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News: Toleranz ist der Verdacht, dass der andere Recht hat. (Kurt Tucholsky, 1890-1935)
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|5|4|Dieses Forum hat meinen Geschmack sowieso verdorben. Ich hab jetzt ein rosanes Hepatica :P;D (aus einem Fachthread)

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Autor Thema: Nisthilfen für Wildbienen  (Gelesen 372549 mal)

thuja thujon

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2190 am: 26. November 2023, 11:48:23 »

Das Bild habe ich gerade wieder gefunden.
Erntezeit für Baumpilze wäre jetzt, und im Winter hat man Zeit zum basteln.
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Phalaina

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2191 am: 23. Dezember 2023, 10:09:46 »

Um der Orientalischen Mauerwespe (Sceliphron curvatum) eine Nisthilfe zu geben, reicht es aus, bei Anwesenheit den ganzen Sommer lang in einem Zimmer ein bestimmtes Fenster auf Kipp stehen zu lassen. Es ist erstaunlich, mit welcher Zielgenauigkeit das Insekt zu ihrem "Bauplatz" in einem Schrank im zweiten Obergeschoss findet und dort fleißig für ihren Nachwuchs sorgt.



Bruttönnchen der Orientalischen Mauerwespe

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thuja thujon

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2192 am: 23. Dezember 2023, 10:38:22 »

Ich erinnere mich an eine Lautsprecherbox, die unter dem Terrassendach der Gartenlaube aufgehängt war.

Ich weiß nicht wie lange, aber im Lautsprecher selbst war kein Platz mehr für gar nichts. Randvoll mit den Tönnchen.
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Februarmädchen

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2193 am: 26. Dezember 2023, 19:55:22 »

Bei mir hat sich irgendwas am Rolladen eingenistet - der hat kurze, röhrenförmige Aufsätze, wohl, damit er beim Hochziehen  nicht in der Wand verschwindet, und einer von diesen ist mit Lehm verkleistert.  :D

Das Loch hat geschätzt fast einen Zentimeter Durchmesser und ist höchstens zwei Zentimeter lang - was könnte sich da eingenistet haben?

Und sollte ich da bei den angekündigten -4 Grad irgendeinen Winterschutz dran machen?
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lerchenzorn

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2194 am: 23. Februar 2024, 08:05:56 »

Eine Frage an die Mauerbienen-EnthusiastInnen: Wenn Ihr die Brut kauft, bekommt Ihr dann irgend eine Bescheinigung mit, dass die Tiere mit Genehmigung gehandelt werden? Hat jemand Erfahrung damit, wie der Handel mit Mauerbienen und das Ausbringen behördlich in den verschiedenen Bundesländern oder Regierungsbezirken gesehen werden? (Genau genommen sind sowohl der Handel als auch das Freisetzen im Garten genehmigungspflichtig.) Mich interessiert, ob sich die Mauerbienen-Haltung bisher in einer Grauzone bewegt oder ob es irgendwo (hoffentlich praktikable) behördliche Regelungen gibt. Danke
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*Falk*

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2195 am: 23. Februar 2024, 11:06:55 »

Mauerbienen tauchen in einem "naturnahen" Garten, dh. genügend Futterangebot und passenden Nisthilfen in der Regel von selbst auf. Diese haben keine " Nummernschilder"
auf dem Rücken, welche vom Amt bestätigt werden müssen, dass ist sehr praktisch. ;-)
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Bin im Garten.
Falk

Hyla

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2196 am: 23. Februar 2024, 12:41:40 »

Kommt sie überhaupt bei dir vor?
Da sowohl O.cornuta als auch O.bicolor hier bisher nicht natürlich vorkommen, werde ich sie auch nicht auswildern, sonst habe ich ja genau das, was den Imkern immer vorgeworfen wird. Sie werden zur Konkurrenz für seltenere Arten.
Berlin liegt ungefähr auf derselben Höhe/demselben Breitengrad wie wir.

(Ja, ich weiß, sie kommen irgendwann wegen Klimaerwärmung auch hier vorbei. Trotzdem möchte ich dem nicht vorgreifen und unnötige Konkurrenz schaffen.)
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Liebe Grüße!


Wenn du denkst es geht nicht mehr,
kommt irgendwo ein Lichtlein her.

Chica

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2197 am: 23. Februar 2024, 19:32:23 »

Eine Frage an die Mauerbienen-EnthusiastInnen: Wenn Ihr die Brut kauft, bekommt Ihr dann irgend eine Bescheinigung mit, dass die Tiere mit Genehmigung gehandelt werden? Hat jemand Erfahrung damit, wie der Handel mit Mauerbienen und das Ausbringen behördlich in den verschiedenen Bundesländern oder Regierungsbezirken gesehen werden? (Genau genommen sind sowohl der Handel als auch das Freisetzen im Garten genehmigungspflichtig.) Mich interessiert, ob sich die Mauerbienen-Haltung bisher in einer Grauzone bewegt oder ob es irgendwo (hoffentlich praktikable) behördliche Regelungen gibt. Danke

Ich hatte 2016 Kokons, also fertige Bienen, keine "Brut", mit Osmia cornuta bei Johann-Christoph Kornmilch gekauft. Der ist ein in Fachkreisen gut bekannter Wildbienenbiologe, der sich seit bestimmt 30 Jahren ausschließlich mit Wildbienen beschäftigt. Ich bin ganz sicher, dass er über die entsprechende Genehmigung verfügt. Mit dem Wissen von heute und mit der Kenntnis der Meinung, die Herr Dr. Paul Westrich zur Verbringung von Tieren in fremde Gebiete hat, würde ich das sicher nicht mehr tun. Zum damaligen Zeitpunkt war Osmia cornuta allerdings bereits bis Dresden gekommen, ein Besiedeln der Lausitz war da nur noch eine Frage der Zeit.

Im Moment bin ich wieder straff dabei die im letzten Jahr in Pappkartons leergezogenen Bambus- und Pappröhrchen, die schon einige Jahre in Nutzung waren, zu reinigen. Die Arbeit kollidiert mit meiner Korbflechterei, ich sollte sie in Zukunft in den Herbst verlegen  :-X.

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lerchenzorn

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2198 am: 23. Februar 2024, 20:45:44 »

Danke Euch! (Ich selbst will mir keine anschaffen. Hier fliegen genügend Rostrote Mauerbienen herum.) Es geht um die rechtliche Stellung des Aussetzens von Mauerbienen. Interessant und erfreulich, wie jede/r schon Schlussfolgerungen gezogen hat.

Der Handel übrigens dürfte wohl doch überwiegend genehmigungsfrei möglich sein, wenn ich annehme, dass die Ausgangsbestände für die Zuchten mit erforderlicher Genehmigung aus der Natur entnommen wurden.
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Chica

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2199 am: 23. Februar 2024, 21:45:57 »

Nach meiner Kenntnis ist der H a n d e l  genehmigungspflichtig, kann man bei Kornmilch mal nachlesen  8). Osmia bicornis kommt in D flächendeckend vor, Osmia cornuta auch bald. Da jetzt von „Aussetzen“ zu sprechen halte ich für übertrieben. Wir reden ja nicht von Waschbären, die es vor dem Aussetzen in D nicht gab oder von Marderhunden. Es geht darum dass die Anpassung von Ostsee-Bienen sich eventuell von der von Dresdener Bienen unterscheidet, ähnlich wie bei Wildpflanzen und Regiobereichen. Außerdem stört das Ausbringen einer Art schon weiter nördlich als das natürliche Verbreitungsgebiet hergibt die Forschung über solche Vorgänge. Hier kommen durch weltweiten Handel ganz neue Wildbienenarten an, lies mal bei Westrich die Einträge zu Megachile sculpturalis! Da kriegt jetzt aber auch kein Wildbienenbiologe einen Herzinfarkt. Die Ausbreitung wird eher mit Neugier dokumentiert.
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Chica

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2200 am: 23. Februar 2024, 22:09:34 »

Die „Zucht“ der Wildbienen bestand bei Kornmilch zumindest 2017 daraus, dass er mehrere Nisthilfen in Gartenanlagen in Greifswald und Rostock aufgestellt hatte und die Kokons im Herbst daraus entnahm  ;) ;D. Ich hatte längere Zeit Kontakt mit ihm  8).
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thuja thujon

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2201 am: 23. Februar 2024, 22:47:50 »

Ich hatte 2016 Kokons, also fertige Bienen, keine "Brut", mit Osmia cornuta bei Johann-Christoph Kornmilch gekauft. Der ist ein in Fachkreisen gut bekannter Wildbienenbiologe, der sich seit bestimmt 30 Jahren ausschließlich mit Wildbienen beschäftigt. Ich bin ganz sicher, dass er über die entsprechende Genehmigung verfügt.
Die Frage war doch, welches Zertifikat er dir mit der Bestellung übergeben hat. Oder ob es ausreicht, wenn geschützte Arten gehandelt werden, der Händler nur eine Linzens braucht, und du nichts extra abheften musst. Und wenn du doch etwas abheften musst, wie lange musst du es für die Behörden aufbewahren und wie läuft das mit der Anzeige- oder Genehmigungspflicht?
Ich bin nun keiner der Wildbienen kaufen muss, hier gibt es genug für die Obstproduktion, aber ich kenne das Thema ein bisschen von den Kakteen, die ja auch international mit Cites usw abgehandelt werden. Da ist es also durchaus möglich, Samen oder Pflanzen zu handeln, ohne dass der Endkunde proaktiv gegenüber den Behörden beweissen muss, was er vor 3 Wochen bestellt oder aus eigener Vermehrung ausgesät hat.
« Letzte Änderung: 23. Februar 2024, 22:49:43 von thuja thujon »
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Chica

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2202 am: 24. Februar 2024, 07:19:26 »

Es gab kein Zertifikat dazu, wie geschrieben war meines Wissens, nach meinen Recherchen damals die Rechtslage so, dass der Händler eine Genehmigung für den Handel brauchte. Aber das war vor 8 Jahren, es ist gut möglich, dass nach Einwänden der Fachleute hier nachgebessert wurde. Die Kompetenz von Herrn Kornmilch stand da aber immer außer Frage  8).

Übrigens hat erst im letzten Herbst Herr Dr. Westrich bei den Behörden um Klarstellung der genauen Rechtslage beim Sammeln und damit Bestimmen von Wildbienen nachgefragt und die Antworten die er von da bekam auf seiner Website eingebaut. Es scheint also auf diesem Gebiet durchaus Auslegungsbedarf für Gesetze/Bestimmungen zu geben.
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Chica

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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2203 am: 28. Februar 2024, 07:07:14 »

Hier kommen durch weltweiten Handel ganz neue Wildbienenarten an, lies mal bei Westrich die Einträge zu Megachile sculpturalis! Da kriegt jetzt aber auch kein Wildbienenbiologe einen Herzinfarkt. Die Ausbreitung wird eher mit Neugier dokumentiert.

Herrn Dr. Westrich schrieb mir erst gestern, dass allein seit 2018 durch Zuwanderung 10!!  :o neue Wildbienenarten nach D gekommen sind. Das hätte ich mir in der Größenordnung nicht vorstellen können  8).
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Re: Nisthilfen für Wildbienen
« Antwort #2204 am: 28. Februar 2024, 07:27:45 »

Ja, bei den Insekten und einigen anderen Wirbellosen geht das flott voran. Bei den Spinnentieren waren es schon in den 1970er Jahren ausgerechnet einige der betulich wirkenden Weberknechte, die Mitteleuropa von Süden her "überrollt" haben. Das hält immer noch an.
(Es wandern auch genug Pflanzen neu ein. Ausgerechnet die heimischen Arten der trocken-warmen Lebensräume aber, denen man unter allgemeiner Erwärmung eigentlich bessere Chancen unterstellen würde, stürzen weiter ab. Da wirken Eutrophierung, verlängerte Vegetationsphasen, unterdrückte Standortdynamik und genauso stark unterdrückte Ausbreitungsfaktoren extrem negativ.)

Danke, Chica. Bei Herrn Kornmilch nehme ich an, dass er sich mit den Behörden in MV verständigt und die nötigen Genehmigungen erhalten hat. (Auch das Entnehmen der Puppen aus frei aufgestellten Nisthilfen ist im rechtlichen Sinn ein "in Besitz nehmen".  ;) )
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