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Autor Thema: Klima  (Gelesen 111485 mal)

fisalis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #90 am: 04. Oktober 2004, 17:02:31 »

Und was passiert eigentlich mit dem bei der ja bald üblichen Fettabsaugung gewonnen Rohstoff? Der könnte doch auch CO2-neutral als Benzinersatz Verwendung finden. Ich sag ja - es braucht die Forschung schon auch ;)!
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cimicifuga

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #91 am: 04. Oktober 2004, 17:10:50 »

das erinnert mich irgendwie ganz stark an den film "Fight Club"...bloß, dass sie da aus menschlichem fett seife machen (wollen?)
sorry, total ot :-X

aber die idee mit der wiederverwertung ist echt nicht schlecht....mit dem treibstoff mein ich 8)
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Günther

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #92 am: 04. Oktober 2004, 17:14:31 »

Sowas wird besser der gepflegten Ernährung zugeführt...

Weniger OT:

Wie vertrauenswürdig sind die Ergebnisse der Klimaforschung?

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/18454/1.html
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cimicifuga

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #93 am: 04. Oktober 2004, 17:16:21 »

Sowas wird besser der gepflegten Ernährung zugeführt...

Das erklärst mir jetzt bitte ;) zur not per pm! :-X 8)
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Eva

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #94 am: 04. Oktober 2004, 17:28:16 »

Um Hortulanus' Horrormeldungen auch die anderen Aspekte gegenzusetzen hier ein paar weitere Pressemeldungen:

Berlin (reuters)
Seitdem die Jugendlichen kaum noch mit motorisierten Fahrzeugen in die Schule oder Kindergarten befördert werden, bewegen sich Kinder durchschnittlich 46,5 Minuten mehr pro Tag, im gleichen Zeitraum sanken die Gesundheitskosten pro Kind um ein Drittel. Um Schulkinder auf dem Weg in die Schule und nach Hause sicher zu begleiten und eine optimale Organisation der Schulstunden und Schulwege zu gewährleisten wurden 20000 zusätzliche Stellen, überwiegend Teilzeitstellen geschaffen. Das Computermodul - "safe way to school", entwickelt von einem Ingenieurbüro aus Thüringen hat den mit 15000 Euro dotierten Forschungspreis der deutschen Verkehrsbetriebe gewonnen. Es bietet insbesondere für Gemeinden mit 1000 bis 20000 Einwohnern optimale Lösungen für die Schulweg-Problematik und Inselkonzepte für die sogenannte "Schule unterwegs".


Kiel (dpa)
Wie der Sprecher der Bundeskanzlerin heute beim Verehrstag Nord in Kiel bekanntgab, gibt es eine erfreuliche Entwicklung bei der Verkehrssicherheit für Kinder:
Die Zahl der getöteten Kinder im Straßenverkehr ist in Deutschland von 446 im Jahr 1997 auf nur noch fünf im ersten Halbjahr 2025 zurückgegangen. Die Zahlen für Österreich (2003: 4111 verletzte, 37 getötete Kinder im Straßenverkehr) können sich ebenfalls sehen lassen: 256 Verletzungen, meist bei Fahrrad- und Rollschuh-Unfällen, keine Todesfälle im laufenden Jahr.
Als Grund wird allgemein der stark reduzierte Autoverkehr sowie der strategische Ausbau des Radwegenetzes und des öffentlichen Nahverkehrs angenommen. Schulweg-Coaching verspricht weitere Verbesserungen und wird erstmals in diesem Schuljahr in Brandenburg und Hamburg eingesetzt.

Strassburg (afp)
Sehr kontrovers diskutiert wird vom EU-Parlament der Entwurf einer Nachhaltigkeits-Verpflichtungsverordnung. So sollen die Hersteller von Schuhen, Kleidung und Elektrogegenständen verpflichtet werden, die Funktion der von ihnen vermarkteten Waren über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren (Schuhe), drei Jahren (Kleidung) sowie 15 Jahren (Elektrogeräte) zu gewärhleisten. Damit könnte eine Reduktion des diesbezüglichen Müllvolumens auf 1/5 erreicht werden. Auf Schwierigkeiten stößt noch die Definition von "Wegwerf-Produkten" für die ja ab dem kommenden Jahr eine Umweltabgabe von bis zu 120% des Kaufpreises eingeführt wird (wir berichten auf S.12)



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Wolfgang

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Re:Klima
« Antwort #95 am: 04. Oktober 2004, 17:34:14 »

Wir machen es auch nicht besser als die Amerikaner. Wir bringen uns mit gutem Willen um. Die Wirklichkeit ist schon grotesk genug.
Die Förderung von Holzfeuerung und vor allem Solarenergie ist vor allem in Deutschland grotesk: Je ungünstiger etwa Sonnenkollektoren angebracht sind, desto höher fällt die Förderung aus.
Als ich mich für Solarstromgewinnung interessierte, sagte mir ein Berater, dass ich die Energie ins Netz einspeisen, aber keinesfalls selbst verbrauchen sollte, weil die Einspeisungsentgelte über dem Bezugspreis liegen.
Windkraft ersetzt kein einziges Kilowatt fossiler Energiegewinnung, und wegen irgendwelcher Windräder wird kein Kohlekraftwerk stillgelegt. Weil Wind ein unsteter Energieträger ist, muss für jedes Windrad eine sichere Energiequelle vorgehalten werden, damit das Netz nicht zusammenbricht, wenn mal wenig Wind geht. Deshalb wird keins der alten Kohlekraftwerke im Ruhrgebiet abgeschaltet, sondern sie laufen sozusagen auf Standby-Betieb weiter. Aber die Förderung der Solarenergie verhindert den Aufbau neuer, effizienterer Kraftwerke für fossile Energie.
Nur die Windkraftfonds-Zeichner machen erst einmal einen guten Schnitt. Wenn dann, wie in den letzten drei Jahren, die Anlagen zu weniger als 70 Prozent ausgelastet waren, ist zwar der Ertrag dahin, aber die Steuerersparnis rechnet sich. Wir alle bezahlen's ja.
Der politische Wille zu alternativen Energien verfehlt damit sein Ziel. Wie übrigens auch die Pfandregelung: Es werden wesentlich mehr Flaschen (=Behältnisse für Getränke :) ) durch die Geografie gefahren, aber der Anteil an Einweggebinden geht immer weiter zurück.
Das Ziel der Mülltrennung war die Reduzierung der Menge. Auch das ist nicht erreicht; dafür wird die vierfache Menge von Behältern hergestellt, verwendet und wieder entsorgt, und es fährt die vierfache Menge von Entsorgungsflotten.
Inzwischen ist der technische Fortschritt über das System hinweggegangen. Es wäre bei gleichem Ergebnis weniger aufwendig, nur noch zwei Tonnen zu haben und das Zeitungspapier beim Verbraucher, aber alles andere beim Entsorger zu trennen. Regionen wie der Lahn-Dill-Kreis, die dieses viel sparsamere System testen wollten, wurden von den Landesregierungen im Verbund mit dem für teures Geld errichteten Dualen System zurückgepfiffen.
Leider ist der Umweltschutz hierzulande stark von (fortschrittskritischen) glaubensbekenntnisähnlichen politischen Interessen gesteuert, die dazu führen, dass oft genug das Gegenteil erreicht und der Stand der Technik nicht ausgeschöpft wird.
So werden hier zB etwa 30 Prozent des aussortierten Plastikmülls wieder in den Restmüll gegeben, damit die Verbrennung nicht zu teuer wird.
So führt man die Anstrengungen von Bürgern ad absurdum. Die arabischen und afrikanischen Bewohner meines Ortes lachen sich im Übrigen schimmelig über den Trennungswahn und werfen fröhlich alles durcheinander - und nichts passiert.
« Letzte Änderung: 04. Oktober 2004, 17:35:32 von Wolfgang »
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Eva

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Re:Klima
« Antwort #96 am: 04. Oktober 2004, 19:14:10 »

Tja, darum geht es ja grade in der Politik: vernünftige und trotzdem verallgemeinerbare Lösungen zu finden. Sich zurückzulehnen und zu nörgeln, dass "denen" wieder bloss Mist eingefallen ist, ist zwar einfacher, aber nicht wirklich zielführend. Sich zu engagieren, und sich den Kopf über bestmögliche Lösungsansätze zu zerbrechen schon eher. Aber Politik hat ja immer irgendwie den Ruch des Garstigen (ein garstig Lied, pfui, ein politisch Lied.... ::)).
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Lilia

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Re:Klima
« Antwort #97 am: 04. Oktober 2004, 19:36:45 »

Engagement, Ideen und Vorschläge sowie Lösungen sind reichlich vorhanden.
Konterkariert wird das Ganze immer wieder von mächtigen Wirtschaftslobbyisten, die die Pfründe ihrer Konzerne schwinden sehen.
Immerhin hat es die mächtige Chemische Industrie geschafft, ihre Lenorflaschen und Farbeimer etc. aus der Pfandpflicht herauszuhalten.
Mit welcher Begründung eigentlich?
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Eva

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #98 am: 04. Oktober 2004, 20:03:32 »

Weichspüler ist ein relativ sinnloses Produkt. Warum sollte Weichspüler in Pfandflaschen sinnvoller sein? Wie wär's mit keinem Weichspüler?

Farbeimer, die leer sind wurden bei mir noch nie weggeworfen sondern immer als Eimer verwendet. Halten in der Regel länger als billige Putzeimer. Farbeimer die nur halb leer werden, sind Sondermüll. Farbe, die man halbliterweise vom Fass kaufen kann, hat sich (wegen zu hohem Anteil an Personalkosten, wegen zu geringer Auswahl an Farben) bisher nicht durchgesetzt.
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fisalis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #99 am: 05. Oktober 2004, 08:32:40 »

Immer wieder kommt der Einwand, dass kleine Schritte ja nichts Grundlegendes ändern. Aber das ist wirklich nichts anderes als eine Ausrede. Es geht um die Quantität der Verschmutzung, und da bringts schon viel, wenn der Anstieg gebremst werden kann. Das ist ja auch die realistische Stossrichtung von "Kyoto" und der Vorgängerkonferenzen.

Daher bringt es eben viel, wenn ich heute ohne Auto unterwegs bin, wenn ich heute 1 Grad weniger heize, beim Einkauf berücksichtige, dass Aluminium bei der Herstellung Unmengen Energie verschlingt und daher eben nur zurückhaltend eingesetzt werden sollte (nämlich dort, wo seine Eigenschaften Sinn machen, und nicht des Designs wegen). Usw.

Klar, diese kleinen Dinge tun wir ja schon. Oder meistens. Ich lasse mir den Spass an umweltbewusstem Handeln jedenfalls nicht durch den Einwand vermiesen, dass sich so die Welt angeblich nicht verbessert.
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Mutabilis

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Re:Klima
« Antwort #100 am: 05. Oktober 2004, 09:17:32 »

Ja, Du bist ein guter Mensch. Sonne Dich in dem Gefühl.
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Hortulanus

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #101 am: 05. Oktober 2004, 09:39:30 »

Es ist doch nicht so, als hätte sich in der (zumindest wohlhabenden) Welt nichts geändert. Auch die Amis fahren inzwischen deutlich verbrauchsärmere Autos und zwar den nahezu gleichen Modell-Mix wie wir. Und der Benzinpreis ist dort ähnlich explodiert wie bei uns, wenn auch auf einem insgesamt niedrigeren Niveau. Doch auch unser Benzinpreis spiegelt doch nicht etwa den Umweltschutzgedanken wieder, sondern einzig und allein die Raffgier des Staates.

Ich empfinde diese Diskussion langsam als schizophren. Da säuselt Fisalis von seinen krähwinkeligen Sparansätzen, die das Gefühl vermitteln sollen, man sei im Umweltschutz aktiv. Andere klagen über die subversive Chemieindustrie, die des schnöden Gewinns wegen, Schutzmaßnahmen konterkariert. Sorgsamst wird der Müll getrennt, um recyclingfähiges Material zu gewinnen. Auch bei den Einkäufen verfahren wir sehr umweltbewusst und allein schon die Entscheidung zwischen Hollandtomaten (die versauen die Umwelt, Monokulturen, künstliches Wachstumsklima) oder Spanientomate (die sollen doch soviel Gift nehmen) stürzt uns in Gewissenskonflikte. Durch diesen Dauerstress total erschöpft sinken wir abends mit unserem Ar... in den Ledersessel, zu dem uns auch einiges einfallen könnte (riesige Rinderfarmen in Argentinien, giftige Gerbverfahren, Ausbeutung unterbezahlter Handwerker etc.). Du solltest ja auch Wolle nehmen, sagt dann der ökologische Gutmensch (eine chemische Faser kommt schon mal gar nicht in Betracht). Ja, antwortet dann der Advocatus diaboli, alle Menschen, so sie den Sessel haben, betten ihren Ar... nur noch auf Wolle, gell? Lass uns doch mal schnell kalkulieren, wie vieler Schafe es dazu bedarf, die da äsen, fur... und schei..., und so auf ihre ganz eigene Art die Umwelt versauen. Holzstühle, fallen jetzt dem Öko ein. Gut, also Holz. Holzt mehr ab! Nein, schreit jetzt wieder der Gute Mensch von ****, die Wälder bedürfen des Schutzes.

Ich bin nicht gegen Umweltschutz und umweltgerechtes Verhalten. Aber bitte mit Augenmaß. Ich kenne in meinem „gebildeten“ Umkreis auch kein anderes Verhalten. Und wenn sich jemand über irgendeinen Industriezweig echauffiert (sie müssen permanent und kritisch kontrolliert werden, keine Frage), dann soll er doch vorher nachdenken, ob und wie stark er direkt oder indirekt von diesem Wirtschaftsgeflecht profitiert. In dem er einen Arbeitsplatz hat, ein modernes technisches Gerät, in dem er Krankheiten besser bekämpfen kann, bessere oder gesündere Nahrungsmittel angeboten werden, in dem er reisen oder verreisen kann usw. und s. f.

Dieses Aufrufs in diesem Thread hätte es nicht bedurft, zumal bisher keine neuen Erkenntnisse eingebracht oder gewonnen werden konnten. Es sei denn, der winzige Heiligenschein einer Person leuchtet jetzt ein klein wenig heller.
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fisalis

  • Gast
Re:Klima
« Antwort #102 am: 05. Oktober 2004, 09:54:45 »

Ja, Du bist ein guter Mensch. Sonne Dich in dem Gefühl.



Also eine alles in allem doch nutzlose Diskussion. Ich hab nun auch keine Lust mehr dazu. Unten wartet Harry mit dem Wagen, Motor ist seit 10 Min. an... :o
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Günther

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Re:Klima
« Antwort #103 am: 05. Oktober 2004, 10:00:19 »

Ja, Du bist ein guter Mensch. Sonne Dich in dem Gefühl.

Sei nicht so. Jedenfalls schadets nix, wenn auch die Effizienz gering sein mag. Einmal nicht mit dem Auto um Zigaretten gefahren bringt mehr.
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Silvia

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Re:Klima
« Antwort #104 am: 05. Oktober 2004, 10:14:26 »

Einmal nicht mit dem Auto um Zigaretten gefahren bringt mehr.

Am besten gar nicht erst rauchen. Dann erübrigt sich das andere. ;)

Nichtrauchergrüße
Silvia
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Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst.
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