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Was tun bei Pseudogley?
Verfasst: 10. Aug 2026, 07:43
von Suse
In meinem recht neuen Garten hatte ich schnell das Gefühl: hier stimmt was nicht. Staunässe oder Fundamente unterirdisch? Wenig Regenwürmer und manche Pflanzen gediehen überhaupt nicht, der Schachtelhalm allerdings bestens.
Ein 50 cm tiefes Loch brachte die Antwort: es ist ein Pseudogleyboden mit einer Sperrschicht im Untergrund, fast weiß und undurchdringlich, mit brauner Marmorierung durch oxidiertes Eisen. Ein garnicht so seltener Boden.
Hat jemand die gleichen Bedingungen und kann mir Erfahrungen oder Verbesserungsmöglichkeiten mitteilen?
Re: Was tun bei Pseudogley?
Verfasst: 10. Aug 2026, 09:30
von Brezel
Rein optisch kommen mir die Bodenbestandteile nicht unbekannt vor. Wobei ich annehme, dass diese weißliche Schicht bei uns damals vor der Bebauung grob aufgebrochen wurde.
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Stehen denn Bäume in der Nähe?
Der Mangel an Regenwürmern könnte auch auf die Hitze zurückzuführen sein.
Re: Was tun bei Pseudogley?
Verfasst: 10. Aug 2026, 09:49
von thuja thujon
Der Unterboden sieht recht sandig aus, die Farbe lässt ihn ziemlich wertlos erscheinen. Durchwurzelbar sollte er aber trotzdem sein.
Wann steht er denn unter Wasser, wenn es wirklich ein Pseudogley ist?
Regenwürmer, die dürften aktuell Sommerpause machen. Welche Pflanzen wachsen nicht bei dir? Birnen? Hier ist das Grundwasser vielleicht in 2m Tiefe. Das bedeutet, die Bäume wachsen dort rein, der Spiegel sinkt ab und die Bäume fühlen sich wohl, so lange es trocken ist. Beim nächstbesseren feuchten Jahr steigt aber das Grundwasser wieder und die Wurzeln sterben ab, die Birnen verhocken und das meist im 5ten bis 7ten Jahr, wenn die Erträge einsetzen. Empfehlung: auf einen aufgeschütteten Hügel pflanzen.
Re: Was tun bei Pseudogley?
Verfasst: 10. Aug 2026, 14:50
von Blush
Ich kann nicht helfen, möchte aber eine Frage stellen. Wo finde ich für Laien gut verständliche Erklärungen/Abbildungen zu den verschiedenen Bodenarten? Du wirst diese Definition irgendwoher haben, Suse, kannst Du das bitte schreiben? Der Boden im neuen Garten ist mir auch noch nicht ganz geheuer, daher mein Interesse..
Re: Was tun bei Pseudogley?
Verfasst: 10. Aug 2026, 15:06
von Querkopf
Mit echtem Pseudogley habe ich (glücklicherweise) keine Erfahrung. Hier ist - großflächig - "Parabraunerde und Parabraunerde-Pseudogley" die vorherrschende Bodenart (lt. regionaler Online-Bodenkarte, deren Auflösung allerdings recht grob ist).
Trotzdem, beim Stichwort "Sperrschicht" klingelte was bei mir. Dazu gleich.
Frage vorweg: Dein Foto zeigt ganz unten, ziemlich weit rechts, einen dunklen Fleck. Ist das ein Loch in der Sperrschicht? (Dann wäre die nicht gar zu dick.) Oder nur Gekrümel von weiter oben?
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Wg. Sperrschicht: Wo sowas bei mir auftaucht - stellenweise -, sieht's gelb aus oder auch mal graugelb, ohne Marmorierung. Und sperrt nirgends vollständig, aber es kann schon mal lange dauern, bis das Wasser wegsickert. Temporäre Kleinteiche

. Mit Batsch am Grunde, den man prima kneten kann.
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Ich helfe mir an den entsprechenden Stellen mit Einweichen. Buddeln, Wasser rein, sickern lassen, nochmal von vorne. Am Boden des Buddellochs mit Grabegabel, Rosengabel o.ä. rumstochern, um den Batsch zu lockern und im kleinen Stil zu löchern. Wo das nicht reicht, löchere ich im größeren Stil, mit dem Erdbohrer (mehrere Löcher für ein einzelnes Pflanzloch). Meistens kriege ich die verdichtete Batsch-Schicht damit durch oder wenigstens stark angekratzt. Dauert dann halt ein paar Tage, bis ich pflanzen kann.
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Ein weiteres nützliches Werkzeug für solche verdichteten Stellen ist eine
Wasserlanze. Wobei ich nicht weiß, wie gut die mit einer richtig harten Sperrschicht fertig wird; bei mir gibt's im Unterboden denn doch meist Rest-Elastizität.
edit meint, ich sollte beim Erdbohrer ergänzen, dass das ein Handgerät ist. 150mm Durchmesser und ca. 1m Stiellänge - was Größeres könnte ich nicht bändigen.
Re: Was tun bei Pseudogley?
Verfasst: 10. Aug 2026, 15:11
von Querkopf
@Blush: Gibt es für deine Gegend eine quasi amtliche Bodenkarte im Netz? Wenn ja, stehen da sicher auch Erläuterungen zu den einzelnen Bodenarten dabei. Gibt es für die hiesige Region, m. W. existiert's für alle Bundesländer. In die Bedienung muss man sich jeweils reinfuchsen.
Und mit der Allgemeinverständlichkeit der Erläuterungen ist es so 'ne Sache

- ich jedenfalls muss immer noch 'ne Runde googeln.
Re: Was tun bei Pseudogley?
Verfasst: 10. Aug 2026, 15:17
von Blush
Es gibt das Geoinformationssystem S-H. Dort könnte ich vielleicht etwas finden. Allerdings ist das wirklich zum Reinfummeln, kenne ich wg anderer Fragestellungen.

Ich hätte es gerne zunächst etwas leichter, einen Überblick. Um dann ins Detail zu gehen.
Re: Was tun bei Pseudogley?
Verfasst: 10. Aug 2026, 15:30
von Querkopf
Dazu wär's natürlich sinnvoll, wenn du wenigstens Pi mal Daumen wüsstest, welche Böden in deiner Gegend überhaupt vorkommen. (Sonst suchst du dir 'nen Wolf.)
Fragen bei Gartenbauvereinen vielleicht?
Oder bei Planungsbüros, die in deiner Gegend Projekte laufen haben? Leute, die Baugrunduntersuchungen machen (lassen), dürften dazu auch was wissen - Planungsabteilung der Kommunal- oder Kreisverwaltung? Manchmal sind die sehr nett, wenn sie nett gefragt werden

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