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viburnum plicatum Herbstfärbung seit Juni

Verfasst: 17. Sep 2011, 15:26
von Walter Punch
Seit einigen Jahren habe ich einen viburnum plicatum Thunb. der kaum wächst und dessen Blätter in diesem Jahr bereits seit Ende Juni die typische bordeauxfarbene Herbstfärbung aufweisen. Auch hat der Strauch (rund 120 cm hoch und breit) nur 2 Blüten gehabt. Er steht hell und bekommt auch Sonne. Hat jemand eine Idee, was da falsch läuft?

Re:viburnum plicatum Herbstfärbung seit Juni

Verfasst: 18. Sep 2011, 12:40
von Joachim
Klingt nach einem trockenen, sonnigen und evt. nährstoffarmen Standort. Viburnum lieben Wasser !

Re:viburnum plicatum Herbstfärbung seit Juni

Verfasst: 18. Sep 2011, 13:46
von Treasure-Jo
...sehe ich genauso, vor allem Trockenheit führt zu früher Färbung (und Blüteausfall)Das sind die Spätfolgen des trockenen Frühjahrs.

Re:viburnum plicatum Herbstfärbung seit Juni

Verfasst: 18. Sep 2011, 17:53
von marcir
Die sind nicht immer einfach zu halten. Ich musste drei pflanzen, bis endlich eine blieb. Diesen Sommer musste ich sie besonders wässern, bei dieser grossen Trockenheit, da hing sie praktisch jeden Tag in den "Seilen"!Dafür zeigt sie nun eine zweite Blüte, eigenartigerweise:

Re:viburnum plicatum Herbstfärbung seit Juni

Verfasst: 21. Sep 2011, 12:18
von Joachim
Trockenheit in diesem Sommer ?!

Re:viburnum plicatum Herbstfärbung seit Juni

Verfasst: 21. Sep 2011, 12:33
von Treasure-Jo
Trockenheit in diesem Sommer ?!
Ja, April, Mai waren sehr trocken, schon da kann der Trockenstress induziert worden sein, weil sich in diesem Monat die Blattmasse unter Wassermangel bilden mußte. Das wird in den regenreichen Folgemonaten nicht mehr kompensiert! Im Übrigen kam der Regen in vielen Regionen erst spät im Juli bzw. erst im August.

Re:viburnum plicatum Herbstfärbung seit Juni

Verfasst: 22. Sep 2011, 15:19
von Walter Punch
In der Tat war die Trockenheit im Frühjahr auch die einzige Erklärung, die ich auch hatte, obwohl ich immer wieder gewässert habe. (Ich beobachte ohnehin, dass es immer trockener wird und die Regenwolken einen Bogen um meinen Garten machen). Nährstoffmangel war es bei dem schweren Boden jedenfalls nicht. Wieviel Sonne verträgt denn so ein Viburnum nach eurer Erfahrung? Meiner bekommt Sonne bis in den späten Morgen.

Re:viburnum plicatum Herbstfärbung seit Juni

Verfasst: 22. Sep 2011, 20:10
von Joachim
Wenn die Sonne nur bis zum späten Morgen auf die Pflanze scheint, ist der Standort wohl nicht zu sonnig. Sträucher brauchen aber eben auch ein paar Jahre bis sie richtig etabliert sind, auf schwerem Boden eher länger.

Re:viburnum plicatum Herbstfärbung seit Juni

Verfasst: 22. Sep 2011, 20:24
von Treasure-Jo
Darf ich noch etwas zu dem Strauch fragen: Wie groß war der Strauch beim Kauf?War es eine Container-Pflanze oder Ballen-Ware?Hast Du den rel. schweren Boden (Aushub) mit Sand versetzt?

Re:viburnum plicatum Herbstfärbung seit Juni

Verfasst: 23. Sep 2011, 11:05
von Walter Punch
Darf ich noch etwas zu dem Strauch fragen: Wie groß war der Strauch beim Kauf?War es eine Container-Pflanze oder Ballen-Ware?Hast Du den rel. schweren Boden (Aushub) mit Sand versetzt?
ich meine, der Strauch war rund 90 - 100 cm hoch, es war eine Containerpflanze und ich habe den Lößboden nicht mit Sand versetzt. Jedes Jahr weisen ein paar Zweige abblätternde Rinde auf und sind vertrocknet. Der Strauch wächst kaum, er ist nach mehreren Jahren 120 cm hoch. Eigentlich hat er mehr in der Breite als in der Höhe zugelegt. Ich habe ihn mir gerade noch einmal angesehen und zu meiner Überraschung festgestellt, dass er 1 Blütenansatz gebildet hat - völlig zur Unzeit.

Re:viburnum plicatum Herbstfärbung seit Juni

Verfasst: 23. Sep 2011, 14:48
von Treasure-Jo
Nicht selten beobachtet man bei Containerpflanzen ein schlechtes Einwachsen insbesondere auf schwren Böden. Es gibt dazu auch einige Untersuchungen.Daher ist es bei torfhaltigen Substraten sehr hilfreich, den Boden mit Sand durchlässiger zu machen, und den Wurzeln das Einwachsen in den Boden zu erleichtern.Außerdem sind bei Containerware die Wurzeln manchmal gedreht (Drehwurzeln), so dass ein Tiefenwurzeln unterbleibt, was selbst auf frischen Böden zu Trockenschäden führen kann.Es ist durchaus überlegenswert, das Gehölz nochmals auszugraben, den Wurzelballen aufzulockern und den Boden mit reichlich Sand (ca. 30% zum Aushub) um reifem (!) Kompost zu verbessern. Auch unter den Wurzelballen reichlich Sand einmischen.