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News: Nichts ist so ansteckend wie schlechte Laune. (Henri Stendhal)
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Autor Thema: Klima  (Gelesen 86670 mal)

sarastro

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Re:Klima
« Antwort #45 am: 30. September 2004, 21:21:04 »

Übrigens nervt mich am allermeisten die unsinnige Verpackungswut unserer westlichen Zivilisation! Heute habe ich z.B. neue Druckerpatronen kaufen müssen. Diese sind ohnehin sauteuer, in keinem Verhältnis zu dem, was drin ist, nur, dass der billige Drucker nachfinanziert wird! Aber dann das Ganze noch in eine Schachtel, die Patronen nochmals extra in ein Plastik und noch ein Plastikverschluss mit Abrissfolie, nein, da hängts bei mir aus...! Dies ist dasselbe wie bei einigen Kollegen, die behaupten, wir verkaufen ja eigentlich nur Bildetiketten und Plastiktöpfe mit Infos. Sind wir denn ganz pervers geworden? Auf unseren Reisen durch den Orient wurde auf dem Markt alles frisch und lose, ohne großen Verpackungswahn auch verkauft. Das stelle sich einer mal hier vor!
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cimicifuga

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #46 am: 30. September 2004, 21:24:44 »

Übrigens nervt mich am allermeisten die unsinnige Verpackungswut unserer westlichen Zivilisation! !
Sehe ich auch so. Am liebsten wäre es mir, man könnte sich alles aus großgebinden selber abfüllen. Ich denke vorallem an Milch. Was nerven mich diese Tetrapacks! >:( Jetzt nehm ich die Bio Milch in der Pfandflasche, aber die Pfandflasche muss auch ein LKW durch die gegend karren ::)
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Silvia

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Re:Klima
« Antwort #47 am: 30. September 2004, 21:33:15 »

Wobei mir bei Milch schon wieder ketzerisch einfällt, dass man sie samt allem, was man daraus machen kann, doch lieber dem Kälbchen lassen sollte. Und wenn, dann könnte man sie sich zu Fuß vom Bauern holen. Wir Menschen brauchen keine Kuhmilch zur Ernährung. Viele Völker vertragen sie nicht einmal, z.B. Indianer oder Japaner. Dort wäre großes Energie-Einsparungspotential was das Herumfahren in Deutschland angeht. Na ja, die Kühltheke im Supermarkt wäre zugegeben sehr leer. Alles M..... - oder was?

LG Silvia
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Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Günther

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Re:Klima
« Antwort #48 am: 30. September 2004, 21:35:32 »

Wenn Du alles wegläßt, was wir nicht brauchen, dann schauten wir arm aus - und obs dann besser wäre?
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cimicifuga

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Re:Klima
« Antwort #49 am: 30. September 2004, 21:37:28 »

Wobei mir bei Milch schon wieder ketzerisch einfällt, dass man sie samt allem, was man daraus machen kann, doch lieber dem Kälbchen lassen sollte. Und wenn, dann könnte man sie sich zu Fuß vom Bauern holen. Wir Menschen brauchen keine Kuhmilch zur Ernährung.
Aber wir wollen doch halbwegs realistisch bleiben ;)
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Silvia

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Re:Klima
« Antwort #50 am: 30. September 2004, 21:45:04 »

Zitat
Wenn Du alles wegläßt, was wir nicht brauchen, dann schauten wir arm aus - und obs dann besser wäre?

Die Frage habe ich oben auch schon einmal gestellt.

Und eigentlich ist es müßig darüber nachzudenken, was man alles machen könnte. Es passiert ja doch nichts, was etwas bewirkt. Wir werden uns hier in Europa nicht wirklich einschränken wollen. Ich kenne jedenfalls niemanden, der es ernsthaft betreibt. Höchstens die arme Pennerin an der Ecke, die aus lauter Armut und gescheiterter Existenz aus ein paar Einkaufstüten lebt. Und das meine ich jetzt wirklich ernst. Es ist gut darüber zu diskutieren, welche der Speckseiten ich denn heute weglasse, wenn immer genügend da sind.

Sorry, etwas harsch, aber doch sehr ernst gemeint. :-*

LG Silvia
« Letzte Änderung: 30. September 2004, 21:46:24 von Silvia »
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Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

Silvia

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Re:Klima
« Antwort #51 am: 30. September 2004, 21:47:04 »


Aber wir wollen doch halbwegs realistisch bleiben ;)

Das ist das Problem. ;)

LG Silvia
« Letzte Änderung: 30. September 2004, 21:47:28 von Silvia »
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Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.

riesenweib

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Re:Klima
« Antwort #52 am: 30. September 2004, 21:51:21 »

...Ich denke vorallem an Milch. Was nerven mich diese Tetrapacks! >:( Jetzt nehm ich die Bio Milch in der Pfandflasche, aber die Pfandflasche muss auch ein LKW durch die gegend karren ...

da haben wir im ort glück, wir können von einem bauern vom milchautomat milch erster güte, nicht pasteurisiert, nicht homogenisiert, holen.

aber bei den reisewegen der einzelnen rohstoffe (verpackung und inhlat) bis zum teil im supermarkt summieren sich ja leider tausende kilometer, selbst wenn man ein produkt aus dem land kauft! die untersuchungen dazu sind erschreckend, hab leider das zitat nicht zur hand.

lg, brigitte
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will bitte jemand meine tippfehler? Verschenke sie in mengen. danke ;-)

cimicifuga

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Re:Klima
« Antwort #53 am: 30. September 2004, 21:55:00 »

Ja, das ist schrecklich. Im Bioladen verkaufen sie manchmal Äpfel aus Argentinien, wenn sie bei uns grad nicht saison haben. da hab ich mich schon mal aufgeregt im geschäft. da ist doch der ganze biogedanke wieder im A**** >:(
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Amur

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Re:Klima
« Antwort #54 am: 30. September 2004, 22:00:02 »

Das Thema selbst ist interessant. Da wir aber keine Vergleichswelt haben, ist ein diskutieren ob Menschengemacht oder nicht müßig.
Die Anzeichen mehren sich, daß eine Warmzeit uns bevorsteht.

Der Natur ist das relativ wurscht. Die hat das dutzende Mal durchgemacht. Es geht eher um die wirtschaftlichen Schäden und das Elend, daß dadurch verursacht wird und die Konflikte die durch dadurch bedingte Wanderungen entstehen.

Im Übrigen schiebe ich einen guten Teil der verstärkten Meldungen über Unwetter auch dem dichter werdenden Netz an Wetterstationen und der Gier der Medien nach Unglücken zu.
Wer interessierte sich vor 50 Jahren ob auf einer Südseeinsel die Hütten weggeblasen wurden und die Bewohner in der Flut ertranken? Niemand.
Und so hat mans damals auch nicht mitbekommen. Heute wird jeder Sturm der Schaden anrichtet von den Medien begleitet, wie ein Medienstar.

Im übrigen ist wohl nicht die Industrie schuld, wenn die z. Bsp. Autos immer größer werden. Ein 3 Liter Polo verkauft sich wie sauer Bier, während Vans und Geländewagen einen immer höheren Anteil an den Neuverkäufen bekommen um die immer kleiner werdenden Familien auf den immer besser ausgebauten Straßen umherfahren.
In kürze wird die Familie mit einem Kind auf jeden FAll einen Wagen mit 3 Kubikmeter Laderaum 50cm Bodenfreiheit, einer Wattiefe von 1m sowie längs und quer sperrbaren Differentialen brauchen. Schließlich wird überall von Überschwemmungen geredet.
Und ein Auto ohne Klimaanlage? Undenkbar. Die Fenster müssen ob der Luftverschmutzung eh geschlossen bleiben und man hat ja den ultrafeinen Luftfilter, der alles rausfiltert.

Während einst das Laub zusammengerecht und im Gärtchen kompostiert wurde, leistet man sich heute einen Laubsauger. Der häckselt das Laub, um es auch gut in der Biotonne unterzubringen. Es könnte ja ein mit Pilzen infiziertes Laub dabeisein.
Im Frühjahr kauft man sich dann wieder das Pflanzsubstrat akurat verpackt in Plastiksäcken.
Die Hände danach werden selbstverständlich schön im warmen Wasser gewaschen. Ständig verfügbar.
Na ja, man könnte noch unendlich weitermachen.

WEnns wirklich interessiert, der schaue mal in die Verbrauchsstatistiken. Da ist Landwirtschaft weit hinten. Der private Konsum und die Energieerzeuger ganz vorne.

mfg
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Lilia

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Re:Klima
« Antwort #55 am: 30. September 2004, 22:08:21 »

Ich meine meine Frage durchaus ernst:
kann mir bitte jemand sagen, warum ich diese Welt retten soll??
Ist es nicht ein kleines bißchen anmassend für jemanden, der den Bruchteil eines Fliegenschisses auf dieser Welt zubringt, derart eingreifen zu wollen?
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Katrin

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Re:Klima
« Antwort #56 am: 30. September 2004, 22:08:47 »

- Auto verkaufen und mit dem Fahrrad fahren, und zwar konsequent, nicht nur, wenn die Sonne scheint, oder mit dem Bus fahren, d.h. auf dem Land vielleicht nur dreimal am Tag und vorher evtl. 20 Minuten zur Bushaltestelle laufen;

Hihi,
das nennst du als Extrembeispiel? Ich laufe bei Regen jeden Tag zwischen 22 und 30min in die Schule (je nach Witterung) und fahre bei trockener Straße mit dem Rad. Ich denke, das könnten viele andere auch machen, aber es tut fast niemand - ein eigenes Auto oder zumindest einen Sauger zu haben ist manchen sehr wichtig. Klar, dass man dann lieber fährt als bei Sturzregen geht. Alleine, dass du die 20min gehen in der selben Reihe mit wirklich gravierenden Änderungen des 'Lebensstandards' (was ist das eigentlich genau?) zählst, zeigt doch, wie bequemlich wird schon geworden sind. Nicht böse sein, ist allgemein gültig :)

Ich würde schwer oder garnicht auf PC verzichten wollen, Fernseher brauche ich eigentlich nicht und mein Handy - das ist eigentlich bloße Überwachung. Heizen kann man auch auschließlich mit einheimischen Holz - es wächst mehr nach, als wir verarbeiten könnten. Sicherlich, die Bäume werden mit Motorsägen gefällt, aber das wäre doch schon mal ein Ansatz! Unser Kachelofen heizt locker das ganze Haus.

Das mit den Verpackungen ist wirklich irre. Konsequentes Nichtkaufen solcher Dinge funktioniet nur, wenn es Alternativen gibt. Druckerpatronen kann man auch nachfüllen lassen - aber wer macht das wirklich? Bei vielen anderen Dingen kann man es sich nicht aussuchen. Leider.

Am Ende kann man nur bei sich selbst anfangen. Gemüse im eigenen Garten ziehen und so gut es geht umweltbewusst einkaufen. Das ist für mich realistisch! Alles andere wäre schön, ist aber meist nicht durchführbar - zumindest nicht ohne gröbere Verzichte, die wohl selten jemand auf sich nimmt.

VLG; Katrin
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"Ich glaube, viele von uns haben ihre Heimat längst verloren, denn sie haben sie in der Kindheit gelassen, in den staubigen Straßen und an den sonnigen Tagen, als die Welt noch gut war, weil wir nur die Fassade sahen und zu klein waren, die Türen zu öffnen."

ich

Katrin

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Re:Klima
« Antwort #57 am: 30. September 2004, 22:11:42 »

Ich meine meine Frage durchaus ernst:
kann mir bitte jemand sagen, warum ich diese Welt retten soll??
Ist es nicht ein kleines bißchen anmassend für jemanden, der den Bruchteil eines Fliegenschisses auf dieser Welt zubringt, derart eingreifen zu wollen?

Wenn's niemand auch nur probiert oder nicht mal drüber nachdenkt, dann kann man nie etwas ändern. Diese Sinnfrage kann man sich immer stellen: Nach mir die Sintflut! Ist doch egal, was nach mir ist, ich bin ohnehin tot, weg, futsch, schei* der Hund drauf, was nach mir passiert! Das ist bequem. Das machen auch viele!
Ich habe da ein bissl ein schlechtes Gewissen damit, das ich damit kompensiere, dass ich brav den Müll trenne, Mist nicht in den Wald werfe und ein wenig drüber nachdenke. Natürlich bringts nix. Ist nur Gewissensberuhigung, für mich alleine. Am Ende bin ich genauso egoistisch, wie jemand, der sich einen Dreck schert. Aber ich fühl' mich besser so 8)
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Silvia

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Re:Klima
« Antwort #58 am: 30. September 2004, 22:20:54 »

Lilia, es geht ja gar nicht darum die Erde zu retten, sondern uns und unsere Kinder. Wir sind für die Erde wahrscheinlich wirklich nicht mehr als ein lästiger Schnupfen - nervt eine bisschen, dauert aber nicht zu lange und ist nicht existentiell gefährdend. ;)

Zum Gemüse im eigenen Garten ziehen muss man erst einmal einen haben. Deutschland hat 80 000 000 Einwohner, Österreich 8 000 000. Da ist zumindest bei uns nicht genügend Platz, dass jeder einen Gemüsegarten hat, von Alter, Gebrechlichkeit und was weiß ich nicht einmal abgesehen.

Und so ein Wald ist in einem Land wie Deutschland bei der Masse der Leute schnell verheizt. Die Emission dazu wäre wirklich gewaltig. An sich ist Atomstrom, was die Emission großer Kraftwerke angeht, für den erforderlichen Großverbrauch am günstigsten ... - jetzt mal völlig unabhängig von der Entsorgung des Mülls. Windkraftwerke geraten zunehmend in die Kritik.

Ökostrom findet leider wenig Akzeptanz (3% beziehen ihn), wenn es letztendlich darum geht, ihn zu bezahlen. Hier dazu die Ergebnisse einer aktuellen Umfrage von Emnid:

http://www.tropenwaldnetzwerk-brasilien.de/aktuell/news/news.intern.200409302/

LG Silvia
« Letzte Änderung: 01. Oktober 2004, 09:48:46 von Silvia »
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Günther

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Re:Klima
« Antwort #59 am: 30. September 2004, 22:23:29 »

An sich ist Atomstrom, was die Emission angeht, für den erforderlichen Großverbrauch am günstigsten ...
LG Silvia

Naja, wenn man's so bedenkt, ist der Strom aus der Steckdose noch emissionsärmer ;D
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