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Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?)
Verfasst: 23. Feb 2026, 19:08
von TomMeier
Hallo,
ich möchte demnächst wieder ein paar neue Tomaten-/Gurken-/Paprikabeete (ca. jeweils 150x100cm groß) neu anlegen. Die Beet werden außen von Holzbrettern (Lärche) begrenzt. Eigentlich würde ich nun gerne zwischen den Beeten Hackschnitzel verteilen sozusagen als Weg. Im Internet habe ich mir die m3-Menge an Holzhackschnitzel preislich angeschaut und festgestellt, dass der Großteil Nadelholz ist. Die Nadelholzhackschnitzel kosten im Vergleich zu Laubholzhackschnitzeln (konnte ich fast auch gar nicht finden) nur 1/4 des Preises. Jetzt habe ich allerdings gelesen, dass große Mengen Nadelholz aufgrund der PH-Veränderung des Bodens nicht günstig ist. Besser wären Laubholzhackschnitzel.
Bei mir hier ist fast nur verdichteter Sandboden. In den Beete werde ich Hummus mit etwas Lehmpulver einfüllen.
Hat sich jemand von Euch damit einmal befasst oder selbst Erfahrungen?
Re: Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?)
Verfasst: 23. Feb 2026, 19:29
von Quendula
Der ph des Bodens wird damit nicht dauerhaft verändert. Im Nadelholz enthaltene Huminsäuren bauen sich innerhalb weniger Jahre ab, wenn sie überhaupt sooo lange intakt bleiben

.
Nutze die Hackschnitzel ruhig

.
Bitte mache Dir bewusst, dass auch dieses Holz mit der Zeit verrottet (was ja durchaus sinnvoll ist

) und dann gute Komposterde ergibt. Vlt alle paar Jahre einen Austausch des Belages einplanen.
Re: Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?)
Verfasst: 23. Feb 2026, 19:31
von Staudo
Oder immer mal eine frische Schicht obendrauf.

Wenn sich die Gartennutzung ändert, kann man die verrottende Schicht einfach abharken. Das hat keine negative Auswirkungen.
Re: Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?)
Verfasst: 23. Feb 2026, 19:34
von dmks
Sandboden "frißt" eigentlich alles!
Einfach nur Nachlegen - und keine Sorgen machen.
Re: Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?)
Verfasst: 23. Feb 2026, 19:40
von Hyla
Zur Not kannst du immer noch Kalk streuen. Wie dmks schon sagt, mach einfach.
Du wirst dich wundern, weil schnell dein Sandboden 'verdaut'.

Re: Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?)
Verfasst: 23. Feb 2026, 19:42
von Floris
TomMeier hat geschrieben: ↑23. Feb 2026, 19:08
Jetzt habe ich allerdings gelesen...
Ich würde mal genauer schauen, wo du das gelesen hast. Es liest sich halt recht häufig und auch schon recht lange, dass alles was mit Nadelhölzern zu tun hat, den Boden versauern täte.
Es ist schon etliche Jahre her, dass mir mal ein Untersuchungsergebnis über die Kompostierung von Gehölzrückständen über den Weg lief. Das Ergebnis kurz gefasst: das Material als Ergebnis der Zersetzung spiegelt, was den pH-Wert angeht, die Situation im Boden des Standorts des verwendeten Materials wider. Also keine grundsätzliche Versauerung durch Nadelholzmulch.
Möglicherweise liegt hier eine Verwechslung vor mit der Streuauflage in Nadelholzwäldern. Diese ist nämlich durchaus recht sauer, was aber das Ergebnis einer nur teilweisen Zersetzung zu sog. Rohhumus ist der sich auf der Bodenoberfläche ansammelt.
Ich habe übrigens seinerzeit meinen Garten anzulegen begonnen unter einem geschlossenen Fichtenbestand. Die Bäume sind inzwischen auch überwiegend als Häckselmaterial auf die Wege und unter die Hecken gewandert. Solange genug Wasser da war, ist alles gewachsen.
Re: Hackschnitzel als Wege zwischen den Beeten (Nadelholz?)
Verfasst: 24. Feb 2026, 10:29
von thuja thujon
Wenn Nadelholz zu Kompost wird, sind die bei der Rotte entstehenden Säuren abgebaut. Die übrig bleibenden Huminsäuren sind keine wirklich starken Säuren und mit Metallen wie Calcium neutralisiert. Eigentlich noch mehr, also Nadelholzkompost ist eher alkalisch. Genauso wie die Holzasche.
Das ist den Wegen zwischen den Beeten allerdings egal, da wächst eh nichts drin, die Gemüsepflanzen sind ja im Beet nebendran.