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Kürbisblätter
Verfasst: 1. Jul 2026, 19:25
von Frau P
Unsere Kürbisse dieses Jahr (Blaue Banane und Gleisdorfer Ölkürbis) ranken und wachsen was das Zeug hält bei diesem Wetter.
Mein Mann sagt, die Blätter kann man essen und sie schmecken sehr lecker und seien sehr gesund.
Eine kurze Internetrecherche ergibt, dass man sie z.B. in Italien isst und sie wie Spinat zubereitet werden.
Wir werden sie wohl am Wochenende mal probieren, in Salzwasser kochen und dann in Olivenöl braten. Was dann nicht schmeckt, ist die Mühe nicht wert.
Wer hat es schonmal probiert und noch Tipps oder Rezepte?
Re: Kürbisblätter
Verfasst: 5. Jul 2026, 10:26
von Rieke
Hast Du die Kürbisblätter in der Zwischenzeit mal probiert? Unserer wuchert heftig und auch dahin, wo er im Weg ist.
Erst kochen und dann noch in Olivenöl braten kommt mir etwas viel vor. Warum nicht entweder nach dem Kochen mit Olivenöl anrichten (evt. noch mit Zitrone) oder einfach direkt im Öl anbraten? Ich habe allerdings bisher nicht nach Rezepten gegugelt.
Re: Kürbisblätter
Verfasst: 5. Jul 2026, 18:13
von Frau P
Rieke hat geschrieben: ↑5. Jul 2026, 10:26
Hast Du die Kürbisblätter in der Zwischenzeit mal probiert? Unserer wuchert heftig und auch dahin, wo er im Weg ist.
Heute war der Tag...
Ich habe die wuchernden Ranken abgeschnitten und dann die Blätter in "groß" und "klein" sortiert, geschnitten und beiseite gelegt. Einige der Stengel habe ich wie Rharbarber abgezogen und in Stücke geschnitten.
Dann zuerst die Stängel, dann die großen Blätter und die kleinen Blätter zum Schluss in Olivenöl angebraten, gesalzen, fertig.
Es schmeckt hervorragend, sehr zart, behält die Farbe fantastisch und ich glaube, die großen Blätter schmecken irgendwie etwas kürbis-süßlich.
Ich kann es mir zu allem möglichen vorstellen, zu Kartoffeln und Spiegelei als Spinatersatz, in einer Bowl als grünes Gemüse, auch in einem Thai-Kokos-Curry oder mit Reis als Chinapfanne.
Wir haben es pur gegessen, weil ich erstmal den Originalgeschmack kosten wollte. Mit Knoblauch mit Sicherheit auch sehr lecker.
Wir werden es mit Sicherheit öfter essen, Kürbisse wuchern und es schmeckt uns lecker.
Re: Kürbisblätter
Verfasst: 9. Jul 2026, 14:23
von martina 2
Danke, Frau P., das klingt ja durchaus nach Erweiterung des Angebots von grünem Gemüse

Leider hab ich keinen Kürbis im Garten, ich würde es sofort probieren. Könnte mir z.B. ein Kürbisrisotto mit Kürbis und Blättern (wie Rucola) vorstellen.
Re: Kürbisblätter
Verfasst: 12. Jul 2026, 08:19
von Frau P
martina 2 hat geschrieben: ↑9. Jul 2026, 14:23
Könnte mir z.B. ein Kürbisrisotto mit Kürbis und Blättern (wie Rucola) vorstellen.
Ich weiß nicht, ob die Kürbisblätter noch wirklich lecker sind, wenn die Kürbisse reif sein werden. Ich glaube nicht- aber wozu gibt es einen Tiefkühlschrank?
Aber die Idee finde ich gut, also gab es gestern folgerichtig ein Kürbisranken-Kürbisjungblätter-Erbsen-Risotto. Das war sehr lecker! Die Blätter muss man allerdings relativ früh (Mitte der Kochzeit würde ich sagen, auf keinen Fall am Ende) hineingeben, ist eben kein Spinat, der nur zusammenfallen muss.
Die Konsistenz der geschälten und geschnittenen Kürbisranken (2-3cm lange Stücke) ist für mich das Nonplusultra. Sie sind nicht matschig, auch nicht "bissfest", sondern weich-fest. Man beißt in sie rein und der einzige Vergleich, der mir so einfällt, ist, Butter schneiden. Sehr apart!
Re: Kürbisblätter
Verfasst: 12. Jul 2026, 14:07
von martina 2
Interessant. War es deine Idee, die Ranken zu verwenden, oder ist das bekannt? Leider sind Kürbiswurzeln zäh und ungenießbar, sonst wäre es das vegetarische Pendant zu "From Nose to Tail" - "Leaf to Root"

Re: Kürbisblätter
Verfasst: 12. Jul 2026, 15:30
von Frau P
martina 2 hat geschrieben: ↑12. Jul 2026, 14:07
Interessant. War es deine Idee, die Ranken zu verwenden, oder ist das bekannt?
Ich habe gegoogelt und da stand es. Ich würde nur die jungen nehmen, die dickeren lassen sich nicht mehr schälen. Bis 1cm Durchmesser ist super, danach wird es etwas fester.
Re: Kürbisblätter
Verfasst: 14. Jul 2026, 23:30
von Rieke
Gestern habe ich Kürbisblätter und -ranken geerntet, der Kürbis (Tetsukabuto) hat einige Ranken zu sehr im Weg rumwuchern lassen. Ich habe das Kürbisgrün in Olivenöl angedünstet, etwas Weißwein und Knoblauch dazu. Als Beilage gab es Reis mit ein paar roten Linsen und einen bunten Salat mit Tomaten und Feta.
Der Geschmack war ok, aber die Blätter und Stengel hätten etwas länger garen können. GG hat Feta aus dem Salat mit dem Kürbis gemischt und fand das passend. Das Kürbisgrün ist weniger zusammengefallen, als ich erwartet hatte und daher ist recht viel übrig geblieben.
Heute habe ich aus dem Rest eine Nudelsosse gemacht: Zwiebel, Möhre und Knoblauch in Olivenöl angeschmort, mit Weißwein abgelöscht, Kürbisgrün, ein paar Scheiben getrocknete Yacon dazu, dann noch etwas Mozzarella. So hat es deutlich besser geschmeckt als gestern, das wird es sicherlich noch mal geben.
Re: Kürbisblätter
Verfasst: 16. Jul 2026, 14:49
von martina 2
Rieke, das sieht richtig gut aus - etwas experimentieren lohnt sich doch!