Seite 1 von 2
Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 21. Mai 2017, 08:24
von neo
Guten Morgen
Ich habe mir einen "falschen" wilden Wein gekauft, für den angedachten Standort falsch, weil quinquefolia ja ein Himmelskletterer sein soll und ich brauche einen für die Breite (der Richtige ist schon gepflanzt.)
Ist es für einen Baum auch in 20, 30 Jahren unbedenklich, wenn P.quinquefolia an ihm hochklettert oder kommt es irgendwann zu Bedrängnis? (Den Efeu lasse ich aus diesem Grund nur an den Stämmen klettern, nicht in die Krone.)
Bin dankbar für einen Rat.
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 21. Mai 2017, 08:29
von Staudo
Das geht. Hier hat er auch eine Ecke erobert. Im Winter kappe ich die Triebe. Das fällt nicht weiter auf und im Sommer muss der Wein immer wieder von neuem anfangen.
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 21. Mai 2017, 08:36
von neo
Das würde heissen jedes Jahr Rückschnitt...Schwierig ist das ja nicht, man könnte ihn einfach runterrupfen.
Wenn du ihn gewähren liessest würde er zu dominant oder was ist der Grund für deinen jährlichen Rückschnitt?
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 21. Mai 2017, 08:41
von Staudo
Ja, der überwuchert alles. Ich schneide die nach oben gehenden Triebe einfach durch und lasse alles hängen. Das fällt kaum auf und dauert nur ein paar Minuten.
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 21. Mai 2017, 08:44
von Henki
Ganz am Rande sollte man sich überlegen, ob man dieses Unkraut wirklich im Garten haben will. Der Samen geht in allen Ecken auf und wo der sich erstmal unbemerkt einen Weg gesucht hat, ist ihm nur mühsam wieder beizukommen.
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 21. Mai 2017, 08:46
von oile
Ist aber nicht so schlimm wie Hopfen.
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 21. Mai 2017, 08:48
von Henki
Mit gutem Spaten und Bewegungsfreiheit im Beet bekommt man ihn leichter wieder weg, als Hopfen, dafür versamt er sich (hier) aber viel invasiver.
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 21. Mai 2017, 08:49
von neo
Ok, das ist dann ja wirklich einfach, danke Staudo.
(Vielleicht fressen den ja auch die Rehe vorzu weg. ;D ;))
Wo der hinkommt ist eigentlich nicht mehr Garten @Hausgeist, mehr so Wiese und Bäume.
Dann sind die Parthenocissus also unterschiedlich im Verhalten, `Veitchii`versamt sich hier nicht?
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 21. Mai 2017, 08:51
von Henki
'Veitchii' ist deutlich gesitteter und für mich auch der schönere der beiden.
Den Samen verteilen übrigens die Vögel und sorgen so dafür, dass er eben nicht nur dort versamt, wo er steht, sondern auch großzügig im weiteren Umfeld.
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 21. Mai 2017, 08:59
von neo
Ich pflanze ihn ganz an die Grenze an einen Baum und hoffe, ich bereue dann die Entscheidung später einmal nicht. ;)
(Das Versamen geht in meinem schweren Boden nicht ganz so leicht von statten, in diesem Fall wär`s dann ein Vorteil.)
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 6. Sep 2026, 18:08
von Blush
neo hat geschrieben: ↑21. Mai 2017, 08:59
hoffe, ich bereue dann die Entscheidung später einmal nicht.
Bereust Du oder erfreust Du Dich?
Staudo hat geschrieben: ↑21. Mai 2017, 08:29
Im Winter kappe ich die Triebe. Das fällt nicht weiter auf und im Sommer muss der Wein immer wieder von neuem anfangen.
Und bleibst Du bei Deiner Aussage, Staudo?
Hier ist es zwar Parthenocissus tricuspidata Veitchii, ansonsten aber dieselbe Frage. Lasse ich ihn in die Omorika-Fichte in der Grundstücksecke wachsen (rechter Nachbar große Heckengehölze mit viel Wildwuchs und Totholz, gegenüber ein gepflegter Kirschbaum) oder bereue ich bald? Einen anderen Platz sehe ich nicht und dort könnte ich die Herbstfärbung von der Terrasse aus genießen. Ich bin sehr unsicher!
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 6. Sep 2026, 19:44
von alfalfa
In unserem vorigen Garten hatten wir cinquefolia in einem kleinen Gebüsch aus ca. 4 m hohen Myrobalane Sträuchern ranken. Im Herbst sah es sehr schön aus.
Das Gebüsch stand an einem Weg, so musste man die lang herunterhängenden Triebe dann und wann einkürzen, damit man darunter noch gehen konnte.
Die Triebe sind weich, daher war das kein grosses Problem.
Das einzige Fragezeichen wäre für mich, ob eine Fichte die Beschattung durch die Blätter auf Dauer verträgt ohne zu verkahlen.
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 6. Sep 2026, 19:54
von Blush
Das ist ein guter Einwand. Ich weiß es auch nicht. Druck durch zu eng stehende Sträucher mögen sie auf keinen Fall. Sehe ich hier an einer Zuckerhut- und einer kissenartig wachsenden Fichte.
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 6. Sep 2026, 20:21
von hobab
Nadelbäume, vor allem Fichten, dürften verkahlen, auch wenn jährlich runtergesetzt wird. Das Runterschneiden ist im Prinzip ein guter Gedanke, ohne nimmt Parthenocissus irre Dimensionen an (Kiefernstämme sind nicht mehr zu sehen, verdreifachen sich im Umfang und die runterhängenden Triebe verschatten den Garten).
Re: Parthenocissus quinquefolia in Baum wachsen lassen?
Verfasst: 6. Sep 2026, 20:28
von Ruth66
Ach ja, und er bleibt nicht nur im Baum, sondern schickt sich an langsam aber sicher den Garten zu erobern. Und wird vermutlich versuchen die Fichte zu überwuchern.