bei der gelegenheit eine ganz böse frage: hat zur linden gezüchtet oder spontan und nebenher in den mutterpflanzen-/verkausquartieren anfallende sämlinge ausgelesen (oder beides) und seht ihr da auch einen unterschied?
Ich finde die Frage absolut nicht böse! Inken kann sicher Genaueres zu ihr sagen.
Fest steht natürlich, dass viele(?) Sorten "Fundgaben" von z.L.s Kunden und Freunden waren, die er eingeführt, teilweise nach den Gebern auch benannt hat. In den noch vorhandenen Katalogfragmenten steht immer wieder die Angabe "erhalten von..."
Es ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden, Samen von schönen Mutterpflanzen abzunehmen, sie auszusäen und abzuwarten, ob sich ein Goldenes Ei unter den Sämlingen findet. Von Karl Foerster ist bekannt, dass er so verfuhr und dann scharf selektierte. Oder ausgewählte Pflanzen zu benachbaren und dann auszusäen.
Ich vermute, dass auf diese Art auch diverse Sorten in NL bei V. entstanden. Das ist einfach eine Frage des Platzes

Ob P.z.L. auch handbestäubte Sorten hat, kann wie gesagt, wahrscheinlich Inken sagen. Er hat ja auch mit anderen Stauden gezüchtet, nicht bei allen klappt die Spontanbestäubung so gut wie bei Phlox..
Ganz bestimmt hat nicht ein zufällig gekeimter Sämling für seine vielen Einführungen gereicht, sondern er wird schon Saatbeete gehabt haben.