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Kupfernagel?
Verfasst: 1. Aug 2019, 16:49
von monili
Hallo,
ich muss ein paar Bäume entfernen habe jedoch beidseitig ein böses Karpaltunnelsyndrom und kann nix mit meinen Händen arbeiten. Also fiel mir die gute alte Kupfernagelgeschichte ein - und dass ich die Bäume zumindest abtöten und damit am Neuaustrieb hindern könnte.
Nur - stimmt die Gschicht mit dem Kupfernagel überhaupt oder ist das Gärtnerlatein?!? Wenn ja, wie viel Stück Nägel bräuchte ich denn? Oder gibts noch eine bessere Alternative?
LG monili
Re: Kupfernagel?
Verfasst: 1. Aug 2019, 17:05
von APO-Jörg
monili hat geschrieben: ↑1. Aug 2019, 16:49Hallo,
ich muss ein paar Bäume entfernen habe jedoch beidseitig ein böses Karpaltunnelsyndrom und kann nix mit meinen Händen arbeiten. Also fiel mir die gute alte Kupfernagelgeschichte ein - und dass ich die Bäume zumindest abtöten und damit am Neuaustrieb hindern könnte.
Nur - stimmt die Gschicht mit dem Kupfernagel überhaupt oder ist das Gärtnerlatein?!? Wenn ja, wie viel Stück Nägel bräuchte ich denn? Oder gibts noch eine bessere Alternative?
LG monili
Gärtnerlatein
Re: Kupfernagel?
Verfasst: 1. Aug 2019, 17:13
von fromme-helene
Das ist ein Märchen. Ringeln funktioniert.
Wobei ich mich immer frage, wozu das gut sein soll - dann steht statt eines lebenden eben ein toter Baum da, was hättest Du da schon gewonnen?
Aber ich bin eh voreingenommen, ich finde es nämlich um ungefähr alle gesunden Bäume schade. :-\
Re: Kupfernagel?
Verfasst: 1. Aug 2019, 17:17
von Amur
Wie groß sind den die Bäume. Karpaltunnelsyndrom hatte ich auch schon beidseitig, aber am Bäume fällen hat mich das nicht gehindert.
Ich vermute das sind eher etwas höhere Hecken die man mit dem Beil mit drei Hieben ins jenseits befördern kann.
Re: Kupfernagel?
Verfasst: 1. Aug 2019, 17:34
von AndreasR
Ich glaube nicht, dass man durch das Töten eines Baums Zeit gewinnen kann, um ihn später zu fällen, denn ist er erstmal tot, vergrößert sich ständig die Gefahr, dass Äste abbrechen oder der Baum morsch wird und umstürzt. Außerdem wachsen Bäume jetzt auch nicht so rasch, dass man unbedingt ihr Wachstum stoppen müsste, Dein Karpaltunnelsyndrom wird ja hoffentlich nicht noch mehrere Jahre anhalten.
Wenn die Fällung auf lange Sicht unvermeidlich ist, dann gibt den Bäumen wenigstens noch eine Gnadenfrist, denn wie Helene schon sagte, jeder lebende Baum ist ein Gewinn für die Natur. Meines Wissens sind Fällungen, sofern nicht Gefahr im Verzug ist oder sonstige wichtige Gründe anstehen, ohnehin nur im Winterhalbjahr erlaubt?!
Re: Kupfernagel?
Verfasst: 1. Aug 2019, 17:37
von monili
nein, das sind schon große Bäume mit mehreren Stämmlingen zu je bis 30cm StU. Beim Ringeln (A. negundo, Prunus spec., T. baccata) bin ich mir nicht sicher, ob es nicht wieder Wurzelaustriebe gibt, grade der Acer negundo hat sehr lange, kräftige Wasserreisser.
Das Grundstück ist völlig zugewuchert und die Bäume sind sowieso schon verstümmelt; Ich habe eine Schneise längs des Zauns geschnitten und mit abtöten möchte ich verhindern das wieder alles über den Zaun wuchert - also Wasserreisser und drauf sitzende Clematis.
Mein Karpaltunnelsyndrom (hab ich von der Gartenarbeit) schmerzt dzt. nachts ganz fürchterlich so dass ich nicht schlafen kann. Da ist Schonung angesagt.
Re: Kupfernagel?
Verfasst: 1. Aug 2019, 17:45
von oile
Wenn es so schlimm ist, ist möglicherweise OP angesagt.
Acer negundo wächst hier auch. Den setze ich im Frühjahr auf Stock. Das sieht dann ganz nett aus im Winter mit den silbrigen Stämmchen.
Re: Kupfernagel?
Verfasst: 1. Aug 2019, 17:49
von monili
ja eh.
Ich möchte nur die dzt. geschlagene Schneise erhalten; die ohnehin verstümmelten Bäume dienen dzt. als Klettergerüst für Clematis ins angrenzende Grundstück.
Das komplette restliche Grundstück ist eh Natur pur - alles zugewuchert.
Re: Kupfernagel?
Verfasst: 1. Aug 2019, 18:19
von obst
Für mich hört es sich so an, als ob Du die Bäume mit einer Handsäge fällen willst. Dann solltest Du bedenken, dass totes Holz wesentlich härter ist und schwerer zu sägen ist als lebende Bäume. Du erleichterst Dir die Arbeit also nicht.
Re: Kupfernagel?
Verfasst: 1. Aug 2019, 18:25
von mavi
Zum Ringeln habe ich hier irgendwo im Forum vor Jahren mal gelesen, dass man bei Gefahr von Wurzelschösslingen oder Ähnlichem in zwei Etappen ringelt. Im ersten Jahr ringelt man nur fast ganz, d.h. lässt ein Stück Rinde, 1 bis 2 cm, ungeringelt. Im folgenden Jahr wird dann das letzte Stück Rinde entfernt und der Baum stirbt ab. Bei mir hat es jedenfalls mit einem Essigbaum funktioniert. Er kam vom Nachbarn rüber und hat sich lange im Gestrüpp versteckt. Erst als überall in der Wiese schon Wurzelausläufer auftauchten, habe ich gemerkt, was da los ist. Nachdem der Baum hinüber war, kamen auch keine Schösslinge mehr.
Momentan versuche ich es mit einem wild ausläufernden Flieder bzw. seinen Abkömmlingen. Ob das auch funktioniert, kann ich aber erst nächstes Jahr sagen.
Re: Kupfernagel?
Verfasst: 1. Aug 2019, 18:49
von monili
mavi hat geschrieben: ↑1. Aug 2019, 18:25Zum Ringeln habe ich hier irgendwo im Forum vor Jahren mal gelesen, dass man bei Gefahr von Wurzelschösslingen oder Ähnlichem in zwei Etappen ringelt. Im ersten Jahr ringelt man nur fast ganz, d.h. lässt ein Stück Rinde, 1 bis 2 cm, ungeringelt. Im folgenden Jahr wird dann das letzte Stück Rinde entfernt und der Baum stirbt ab. Bei mir hat es jedenfalls mit einem Essigbaum funktioniert. Er kam vom Nachbarn rüber und hat sich lange im Gestrüpp versteckt. Erst als überall in der Wiese schon Wurzelausläufer auftauchten, habe ich gemerkt, was da los ist. Nachdem der Baum hinüber war, kamen auch keine Schösslinge mehr.
Momentan versuche ich es mit einem wild ausläufernden Flieder bzw. seinen Abkömmlingen. Ob das auch funktioniert, kann ich aber erst nächstes Jahr sagen.
oh, danke das ist wirklich eine gute Idee! Werde ich probieren!