens und habe daher alles mit schwarzem Vlies abgedeckt und das Hochbeet mit Weg drauf aufgebaut. Das hat die Winde gar nicht gefreut. Die ist jetzt weg. Aber nur in solchen harten Fällen ist Vlies nötig. Überall sonst hab´ ich Kartons.Viele Grüße_felicia
Re:Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 4. Apr 2011, 19:29
von Lilo
Hallo Knusperhäuschen,ja ich habe teilweise Baumstämme oder dickere Äste als Wegbegrenzung.Wenn ich Rindenmulchwege anlege ohne die Grasnarbe zuvor zu entfernen, dann mähe ich das Gras vorher auf der kleinsten Stufe ab, bearbeite das Stück noch mit dem Rechen, dann lege ich die Zeitung dachziegelartig aus und gebe den Mulch darauf.
Re:Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 4. Apr 2011, 20:43
von Knusperhäuschen
Das klingt doch alles ganz gut, Zeitung schaff ich in so kurzer Zeit in den benötigten Mengen nicht ran, aber Pappe, denk ich, krieg ich schon. Denn eigentlich würd ich das ganz rasch machen, bevor das Gras wieder loslegt.
Re:Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 7. Apr 2011, 00:57
von Querkopf
Hallo, Knusperhäuschen, meine Gartenwege sind alle mit Holzhäcksel belegt. Unterbau: 1. festgestampfter Lehmboden, vorm Glattziehen und Verdichten säuberlich gejätet (ob Jäten mutt, weiß ich nicht, ich hab's vorsorglich getan), 2. Unkrautvlies, doppelte Lage, 3. dicke Schicht Zeitung, 4. Holzhäcksel. Das Vlies finde ich dabei entscheidend: Es hindert Dauer(un)kräuter dran, von unten durchzuwachsen. Selbst Tiefwurzler wie Löwenzahn, Winde, Giersch & Co. sind ihm nicht gewachsen, im Wortsinn

. Piekser wie Quecke kommen durch, scheitern dann aber an der folgenden Papierschicht. Das Vlies bremst außerdem zugeflogene Samen dabei, Wurzeln in den Boden zu schieben (aus der Holzhäckselschicht kann man Unerwünschtes mühelos rausziehen).Zuvor waren die gleichen Wege ohne Vlies aufgebaut. Das ging so lange gut, wie ich Verrottetes jeweils rechtzeitig erneuern konnte. Aber dann hatte ich mal einen Sommer lang kaum Zeit für den Garten - mit dem Ergebnis, dass der Lehmboden untendrunter den Papier- und Holzbelag regelrecht "gefressen" hat und die Wege rutschiger und verkrauteter waren als die Beete nebenan... Das tu' ich mir nicht nochmal an. Und die Vlies-Trennschicht hat sich bisher als sehr wirksam und zudem als dauerhaft erwiesen. Zeitungen habe ich lange vorher zu sammeln begonnen. Wenn Nachbarn, Freunde, Bekannte mitsammeln, kommt rasch ein Berg zusammen. Wenn du Eile hast, frag doch einfach mal bei deiner Lokalzeitung, ob du da ein, zwei Wochen lang was abholen darfst; oder bei einem Altpapierdealer, ob er dir für ein paar Euro zwei, drei Kubikmeter verkauft. Die Papierschicht, 1-2 cm dick, hat bei mir mit direktem Bodenkontakt ca. 3 Jahre gehalten, mit Vlies drunter vergeht sie langsamer - Pappe ist viel schneller weg. Die doppelte Unterlage bewahrt auch die Holzhäcksel vor allzu schnellem Verrotten (meine sind eh recht grob). Am Hang hält's nicht. Bei sanftem Gefälle geht's aber - allerdings hatte ich auch da nach sommerlichen Starkregen schon mal kleine "Gräben" drin. Das kann aber man erstens schnell wieder zurechtharken. Und zweitens gleich beim Bauen vermeiden, indem man die Wege etwas höher anlegt als die Beete; dann sucht sich Wasser seinen Weg halt jenseits des Wegs. Schöne GrüßeQuerkopf
Re:Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 7. Apr 2011, 07:26
von Knusperhäuschen
Vielen Dank für die ausführliche Beschreibung

!Du hast also beides, Vlies und Zeitung/Pappe, das ist solide, aber besser vorher etwas mehr Arbeit, als sich hinterher zu ärgern.Hinter unserem Gartenhaus, der Kriechgang zum Nachbarn und der Bereich vorm Brennholz, hab ich auf die Flächen (teils plattgetrampeltes Gras, teils blanke Erde) Vlies gelegt und mit Rindenmulch abgedeckt, das hält jetzt auch schon das dritte Jahr, an den Rändern muß man einmal im Jahr etwas Grasplaggen abheben, die vom Rand her darüber wachsen, ansonsten ist die Fläche noch unkrautfrei. Im Vorgarten hab ich es unter einem kleinen Kiesbeet mit Polsterpflanzen angewand, dort muß ich nur den angeflogenen Löwenzahn auszupfen, also denk ich, dass ich wohl doch Vlies als Unterlage verwenden werde. Ich guck mich mal nach einem günstigen Anbieter um, am besten wäre Vlies in etwa 80 cm breite, sowas gibt es, hab ich schon gesehen.
Re:Holzhackschnitzelwege
Verfasst: 7. Apr 2011, 10:49
von Knusperhäuschen
Evtl. kann ich der Gemeinde hier was abkaufen von einem Hackschnitzelberg direkt um die Ecke, wird sich noch klären,Dann müsste ich schnell an Vlies kommen.Wer weiß denn eine günstige Bezugsadresse für brauchbares Unkrautvlies in 80er Breite (doppelt legen wollte ich es jetzt nicht)? Falls das alles hopplahopp gehen muss.