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Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 24. Jan 2019, 22:52
von Rieke
Wir möchten den nußbaumlosen Zustand unseres Gartens beenden, ein Jahr nach der Fällung des alten Baums. Da Marssonina hier ein ziemliches Problem ist, brauche ich einen widerstandsfähigen Baum. Nach meinen Recherchen wäre Geisenheim 26 gut geeignet.
Wie groß wird diese Sorte? Ich habe im Netz nur was zum Platzbedarf gefunden, 60-80 m2, aber nichts zu Höhe der Krone oder in welcher Höhe die Krone beginnt. Ist sie wirklich widerstandsfähig? Bei dem alten Nußbaum war die Entwicklung in den letzten Jahren sehr frustrierend, wir haben noch bestenfalls eine Handvoll Nüsse aufsammeln können.
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 26. Jan 2019, 17:36
von Isatis blau
Nachdem keiner etwas schreibt, das wenige, das ich weiß. In der Nachbarschaft wurde in den achtziger Jahren eine veredelte Walnuss gepflanzt. Die Sorte kannte der Besitzer nicht, aber ich vermute, dass es die Nr. 26 ist. Blütezeit und Frucht könnten hinkommen. Der Baum ist wirklich gesund und hat gesunde Nüsse, was die Sämlingsbäume nicht unbedingt haben.
Ich selber habe eine Nr. 120 auch die hat gesunde Nüsse, wurde in den neunzigern gepflanzt und ist jetzt schon größer als die Nr. 26.
Mein Baum wird gedüngt, die Nachbarsnuss nicht mehr, der Besitzer ist vor etwa 15 Jahren gestorben und seitdem wird nichts mehr gemacht. Dafür steht der Baum wirklich gut da.
Die Höhe, ab wann der Baum sich verzweigt, kannst du selber festlegen.
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 26. Jan 2019, 17:43
von Tomesen
Servus,
ich habe die Geisenheim 26 selber nicht, aber ich kenne einige der anderen Geisenheimer auslesen (139/120).
Beides gesunde Bäume und sie tragen manchmal noch etwas, wenn meine Sämlinge durch Spätfrost ausfallen. Zu speziellen Resistenzen und Wuchs kann ich nicht mehr sagen als man bei google findet. Mittelstark schreiben die meisten, aber das heißt bei Nussbäumen mit zunehmenden Alter nicht so viel, auch wenn zum Beispiel eine Weinsberg I schon eine deutlich kleinere Krone macht als umliegende Sämlinge. Die Krone kann man aber gut steuern, einfach bis zur gewünschten Höhe aufasten, dann kann man auch mit dem Traktor drunter durch. Meiner Erfahrung nach machen Nussbäume Schnitte gut mit, sonst hätt mein Vater schon die meisten gekillt. Wenn vorher schon ein Nussbaum fast eingegangen ist, passt aber vielleicht auch der Standort nicht besonders?
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 26. Jan 2019, 17:47
von Bristlecone
Ich glaub, Rieke ist gerad dran und wird in Kürze Näheres berichten.
Bin gespannt.
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 28. Jan 2019, 18:19
von Rieke
@ Isatis und Tomesen: Ist Marssonina in Eurer Gegend ein Thema?
Der Standort an sich ist schon geeignet, der gefällte Nussbaum war schon einige Jahrzehnte alt, auf dem Nachbargrundstück steht ein beeindruckend großer Baum, der in den letzten Jahren aber auch recht schütter geworden ist. Auch in der weiteren Umgebung stehen alte Nussbäume. Unser Baum stand aber zu nah am Haus und deswegen wurden im von den Vorbesitzers und später auch von uns ziemlich dicke Äste abgeschnitten - einige dicke Äste lagen fast auf dem Dach. Das hat ihm mit Sicherheit nicht gut getan.
Bristlecone hat geschrieben: ↑26. Jan 2019, 17:47Ich glaub, Rieke ist gerad dran und wird in Kürze Näheres berichten.
Bin gespannt.
Bristlecone hat mich per PN auf die
Walnussmeisterei hingewiesen. Leider habe ich auf meine Mail bisher keine Antwort bekommen. Dort werden einige interessante Sorten angeboten, die eine Alternative zu Geisenheim 26 sein könnten. Mein Mann hat sowieso Bedenken, ob eine süddeutsche Züchtung für uns so gut geeignet ist. Die Walnussmeisterei sitzt in Velten/Brandenburg, deren Bäume kennen das hiesige Klima schon.
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 28. Jan 2019, 18:22
von Isatis blau
Ich denke schon, bei Äpfeln ist die Marssonina nachgewiesen.
Die Walnussbäume sehen seit einigen Jahren schlecht aus.
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 28. Jan 2019, 18:44
von Rieke
Aber die vermutliche Geisenheim 26 bleibt gesund?
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 28. Jan 2019, 19:58
von Isatis blau
Ja, die Gesundheit und die sehr späte Blütezeit, männlich und weiblich gleichzeitig, sind auffallend. Außer 2017 hat der Baum jedes Jahr getragen. Bei Spätfrösten hat er noch nicht ausgetrieben.
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 28. Jan 2019, 22:26
von kolumbus
ich hatte vor ca. 4 Jahren einen Nr. 26 gepflanzt. Er ist gut angewachsen, gesund und jetzt auch erstmals einige Nüsse getragen. Er ist ca. 1,80m hoch.
Damals hatte ich irgendwo gelesen, des es die kleinste Geisenheimer Sorte ist. Er sollte also nicht so groß werden.
Mein Schwager hatte 12 Jahre (vermutlich) auch eine Nr. 26 im Hof stehen, dieser war ca. 3m hoch.
Ich kann Nr. 26 bis jetzt sehr empfehlen.
Grüsse
Kolumbus
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 28. Jan 2019, 22:31
von frauenschuh
Dem kann ich mich anschliessen. Das Exemplar im Garten meiner Tochter ist müsste jetzt ca. 8 Jahre alt sein. Er trägt jedes Jahr ein paar Nüsse und hat eine höchst überschaubare Größe. Auch hier ca. 3 m
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 29. Jan 2019, 18:12
von Rieke
Nur 3 m hoch - so winzig habe ich mir die Sorte nicht vorgestellt, wozu dann die 60-80 m2 Platzbedarf, die ich bei den Sortenbeschreibungen gefunden habe? Oder stehen die Bäume an einem ungünstigen Standort?
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 29. Jan 2019, 18:28
von Isatis blau
60-80qm Platzbedarf ist für eine Walnuss nicht viel. Der Nachbarsbaum ist zwar groß, aber für sein Alter relativ klein, meine jüngere Nr.120 ist schon größer. Bei Walnuss habe ich mal 12m Abstand gelesen, das wären im Quadrat 144.
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 29. Jan 2019, 18:44
von martina 2
In dieser
Waldviertler Biobaumschule gibt es die Geisenheim 26, was für Robustheit und Härte spricht. Auch wenn du sie dort nicht beziehen wirst, bekommst du bestimmt Auskunft per E-Mail.
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 29. Jan 2019, 20:16
von Rieke
Ein Baum, der Waldvierteler Winter überlebt, hat hoffentlich auch in Berlin eine Chance, wobei wir hier weniger Schnee haben dürften und mehr Kahlfrost. Die Länge der Vegetatationsperiode wäre noch ein anderer Faktor.
Ich sollte doch noch erläutern, warum ich vor allem nach der Größe frage. Wir müssen in den nächsten Wochen planen, was wir noch im Garten unterbringen können, und wo wir Platz haben oder welchen schaffen können. Ein möglicher Platz für einen Baum ist im Vorgarten, schräg vor dem Haus. Da könnte man, wenn man die Abstände zum Nachbarn und zur Straße einhält, einen Baum mit 6-8 m Höhe unterbringen. Etwas mehr Schatten auf der Seite vom Haus wäre wünschenswert. Hinten im Garten gibt es auch noch einen möglichen Pflanzplatz, aber da ist im Winter ein Frostloch. Sonst wäre zu überlegen, ob wir einen der vergreisten Apfelbäume fällen, aber die sind alle noch recht ertragreich und halten wahrscheinlich noch ein paar Jahre durch.
Mit 3m Höhe nach 12 Jahren wäre die Geisenheim 26 eher ein Kandidat für ein Lücke zwischen den Hochstämmen. Vorm Haus hätte ich dann lieber etwas mehr Baum.
Re: Walnuss Geisenheim 26 - Erfahrungen?
Verfasst: 30. Jan 2019, 18:34
von martina 2
Rieke hat geschrieben: ↑29. Jan 2019, 20:16Ein Baum, der Waldvierteler Winter überlebt, hat hoffentlich auch in Berlin eine Chance, wobei wir hier weniger Schnee haben dürften und mehr Kahlfrost. Die Länge der Vegetatationsperiode wäre noch ein anderer Faktor.
Ja, Kahlfrost ist im Waldviertel meist kein Thema, aber die Vegetationsperiode ist denkbar kurz - Spätfröste oft noch in der 2./3. Maiwoche, die ersten Nachtfröste manchmal schon im September. Aber der Artner liefert seine Bäume bis Südtirol, ob die Geisenheim 26 bei uns auch fruchtet, kann er dir nur selber sagen.