Seite 1 von 1

Blutläuse am Apfel

Verfasst: 4. Mai 2014, 20:01
von enaira
An meinem Elstar entdecke ich immer mehr Blutläuse.Zunächst saßen sie nur unter aufgeplatzter Rinde, jetzt auch an etlichen alten Schnittstellen.Der Baum soll im Herbst gerodet werden, aber eigentlich wollte ich das wirklich erst dann machen, weil sein Schatten sonst fehlt.Kann ich die Blutläuse ignorieren?Zum Spritzen ist der Baum viel zu groß.Außerdem möchte ich den Apfelbaum vermutlich durch einen Zierapfel ersetzen.Geht das ohne Bodenaustausch?Könnten die Blutläuse dem Nachfolgebaum auch Probleme machen, wenn ich jetzt nichts dagegen tue?

Re:Blutläuse am Apfel

Verfasst: 5. Mai 2014, 19:07
von enaira
Wo sind denn die ganzen Obstspezialisten?Keiner da? :-\

Re:Blutläuse am Apfel

Verfasst: 5. Mai 2014, 20:02
von Isatis blau
Zum Glück hatte ich noch keine Blutläuse, deshalb habe ich nichts geschrieben.Laut Literatur kann man die Blutläuse mit einem Hochdruckreiniger entfernen.Zum Nachpflanzen von einem Zierapfel: das ist wie ein Speiseapfel. Wenn Du sicher sein willst, dass der neue Baum gut anwächst, solltest Du schon den Boden austauschen. Was Krankheiten angeht, bekommen Zieräpfel die gleichen Krankheiten wie Speiseäpfel. Die Blutläuse treten vor allem an größeren Schnittwunden auf, die hättest Du bei einem neu gepflanzten Baum ja erst mal nicht.

Re:Blutläuse am Apfel

Verfasst: 5. Mai 2014, 20:28
von enaira
Hochdruckreiniger kommt sicher nicht in Frage, dann wäre der Baum vermutlich gleich entlaubt. Und er ist auch zu hoch, da oben sieht man nichts und müsste sozusagen blind "schießen". Obwohl ich die Idee als solche ganz gut finde... :-\Im Moment tendiere ich dazu, einen Teil der Äste jetzt bald zu entsorgen, Ende Mai wird Grünschnitt abgeholt. Man könnte so viel stehen lassen, dass noch etwas Schatten bleibt. Dass der Baum dann vermutlich neu treibt, ist egal.Er hatte ohnehin keine einzige Blüte... :-XIch habe heute mal in unserer Baumschule nachgefragt. Die meinten auch, man müsste bei Neupflanzung eines Zierapfel mindesten 1 Kubikmeter Erde austauschen.Das ist mir eigentlich zu viel.Dann wird es wohl doch ein anderer Baum. Ich werde dann demnächst mal mit ein paar eigenen Ideen im Atelier nachfragen.

Re:Blutläuse am Apfel

Verfasst: 5. Mai 2014, 20:41
von Isatis blau
Wenn der Baum noch nicht so alt ist, könnte man ihn auch neu veredeln. Warum nicht mit einer Zierapfelsorte?Dann wäre das Problem mit dem Bodenaustausch keines mehr und Du hättest früher einen größeren Baum.

Re:Blutläuse am Apfel

Verfasst: 5. Mai 2014, 22:05
von enaira
Das ist zwar im Prinzip eine gute Idee, kann ich mir aber nicht so gut vorstellen.Der Baum ist ca. 15 Jahre alt. Der Stamm hat einen Durchmesser von mindestens 30 cm (eher mehr, habe nur geschätzt), und in etwa 1,50 m Höhe gehen 3 sehr dicke Leitäste fast waagerecht ab.Ich hatte keine Ahnung und habe es damals mit dem flach stellen der Triebe wohl übertrieben. Der ganze Baum ist eher ein Beleg für Unkenntnis im Baumschnitt :-[

Re:Blutläuse am Apfel

Verfasst: 6. Mai 2014, 08:34
von Gartenlady
Wir hatten einen Zierapfel mit diesem Problem, es kam auch noch Schorf dazu. Es tat mir sehr leid ihn fällen zu müssen, denn er war lange Zeit mein absoluter Lieblingsbaum im Garten.Die Blutläuse waren einige Jahre Nahrungsquelle für viele Vögel, ein Schwarm Schwanzmeisen kam regelmäßig und hat den Baum sauber geputzt, natürlich nur vorübergehend, ebenso kam immer ein Specht mit seinem Nachwuchs. Aber der Baum verlor schon im Sommer sämtliches Laub wegen Schorf, es war nur noch ein hässlicher Anblick.@enaira, ich würde mit dem Fällen bis zum Herbst warten.Ein neuer Apfel wird an dieser Stelle problematrisch sein, nicht wegen der Blutläuse, sondern weil Äpfel - genau wie Rosen - an einer Stelle, wo vorher ein Apfel stand, nicht mehr gedeihen. Wenn Du einen neuen Baum pflanzen möchtest, dann sollte es kein Rosengewächs sein, oder aber Boden austauschen. Ich habe in einem Nachbargarten gesehen, was es bedeutet diese Regel zu missachten, das neue Bäumchen ist einfach nicht gewachsen, auch nach 10 Jahren nicht.