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Chlorose beim Pfirsich

Verfasst: 4. Mai 2026, 21:45
von kittekat
So ich dachte ich habe
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den Starcrest Pfirsich (alter Besen, der über 3 Jahre nicht wachsen wollte) :) endlich zum wachsen motiviert. Letztes Jahr immerhin 5cm ausgetrieben u 5 Pfirsiche produziert u dann heuer statt Austreiben das (wobei wieder 4 Pfirsiche dran sind): Chlorose.

Was kann hier die Ursache sein?
Was tun? Blattdüngen? Boden ansäuern? Aufgelockert habe ich schon.

Re: Chlorose beim Pfirsich

Verfasst: 5. Mai 2026, 01:48
von thuja thujon
In der Regel sinds die Leitungsbahnen, der ausgemergelte Holzkörper usw.
Blattdüngung nur Kosmetik, Bodendüngung für die Katz.

Was macht die Wurzel? Mal mit Esslöffel anfangen und Zahnbürste weitermachen wird Erkenntnis bringen. Im Herbst umpflanzen für Faule, diesen Sommer noch abwarten wegen Pflanzzeit ist Herbst, 2026 für den Baum für die Tonne, der Drops ist schon gelutscht.

Re: Chlorose beim Pfirsich

Verfasst: 5. Mai 2026, 09:35
von cydorian
Thema in Pflanzengesundheit verschoben.

Düngergabe mit Stickstoff, Eisen, Magnesium, Baumscheibe frei halten, in Zukunft auf stärkere Unterlagen setzen.

Re: Chlorose beim Pfirsich

Verfasst: 28. Jun 2026, 14:41
von Talpini
Meine Nektarine sah sehr ähnlich aus, ich hatte es auf Eisenmangel geschoben (frischer Austrieb gelb zwischen den Adern). Die Pflanze hatte dann rissige Früchte und danach heftig Läuse, null Widerstandskraft.

Habe drei Runden Blattdünger mit N und Eisen gesprüht ohne Erfolg. Also nicht Eisen alleine als Ursache. Erst Foliovit, also Eisendünger mit mehreren anderen Spurenelementen, hat nun durchschlagenden Erfolg. Zwei Anwendungen und die Blattfarbe ist wie sie sein soll. Welches Spurenelement es war - keine Ahnung und auch egal.

Es gab ein tolles Übersichts-Dokument mit Bildern der Blätter von kranken Pflanzen und der Ursache, also Mangel und Schädlinge. War von einem großen Agrochemiekonzern, aber ich finde es nicht mehr. Das hatte mich auf die Spur mit Spurenelemente gebracht. So was hätte ich sichern müssen >:(

"Dank" Monilia ist einer meiner Topplätze für Steinobst am Wandspalier frei geworden, dahin werde ich die Nektarine dann umziehen.

Re: Chlorose beim Pfirsich

Verfasst: 28. Jun 2026, 15:54
von partisanengärtner
Ich setze zunehmend auf direktes Aussäen. Wenn sie mit dem Standort zurecht kommen, sind sie wüchsig und gesund-.
spätestens im 4ten Jahr habe ich erste Früchte. (Verpflanzen und Topfanzucht kosten gewöhnlich ein bis mehrere Jahre)

Die kränklichen werden schon vorher eliminiert, die Frucht ist der letzte Test und ich muß mich nicht über unerwünschte Bodenschosser der Unterlage ärgern.
Die Rate der guten Obstqualität war bisher immer sehr hoch. Nur sogenannte samenfeste Sorten wie Weinbergspfirsich waren bisher gelegentlich bitter und sehr pelzig.
Schon mein Vater hatte vor 70 Jahren aus einem Pfirsich vom Wochenmarkt einen Baum gezogen mit herrlich großen wohlschmeckenden Früchten. Ich habe noch 20 Jahre später Früchte davon essen dürfen.

Die Abstände der Sämlinge wähle ich relativ eng. Man muß halt dann wirklich gnadenlos sein, wenn man die Auslese nicht der Natur überlässt. Mehr Abstand frühere und größere Ernte.

Re: Chlorose beim Pfirsich

Verfasst: 28. Jun 2026, 16:03
von partisanengärtner
Ich habe hier gerade zwei im Abstand von 10 cm stehen. Einer kräuselt anfangs recht stark, der andere fast überhaupt nicht.
Beide treiben allerdings im Sommertrieb gesund durch ohne irgend welche Behandlung abgesehen von gelegentlichem Blattreißen wenn es mir einfällt.
Ich habe mich noch nicht entschieden, da sie beide erst einzelne Blüten hatten und noch nicht fruchteten.

Re: Chlorose beim Pfirsich

Verfasst: 28. Jun 2026, 16:10
von Starking007
"......... 5cm ausgetrieben u 5 Pfirsiche produziert......"
So kann man Jungpflanzen ruinieren, dto. beim Wein.
Schick mal nen Zweiklässler zum Arbeiten ins Bergwerk....

"Supermarktpfirsiche" aussäen kann ich auch empfehlen!

Re: Chlorose beim Pfirsich

Verfasst: 28. Jun 2026, 18:36
von partisanengärtner
Ein dreijähriges Exemplar bei einem Freund war bei den ersten Früchten etwa 2,5 Meter groß mit voluminöser Krone.
Guter Ertrag im darauf folgenden Jahr. Nahezu verdoppelt. Weißfleischig, guter Geschmack und großblütig, keine Kräuselkrankheit.
Sah prächtig aus, aber im fünften Jahr begann er zu bluten und vergreiste zusehends. Mein Freund war da gnadenlos und er war im gleichen Herbst nicht mehr. Es ist der gleiche Freund, der über 40 Sorten auf einem Apfel veredelt hat.