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News: Das Wort, das den Mund verlassen hat, wächst auf seinem Wege. (Aus Norwegen)


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03. Dezember 2022, 06:04:53
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News: Das Wort, das den Mund verlassen hat, wächst auf seinem Wege. (Aus Norwegen)


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|21|12| Das Jahresendgrün ist nun immerhin schonmal nach drinnen umgezogen. (Hausgeist)

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Autor Thema: Sandbüchse (Brandenburg): Fragen und Erfahrungen mit med.Arten, Kiesmulch usw.  (Gelesen 528 mal)

Botanic

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Hi, ich bin ja neu hier und habe so einige Ideen/Fragen bezüglich des Gärtnerns im Brandenburger Sandboden.

Ich/wir möchten u.a. Gemüse anbauen aber auch einen „gießfreien“ Garten anlegen, (soweit möglich, Brunnen ist da, aber warum dagegen ankämpfen? ) der zukunftsträchtig (Klimawandel) sein soll mediterrane und  einheimische Arten mit einbezieht zur Förderung der Flora+Fauna. Platz ist reichlich da, 4xxx qm.

Meine Vorbilder und Literatur stammen v.a. von Beth Chatto, Olivier Filippi und Reinhard Witt!
Ein Thema ist ja das Mulchen mit Kies, Split oder Schotter, anscheinend noch nicht so verbreitet in Deutschland, außer diese häßlichen und toten reinen Kiesvorgärten ohne Pflanzen, die meiner Meinung nach verboten gehören.

Ich mag auch die Optik (mediterran)  von hellen Schotterwegen und wenn es den Boden vor Unkraut schützen kann sowie die Feuchtigkeit besser hält, wie behauptet, dann würde ich erste Beete damit anlegen wollen nächstes Jahr, v.a. für die mediterranen winterharten Pflanzenarten.

Viele trockentolerante Pflanzen mögen ja keine Winternässe wie ich lese.
Ist das ein Thema im Sandboden? Der müßte doch per se recht drainagefreudig sein, sprich ist er im Winter „nie“ zu nass, so dass keine Erhöhung der Drainageeigenschaften nötig ist mit Schotter usw.?
Ich denke da an Sideritis, Phlomis, Wolfsmilch, Disteln, usw.

Wie sinnvoll ist Kalkschotter als Mulch auf Sand? Viele mediterrane Pflanzen kommen ja aus karstig, kalkigen Gebieten, passt das trotzdem zum Sand, ist es unnötig?

Hält hier jemand erfolgreich Phlomis fruticosa und andere med. Phlomis, Sideritis, Baumwolfsmilch, Feigen, Kaki, Granatapfel, Ananasguave(Ernte? Ich halte eine seit 3Jahren auf dem Balkon, hier werden die Früchte recht klein im Kübel) geschützt oder ungeschützt in Brandenburg, Region Bad Belzig?

Den nördlichen Vorgarten sowie die Gemüsebeete würde ich eher Feuchtigkeitsspeichernd entwickeln wollen, sprich Humusaufbau mit Pflanzenmulch,usw. hier soll auch meine Arisaemasammlung hin und auch weiter anwachsen.

Gibt es Tips, neben Försterstauden in Potsdam, für Gärtnereien die einheimische, bzw. Mediterrane und Trockenheitsliebende, besondere Pflanzen anbieten in Brandenburg?
Viele der tollen Gärtnereien liegen viele Autostunden weit weg um mal eben öfters vorbeizuschauen. Klar bestellen geht auch, ich habe sogar einige französische Gärtnereien auf dem Schirm, da die dort Pflanzen anbieten, die es hier schlicht nicht gibt, wenn ich da an div. Phlomis denke.

Ich habe mehr Fragen, weiß aber nicht so recht wohin damit im Forum, ob zerstückelt oder gebündelt, z.
B. in einer Gartenvorstellung.

Ich hoffe auf Erfahrungen von ähnlich interessierten Gartenbesitzern.
Losgehen wird das Ganze Anfang 2023.

Mit freundlichen Grüßen
Botanic
« Letzte Änderung: 16. November 2022, 22:27:55 von Botanic »
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Staudo

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Zu nass wird es auf Brandenburger Sandböden nur, wenn Du in einem Überschwemmungsgebiet gärtnerst.  ;) In Großbeeren und auch auf dem Gartenschaugelände in Beelitz gibt es mit Sand gemulchte Versuchsflächen.
In welcher Ecke Brandenburgs gärtnerst Du denn?
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Botanic

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Bad Belzig wird das sein.
Mit Sand gemulchte Versuchsflächen? Verstehe ich nicht, der Boden hier ist doch quasi Sand? ???
Das Grundstück ist jedenfalls sandig, es gibt auch Kiefern, Tannen(?)/Fichten, Obstbäume und  Sträucher usw.
Ich konnte sogar einen 2m hohen Möchspfeffer entdecken, was mir Hoffnung gibt für die med. Pflanzenarten die evtl. Grenzwertig winterhart sind, so -10 bis maximal -15, Ich würde auch Vlies benutzen usw im Härtefall um die Pflanzen zu schützen.
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Natternkopf

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Bad Belzig wird das sein.

Da ist Wiesenburg in den Nähe. Da wächst vieles und einiges.
Siehe Beiträge von Hausgeist.
« Letzte Änderung: 16. November 2022, 22:40:57 von Natternkopf »
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dmks

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Mit Sand gemulchte Versuchsflächen? Verstehe ich nicht, der Boden hier ist doch quasi Sand? ???


Unterbrechung des Kapillareffektes ;)
Ein Sandboden transportiert Wasser nach oben, selbst wenn eigentlich keins da ist. Wenn die oberste Schicht gelockert oder gemulcht ist - gibt es sozusagen eine Schattenzone darüber.

Merke: Sand ist nicht = Sandboden. 8)
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Botanic

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Du meinst trotz hohem Sandanteil ist der Boden hier noch kein reiner Sand, so daß hier  sogar purer Sand als Mulch funktioniert? Sorry bin Laie, ich weiß jedenfalls je mehr Sand, desto schneller rauscht das Wasser durch.
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dmks

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Boden ist ein lebend Wesen! Er entsteht in Jahrtausenden und kann nicht künstlich erzeugt werden. Klingt dramatisch - ist aber so.
Wenn dieser Boden auf Sand basiert ist dieser "Sand" nur ein Bestandteil von max. 50%. Der Rest sind Wasser, luft, Humus und Lebewesen.
Als Abdeckung/Mulch gemeinte "Sande" sind technisch ausgesiebte tote Strukturen. Wenn ich beispielsweise auf einem kargen Sandboden etwas pflanze trocknet der Boden in der Sonne aus - wie jeder andere Boden auch.
Kommt darauf eine Schicht Marmorkiesel - wird die Sonne reflektiert, den Bodenlebewesen brennt der Ar Hintern nicht an, Feuchtigkeit kann nicht bis oben aufsteigen, Gießwasser verschlemmt den Boden nicht...
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Rieke

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Für Dich könnte auch der Garten von Rosarot interessant sein: Das Schichtrippengelände. Das Gelände ist im Harzvorland, also andere Bodenverhältnisse und eher noch trockener als Brandenburg, aber Rosarot verwendet gerne mediterrane Pflanzen.
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dmks

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ich eher nix mediterran ;)
Sonst würd ich ja ans Mittelmeer ziehen...(müssen)
Das Grundprinzip der Physik ist im slawisch/germanischen Raum aber das Selbe :D

PS: Der Garten von Rosarot ist schön!
« Letzte Änderung: 16. November 2022, 23:22:06 von dmks »
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Werd ich mir mal reinfahren  ;)
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Hausgeist

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Mit Staunässe haben wir hier weniger zu kämpfen. Das Problem sind die eher nicht wirklich kalkulierbaren Winter. Die Temperaturangaben, was diverse Pflanzen so aushalten, beziehen sich ja oftmals auf kurze Ereignisse, die sie wegstecken. Drei Wochen Kahlfrost mit -15°C bei straffem Ostwind und strahlendem Sonnenschein wirken da ganz anders als eine odr mehrere kalte Nächte. Und so eine Wetterlage hatten wir zuletzt erst 2018.
Man muss sich rantasten, ausprobieren und Misserfolge einkalkulieren. Weil du Arisaema erwähnst - auch die als winterhart geltenden sind hier durchaus nach ungünstigen Winterverläufen weggeblieben.
In einem großen Garten gibt es oft besonders geschützte Ecken oder auch Kaltluftschneisen. Die Luxustandorte muss man finden und nutzen.

Was die Gärtnereien angeht, sind wir hier nunmal in der Pampa. ;) Ohne weitere Anfahrten geht's nicht. So denn der Staudenmarkt in Berlin wieder stattfindet, ist das noch mit die beste Gelegenheit, abgesehen vom Leipziger Pflanzenmarkt, der dann von Belzig aus ähnlich nah dran ist.

Mit mineralischem Mulch liebäugle ich auch für den neuen Gartenteil, dort will ich es zumindest mal versuchen. Die Wirkung ist unbestritten. Was mir aber noch niemand so recht beantworten konnte oder wollte (auch Gartengestalter nicht) ist die Frage, wie man langfristig damit gärtnert - Stichworte Substratvermischung, Umpflanzungen, Beetneugestaltungen etc.
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Latifundista
Man benötigt kein botanisches Wissen, um eine Pissnelke erkennen zu können.

Jörg Rudolf

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Ich habe auf meinem Hang, der wirklich sehr trocken ist, Kiessplitt als Mulch aufgebracht, die Idee war, dass dadurch die Feuchtigkeit etwas verbessert wird und der pH Wert stabilisiert wird. Dennoch verwende ich nur Pflanzen, die eine Trockenheitstoleranz haben. Bei Um- oder Neupflanzungen verschwindet der Mulch etwas im Untergrund damit muss man, denke ich, leben.
Die Schicht ist nicht so dick max. 2-3 cm, dadurch werden keine Sämlinge unterdrückt. Ich hoffe aber insgesamt ein besseres Mikroklima geschaffen.
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Botanic

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Sollte die Schicht nicht sogar dicker aufgetragen werden (6-8cm) damit eben keine „Unkräuter“ wachsen, außer die trockentoleranten Arten die das evtl. eh kennen (Karst usw) sich auch ruhig aus säen sollen?

Wie auch immer, es wird spannend und ich habe richtig Lust was zu schaffen!
« Letzte Änderung: 17. November 2022, 19:49:24 von Botanic »
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Jörg Rudolf

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Wenn man Unkraut unterdrücken will, sollte die Schicht mindestens  5cm sein. Ich wollte aber nur einen Verdunstungsschutz. Sämlinge sollen kommen insbesondere von kurzlebigen Stauden.
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