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30. März 2023, 00:50:21
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Autor Thema: Nachhaltige Dünger  (Gelesen 3084 mal)

thuja thujon

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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #60 am: 14. März 2023, 10:04:29 »

Wird dadurch aber auch nicht richtiger. Man kann von 20 bis 50Gramm pro Quadratmeter Verlust pro Jahr rechnen. Auch Kalk wird ausgewaschen oder verbraucht.

Hier mal die Kalkzehrungs-Werte für die verschiedenen Dünger: https://www.effizientduengen.de/wp-content/uploads/Kalkzehrung_Kalkbedarf_Stickstoffformen_NL_11_2013.pdf
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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #61 am: 14. März 2023, 17:39:58 »

Niemand ist allwissend.
Interessant, scheint aber eher ein Problem der mineralisch düngenden Landwirte und Blaukorngärtner zu sein?
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thuja thujon

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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #62 am: 15. März 2023, 14:07:47 »

So würde ich es nicht ausdrücken, aber mineralisch gedüngter Stickstoff richtig eingesetzt ermöglicht mehr Pflanzenwachstum, dadurch entstehen auch mehr Ausscheidungen an den Wurzeln und gut entwickelte Pflanzen nehmen mehr Calcium (und andere Stoffe) auf als schlecht wachsende Pflanzen.

Also wenn viel passiert obenrum passiert auch untenrum einiges.

Wenn man überhaupt keine Pflanzen auf der Fläche hat, ist der Calciumverlust bzw die Versauerung langsamer.
Den könnte man evtl noch mit Kompost ausgleichen, aber es macht ja keinen Sinn, Flächen zu düngen, auf denen nichts wachsen soll.

Also kurz, es ist kein Problem der Blaukorngärtner, sondern es ist ein Problem aller Gärtner, die auf Boden Gärtnern. Das `Problem´ ist je nach Boden unterschiedlich ausgeprägt.

Wikieintrag zum Thema Bodenversauerung: https://de.wikipedia.org/wiki/Bodenversauerung
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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #63 am: 19. März 2023, 17:00:13 »

Bin auf Falter Naturdünger gestoßen. Die kombinieren Schafwollpellets mit separieren Gärresten. Hört sich für mich ganz gut an, auch relativ günstig.
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thuja thujon

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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #64 am: 19. März 2023, 19:08:25 »

Und was sagt die Stickstoffausnutzungsquote zu dem Dünger?

Relativ günstig ist für mich knapp unter 50Cent pro Kilo.
Phosphor ist das teuerste, und braucht fast niemand im Garten.
Kali, der ein oder andere sollte mal drüber nachdenken, meist fehlt aber eher Magnesium.
Stickstoff, das ist der Nährstoff, den der Gärtner auch sehen kann.

Kurz, wenn man günstigen Naturdünger kaufen möchte, um ein reines Gewissen zu haben, kann man in vielen Fällen auch den Naturdünger nicht kaufen und mit dem gesparten Geld einen Schafhalter direkt unterstützen. Oder einen Landwirt der Gärreste herstellt.
Die Pflanzen im Garten werden davon nicht allzuviel mitbekommen, und durch weniger Dünger wird auch gleich die Umwelt geschont.

Der nachhaltigste Dünger ist der, der im Boden fehlt. Nicht der, der beworben und verkauft wird.
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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #65 am: 19. März 2023, 21:24:08 »

Salü thuja thujon
Bringst es wieder mal kurz und knackig auf den Punkt.
Der nachhaltigste Dünger ist der, der im Boden fehlt. Nicht der, der beworben und verkauft wird.

Herzliche Grüsse Natternkopf
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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #66 am: 20. März 2023, 19:36:29 »

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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #67 am: 21. März 2023, 20:15:39 »

Hmm, OK verstehe eure Ansichten und Erfahrungen.
Aber was ist das Fazit für einen organischen Dünger aus der Tüte/ Sack?
Meine Favoriten wären jetzt Hornmehl/ Späne ( OK nur N enthalten) und evtl der Dünger von Falter?

 Nicht jeder kann/ möchte Mist durch die Gegend fahren bzw. kommt da ran.

Was ich bei "fertigen organischen Düngern" gut finde ist: klar es ist teurer aber man Holz sich auch keine Unkrautsamen in den Garten wie bei normalem Mist.

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Starking007

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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #68 am: 21. März 2023, 20:24:21 »

Hornmehl/Hornspäne -

importiert von jenseits des Ozeans, von Rindviechern in riesigen Herden hinter Stacheldraht, geklont und gentechnisch gefüttert, ohne je einen grünen Halm gesehen zu haben usw............

Da lobe ich mir mein bayerisches Blaukorn!

Nur eine Anregung zum Nachdenken.
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Gruß Arthur

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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #69 am: 21. März 2023, 20:32:28 »

Das wusste ich nicht,dachte Oscorna kauft regional?
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Starking007

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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #70 am: 21. März 2023, 20:40:59 »

Nur eine Anregung......

Prüf mal nach, bin gespannt....
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thuja thujon

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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #71 am: 21. März 2023, 22:18:42 »

Nur mal zum nachprüfen:
Hobbygärtnern wird Zeugs von irgendwo verkauft für teilweiße über 6€ das Kilo.
Rizinusschrot, Hornspäne und Co sind wenn man Glück hat, etwa mit 50% Minderertrag im Vergleich zu den Düngern zu verakten, die 50Cent das Kilo kosten.
Die sind aber nicht woke und stehen nicht im Baumarkt.

Hobbygärtner scheinen aber Probleme mit konzentrierten Düngern zu haben, da sie immer wieder von Überdüngung reden. Scheinbar, weil sie eine Handvoll nicht von einem Liter unterscheiden können.
Falls das zutreffen sollte, empfehle ich Eiernudeln, die sind billiger als der Dünger für 6€ das Kilo und haben eine ähnliche Wirkung.
Ich finde das pervers.
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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #72 am: 21. März 2023, 22:36:51 »

Wie ist es denn mit der Nachhaltigkeit von synthetischen Mineraldüngern bestellt?
Um zu beurteilen, wie nachhaltig organische Dünger aus dem Sack sind, muss man ja nicht nur deren Nachhaltigkeit, sondern auch die der anderen Dünger durch deklinieren und dann gegenüber stellen.
Und eigentlich müssten dafür sowohl Vorlauf wie Nachlauf mit in die Kalkulation.
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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #73 am: 21. März 2023, 22:49:10 »

Man sollte erst mal die Dünger verwenden, die da sind. Rasenschnitt etwa, wenn es keinen Mist gibt. Falls man den Rasen nicht düngt, Klee einsäen.
Synthetische Dünger haben den Vorteil, das sie gute Ausnutzungsquoten haben, also nicht die Hälfte der Nährstoffe verloren geht und man sie gut dosieren kann bzw auf den Punkt düngen.
Deshalb bemisst sich der Wert eines Düngers nicht rein am Nährstoffgehalt, sondern am Wirkungsgrad.
Das setzt aber vorraus, das man auch von einem hochwirksamem Dünger evtl nur die Hälfte streuen kann wie von einem der nicht effektiv ist. Da hapert es leider oft.

Nachhaltig ist in einem System wie zB einer Stadt, wo Fäkalien und deren Nährstoffe in die Flüsse geleitet werden und auch andere Ressourcen verschwendet werden, vor Ort aber praktisch nichts vernünftiges erzeugt wird, per se gar nichts.
Da hilft es auch nichts, sich freikaufen zu wollen mit angeblich nachhaltigen Düngern.
Ablasshandel auf Kosten des Planeten ist nicht nachhaltig.

Nachhaltig ist effektiver Umgang mit Nährstoffen, wenn gleichzeitig sinnvolle Produkte daraus entstehen.
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Re: Nachhaltige Dünger
« Antwort #74 am: 21. März 2023, 23:04:30 »


Synthetische Dünger haben den Vorteil, das sie gute Ausnutzungsquoten haben, also nicht die Hälfte der Nährstoffe verloren geht …
Wieso soll die Hälfte bei organischen Düngern verloren gehen?
Wegen der langsamen Freisetzung?
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