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Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 23. Aug 2026, 10:39
von Glowworm
Moin liebe Gartenfreunde,
wir haben in unserem Garten eine ca. 20qm große und vollsonnige Ecke, die wir eigentl. nicht nutzen (müssen).
Vor drei Jahren habe ich Wildkräuter/Wildblumen ausgesäht. Trotz Mahd ist die Fläche jetzt mehr oder weniger vergrast.
Nun habe ich auf ständiges Mähen und auf blühende Pflanzen, die man bei Dürre ständig wässern muß, keinen Bock...und auf Beikräuter rupfen schon mal gar nicht!!!
Steppensalbei und Lavendel habe ich schon im Garten...aber die sehen - nach meiner bescheidenen Meinung - nur in den paar Wochen ihrer Blühphasen schön aus...ab dann...naja.
Ich habe ein bißchen im Netz gestöbert und bin über bodendeckende Sedum-Arten (z.B. scharfer Mauerpfeffer und Weihenstephaner Gold finde ich interessant) gestolpert, die auch bei längeren Dürreperioden scheinbar so gut wie gar nicht gegossen werden müssen.
Jetzt aber zu meiner Frage: da ich keinen Bock auf ewiges jähten habe, würde mich interessieren, welche dieser zwei Sedum-Arten eine Fläche am schnellsten und dichtesten zuwächst?
Oder habt Ihr sonst noch flachwachsende Pflanzen auf Lager, die extrem trockenresistent sind, schnell und dicht wachsen, so gut wie gar nicht geschnitten werden müssen...und nicht nur drei Wochen schön aussehen?
Eine eierlegende Wollmilchsau eben. ;D
Aber kommt mir bitte nicht mit Efeu...das ist mein Erzfeind! ::)
Vielen Dank für Euer Bemühen!
LG Achim

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 23. Aug 2026, 11:11
von thuja thujon
Ich würde den weißen Mauerpfeffer nehmen, der scharfe setzt sich oft nicht durch, sondern bleibt lückig Nesterartig.
Weihenstephaner Gold mag ich gar nicht, ich finde die Sorte sieht zu künstlich aus.

Gräser kommen allerdings doch meist auf, die kann man mit Glyphosat kontrollieren.
Sedum album 20260822.jpeg

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 23. Aug 2026, 11:29
von Brezel
Auf Sedum acre würde ich nicht verzichten wollen, der blüht doch schön gelb.
Ansonsten - wenn der Anblick der Fläche Freude machen soll - würde ich etwas mehr mit Farben spielen und noch Tripmadam dazunehmen und Sedum spurium.

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 23. Aug 2026, 11:41
von vanille_71
thuja thujon hat geschrieben: 23. Aug 2026, 11:11 Gräser kommen allerdings doch meist auf, die kann man mit Glyphosat kontrollieren.
Von Glyphosat würde ich die Finger lassen! In der EU ist die Anwendung für Privatleute im Garten ohnehin verboten...

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 23. Aug 2026, 11:49
von vanille_71
Wäre vielleicht Blut-Storchschnabel etwas für Dich? Hab ich schon viele Jahre an mehreren trockenen, sonnigen Stellen im Garten z.B. Geranium sang. 'Elke', 'Apfelblüte', 'Nanum', 'Elsbeth' .

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 23. Aug 2026, 13:09
von Glowworm
Brezel hat geschrieben: 23. Aug 2026, 11:29Sedum spurium.
Danke...auch eine Sedum-Art, die in Frage käme...besonders "Album Superbum".

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 23. Aug 2026, 13:11
von Glowworm
vanille_71 hat geschrieben: 23. Aug 2026, 11:49 Wäre vielleicht Blut-Storchschnabel etwas für Dich?
Blut-Storchschnabel "Max Frei" hatte ich mal. Der hat mich gar nicht überzeugt...kümmerte nur so vor sich hin. Keine Ahnung warum.

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 23. Aug 2026, 13:16
von vanille_71
Habs erst jetzt bemerkt, Du hast sandigen Boden, vielleicht liegt es daran ???

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 23. Aug 2026, 13:18
von Cryptomeria
Ich würde auch mit Sedum album, acre und spurium spielen. Da gibt es viele Farbnuancen und schnellwachsende, ganz dichtwachsende, größere und kleinblättrigere Sorten. Am Anfang muss man ein bisschen jäten bis alles dicht ist. Ganz ohne jäten geht es nicht, aber eben schonmal kein Gießen. Wenn alles schön eingewachsen ist, hat man wenig Arbeit. Natürlich je fetter der Boden, desto mehr keimt auch wieder dazwischen. Karg und sandig idealer.
VG Wolfgang

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 23. Aug 2026, 22:46
von hobab
Das zäheste von allem ist Weihenstephans Gold, danach Trippmadam und acre - bloß macht das herzlich wenig Sinn ohne Dachgartensubstrat, da sich sonst sofort wieder Gras, Vicia oder Medicago reinsät. Und dann musst du eh wieder mähen. Oder fummeln…

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 24. Aug 2026, 04:50
von Starking007
Das alles wird nicht funzen, es gab schon zehntausende solcher Versuche,
wenig Arbeit, schönes Grün, lange Blüte - da hätten ja Gartenbesitzer mit wenig Aufwand einen so schönen Garten wie wir!

Bodendecker - wenn ich das schon höre,
oder - noch besser: Mulch gegen Unkraut.
ICH mulche weil es den Pflanzen gut tut!

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 24. Aug 2026, 06:10
von hobab
Deswgen ja die idiotischen Versuche mit Schottergärten - vermeintlich keine Arbeit. Wildwiese mit einmal im Jahr mähen ist ja nun wirklich kein Stress

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 24. Aug 2026, 07:30
von Staudo
Eine Wiese muss gemäht werden. Sonst hat man irgendwann eine Ruderalfläche, die zur Verbuschung neigt. ;) Bei uns kommen auf nahezu reinem Sand Sedum album und Petrorhagia saxifraga gut klar.

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 24. Aug 2026, 07:40
von hobab
Ja, die beiden gehen gut, auf unseren Dachflächen dominiert aber eindeutig Weihenstephan. Auch Schnittlauch ist hart und Iris barbata nana. Und natürlich Unkraut wie Trifolium und Vicia und Gräser (Hirse…).

Re: Scharfer Mauerpfeffer vs. Weihenstephaner Gold

Verfasst: 24. Aug 2026, 10:06
von Brezel
Wenn die Fläche sonnig genug und der Boden mager genug ist, dann kann das schon funktionieren. Auf meiner sandigen Brezelwiese habe ich vor Jahrzehnten auch versucht, diverse Sedums großflächig anzusiedeln. Ist natürlich nicht so gewachsen, wie ich mir das vorgestellt hatte.
Aber es gibt einen größeren Bereich (zwischen Baumwurzeln), der leuchtet rot. Da fahre ich nur ab und zu mit dem Mäher drüber (hoch eingestellt), wenn mich die einzelnen Gräser zu sehr stören.
Ein anderer Bereich - mitten in der leider nicht so mageren Wiese - ist voller Sedum acre, was einem normalerweise fast nicht auffällt. Aber im Frühjahr, nach der ersten Mährunde, fangen da plötzlich größere Flächen an, gelb zu blühen. Da ist dann Mähpause. :)
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Fazit: einen Versuch ist es auf jeden Fall wert!