Seite 1 von 1
Kernobsttriebe angenagt
Verfasst: 27. Aug 2026, 17:01
von azuri92
Guten Tag!
Weiß wer welches Tier diesen Fraßschaden verursacht?
An ca. 3 Jahre alten Apfel- und Birnenhalbstamm. An Steinobst habe ich nichts gefunden.
Schaden im 2jährigen Trieb Abschnitt auf ca. 1,5 m Höhe. Seit ca. 3 Wochen zeigt sich dieser Schaden. Nach Eiablage etc. an der Fraßstelle sieht es nicht aus. Beim Birnbaum würde die Stelle sogar triebumgehend geringelt
Ich tippe auf irgendein nachtaktiven Nagetier, welches da hochklettern. Was sagt ihr?
Re: Kernobsttriebe angenagt
Verfasst: 27. Aug 2026, 17:03
von azuri92
Noch mehr Fotos
Re: Kernobsttriebe angenagt
Verfasst: 27. Aug 2026, 17:09
von thuja thujon
Ich tippe auf Hornisse.
Re: Kernobsttriebe angenagt
Verfasst: 27. Aug 2026, 18:10
von Hyla
Ja, sieht so aus.
Meist geht aber eine Beschädigung durch den Specht voraus. Der klopft die Stämme rundherum ab. Man sieht in den unteren Fotos diese verheilten Flecken auf den Trieben.
So war's jedenfalls bei uns an Weide.
Die Hornissen halten dann die Wunde offen, erweitern sie und lecken den Saft.
Keine Ahnung, was man da machen kann. Ich hätte wahrscheinlich Baumwachs oder Wundverschluß draufgeschmiert. Oder was locker drumgewickelt, daß die Hornissen nicht drankommen.
Re: Kernobsttriebe angenagt
Verfasst: 27. Aug 2026, 18:44
von willi2000
Hyla hat geschrieben: ↑27. Aug 2026, 18:10
Keine Ahnung, was man da machen kann. Ich hätte wahrscheinlich Baumwachs oder Wundverschluß draufgeschmiert. Oder was locker drumgewickelt, daß die Hornissen nicht drankommen.
Wenns noch relativ frisch ist, feuchter Lehm drauf und mit Jute umwickeln. Ab und an mal anfeuchten.
Schobbe,
Re: Kernobsttriebe angenagt
Verfasst: 27. Aug 2026, 20:50
von hobab
Hornissen brauchen keinen Specht, die fressen hier vor allem Flieder an und lecken den Baumsaft, so viel Spechte gibt es gar nicht wie es Frassstellen gibt. Da Wundverschlüsse sich beim Baumschnitt weitgehend als Blödsinn entpuppt haben, würd ich dasselbe machen wie da: nichts.
Re: Kernobsttriebe angenagt
Verfasst: 27. Aug 2026, 21:19
von Lady Gaga
Wir hatten auch schon Hornissen (oder Wespen?) auf einem Flieder, sah genau so aus. Da habe ich zur Ablenkung Zuckerwasser daneben gehängt.

Re: Kernobsttriebe angenagt
Verfasst: 27. Aug 2026, 22:21
von Hyla
willi2000 hat geschrieben: ↑27. Aug 2026, 18:44
Wenns noch relativ frisch ist, feuchter Lehm drauf und mit Jute umwickeln. Ab und an mal anfeuchten.
Schobbe,
Scheitert bei mir am Lehmmangel, aber grundsätzlich sinnvoll.
Wenn man nichts macht, halten die Hornissen das Loch offen und erweitern es noch. Solange Säfte nachfließen jedenfalls.
Re: Kernobsttriebe angenagt
Verfasst: 28. Aug 2026, 01:03
von 555Nase
Hyla hat geschrieben: ↑27. Aug 2026, 22:21
willi2000 hat geschrieben: ↑27. Aug 2026, 18:44
Wenns noch relativ frisch ist, feuchter Lehm drauf und mit Jute umwickeln. Ab und an mal anfeuchten.
Schobbe,
Scheitert bei mir am Lehmmangel, aber grundsätzlich sinnvoll.
Wenn man nichts macht, halten die Hornissen das Loch offen und erweitern es noch. Solange Säfte nachfließen jedenfalls.
Was ist aus welchen Gründen am Lehm besser als mit Baumwachs ?
Re: Kernobsttriebe angenagt
Verfasst: 28. Aug 2026, 06:48
von hobab
Seh ich auch so, verschließt man eine Stelle, knabbern sie außerdem einfach die nächste an. Passiert hier allerdings meist im Saftaustrieb, weniger im Sommer.
Warum Hornissen geschützt sind, erschließt sich mir auch nicht, gibt hier Massen von..
Re: Kernobsttriebe angenagt
Verfasst: 28. Aug 2026, 12:28
von Hyla
555Nase hat geschrieben: ↑28. Aug 2026, 01:03
Hyla hat geschrieben: ↑27. Aug 2026, 22:21
Scheitert bei mir am Lehmmangel, aber grundsätzlich sinnvoll.
Wenn man nichts macht, halten die Hornissen das Loch offen und erweitern es noch. Solange Säfte nachfließen jedenfalls.
Was ist aus welchen Gründen am Lehm besser als mit Baumwachs ?
Der Lehm würde bei mir durchtrocknen und ist atmungsaktiv. Irgendwann fällt der einfach ab oder regnet ab bzw. wird durch das Dickenwachstum abgesprengt. Baumwachs und Co bleiben hängen. Was besser ist, weiß ich nicht, zu Lehm fehlt mir die Erfahrung.
Hornissen kommen bei uns jedes Jahr vor, die Nester sind aber eher klein und sterben oft früh ab.
Wir haben selber Bienen, freuen uns aber trotzdem über die großen Brummer.

Re: Kernobsttriebe angenagt
Verfasst: 28. Aug 2026, 12:43
von thuja thujon
Früher gabs mal die Empfehlung, man solle Lehm mit Rindermist mischen und durch die dort drin zahlreich enthaltenen Mikroorganismen und dem Feuchtigkeitsspendendem Lehm würden die `nützlichen´ Mikroorganismen den Lebensraum so besiedeln, dass keine Schaderreger eindringen können. Praktisch hat sich das nie bewährt und auch nicht durchgesetzt.
Baumwachs, egal ob Kunststoffdispersion oder verdünntes Kiefernharz kommt zu spät, müsste vor dem austrocknen in den ersten Sekunden draufgeschmiert werden. Kann man also genauso vergessen.
Abwarten und Rückschnitt wenn die Triebe darüber absterben, mehr ist nicht zu tun.
Re: Kernobsttriebe angenagt
Verfasst: 28. Aug 2026, 16:09
von azuri92
Danke für die Rückmeldungen.
Habe heute morgen tatsächlich eine Hornisse beim knabbern erwischt.
Hab auf die Stellen jetzt Lackbalsam gegeben damit die Hornissen zumindest (hoffentlich) nicht mehr drankommen und das ganze noch erweitern.