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Pflanzenwelt => Obst-Forum => Thema gestartet von: michagt am 26. Mai 2009, 11:58:40

Titel: Heidelbeeren
Beitrag von: michagt am 26. Mai 2009, 11:58:40
Hallo zusammen, ich habe mir vor zwei Jahren 3 Heidelbeersträucher gekauft und die gleich in einen Kübel mit Rhododendronerde eingepflanzt.
Dieses Jahr hängen nun an einem Stauch Früchte dran. Kann mir jemand sagen, ob Heidelbeeren männlich oder weiblich sind oder warum bei mir nur ein Strauch Früchte trägt ?
Titel: Re:Heidelbeeren
Beitrag von: Lehm am 26. Mai 2009, 12:16:31
Heidelbeeren sind selbstfruchtbar. Daher genügt an sich ein Strauch. Die Blüten werden jedoch besser befruchtet, wenn ein Strauch einer anderen Sorte beigestellt wird. Kulturheidelbeeren wie "Patriot" z.B. geben mehr Früchte, wenn ein europäischer Vaccinium myrtillus dabeisteht.

Wenn alle deine drei Sträucher die gleich Sorte sind, könnten Befruchtungsprobleme also daran liegen. Oder auch daran, dass ein Strauch, also der fruchtende, schon etwas älter ist als die anderen zwei.
Titel: Re:Heidelbeeren
Beitrag von: michagt am 26. Mai 2009, 13:57:12
Vielen Dank für Deine Antwort. Dann werde ich wohl noch einen Heidelbeerstrauch einer anderen Sorte beistellen.
Titel: Re:Heidelbeeren
Beitrag von: Manfred am 26. Mai 2009, 14:25:16
Wie groß waren die Sträucher beim Kauf und groß sind sie jetzt?
Das hört sich eher so an, als ob ihnen was nicht gefällt.
Titel: Re:Heidelbeeren
Beitrag von: michagt am 26. Mai 2009, 14:32:54
Hallo Manfred, nein nein so ist dass nicht, die sind schon ordentlich gewachsen. Als ich sie gekauft habe waren sie so 30 cm hoch, jetzt sind sie bestimmt 80cm - 1m hoch.
Wie gesagt ich habe sie in Rhododendronerde mit Sägespänen gesetzt und mit Beerendünger gedüngt!
Titel: Re:Heidelbeeren
Beitrag von: marygold am 26. Mai 2009, 15:03:14
wie groß ist denn der Kübel?

für drei Heidelbeeren müsste es schon eine Mörtelwanne sein. Vielleicht verdrängt das kräftigste Exemplar die beiden anderen.
Titel: Re:Heidelbeeren
Beitrag von: michagt am 26. Mai 2009, 15:15:56
Ich habe 3 Mörtelwannen in jeder ein Heidelbeerstrauch
Titel: Re:Heidelbeeren
Beitrag von: Manfred am 28. Mai 2009, 14:44:46
Sie blühen also normal, bringen aber keine Früchte?
Titel: Re:Heidelbeeren
Beitrag von: BigBee am 28. Mai 2009, 15:21:12
Hallo micha,

Welche Sorten hast Du denn angebaut? Es gibt Sorten, die nur zum Teil selbstfertil sind. Die Kaninchenäugigen sind sogar selbstinkompatibel und sind auf Fremdbestäubung durch Hummeln und Wildbienen angewiesen. Honigbienen sind ungeeignet. Schau mal bei wiki, da stehen die Sorten.

LG :)
Titel: Re:Heidelbeeren
Beitrag von: Manfred am 28. Mai 2009, 17:01:45
@BigBee: Vaccinium virgatum kann ich bei Wiki gar nicht finden?
Laut meinem schlauen Buch müssten die gängigen Kultursorten alle selbstfruchtbar sein. Eine Sortenmischung bringt aber höhre Einzelfruchtgewichte und höhere Gesamterträge.

Der Ursache auf den Grund zu gehen lohnt sich. War gerade im Garten, etwas Motivation knipsen. Gepflanzt im Frühjahr 2007:

(http://www.aforst.com/SonstigeBilder/garten-pur/2009-05-28_1_klein.jpg)
Zum Vergrößern anklicken.
Titel: Re:Heidelbeeren
Beitrag von: BigBee am 28. Mai 2009, 17:33:48
Hallo Manfred,

schönes Fotos! :)

Unter dem Nanem Vaccinium ashei R(abbiteye) findet sich eine Baumschule, die solche Sorten verkauft. Hab aber nicht gefunden, welche. Gängig sind sie wohl eher nicht.
Soweit ich das verstehe, gehören die Sorten 'Maru' und 'Rahi' dazu.

Wenn die Pflanzen Blüten haben, aber keine Früchte, sehe ich da eher ein Bestäubungs/Befruchtungsproblem. Manche Pflanze verzichtet zu Gunsten von Größenzuwachs auf Früchte.
Bin da aber keineswegs Experte.

Eine reiche Ernte wünsch ich Dir. :)
LG
Titel: Re:Heidelbeeren
Beitrag von: Manfred am 28. Mai 2009, 18:00:56
Danke. Hoffentlich bleibt der Hagel aus und hoffentlich merken die Amseln weiter nicht, wie lecker die reifen Beeren sind. :)
Titel: Re:Heidelbeeren
Beitrag von: michagt am 15. Juni 2009, 13:10:39
Hallo micha,

Welche Sorten hast Du denn angebaut? Es gibt Sorten, die nur zum Teil selbstfertil sind. Die Kaninchenäugigen sind sogar selbstinkompatibel und sind auf Fremdbestäubung durch Hummeln und Wildbienen angewiesen. Honigbienen sind ungeeignet. Schau mal bei wiki, da stehen die Sorten.

LG :)

Hallo große Biene,
ich muß mal nachschauen welche Sorten ich mir da überhaupt zugelegt habe. Was nur komisch ist, dass 2 Sträucher keine Früchte tragen, aber einer Früchte trägt. Die zwei ohne Früchte treiben auch wie wild aus, der mit Früchten ist ehe kleiner.

LG
MichaGT :o)
Titel: Re:Heidelbeeren
Beitrag von: Lizzy am 15. Juni 2009, 20:56:41
@BigBee: Vaccinium virgatum kann ich bei Wiki gar nicht finden?
Laut meinem schlauen Buch müssten die gängigen Kultursorten alle selbstfruchtbar sein. Eine Sortenmischung bringt aber höhre Einzelfruchtgewichte und höhere Gesamterträge.

Der Ursache auf den Grund zu gehen lohnt sich. War gerade im Garten, etwas Motivation knipsen. Gepflanzt im Frühjahr 2007:

(http://www.aforst.com/SonstigeBilder/garten-pur/2009-05-28_1_klein.jpg)
Zum Vergrößern anklicken.


Hallo Manfred, was ist das für eine Sorte ? Ich möchte mir auch Heidelbeeren zulegen, mehr Beeren wie an deinem geht ja schon gar nicht mehr....!
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 19. April 2016, 22:06:10
Wird mal Zeit den alten thread weiterzuführen.
Letzes Jahr verschiedene Sorten Heidelbeeren (Blautropf, Bluecrop, Blueroma, Darrow, Reka) gekauft, die in je einem Pflanzkübel/einer Mörtelwanne (60 - 90 l) mit Nadelstreu-Moos-Torf-Mischung auf der Terrasse stehen. Einfach bei einem bekannten Bauern gefragt, ob ich in seinem Wald "im Moos" etwas zusammenkehren darf. Gegossen wird überwiegend mit angesäuertem (Schwefelsäure) Leitungswasser.

Blautropf hat den Winter am schlechtesten überstanden, trotz Schattenplatz und wiederholten Gießens. Viele eingetrocknete Blätter, bis jetzt kaum (oder gar keine?) Anzeichen von Neuaustrieb. Die anderen schieben munter frische Blättchen und Blütenknospen. Reka blüht schon - hat nur leider keine andere Sorte als ebenso früh blühenden Partner.

Bei einer weiteren Blaubeere, die ich schon länger habe, ist der Name verloren gegangen. Nachdem sie frei ausgepflanzt im Garten trotz reichlich Holzmulch im Pflanzloch eher rückwärts gewachsen ist (aber schon wenige leckere Beeren gebracht hat), ist auch sie in einen Topf gekommen - experimentellerweise mit Wurzelfräsmulch. Der enthält etwas sandig-kiesige, erdige Anteile, darunter kann auch etwas Kalkstein sein. Mal sehen, ob die Übermacht des Holzmulchs ausreicht. Treibt aus, hat aber ein paar dürre Ästchen, bin gespannt, ob dieses Jahr was vorwärts wächst.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: partisanengärtner am 19. April 2016, 22:24:14
In meinem Moorbeet wachsen zwei Sorten Kulturheidelbeeren und einheimische blühen auch zum ersten mal üppig. Nur die Rauschbeeren wollen noch nicht blühen.
Saures Substrat scheint wirklich was zu helfen. 
https://forum.carnivoren.org/forums/topic/36569-patchworkmoorbeet-erweiterbares-moorbeet-im-baukastenstil/
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 19. April 2016, 22:27:11
Blautropf hat den Winter am schlechtesten überstanden, trotz Schattenplatz und wiederholten Gießens. Viele eingetrocknete Blätter, bis jetzt kaum (oder gar keine?) Anzeichen von Neuaustrieb. Die anderen schieben munter frische Blättchen und Blütenknospen. Reka blüht schon - hat nur leider keine andere Sorte als ebenso früh blühenden Partner.

Ist bei meiner Blautropf auch nicht anders, die treibt erst jetzt aus. Während alle anderen Heidelbeeren schon in voller Blüte stehen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 19. April 2016, 22:29:02
In meinem Moorbeet wachsen zwei Sorten Kulturheidelbeeren und einheimische blühen auch zum ersten mal üppig. Nur die Rauschbeeren wollen noch nicht blühen.

Seit wann hast du die Einheimischen? Ich habe seit zwei Jahren eine im Moorbeet, bislang will sie aber nicht blühen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: partisanengärtner am 19. April 2016, 22:35:35
Im Frühjahr 2014 und auch noch mal 2015 habe ich etwas abgeschobene Walderde mit Wurzelwerk ins Moorbeet eingebracht. Dabei waren reichlich Wurzeln von Blaubeeren. Ich habe eigentlich mehr die Mykorrhiza aus dem Boden gewollt. Als sie dann überall wo das Zeug hinkam die Blaubeeren auftauchten war ich auch nicht enttäuscht.

Sie blühen heuer zum ersten mal. Hübsch rot.
Die Erde war von einer Sandgrube die in den Wald hinein erweitert wurde. Kalkfrei und nährstoffarm.
Ich hab gefragt und mir einen Baukübel voll mirnehmen dürfen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: partisanengärtner am 19. April 2016, 22:44:36
Ich habe aber keine Ahnung wie groß die Sorte ist. Aber da ich jetzt den Wurzelpilz sicher etabliert habe, wird wohl auch mal ein Ableger einer guten Waldsorte was werden.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 20. April 2016, 07:34:10
Ja, bei mir wars ähnlich. Ich konnte von einem befreundeten Waldbesitzer auch ein bisschen Erde für mein kleines Moorbeet mitnehmen. Und da war auch eine kleine Waldheidelbeere mit drinen. Sie wächst eigentlich recht gut und biltet auch schon Ausläufer, aber von Blüte oder gar Früchten ist noch nichts zu sehen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 21. April 2016, 09:29:21
Seit vorgestern bin ich nun auch glückliche Besitzerin einer Blaubeere, Vaccinium corymbosum 'Rubel'.  :D
Bisher zart, dreistängelig und leider ohne Blüten.

Bei Topfhaltung ist wohl Rhododendronerde zu empfehlen? Oder gibt es da noch etwas besseres?

Partisan, meinst du, dass die Vacc. myrtillus-Mykorrhiza auch den amerikanischen Blaubeeren hilft? Dann werde ich mir wohl auch ein einheimisches Heidelbeerchen besorgen. Wobei es im Topf wohl schnell zu eng werden könnte, wenn die Ausläufer bildet ...
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 21. April 2016, 10:01:47
Seit vorgestern bin ich nun auch glückliche Besitzerin einer Blaubeere, Vaccinium corymbosum 'Rubel'.  :D
Bisher zart, dreistängelig und leider ohne Blüten.

Bei Topfhaltung ist wohl Rhododendronerde zu empfehlen? Oder gibt es da noch etwas besseres?

Partisan, meinst du, dass die Vacc. myrtillus-Mykorrhiza auch den amerikanischen Blaubeeren hilft? Dann werde ich mir wohl auch ein einheimisches Heidelbeerchen besorgen. Wobei es im Topf wohl schnell zu eng werden könnte, wenn die Ausläufer bildet ...

Mit Rhododendronerde machst du sicherlich nichts falsch. Außer du möchstest auf den Einsatz von Torf, aus umweltgründen, verzichten, dann wirds aber schon schwieriger was passendes bzw. auch einfaches für die Heidelbeeren zu finden.

Kulturheidelbeeren brauchen meines Wissens nicht die Bodenpilze, auf welche heimische Waldheidelbeeren angewiesen sind bzw. mit welchen sie eine Symbiose eingehen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 21. April 2016, 10:08:00
Sonst achte ich auf torffreie Erden, aber für Heidelbeeren dürfte das nun mal genau das Richtige sein.  :-X

und die Bodenpilze habe ich gerade sowieso nicht zur Hand ...

Sehr informativ finde ich diese Kulturanleitung.

Aber dass ich jetzt so lange warten soll bis zur 1. Ernte ...
und dann womöglich zur besseren Befruchtung noch eine andere Sorte brauche ...  :P

und hier immer Trockenheit vermeiden.  :o

Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 21. April 2016, 10:56:42
Sehr informativ finde ich diese Kulturanleitung.

Aber dass ich jetzt so lange warten soll bis zur 1. Ernte ...
und dann womöglich zur besseren Befruchtung noch eine andere Sorte brauche ...  :P

und hier immer Trockenheit vermeiden.  :o

Also das mit den 7-9 Jahren würde ich nicht so ernst nehmen, das gilt vielleicht für selbstgezogene. Du hast dir aber sicherlich schöne Containerware gekauft. Da dürfte ein Vollertrag in 3-5 Jahren schon drin sein, sofern deine Rubel gut wächst. Mit ersten Beeren kannst du vielleicht schon nächstes Jahr rechnen.
Eine zweite Sorte erhöht den Ertrag in der Regel nur minimal, für den Erwerbsanbau sind aber diese zusätzlichen 5-10% (geschätzt) natürlich sehr von Bedeutung. Aber da man nie genug von Heidelbeeren bekommen kann, schadet ne zweite Sorte eh nicht  ;D
Trockenheit ist in der Tat ein Problem, da das Substrat (Torf) recht schnell Feuchtigkeit verliert besonders wenns auch noch windig ist. Alle ein, zwei Tage gießen im Sommer muss man da schon. Bei Topfkultur sowieso. Mulchen hilft auch. Man kann sich auch selbst kleine Tropfbehälter bauen oder kaufen, hab ich zwar noch nicht selbst getestet, dürfte aber sicherlich auch helfen. Falls möglich mit Regenwasser gießen, Leitungswasser hat meist einen leicht alkalischen pH-Wert, was auf Dauer nicht gut für die Heidelbeeren ist.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: kaliz am 22. April 2016, 22:44:24
Also ich hab letztes Jahr Heidelbeeren neu gepflanzt und hatte von allen vier Pflanzen gleich im ersten Standjahr eine reiche Ernte. Sicher noch ausbaufähig, aber keine andere neu gepflanzte Obstsorte hatte bei uns gleich von Anfang weg so einen hohen Ertrag. Die sieben bis neun Jahre gelten wohl wirklich nur, wenn Du die Pflanzen selbst aus Samen ziehst, bei gekaufter Ware kannst Du schon im ersten Jahr mit Beeren rechnen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: partisanengärtner am 22. April 2016, 22:52:17


Partisan, meinst du, dass die Vacc. myrtillus-Mykorrhiza auch den amerikanischen Blaubeeren hilft? Dann werde ich mir wohl auch ein einheimisches Heidelbeerchen besorgen. Wobei es im Topf wohl schnell zu eng werden könnte, wenn die Ausläufer bildet ...
Ich kann es mir vorstellen zu Mykorrhiza ist sie sicher in der Lage. Meine wachsen in relativ engem Kontakt.
Hybriden soll es auch geben.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 23. April 2016, 08:36:11
Die Auswirkung von Mykorhizza auf Kulturheidelbeeren scheint noch nicht abschließend geklärt zu sein. Schaden dürfte es aber sicherlich nicht.

Vaccinium Myrtillus (unsere Waldheidelbeere) spielte wohl bei der Züchtung der derzeitg erhältlichen Kulturheidelbeersorten keine Rolle, da es sich um eine eurasische Gattung handelt und die Kulturheidelbeeren größtenteils aus Amerika stammen. Dort gibt es mehrere Gattungen (Vaccinium corymbosium/Highbush Blueberries, Vac. angustifolium/Lowbush Blueberries, Vac. virgatum/Rabbiteye Blueberries und einige mehr) welche hauptsächlich zur Züchtung verwendet werden.
In aktuellen Züchtungsversuchen wird aber auch mit Myrtillus experimentiert, vor allem aufgrund besserer/höheren Inhaltsstoffe.
(Angaben ohne Gewähr  ;D)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 23. April 2016, 21:51:33
Also ich hab letztes Jahr Heidelbeeren neu gepflanzt und hatte von allen vier Pflanzen gleich im ersten Standjahr eine reiche Ernte. Sicher noch ausbaufähig, aber keine andere neu gepflanzte Obstsorte hatte bei uns gleich von Anfang weg so einen hohen Ertrag. Die sieben bis neun Jahre gelten wohl wirklich nur, wenn Du die Pflanzen selbst aus Samen ziehst, bei gekaufter Ware kannst Du schon im ersten Jahr mit Beeren rechnen.

Beneidenswert!
Aber wenn meine dieses Jahr noch fruchten wollte, dann müssten doch jetzt Blüten zu sehen sein?
Egal, bis nächstes Jahr kann ich schon noch warten.

Inzwischen bin ich auch auf der Suche nach einer 2. Sorte - 5 - 10% mehr Ertrag und ein 2. Strauch = 210 bis 220% Ertrag.  ;)

Welche Sorte wäre denn da zu empfehlen, z.B. aus dem Angebot einer Baumschule in unserer Nähe:
Vaccinium corymb.'Bluecrop'     Strauch, Wuchs mittelstark, aufrecht, Frucht mittel-groß, hellblau, sehr fest, Reife mittelfrüh     
Vaccinium corymb.'Jersey'     Eine robuste, starkwüchsige Sorte mit mittelgroßen hellblauen Beeren und später Reifezeit.     
Vaccinium corymb.'Goldtraube'     Strauch, Wuchs stark, Frucht groß, hell-mittelblau, fest, Reife mittelspät, sehr gute Erträge     
Vaccinium corymb.'Patriot'          
Vaccinium corymb.'Northland'          
Vaccinium corymb.'Reka' -R-     Stark wachsende Heidelbeere. Spitze Sorte mit mittelgroßen, dunkelblauen Beeren. Früchte sind platzfest und schmecken süß-säuerlich, sehr aromatisch. Hoher Ertrag. 

Oder Blauer Bär oder Berkeley, die gibt es in einem Baumarkt ...

Dass Bluecrop Trockenheit relativ gut ertragen soll, ist natürlich ein Argument.
Im Garten gieße ich ohnehin fast nur mit Regenwasser.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: partisanengärtner am 23. April 2016, 22:11:02
Die von mit angeführten Hybriden sollen sich in der Nähe von Anbauflächen im Wald finden. Wurde mal hier im Forum gepostet.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 23. April 2016, 22:25:34
Die von mit angeführten Hybriden sollen sich in der Nähe von Anbauflächen im Wald finden. Wurde mal hier im Forum gepostet.

Das klingt logisch - wenn es Hybriden geben sollte, dann sicher da, wo beide Elternarten, Vaccinium myrtillus und V. corymbosum vorkommen.  8)

Ich kann mir gut vorstellen, dass V. c. am natürlichen Standort auch mit Mykorrhiza zusammenlebt.

Welche Sorten bewähren sich denn bei euch?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 24. April 2016, 08:40:37
Aber wenn meine dieses Jahr noch fruchten wollte, dann müssten doch jetzt Blüten zu sehen sein?
Egal, bis nächstes Jahr kann ich schon noch warten.

Die Blütenstände sieht man in der Regel recht gut noch vor dem Blattaustrieb. Dieses Jahr wirst du deshalb wohl noch auf ein paar Kostproben warten müssen.

Deine Rubel reift ca. im August (natürlich immer Standortabhängig), sie ist also eher eine mittelspäte Sorte. Deshalb würde ich mal zu einer frühreifen Sorte als Ergänzung tendieren (hat auch den Vorteil, das da der Befallsdruck durch die Kirschessigfliege noch relativ gering ist. Manche berichten auch bei den Heidelbeeren von Ausfällen durch die KEF).
Bluecrop wäre deshalb sicherlich eine gute Ergänzung, sie reift Mitte-Ende Juli. Also etwas früher.

Von deinen genannten habe ich lediglich die Goldtrauben und die stand einige Jahre in falscher Erde und muss sich erst langsam wieder erholen. Deshalb kann ich auf deine Sorten nicht genauer eingehen. Aber andere User bestimmt  :)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 24. April 2016, 11:30:59
Hallo uliginosa,

folgende lettzes Jahr gekaufte Sorten, haben dieses Jahr eine Höhe von ca. 50 - 70cm erreicht und haben Knospen angesetzt - oder blühen schon:
Reka, Bluecrop, Darrow, Blueroma - die ersten drei machen einen etwas "g'stakslerten" Eindruck - halt mit viel Dünger auf Verkaufsgröße gebracht und stammen von "Baumschule Anding"; die letzte ist ein dichter dichter, gedrungener Busch von Lubera und hat trotz nur knapp 50cm Höhe den massivsten Knospenansatz.
Von den ersten dreien haben Reka und Darrow den besten Knospenansatz. Tut mir leid, dass es jetzt so nasskalt draussen ist, sonst könnte ich eine Fotosession auf der Terrasse machen.

"Blautropf" zeigt noch keinen Neutrieb und scheint die empfindlichste meiner Sorten zu sein.

Meiner Meinung nach kann man auf Torf verzichten, wenn man Kiefernadelstreu in einem Wald zusammenkehrt, der in einem Moorgebiet steht, also keinen kalkhaltigen, mineralischen Untergrund mitnimmt. Da dürfen dann gerne morsche Zweige/Aststücke (zerbröseln) dabei sein und vor allem Moosfetzen. Torf ist auch nur "fossiles" Moos. Ein paar Tage Einweichen in leicht saurem Wasser, dem so umra 2 ml flüssiger Rhododünger je Liter zugefügt sind*, dann ist das Substrat fertig zur Verwendung. Bis die Wurzeln das neue Substrat durchzogen haben, musst du sorgfältig gegen Austrocknen kontrollieren. Das Nadelstreu lässt Wasser wie ein Sieb durchrinnen (deshalb umso besser, je mehr Moss dabei ist) und meine Darrow hätte im Hochsommer letztes Jahr beinahe Totalschaden genommen. Idealerweise kannst du im ersten Jahr das Substrat jeweils kurz "fluten" zum gießen. Die Wasserannahme wird besser, je länger das Substrat steht.

Und ja - kontrolliere das Gießwasser und vor allem, das, was nach längerem Stehen noch unten rausläuft auf das pH! Ich säuere mit Schwefelsäure an. Hier ist so viel Kalkstaub in der Luft, dass auch das Regenwasser - vor allen Dingen nach längerer Trockenheit - eine deutlich "basische Reserve" aufweist.

*Edit: Eisensulfat und Bittersalz (Magnesiumsulfat) tu ich auch dazu -  je ca. 0,5 g je Liter Einweichwasser zur Substratvorbereitung. Ansäuern des Wassers mit verdünnter Schwefelsäure bis pH 4 - 5. Nach ein paar Tagen nochmal checken und, wenn pH immer noch zwischen 4 - 5, Wasser ablaufen lassen und Substrat verwenden.
Der Zusatz von Flüssigdünger verhindert starke pH-Ausschläge nach unten, da gelöstes Phosphat gut puffert. Man kann das Substrat auch "fetter" machen ,indem man ein bisschen mehr Dünger in die Einweichlösung steckt. Ich bin da aber lieber vorsichtig. Das ablaufende Einweichwasser ist ein super Dünger für meine Quitte/Birnen auf Quittenunterlage.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 02. Mai 2016, 23:31:43
B-hörnchen, danke für die ausführlichen Tipps!
Willst du deine 4 Sorten dauerhaft im Topf halten?

Rhodo-Erde haben wir nun schon gekauft, aber etwas Nadelstreu von geeigneten Standorten kann ich mir sicher mal besorgen.

Auf die Idee, den pH des Regenwassers zu testen, wäre ich nie gekommen, ist aber sicher sinnvoll - dann muss ich außer den Messstäbchen auch noch Schwefelsäure besorgen.

Heute habe ich noch eine kräftige Bluecrop gekauft, sogar mit 3 Blütenknospenbüscheln.  :D
Vielleicht können wir ja doch noch eigene Blaubeeren kosten, diesen Sommer.  8)

Als Mulch müsste sich doch auch geschredderter Weihnachtsbaum (Tanne) eignen?

Wie vertragen sie denn länger stehendes Wasser im Untersetzer?

Der Austrieb der Rubel ist rostrot, der Bluecrop grün - sieht gut aus nebeneinander.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 03. Mai 2016, 07:58:39
Vielleicht können wir ja doch noch eigene Blaubeeren kosten, diesen Sommer.  8)

Als Mulch müsste sich doch auch geschredderter Weihnachtsbaum (Tanne) eignen?

Wie vertragen sie denn länger stehendes Wasser im Untersetzer?

Ein paar Blaubeeren dieses Jahr sollten sich für dich auf alle Fälle ausgehen  :)

Der Weihnachtsbaum als Mulchmaterial geht sicherlich sehr gut. Beim Wasser im Untersetzter bin ich mir nicht ganz sicher. Hast du in den Töpfen am Boden noch eine Drainage-Schicht ausgebracht oder ist der ganze Topf mit Rhodo-Erde befüllt? Heidelbeeren vertragen (wie fast alle Pflanzen) keine Staunässe, je nachdem wie groß deine Töpfe sind, könnte es ggf. ein Problem sein. Ich habe lediglich eine Heidelbeere in einem ca. 40l Weinfass (die anderen stehen in einem Moorbeet). Aber eben ohne Untersetzter, das überflüssige Wasser rinnt dann halt einfach untern raus. Auf einer Terrasse wäre das aber sicherlich nicht ideal  ;)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 03. Mai 2016, 11:13:59
Das mit dem Wasser im Untersetzer ist wie gesagt ein Experimentaltopf. Der Wurzelfräsmulch ist so durchlässig wie ein Sieb und oberflächlich ist das Substrat - außer wenn frisch von oben gegeossen wurde - regelrecht trocken, auch in 15cm Tiefe nur schwach feucht (ich teste immer wieder mit der Hand). Ich orientiere mich hierbei ans Moor, wo einheimische Blaubeeren in "Torfmoosmulch" ein paar Dezimeter oberhalb des Grundwasserspiegels eines Wassergrabens gedeihen.
Das ist sicher nicht auf ein Substrat, das Wasser besser hält und leitet - etwa käufliche Rhodoerde - übertragbar. Aber sicher weiß ich es nicht, ob die Heidelbeeren nicht doch durch das Wasser im Untersetzer leiden. Bisher führe ich die geringe Vitalität der Pflanze im Experimentaltopf darauf zurück, dass sie 1. bis letzten Sommer im Garten in kalkhaltiger Erde stand - und 2. das Wasser im Untersetzer immer wieder  pH 7 erreicht, also noch reichlich basisch reagierende Substanzen im Substrat sein müssen; das ist kein Experiment, das streng wissenschaftlichen Grundsätzen standhält, ich weiß... .

Ob ich die Heidelbeeren dauerhaft im Kübel halten will? Vielleicht verlier ich aber auch im Kampf egegn Dickmaulrüssler vorher noch die Lust an Heidelbeeren-?

Noch zu möglichen Substraten: Holzbriketts in angesäuertem Wasser + Rhododünger einweichen geht auch. Allerdings braucht man erstaunliche Mengen Schwefelsäure, um das pH dauerhaft auf 4 - 5 zu drücken. Meine Buchenholzbriketts enthalten deutliche Mengen an Staub, vielleicht ist's Betonstaub aus einer Lagerhalle für Sägemehl -? Jedenfalls brauchen die zum Einweichwasser noch umra  50 -100ml 10%ige Schwefelsäure pro Kilo, dazu eine Verschlusskappe voll Flüssig-Rhododünger, ein paar Wochen stehen lassen. Scheint aber ein passables Substrat zu geben... .

Übrigens blühen jetzt alle meine Heidelbeeren bis auf "Blautropf" - Reka in Vollblüte, Bluecrop und Darrow ein bisschen und Blueroma hat die erste Blüte offen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: hml am 03. Mai 2016, 13:22:07
Hallo,
Heidelbeeren im Kübel geht gut. Als Substrat nimmt man am besten Torf, am besten Sodentorf, der normale Frästorf hat etwas wenig Struktur und nimmt am Anfang schlecht Wasser an. Beim Frästorf muss man Struktur einbringen damit das Substrat nicht vernässt, Hackschnitzel, Rindenmuch etc. Auf keinen Fall Produkte aus Laubholz, deren Gerbstoffe mögen Heidelbeeren garnicht. Torf hat einen so tiefen ph-Wert, dass das bei Regenwasser jahrelang gut geht, Leitungswasser ohne Säuerung kann nach 3-4 Jahren Probleme machen.
Jährlich im 90l Kübel 50-100gr. Blaukorn und gut ist.
Gruß
Hans-Martin
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 03. Mai 2016, 21:26:00
Dann taugen die gequollenen Buchenholzbriketts also nichts? Ich meine mal über Heidelbeeren in Hügelkultur mit Sägespänen gelesen zu haben "Holzart sei egal".
Bis jetzt habe ich einen extra-Kübel mit Jungpflanzen - unten Nadelstreu/Moos, obenauf eine Schicht Mulch aus gequollenen Buchenholzbriketts - die Pflanzen treiben normal aus. Kann es sein, dass sich die Nachteile von Laubholzspänen erst später zeigen?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Mediterraneus am 04. Mai 2016, 07:51:57
Auf keinen Fall Produkte aus Laubholz, deren Gerbstoffe mögen Heidelbeeren garnicht.


Was dazu wohl die Heidelbeersträucher hier im (Laub-) Wald sagen würden  ???
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: DerTigga am 04. Mai 2016, 12:01:25
...mal als Anregung mein momentaner Gedankengang dazu bzw. mein Versuch sowas wie zu helfen: Unterschied im Anspruch der Bodenzusammensetzung basiert evt. auf Unterschieden zwischen: ist ne im Ursprung europäische Sorte oder amerikanische Sorte ? Auch innen durchgefärbt oder nur gefärbte Haut bzw. innen weiß gefärbt als Erkennungs / Unterscheidungshilfe tauglich ?

Bin da in hohen Prozentsätzen nur Fragender aber nicht Wissender  ;)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 04. Mai 2016, 12:15:46
Ich habe seit ca. vier Jahren zwei Heidelbeeren in je eine versenkte halbe, unten offenen Regentonne gepflanzt, unter Zugabe von sehr viel Rhodoerde, Torf, jedes Jahr aufgefüllt, gemischt, Rhododünger...... Es sind die Sorten 'Patriot' und 'Bluecrop'.

Beide Sorten tragen regelmäßig - aber mäßig. Nun ist an einer Pflanze aus dem Boden ein starker Trieb gewachsen, dürfte schon das 2. Jahr sein, der nicht ansatzweise blüht. Sind solche Bodentriebe unecht und müssen weggeschnitten werden?? Sind die Heidelbeeren veredelt??

L.G.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 04. Mai 2016, 12:22:45
Edit: Gänsel, ich glaube nicht veredelt, lieber noch warten. Aber vielleicht weiß ja ein Spezi mehr.

B-Hörnchen, meine 2 neuen Pflanzen stehen (vorerst) in 30 cm-Töpfen nur mit Rhodo-Erde. Die kräftigere Bluecrop hatte ihren Verkaufscontainer schon durchwurzelt, Rubel noch nicht, ist offensichtlich jünger. Falls es mit Staunässe ein Problem geben sollte, kann ich sie auch ohne Untersetzer neben die Terrasse stellen.
pH 4 - 5 ist wohl günstig?

Ich werde jetzt erst mal beobachten, wie sie sich entwickeln. Und bei Trockenheit immer Regenwasser für sie reservieren. Falls es Wuchs/Gedeih-Probleme geben sollte, gucke ich nach dem pH-Wert.

Auf keinen Fall Produkte aus Laubholz, deren Gerbstoffe mögen Heidelbeeren garnicht.


Was dazu wohl die Heidelbeersträucher hier im (Laub-) Wald sagen würden  ???

In welchen Laubwäldern wachsen sie denn bei euch?
Ich kenne sie v.a. aus Birken- und Kiefern(Moor)wäldern, aber es gibt ja auch bodensaure Buchenwälder - da müssen die Blaubeeren ja nicht m´direkt mit den Holz-Gerbstoffen in Berührung kommen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 04. Mai 2016, 12:45:44
Auf Rügen stehen Mischwälder voll damit - viel Buche ist dabei und Kiefern.

Der Neutrieb ist wuchsfreudiger als das alte Zeug, aber sieht nicht viel anders aus. Heidelbeeren soll man ja nicht schneiden, soweit ich weiß. Wenn es wirklich unedle, nicht fruchtende Triebe gäbe, dann müssten die sicher weg.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Mediterraneus am 04. Mai 2016, 14:15:41
In welchen Laubwäldern wachsen sie denn bei euch?
Ich kenne sie v.a. aus Birken- und Kiefern(Moor)wäldern, aber es gibt ja auch bodensaure Buchenwälder - da müssen die Blaubeeren ja nicht m´direkt mit den Holz-Gerbstoffen in Berührung kommen.

Im Spessart. Hauptsächlich Laub(misch)wald. Auf sauren Sandsteinböden.
Im Buchenwald kommen die (unter den Buchen) wachsenden Heidelbeeren zwangsweise mit der Buche in Berührung. Allein schon das Laub fällt im Herbst drauf, und hie und da auch ein Ast.  ;)
Ich habe meine Heidelbeeren übrigens mit Walnusslaub gemulcht, ebenso wie die Rhododendren. Das ist ihnen sehr gut bekommen. Die Erde war waldig und humos (auch mit Torf).

Soweit ich weiß, sind die Gartenheidelbeeren stecklingsvermehrt. Also wurzelecht.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 04. Mai 2016, 14:42:52
Das wäre schön - habe auch im Netz nichts anderes gefunden. Dann muss ich mal warten, wann sie sich an diesem schönen gesunden Neutrieb bequemt zu blühen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: goex am 04. Mai 2016, 15:32:20
NICHT schneiden.
Wenn man dann zu viele hätte, dann die ältesten rausschneiden, aber dieses Luxusproblem hast Du scheinbar noch nicht.

Ich tippe bei fast allen die schlechten Wuchs der Pflanzen bemängeln auf zu wenig saure Erde.
Meine hatte ich auch 2 Jahre im Boden mit etwas Rhodoerde oben drauf und gemischt, die Pflanze machten keinen neuen Austrieb, kaum in die Töpfe mit reinem Torf gepflanzt (sonst verzichte ich ja ganz auf Torf) haben es die beiden Pflanzen mir mit sehr viel Wachstum gedankt.

Wenn ich mal Platz finde im freien dann wirklich nur mit einem "richtigen" Moorbett mit seitlicher Abgrenzung vor unserem Kalkwasser.

hier noch ein Video dazu:
Schnittanleitung
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 04. Mai 2016, 15:37:34
Ich denke, dass ich mit der Pflanzung in den halben Regentonnen schon eine brauchbare Variante gefunden habe, um ihnen einen passenderen Boden zu bereiten, aber natürlich rutscht auch immer mal was aus der Umgebung rein, das ist recht uneben dort..... und ich will diese blöden grünen Ringe bissel verdecken.

Kalkarmes Wasser - also mit Regenwasser gießen?? Oder in Tonnen abgestandenem Wasser??
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: goex am 04. Mai 2016, 15:56:21
also ich darf nur mit Regenwasser, unser Leitungswasser hat sehr viel kalk....


Leider ist das Regenfass fast etwas zu klein für all meine nicht kalkvertragenden Pflanzen, daher muss ich wohl ein 2. grösseres Installieren, aber das ist ja o.t.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 04. Mai 2016, 21:27:19
Also, dass Heidelbeeren auch den Kontakt mit Buchenholz aushalten, beruhigt mich ungemein. Ich bereite gerade einen großen Bottich "Buchenholzbrikettheidelbeersubstrat" zu. Die erwähnten Jungpflanzen im Kübel mit unten Nadelstreu, oben Buchenholzbrikettheidelbeersubstrat, treiben anstandslos -bislang. Wäre interssant,das mal pur zu testen.

Was Gänselieschens blühfaule Pflanze betrifft kann ich folgende Beobachtung beisteuern: Auch bei uns im Wald gibt eine Menge blühfauler Sträucher - die befinden sich am Rand des Moorwaldes, meist in der "Fichtenwaldzone" - dort ist es 1. sehr schattig und 2. der Boden etwas "kulturbodennäher", also schon länger entwässert, vielleicht auch Grundwasserkontakt.
Meine Heidelbeeren haben überraschend gut Blüten angesetzt, die Blueroma hat das lockerste Substrat abbkommen - steht im Kiefernnadeln-Moos-Streu und ist übervoll mit Knospen. Das ist wirklich ein sehr locker-luftiger Boden. Einige Holunderbeertrester sind auch dabei. Vielleicht ist dein Boden schon zu kompakt geworden? Im Moor, dort, wo man die schönsten Beeren findet, im lockeren Kiefernwald, wachsen die Heidelbeeren auch in fast watteartigem, flauschigem Torfmoos, oder auf zersetzten, porösen Baumstümpfen. Ich denke, die lieben Luft an den Wurzeln.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 04. Mai 2016, 21:33:30
Ich denke, dass ich mit der Pflanzung in den halben Regentonnen schon eine brauchbare Variante gefunden habe,
Halbe Regentonne im Garten versenkt? Und wie sieht der Boden aus - rausgeschnitten oder Abzugsloch reingebohrt?
Kalkarmes Wasser - also mit Regenwasser gießen?? Oder in Tonnen abgestandenem Wasser??
Abgestanden nützt wenig. Nur Aufkochen würde die Karbonathärte ausfällen. Also Regenwasser - das zumindest in meiner Gegend nach längerer Trockenheit, wenn auf den Dächern der Staub liegt, eine Menge Säure "schluckt", bevor es pH 4 - 5 annimt.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Nipponjin am 10. Mai 2016, 10:44:45
Na, das ist eine Methode die ich mir abschauen muss.. :o
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 10. Mai 2016, 12:01:32
...
Im Spessart. Hauptsächlich Laub(misch)wald. Auf sauren Sandsteinböden.
Im Buchenwald kommen die (unter den Buchen) wachsenden Heidelbeeren zwangsweise mit der Buche in Berührung. Allein schon das Laub fällt im Herbst drauf, und hie und da auch ein Ast.  ;)
Ich habe meine Heidelbeeren übrigens mit Walnusslaub gemulcht, ebenso wie die Rhododendren. Das ist ihnen sehr gut bekommen. Die Erde war waldig und humos (auch mit Torf).
...

Da stören dann auch die Buchen nicht.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 10. Mai 2016, 21:56:16
So - heute war Fotoshooting. Dann könnt ihr euch selbst ein Bild von den Pflanzen machen. Alle wurden 2015 gekauft und in diverse große Pflanzkübel gesetzt:

Zuerst Reka:

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2571a7ed3b4vqxr_thumb.jpg)

Bluecrop:

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2573j5wrsuoe3z_thumb.jpg)

Darrow:

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2591ij5gvclea1_thumb.jpg)

Bei Darrow hab' ich das Substrat auch schon mit etwas Buchenholzbrikettmulch ergänzt.

Blueroma:

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2566ht1r0dbavc_thumb.jpg)

Blautropf:

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img26315zpg7uecrv_thumb.jpg)

Die stand vollschattig im Winter. Der liegende Wuchs ist nicht so meine Sache - aber so etwas als Unterbepflanzung?

                                                                        *****
Eine unbekannte Sorte, die letztes jahr aus dem Garten geholt wurde und in Wurzelfräsmulch (enthält etwas Sand + Lehm/Erde) gesetzt wurde. Links zum Vergleich ein Ast von Reka,. welche in Nadelstreu-Moos wächst:

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2587drgcqsw9l4_thumb.jpg)

Der Kübel mit dem Wurzelholzmulch ist fast 50cm tief. Trotz Wasser im Untersetzer ist das Substrat auch in 20cm Tiefe nur ganz leicht feucht (Handprobe). Die anderen Kübel lassen Wasser frei ablaufen.

und ein Kübel mit günstig erstandenen Nachwuchspflanzen, welche unten in Nadelstreu/Moos mit obenauf Buchenholzbrikett-Mulch (Herstellung wie beschrieben) stehen:

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img257979ezb6c25q_thumb.jpg)

Bis jetzt alles im grünen Bereich *klopft auf Holz* - normaler Austrieb, dürfte vielleicht etwas dunkler grün sein-?

Reka hat von allen meine Pflanzen die schönsten , grünen Blätter, gefolgt von Blueroma, welche den reichsten Blütenansatz zeigt.





Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 13. Mai 2016, 16:46:59
Was mich interessieren würde  - Dickmaulrüsslerbefall - ab wann geht das los? Und zeigen sich Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Substraten? Haben Leute, die ihre Heidelbeeren in reinem Torfmull kultivieren die gleichen Probleme wie jemand, der Nadelstreu, Holzmulch, käufliche Rhododendronerde, ... verwendet? Im Moor haben unsere Wildpflanzen ja offenbar keine Probleme damit.
Sind die Probleme bei frei ausgepflanzten Heidelbeeren genauso groß wie bei Kübelhaltung?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Isatis blau am 13. Mai 2016, 16:50:28
Nematoden soll man im April/Mai ab 12° Bodentemperatur gießen. Die brauchen lockeres Substrat.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 13. Mai 2016, 17:01:00
Lockeres Substrat - für die Nematoden oder die Dickmaulrüssler? Locker sind meine Substrate, am lockersten ist das Nadelstreu. Hab' aber im Kiefernwald keine Engerlinge oder so gefunden. In (Laub)-Holzhäckselhaufen findet man jede Menge Engerlinge - unterschiedliches Substrat -> unterschiedliches Bodenleben... . Deshalb meine Frage, ob der Befall vielleicht auch mittels Substrat zu steuern wäre.

Bisher habe ich noch nichts gemacht  - ich hoffe noch, vielleicht mag der ja keine Kiefernnadeln... . Hab' aber Bedenken, dass sich die schöne Buchenholzbrikettmethode vielleicht als gar nicht so vorteilhaft herausstellen könnte, wenn verrottendes Laubholz sich als Magnet für Dickmaulrüssler herausstellen sollte.

Deshalb auch meine Frage, wann geht der Terz mit dem Dickmaulrüssler los?
 
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Isatis blau am 13. Mai 2016, 18:02:30
Das lockere Substrat brauchen die Dickmaulrüsslerlarven. Und morgen werde ich die Bestellkarte für die Nematoden wegschicken.

Im vergangenen Jahr hatte ich die Viecher massiv in meinen Fuchsien. Im Juli als es so heiß war, begannen die Pflanzen einzugehen, weil die Wurzeln weg waren. Man konnte die Wurzelreste rausziehen und unten drunter waren die weißen Larven :-X.

Ich hatte mehrere zwanzig Jahre alte Bäumchen :'(.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 13. Mai 2016, 20:11:26
@b-hoernchen: Deine Heidelbeeren sehen super aus. Bei der Blautropf schauts bei mir leider genauso trist aus. Alles was höher als 10-15cm gewachsen ist, ist erfroren, obwohls im Winter nicht wirklich kalt war. Ich glaub die halten null Kälte aus (höchstens wenige Minusgrade)...

Zu den Dickmaulrüsslern: Die fielen mir hier leider auch im vergangenem Jahr auf, vorher hab ich nie wirklich drauf geachtet. Nematoden sollen die effektivste und schonenste Methode zur Bekämpfung sein. Den besten Erfolg erzielt man wohl damit, wenn man diese erst am Ende des Sommers ausbringt. Da sich die Larven dann nicht mehr zu Käfern entwickeln, sondern als Larve Überwintern. So kann man einen Großteil der Population vernichten. Um die überwinternden Käfer möglichst gut zu bekämpfen, dann ich folgenden Frühjahr nochmals mit Nematoden die betroffenen Substrate begießen.
Das große Problem ist aber, das man, vor allem, bei größeren Gärten wohl nie alle Larven/Käfer erwischt bzw. nicht weiß wo die überall drinen sind. Man müsste also immer wieder mit Nematoden behandeln, leider auch nicht ganz billig  :-\
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 14. Mai 2016, 10:16:07
Ja, das ist es  - wegen voraussichtlich 100 Gramm Ernte 10 oder 20 Euro für Nematoden ausgeben - das werden teure Beeren! Aber wenn man sonst die ganze Pflanze verliert?

Deshalb meine Idee, ob es vielleicht vom Substrat abhängen könnte, ob man Probleme hat oder nicht -? Würde ich mich als Dickmaulrüsslerlarve in Kiefernnadeln wohlfühlen? Ich weiß es nicht.

Zumindest die Heidelbeeren fühlen sich in Kiefernnadeln wohl - das ist schon mal ein Anfang!
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 11. Juni 2016, 20:24:44
Blautropf - mein Sorgenkind!
Nachdem über den Winter etliche Triebe und Spitzen vertrocknet waren hatte sich neuer Austrieb gebildet mit Knospen und ich hatte mich schon auf Blüten gefreut.
Jetzt welken auch die frischen Triebe mit den Knospen - einer nach dem anderen. an der Seite steht noch ein ganzes Büschel frisches Grün - wie lange noch?
Heute hab' ich nachgeschaut im Wurzelbereich - ich hab keine Larven oder sonstigen Schädlinge gesehen. Der Wurzelballen war gut feucht und hatte durch Zuwachs an Faserwurzeln auch Anbindung an das restliche Nadelmulch-Moos-Substrat.

Habt ihr Ahnung, was das sein könnte?

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2670nxcif9zqy7_thumb.jpg)

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2678smwf8hulai_thumb.jpg)

Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: kaliz am 11. Juni 2016, 21:29:36
Keine Ahnung was das sein kann, aber ich würde es mit Substrat-Wechsel versuchen. Die Pflanze vorsichtig ausgraben, die Wurzeln möglichst gründlich abspülen und dann in einen Topf mit frischer Rhododendron Erde. Hoffentlich fängt sich die Pflanze wieder, sie sieht wirklich nicht gut aus.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 12. Juni 2016, 14:32:14
@b-hoernchen: Hast du vielleicht zuviel mit der Schwefelsäure rumgespielt?  ;D
Nein im Ernst, schaut echt komisch aus und leider hab ich auch keine Ahnung worans liegt. Meine Blautropf treibt normal aus, leider ohne Blütenansätze. Hatte sie vielleicht zu nass? Bzw. in welcher Erdmischung stand deine Blautropf?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 12. Juni 2016, 21:07:28
Schwefelsäure ins Gießwasser kriegen alle Heidelbeeren gleich viel - und letztes Jahr, als ich das Substrat gemacht habe, war ich noch nicht so gründlich mit dem "Vorkonditionieren", also eher Nadeln und Moos wie aus dem Wald. Bluecrop und Reka vertragen's ja auch. Das Sonderbare ist, sie hat nach Zurückfrieren/Eintrocknen im Winter wieder ausgetrieben, sogar Blütenknospen angesetzt - und dann stirbt die Pflanze von einer Seite her ab, an der andern ist sie noch vital! Wenn's ein Säureschaden wär', würde ich vermuten, dass der die ganze Pflanze gleichermaßen betrifft und recht schnell gehen müsste. Das stückweise Welken des Neutriebs hat vor vielleicht zwei Wochen angefangen.
Zu nass-? Glaub' ich auch nicht. Der Pflanzkübel hat Abzugslöcher und stand ohne Untersetzer. Oberflächlich war das Substrat meist eher trocken. Natürlich hält das Moos gut feucht. Wie trocken will's die Blautropf denn?

Edit: Vor dem Austopfen hab' ich mal ein pH-Papier unten an die Abzugslöcher des Kübels gehalten, da wo's am nässesten ist - > ph ca. 5.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 12. Juni 2016, 23:48:08
Das sieht schon verdächtig nach Pilz aus. Bei Heidelbeeren gibts einige.

Godronia-Triebsterben wäre mein erster Tip.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 14. Juni 2016, 19:51:22
Schluck - du machst mir Angst. Dabei heißt es doch Heidelbeeren würden nicht krank werden.... .
Ist das ein bodenbürtiger Pilz, diese Godronia, kann der die anderen Heidelbeeren daneben anstecken?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 14. Juni 2016, 20:15:15
Weiß nicht. Meine 3 Kübel haben mehr das Spitzenzurücktrocknen und das Welken der Blätter hält sich auf einzelne Büschel beschränkt, ist aber nicht viel und deswegen nicht wirklich kritisch.

Unterm Strich komme ich noch mit der Schere klar, hier in der Oberheinebene ists in der Regel aber auch ziemlich trocken. Den Trieb auf dem Foto würde ich erstmal nur großzügig wegschneiden.

Meine Heidelbeeren habe ich eher in sandigerer Erde, mit bisschen Kompost und Lehm und nicht ganz so torfig. Torf ist kein gutes Medium für Pilze, und Heidelbeeren haben die nun mal gerne. Im Torf fängt man sich schnell halt mal die Krankheiten ein, weils einfach an Gegenspielern fehlt. Die brauchen echten Boden, nicht nur antibakterielle Fasern.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 14. Juni 2016, 20:41:34
Wie das bei dir mit echtem Boden geht, ist mir schleierhaft, zumindest wenn's Oberrhein-Schwemmland ist - oder hast du Schwarzwaldgranit als Untergrund?

Mit mehr oder weniger "echtem" Boden hab' ich bei Heidelbeeren noch keine guten Erfahrungen gemacht. Im Garten ist's aussichtslos und schon ein geringer Lehm- und Sandanteil macht Chlorose, siehe Fotos weiter oben.

Die anderen Heidelbeeren wachsen bis jetzt *klopf auf Holz* noch ok im Nadel-Moos-Substrat. Das verschlammt auch nicht im Topf.

Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 15. Juni 2016, 01:35:00
Nicht unverdünnten Schwemmlandboden, da wachsen die nur rückwärts drin.
Keinen Kalksand nehmen, sondern den üblichen, wie sagt man, scharfen Flusssand. Also Quarz, als Basis, potentiell eher sauer. Alternativ geht natürlich auch der Sand aus dem Buntsandsteingebiet westlich vom Haardtrand, mit entsprechend höherem Eisenanteil.
Dazu Gartenlehm, ruhig den kalkreichen Lößlehm, gut verwittert, etwa 10-20% Anteil, vorsichtig im trockenen Zustand untergemischt.
10% Kompost mit ordentlich halbverrotteten Holzstückchen drin, gemischt mit etwas langfaserigem Torf, maximal 20-30%, dieses dann unter die ersten beiden Komponenten gehoben, das dürfte so in etwa meine Mischung sein, die noch so viel Puffer bietet, dass so schnell nix extrem versauert und ich auch mal länger mit hartem Leitugswasser giessen kann usw.

Der Wurzelfräßmulch bietet keinen wirklichen Puffer, zusätzlich werden im ersten Jahr beim Abbau vom Holz vermehrt Gerbstoffe frei, die wieder als Herbizid wirken und deswegen auch mitverantwortlich für stagnierenden Wuchs und gelbe Blätter sind.
Die halbverrotteten Holzstücke in meinem Kompost haben 1-2 Jahre auf dem Buckel, somit die erste Phase mit den wasserlöslichen Hemmstoffen hinter sich und fungieren eher als Durchlüfter bzw milder Schwamm, das ungewollte ist dann schon ausgeregnet.

Das C/N-Verhältnis wird überbewertet, die oft empfohlene Stickstoffdüngung bei Holz in der Nähe der Wurzeln beruht auf dem wuchssteigerndem Effekt einer Stickstoffdüngung, womit man den Herbizideffekt der Gerbstoffe im Rindenmulch etwas kaschieren kann.
Holzspäne werden als Kübelsubstrat benutzt, Rindenmulch nicht. Das C/N-Verhältnis ist ähnlich, der Gerbstoffgehalt sehr unterschiedlich.

Mal ein dummes Experiment: häcklse mal Pfirsisch oder Mirabelle usw, pflanze irgendwas grünes in das frische, gut gewässerte, vollgesogene Holz. Das Grüne geht dir kaputt, wegen der Blausäure. Obwohl die für ihren hohen Stickstoffanteil bekannt ist. C/N-Verhältnis wäre somit günstiger...
Genauso stupide ists, wenn man den Boden mit Hornspänen düngt, damit der Mulch obendrüber mehr Stickstoff bekommt und deswegen dem Boden nichts entziehen muss. Der Stickstoff kommt nicht freiwillig als Ammoniak oder Nitrat in den Mulch gehüpft und wartet dort, dass er endlich verbraucht wird, wo ers im Boden schon nicht geschafft hat, an Ort und Stelle zu bleiben und den erhofften Nutzen zu bringen. Es ist eine reine Symptomkaschierung der Hemmstoffe im Rindenmulch.

Also wie du siehts, ich halte nicht viel von der Rindenmulchwerbungsstrategie. Und so siehts auch mit den Substraten im Topf aus. Deswegen gebe ich auch kein frisches Wurzelfräßmaterial in meine Töpfe. Wenns mal verpilzt ist, durch jahrelanges ablagern, dann ja. Voher nicht.

Als Antidot bei Gerbstoffvergiftung gibts eine historische Lösung aus verschiedenen Salzen. Ich erinnere mich nicht mehr genau, Eisen war mit dabei, Kupfer (?) glaube ich auch. In dem Fall der Heidelbeere, ich würde Eisensulfat, also Moosvernichter etc, düngen. Wegen der Eisen-Polyphenolkomplexe (Gerbstoffinaktivierung), nicht wegen der Chlorose der Blätter und damit allzuleicht vermutetem Eisenmangel.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: kudzu am 15. Juni 2016, 04:42:14
gefallen Heidelbeeren andere Bedingungen als Kulturheidelbeeren?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 15. Juni 2016, 22:43:29
Danke, t.t. für die audsführliche Antwort!
Den Wurzelfräsmulch habe ich trotz relativer Frische (einige Monate abgelagert) verwendet, weil's sonst oft heißt, Sägespäne als Substrat, von Ablagern schreiben entsprechende Quellen nix. In letzter zeit werden viele Jungbäume (Obst) in Sägespänen als Substrat verkauft, eingewurzelt, ohne dass man Zersetzung durch Pilze erkennen kann. Hat mich auch schon gewundert. Die Stachelbeeren sind im Wurzelfräsmulch angewachsen, ein Pfirsichsämling wächst sogar gut darin. Und puffern tut der Mulch auch - bei der Heidelbeere kipp ich seit letztem Jahr grob angesäuertes Wasser (pH 3 -4) rein, unten läuft pH 7 raus. Ich wieder Schwefelsäure drauf (pH 2 -3) und vom Untersetzer oben in den Topf befördert -unten läuft wiede pH 7 raus, u.s.w.. Obwohl der Sand im Mulch mir nach Kiesgrube aussieht - gerundet, hoher Quarzanteil, war wohl eine Eiben-/Thujenhecke an einer Einfahrt/einer Straße, die da zu Mulch verwurschtet worden ist.
Egal, das Mulchexperiment ist passé. Nachdem der Neuaustrieb wieder chlorotisch geworden ist, habe ich die Heidelbeere in vorher mit Schwefelsäure konditioniertes (pH 4 -5) Nadelmulch-Moos-Substrat gesetzt. Mal sehen, wie ihr das bekommt.

@ kudzu: Meines Wissens wollen sie ziemlich das gleiche Substrat. Zufällig mit dem Nadelmulch in den Topf geratene Wildheidelbeeren wachsen weiter. Einige Kulturheidelbeeren sollen angeblich etwas(!) weniger sauer benötigen (Reka z. B.), aber sind anscheinend doch lieber in richtiger Moorerde daheim (siehe meine Bilder).

Wachsen bei dir highbush blueberries wild? Wie machen die sich in deinem dichten, schlammigen Boden?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: kudzu am 15. Juni 2016, 23:04:56
so richtig wild im tiefen, dunklen Wald wachsen eher lowbush
bei mir im Garten sind ein paar wahrscheinlich durch Viehzeug verschleppte highbush bei meiner Roderei aufgetaucht,
spillrige Stecken ohne Frucht, 2 Jahre spaeter und inzwischen am Waldrand strotzen sie vor Neuaustrieben und fingerkuppengrossen Beeren
merke, Licht scheint wichtiger als Boden
die rabbiteye Straeucher, die ich anno vom Kumpel angeschleppt hab sind nur groesser, weil sie etwas standfester sind, die Verwilderten dagegen gern umkippen und dann Wurzeln schlagen
nachdem ich nachgeschaut hab, was Chlorose bedeutet, kann ich bei Deiner Aussage "schon ein geringer Lehm- und Sandanteil macht Chlorose" nur den Kopf schuetteln, hier zumindest nicht - und "hier" ist definitiv Blaubeer-Land, der peach state ist der #1 Blaubeerproduzent, aber nur #7 in Sachen Pfirsich - meine leben in uebelstem Toepferlehm ohne Giessen und ohne im mindesten bleichsuechtig auszusehen, als liebvolle Pflege kriegen sie, wenn ich irgendwo Kiefernnadeln zusammengerecht hab, eine dicke Lage auf die Fuesse geschmissen, ohne Verteilen oder sonstwas, einfach schubkarrenweise zwischen die Baumstaemme gekippt, die als Beetbegrenzung fungieren, die Haufen treten sich beim Ernten schon irgendwann einigermassen flach

Thuja, woher beziehst Du eigentlich Deine gesammelten Weisheiten?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 18. Juni 2016, 00:47:40
@b-hoernchen: Sägespäne funktionieren ganz gut, wenn man sie ordentlich feucht hält bzw das überschüssige Wasser alles unnütze an Stoffen die drin sind rausspült. Das klappt beim Holzhäcksel im Baumschulcontainer der von oben Tropfbewässert wird und als Haufen im Freiland wo das Wasser gut aubläuft und nicht oft die ganzen Späne austrocknen.

Sägespäne bzw Hackschnitzel nimmt man für die Töpfe, weil sie strukturstabiler sind wie Torf oder Holzfaser bzw andere Ersatprodukte. Also wertvoll bei dauerkulturen, die auch mal einen Winter im Topf erleben und nicht schon nach der Blüte ein paar Wochen nach der Anzucht entsorgt werden.
Ich mag die Holzstückchen eher weniger frisch, da ich im etwas entferntem Kleingarten nicht ganz so oft giesse wie die Tröpfelanlage. Deswegen lasse ich Holzhäcksel erst anrotten, durch Pilzbefall werden sie poröser, halten besser das Wasser und sondern weniger Rottegifte ab. Die Strukturstabilität ist dabei vergleichbar.

@kudzu: wenn mich was interessiert, schau ich mir Versuchsberichte dazu an, vieles ist da frei publiziert worden, da mit Steurgeldern finanziert. Das was dort rauskommt muss dann Relevanz für den Garten haben, dann fange ich mit eigenen Versuchen mit meinen besonderen Vorlieben bezüglich Pflege an. Dabei kann ich in der Regel auch auf mehrere andere Gärten zurückgreifen, es muss also nicht zwingend alles bei mir rumstehen und gepflegt werden. Zum Glück ist da auch ein absoluter Sandstandort darunter, als krasser Gegensatz zum Lösslehm hier. Oft sind es sehr einfache Versuche, eher kleine Tests. Wenn ich zB eine Substratmischung auf Staunässeproblematik testen will, bekommt der Nachbar, der als Angewohnheit hat zu viel zu giessen, bei einem Bier eine halbwegs staunässesensible Pflanze im entsprechenden Substrat geschenkt und soll sie dann weiter pflegen. Oder er übernimmt 2-3 paltten Stecklige und ich übernehme 2-3 paltten Stecklinge. Ich habe die Angewohnheit, eher weniger zu gießen als mehr. So kann man dann auch etwas vergleichen. Für einfache und schnelle Substratscreenings topfe ich in kleine Minitöpfe und mach dort meine Bewässerunsgversuche. Im kleinen Topf kommts durch die Verdunstungsleistung der Pflanzen bzw der stärkeren Oberflächenverluste ja eher seltener zu ausgewachsenen Nässeschäden und so lässt sich da etwas besser mit spielen, man kann die Grenzen besser austesten, weil ein 4cm Topf deutlich flexibler in der Handhabung ist als zB. ein 13er Topf. So gehen auch Kakteen in übelst hartem Tonboden, ähnlich wie manchmal am Naturstandort.

Da es immer tausende Möglichkeiten gibt, versuche ich auch bei der Physiologie fit zu bleiben. Auch zu erkennen, was gerade los ist, bevor Schäden da sind. So lernt man mit den Jahren dann schon recht gut, was von Belang ist und was nicht.

Ansonsten habe ich beruflich etwas mit Pflanzen zu tun, naturwissenschaftlich, nicht handwerklich. Für letzteres habe ich das Hobby.

Wenn euch inhaltlich was sauer aufstößt weil ihrs mit Überzeugung genau andersrum macht, dann kann das viele Gründe haben. Ich bin der letzte der eingeschnappt ist, wenn man mir erzählt, das das was ich behaupte Nonsens wäre. Man kann ja drüber reden. Saurer Lehm, basischer Lehm usw, gibts ja alles.
Also bei so allgemeinen Kommentaren wie der weiter oben, da erwarte ich eigentlich schon ehrliche Kritik und Contra. Weil irgendwer machts garantiert anders mit ähnlichem Erfolg. Manchmal muss man nur drüber reden. In der Regel wissen wir alle, worauf es bei den Pflanzen wirklich ankommt. Die Frage ist eher, wie man das erreicht, mit wieviel Zeit und Liebe.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 18. Juni 2016, 13:29:47
Solange noch etwas Lebendiges dran ist an meiner "Blautropf" und weil sie gerade blüht, hab' ich mir gedacht, mach' ich noch schnell ein, zwei Fotos - und bin so frei, das mit der Anpreisung aus dem Lub..a - Katalog zu kontrastieren, damit ihr sehen könnt, ob meine Digitalkamera die Farben richtig wiedergibt... .

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2696b7lchp3y0z_thumb.jpg)

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img2699vkq5ciz1wy_thumb.jpg)

Die Bildqualität bitte ich zu entschuldigen. Es war windig, eine kurze Pause zwischen zwei Regenschauern und den Papierhintergrund hat's dauernd weggeweht.

Nochmal zwei Fotos gemacht:

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img270124fqamgkw3_thumb.jpg)

(http://www.fotos-hochladen.net/thumbnail/img270436cle9ihxr_thumb.jpg)

Hilft nichts, die Blüten werden nicht mehr röter.





Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 18. Juni 2016, 14:02:42
@b-hoernchen: Kann ich so bestätigen, so rot und schön war bei mir im letzten Jahr auch nicht die Blüte (siehe Anhang). Denke aber, das hängt vielleicht auch mit der Sonneneinstrahlung/dauer ab. Jene Blüten, die mehr Sonne abbekommen haben waren rötlicher. Bei mir steht die Blautropf vor allem im Frühjahr eher halbschattig. Weiß jetzt nicht wo die bei dir steht, glaube aufn Balkon oder?

Will jetzt auch nicht groß auf die schweizer Baumschule schimpfen, denn bis auf die Blautropf bin ich von all ihren Beerenpflanzen/Obstbäumen bislang voll zufrieden bzw. hochzufrieden gewesen. Nur halt die Blautropf ist bislang ein Griff ins Klo gewesen...
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: RosaRot am 04. Juli 2016, 22:42:56
Die Nachbarin berichtete vorhin, das an einem ihre Sträucher plötzlich die Beeren, fast reif, schrumpelig werden, auch die noch grünen. Ich dachte natürlich an die Kirschessigfliege, die wir bisher hier nicht haben.
Sie bat mich, mal hier im Forum um Rat zu fragen- was ich hiermit tue. ;) :)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 04. Juli 2016, 23:27:20
Wenn die Stiele dahinter vertrocknen bzw braun werden ists ein Pilz.
Sonnenbrand bzw Hitzeschaden wäre auch eine Möglchkeit, dann muss aber der Wechsel von kalt zu warm recht krass sein. Heidelbeeren sind jedenfalls lange nicht so anfällig wie zB Stachelbeeren.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: RosaRot am 05. Juli 2016, 09:03:48
Danke ich frage nach, ob die Stiele vertrocknen. Was kann man gegen so einen Pilz tun?
Es ist nur ein Strauch von mehreren betroffen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: cydorian am 05. Juli 2016, 11:00:43
Colletotrichum-Fruchtfäule oder vielleicht davon was: http://goo.gl/daxuZx
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Lehm am 11. Juli 2016, 10:58:05
Ich habs geschaft: meine Heidelbeersträuchlein haben gelbe Blätter. Zu viel Kalk wohl. Wie bring ich das Problem weg? Soll ich Rhododünger und etwas Rhodosubstrat nehmen? Neu pflanzen möchte ich vermeiden.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 11. Juli 2016, 12:10:57
Ich habs geschaft: meine Heidelbeersträuchlein haben gelbe Blätter. Zu viel Kalk wohl. Wie bring ich das Problem weg? Soll ich Rhododünger und etwas Rhodosubstrat nehmen? Neu pflanzen möchte ich vermeiden.
Kommt drauf an wo deine Heidelbeersträucher stehen bzw. wie du sie gepflanzt hast. Einfach in den Gartenboden, im Topf, Moorbeet?
Wenn sie in normaler Gartenerde stehen, dann ist diese Erde ziemlich sicher zu kalkhaltig bzw. hat einen zu hohen PH-Wert. Da wird ein bisschen Dünger oder Rhodosubstrat nicht viel helfen.
Also ein paar zusätzliche Infos wären hilfreich  :)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Lehm am 11. Juli 2016, 12:18:33
Die stehen seit 20 Jahren an einem morgens schattigen, nachmittags sonnigen Ort. Ich hob damals eine Grube aus und füllte saures Substrat ein. Mittlerweile wird aus dem kalkigen Gartenboden Kalk eingesickert sein (Grube hatte ich seitlich nicht abgedichtet), auch hab ich längst nicht immer mit Regenwasser gegossen und überhaupt wenig gegossen, regnet ja oft hier. Regelmässig habe ich mit Tannenhäcksel gemulcht in der Hoffnung, das gebe Waldboden, sieht nun auch danach aus. Gedüngt hab ich so gut wie nie. Sorte ist Patriot und ein niedriger, Name hab ich vergessen, wobei die Blätter des Patriot gelber sind und auch einige Ästlein vertrocknet. Fruchtbehang ist hingegen sehr gut, vermutlich hat er Panik.  ;D

P.S.: und vergessen, die armen waren völlig von Gras eingewuchert, musste sie erst mal freilegen für die Ernte. :-[
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 11. Juli 2016, 12:22:46
Die stehen seit 20 Jahren an einem morgens schattigen, nachmittags sonnigen Ort. Ich hob damals eine Grube aus und füllte saures Substrat ein. Mittlerweile wird aus dem kalkigen Gartenboden Kalk eingesickert sein (Grube hatte ich seitlich nicht abgedichtet), auch hab ich längst nicht immer mit Regenwasser gegossen und überhaupt wenig gegossen, regnet ja oft hier. Regelmässig habe ich mit Tannenhäcksel gemulcht in der Hoffnung, das gebe Waldboden, sieht nun auch danach aus. Gedüngt hab ich so gut wie nie. Sorte ist Patriot und ein niedriger, Name hab ich vergessen, wobei die Blätter des Patriot gelber sind und auch einige Ästlein vertrocknet. Fruchtbehang ist hingegen sehr gut, vermutlich hat er Panik.  ;D

P.S.: und vergessen, die armen waren völlig von Gras eingewuchert, musste sie erst mal freilegen für die Ernte. :-[
Wenn die schon 20 Jahre dort stehen, dann dürfte es ihnen schon halbwegs gut gefallen haben. Würde aber ggf. auch auf Einsickern von kalkhaltigem Wasser tippen. Oder es fehlen die Nährstoffe. In dem Fall würde Rhododünger sicherlich helfen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Lehm am 11. Juli 2016, 12:26:33
Danke für deine Einschätzung, ich denke, ich versuchs mal mit einer Schicht Rhodosubstrat und Rhododünger (nach der Ernte, damit ich nicht gleich sterbe  :-X  ).
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Lehm am 11. Juli 2016, 15:49:25
So, der Sack Rhodoerde mit ein wenig Torfanteil  :o , Torfersatz und angeblich 8 Wochen Nahrung ist ausgeleert. Danach gab es netterweise ein kleines Schauerchen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Bumblebee am 13. Juli 2016, 15:19:12
Soforthilfe für die gelben Blättchen könnte auch Spritzen oder Giessen mit einem sog. Eisendünger sein.
Vermutlich reicht aber eine Düngung schon aus. Oder etwas wärmeres Wetter, dass auch solch chlorotische Schäden begünstigen kann. Kenne ich jedenfalls von meinem kalkigen Boden an Rosen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Lehm am 13. Juli 2016, 15:24:01
Danke dir. Ich warte nun erst mal ab, ob das Spezialrhodosubstrat Wirkung zeigt.
Wie sähe denn so einen Eisendüngung aus? Ich geh mal nicht davon aus, dass ich Nägel streuen soll.  :-X ;D
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Bumblebee am 13. Juli 2016, 15:36:18
 ;D

Ja warte erst mal ab. Das wäre dann ein sogenannter Eisenchelatdünger, der enthält Eisen, das unabhängig vom ph-wert des Bodens aufgenommen werden kann.
zB. Fetrilon 13% von COMPO es gibt aber auch andere. Von Neudorff oder so. :)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Lehm am 13. Juli 2016, 15:43:42
Mein Rhodosubstrat ist von Compo  :D 8), gut, ist Zufall, aber da ist vielleicht etwas von diesem Eisen drin, leicht war der Sack jedenfalls nicht und da stand, dass man die Düngung für acht Wochen vergessen kann.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Bumblebee am 13. Juli 2016, 15:57:01
 ;D  Genau, erst mal abwarten.  :)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 15. Juli 2016, 11:49:32
Mein Rhodosubstrat ist von Compo ... aber da ist vielleicht etwas von diesem Eisen drin, leicht war der Sack jedenfalls nicht...
Das Gewicht dürfte vom enthaltenen Wasser kommen. Eisenchelat wird sündteuer verkauft - und sollte in der Inhaltsangabe auf der Rückseite des Sacks spezifiziert sein. Du kannst auch (billiges) Eisensulfat probieren, eventuell mit Ansäuern (Schwefelsäure). Ananasbauern auf Hawaii sollen ihre Felder mit in Schwefelsäure aufgelöstem Eisenschrott düngen; ich werd' nicht hinfahren, um nachzusehen ob's stimmt... .

Jedenfalls kann's schwierig werden, Kalk im Boden mit Düngung zu neutralisieren. Soviel düngen will kein Mensch und ist meist nicht gut für die Pflanzen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Lehm am 15. Juli 2016, 11:56:24
Dass der Sack schwer war, war ein Witz.  :-[
Ich hab ihn jetzt ausgepippt und warte.
Im Herbst streu ich ev. noch etwas Rhododünger, und im Frühling wieder.
Müsste klappen, wenn nicht, lass ich die Sträucher eingehen. Würd mich aber erstaunen nach wie gesagt 20 Jahren.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Bumblebee am 15. Juli 2016, 12:11:38
Das klappt schon.Die brauchen einfach nur eine Düngung.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Lehm am 15. Juli 2016, 12:12:16
pip!
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Kübelgarten am 17. Juli 2016, 13:01:23
die ersten früchte werden reif  ;D
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Bumblebee am 17. Juli 2016, 13:52:00
Sorte?  ;D

Hat hier eigentlich jemand erfolgreich Vaccinium myrtillus im Garten?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Kübelgarten am 18. Juli 2016, 18:29:30
die heißt Brigitta - Duke steht auch in den Startlöchern
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Lehm am 18. Juli 2016, 18:35:40
Hat hier eigentlich jemand erfolgreich Vaccinium myrtillus im Garten?

Hatte ich, zum Befruchten der Kultursorten, Ernte von ihr selbst war minim, aber zuckersüss! Vor drei Jahren hat sie nach 17 das Zeitliche gesegnet, mit denselben Symptomen, die nun die Kulturheidelbeeren zeigen. Schliesse einen Pilz nicht mehr aus.  :-\
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 18. Juli 2016, 20:18:40
die ersten früchte werden reif  ;D

die letzten Heidelbeeren (Pink Lemonade und Buddy Blue) werden reif  :'(  ;)

Meine spätreifen Heidelbeeren (laut Katalog) sind jetzt in der Hauptreife. Goldtraube ist z.B. schon seit ein paar Wochen abgeerntet.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Bumblebee am 20. Juli 2016, 14:43:39
Ah danke, die merke ich mir mal alle vor. Die Kulturheidelbeeren, die man hier für teures Geld im Schälchen kaufen kann, schmecken mir nicht.

Hat hier eigentlich jemand erfolgreich Vaccinium myrtillus im Garten?

Hatte ich, zum Befruchten der Kultursorten, Ernte von ihr selbst war minim, aber zuckersüss! Vor drei Jahren hat sie nach 17 das Zeitliche gesegnet, mit denselben Symptomen, die nun die Kulturheidelbeeren zeigen. Schliesse einen Pilz nicht mehr aus.  :-\

Das ist sehr schade, ich mag die Waldheidelbeeren sehr gern. Hier muss man weit dafür fahren und dann ist oft schon alles leergefegt worden mit diesen Erntekämmen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Lehm am 20. Juli 2016, 14:51:43
Kulturheidelbeeren schmecken immer wässriger als die echten, nur sind die echten eben Moor-, Gebirgs- und Waldbewohner. Städtische Hüsligärten sind eher zweite Wahl. Ausserdem wichtig: die gehen, um Nährstoffe aufnehmen zu können, eine Symbiose mit Mykorrhizapilzen ein, die sich in Fichten- oder Kieferwurzeln tummeln. Kulturheidelbeeren sind da weit weniger heikel. Sonst Maibeeren als Ersatz, die brauchen nicht mal sauren Boden und schmecken auch sehr gut.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Bumblebee am 20. Juli 2016, 14:54:29
Ah ok, danke. :)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: cydorian am 20. Juli 2016, 17:07:18
Hier muss man weit dafür fahren und dann ist oft schon alles leergefegt worden mit diesen Erntekämmen.

Zumindest in Naturschutzgebieten ist die Verwendung solcher Hilfsmittel fast immer verboten. Schädigt die Pflanzen zu sehr und führt zur Abgreifen nicht mehr haushaltsüblicher Mengen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Dornroeschen am 20. Juli 2016, 20:22:26
Bumblebee,
ich war am Sonntag im Südschwarzwald und habe die ersten Heidelbeeren genascht, auf 1000m Höhe fängt die Ernte erst an und der Wald ist voll davon.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Crambe am 20. Juli 2016, 20:33:51
Wir waren gestern am Schluchsee und haben dort Heidelbeeren geeerntet.  :D Ansonsten wachsen hier drei Waldheidelbeerpflanzen aus Südtirol in einem großen Kübel mit Rhodoerde. Leider gab es da noch keine Ernte, aber sie sehen gesund aus.

Für Nordlichter: Der Schluchsee liegt im Südschwarzwald  ;)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Dornroeschen am 20. Juli 2016, 20:42:57
genau da war ich auch, ward ihr fleißig am Sammeln?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Crambe am 20. Juli 2016, 20:48:30
Kleinere Tüte voll, hat gut gereicht für Vanilleeis mit Heidelbeeren :D ;)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: oile am 20. Juli 2016, 21:43:47

Für Nordlichter: Der Schluchsee liegt im Südschwarzwald  ;)
Das weckt Erinnerungen. Als ich noch in Freiburg lebte,  bin ich mit einer Freundin am Schluchsee Heidelberren sammeln gegangen.  Wir brachten damals auch regelmäßig einen Sonnenbrand und Zecken mit nach Hause.  Das gehörte irgendwie zusammen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: kasi am 20. Juli 2016, 22:16:06
Das habe ich die letzten Jahre an der Teufelsmühle getan.
PS für Südwesterlinge: Die Teufelsmühle liegt im Nordschwarzwald und der übrige Norden nicht hinterm Mond  ;D
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 20. Juli 2016, 22:25:20
Wir haben letzte Woche die ersten Heidelbeeren genascht, im Glen Coe und am Loch Ness.  :D
Obwohl in den schottischen Highlands Holunder und Rosen noch blühen, sind an sonnigen Stellen schon die ersten Heidelbeeren reif.
Sonne gab es allerdings nicht viel während wir dort waren ...


Meine beiden Topfheidelbeeren haben unseren Urlaub dank gießender Nachbarin  :-* gut überstanden, aber reif sind sie noch lange nicht - die Fruchtfarbe könnte z.Z. am ehesten als grau bezeichnet werden.  8)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: kasi am 20. Juli 2016, 22:29:07
Aufpassen: wenn sie rot sind, sind sie noch grün. Das ist bei Blaubeeren immer so.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 20. Juli 2016, 22:33:01
rot - grün?  :o ;)

Ich warte bis sie richtig blau sind!  ::)

Im Garten gibt es gerade genügend andere Beeren und Sauerkirschen, die ich retten will.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Dornroeschen am 20. Juli 2016, 23:03:56
Bei der Sorte "Pink Lemonade", wartest du vergeblich, sie bleibt rot und wird nicht blau... ;D
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 22. Juli 2016, 20:28:49
War zwischen 5. und 20. Juli so 5 mal im Moor und jetzt ist die Ernte im Flachland hier ziemlich vorbei. Mir scheint die Kirschessigfliege macht sich nun auch bei den Blaubeeren etwas bemerkbar - so viele maschig-faule Früchte gab es früher nicht, oder täusche ich mich da? Am Balkon reift "Reka" im Kübelk, aber die schmeckt mir nicht so. Bluecrop ist nur wenig später dran, aber weil ich nicht aufgepasst habe, haebn die Amseln schon fast alle weggezupft - noch halb grün.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 23. Juli 2016, 17:20:21
War zwischen 5. und 20. Juli so 5 mal im Moor und jetzt ist die Ernte im Flachland hier ziemlich vorbei. Mir scheint die Kirschessigfliege macht sich nun auch bei den Blaubeeren etwas bemerkbar - so viele maschig-faule Früchte gab es früher nicht, oder täusche ich mich da?
Habe heute eine kleine Ernte bei Pink Lemonade und Buddy Blue durchgeführt. Bei Pink Lemonade waren leider auch gute 10-20% von KEF befallen, bzw. konnte man es bei den betroffenen Beeren gut erkennen. Vermutlich sind aber noch mehr angestocken worden. Bei Buddy Blue hab ich bisher nichts entdeckt, vielleicht aufgrund der etwas festeren Schale?
Das Wetter ist bislang einfach ideal für die KEF, immer wieder etwas Regen bei zumeist idealen Temperaturen für die Biester.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Nina am 27. Juli 2016, 13:02:50
Hat hier eigentlich jemand erfolgreich Vaccinium myrtillus im Garten?
Ich habe vor ein paar Jahren unter einer alten Schwarzkiefer, ca 60 Stück gepflanzt. Zusammen mit 2 Sorten Kulturheidelbeeren (6 Pflanzen unter anderem 'Bluecrop' ) und etlichen Preiselbeeren. Langsam fruchten sie einigermaßen. Dieses Jahr hat ihnen die feuchte Witterung gut getan. In den letzten Jahren hatte ich aber oft vertrocknete Früchte. Die Bluecrop schmeckt bei mir übrigens klasse! Vielleicht liegt es ja auch am sauren Boden.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Fiscmac 65 am 27. Juli 2016, 18:13:25
Ich denke ohne sauren Boden würdest nicht mal Früchte finden geschweige den schmecken können NINA  8)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 27. Juli 2016, 20:18:07
Die Bluecrop schmeckt bei mir übrigens klasse!
Bluecrop schmeckt mir deutlich besser als Reka. Auch Earlyblue schmeckt mir besser als Reka.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: celli am 27. Juli 2016, 20:52:02
Ich denke ohne sauren Boden würdest nicht mal Früchte finden geschweige den schmecken können NINA  8)

Es gibt Kulturheidelbeeren, die kommen auch ohne sauren Boden aus. Wobei sicherlich nicht mit überbordendem Ertrag zu rechnen ist.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Nina am 28. Juli 2016, 09:00:53
Ja, so hatte ich es auch im Kopf.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Fiscmac 65 am 28. Juli 2016, 09:17:38
Ich denke der BEERENSPEZIALIST und Züchter wird es besser wissen. Er spricht ein Funktioniern auch mit Reka ab. Ich habe keine Erfahrung mit Heidelbeeren in normalen Boden. Möglicherweise funktioniert es mit regelmäßiger Beigabe von Schwefelsäure... nur wer macht und will das schon.

Hans

http    ://www.gartenvideo.com  /  v  /  gartenschimpftirade-wahrheiten-und-unwahrheiten-ueber-heidelbeeren-34340

Edit: Es geht übrigens "relativ" einfach

http    ://www.gartenvideo.com  /  v  /  wie-baue-ich-ein-einfaches-moorbeet-38368
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: celli am 28. Juli 2016, 17:19:17
Ich denke der BEERENSPEZIALIST und Züchter wird es besser wissen.

Auch Spezialisten wissen nicht alles. :-X
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 29. Juli 2016, 11:02:56
Hör' doch bitte auf den Herrn Kobelt... !

(... und wo er recht hat, hat er recht; aber dass nur mehr Lubera-Stachelbeeren funktionieren sollen, haha, das ist schon ein starkes Stück...).
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Fiscmac 65 am 29. Juli 2016, 14:43:22
Die letzten beiden Posts haben wohl sachlich mit der Überschrift nichts mehr am Hut... Hut ab für Eure Dummheit

Hans

EDIT: Hörnchen oder wie auch immer... verfolge mal selbst Deine Nachrichten .... DANN bleib "bodeneben"  8)
NICHT NUR "Nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist das, was ich tue, sinnlos!" ....
Da steckt mehr dahinter  8)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: hargrand am 29. Juli 2016, 18:25:17
Jetzt reichts langsam wirklich.  Schalt einen Gang zurück und komm von deinem hohen Ross runter ::) .

Und bitte verkneif es dir gegen mich jetzt auch so einen Kommentar abzulassen.
Du magst viel wissen, aber Überheblichkeit ist einfach nicht cool.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Bumblebee am 29. Juli 2016, 21:17:22
 Huch! :o

Aber jetzt ist mir auch klar, warum es hier in der Gegend einen Erwerbsanbau von Heidelbeeren gab und dass ich sicher keine im Garten haben kann.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Fiscmac 65 am 29. Juli 2016, 21:26:09
Jetzt reichts langsam wirklich.  Schalt einen Gang zurück und komm von deinem hohen Ross runter ::) .

Und bitte verkneif es dir gegen mich jetzt auch so einen Kommentar abzulassen.
Du magst viel wissen, aber Überheblichkeit ist einfach nicht cool.

Und die vorigen Meldungen kannst Du nicht lesen ? Wo liest sich hier ein hohes Ross... Ich habe sachliche Tatsachen von einem Experten geliefert.

UND: Zwei unsachliche Antworten bekommen

Also bleib Du mal am Boden
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: echo am 02. Oktober 2017, 17:39:39
Eine Frage zum Platzbedarf der Heidelbeeren. Ich habe nun ein Beet für die Heidelbeeren vorbereitet. Hat die Ausmaße von 2,90m x 1,20m. Kann ich dort drei Sträuche pflanzen oder doch lieber auf zwei beschränken. Als Sorten sind geplant Patriot, Bluecorp und (falls es mit der dritten klappt) Spartan.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 02. Oktober 2017, 20:05:25
Knapp anderthalb Meter für eine, die sollte man schon rechnen. Ich plädiere für 2.
Die Dritte vielleicht in den Anfangsjahren (2-3) im Kübel dazwischen, so als Vergleich, womit man besser klarkommt.

Die Pflege im Beet mit Substraterneuerung und Bewässerung ist ja auch recht aufwendig.

Zur Patriot kann ich nichts sagen, war das nicht eine von den kleineren Spielzeugsorten für den Balkon? Bluecrop kann man auch auf 2x2m unterbringen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: echo am 02. Oktober 2017, 20:29:22
Knapp anderthalb Meter für eine, die sollte man schon rechnen. Ich plädiere für 2.
Die Dritte vielleicht in den Anfangsjahren (2-3) im Kübel dazwischen, so als Vergleich, womit man besser klarkommt.

Die Pflege im Beet mit Substraterneuerung und Bewässerung ist ja auch recht aufwendig.

Zur Patriot kann ich nichts sagen, war das nicht eine von den kleineren Spielzeugsorten für den Balkon? Bluecrop kann man auch auf 2x2m unterbringen.
Danke. Dann mache ich wohl wirklich nur zwei. Das mit Kübel hat zwar auch ihren Reiz, sollte es aber allen drei gut gehen, muss ich irgendwann mal geeignete Stelle (egal ob im Kübel oder im Beet) für die Kübelpflanze finden und der ist leider, soweit absehbar, nicht vorhanden. :(

Patriot wird z.B. im Verbandszeitschrift Hessischer Kleingärtner folgendermaßen beschrieben:
"Patriot - Reife Juni-Juli; bis 1,60m hoher kräftiger Wuchs, leich überhängend; sehr große, geschmackvolle Früchte; sehr ertragreich. Wegen der großen Fruchbarkeit sind Schnittmaßnahmen und evtl. sogar Fruchtausdünnung erforderlich. Sehr empfehlenswert für Hobby-Anbau."
Auch in Internet-Quellen wird die Sorte wegen dem sehr guten Wuchs, Ertrag und Geschmack sehr gelobt.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 02. Oktober 2017, 20:44:27
Ja, hab die Patriot mit einer anderen verwechselt.
Problem ist wohl bei Patriot, die Pflückreife richtig einschätzen zu können, weil man das Grün wohl erst sieht, wenn sie schon gepflückt ist. Deswegen vermutlich die Hobbygartenempfehlung.
Ansonsten wohl ok.

Meine Favoriten sind bisher Duke und Bluecrop.
Hier nochmal Reifezeit und Ertrag der Sorten im Beet:
https://www.hortigate.de/bericht?nr=37289
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: echo am 02. Oktober 2017, 21:21:49
@thuja thujon
Danke für den Link. Ich schaue mir den Duke auch jetzt genauer an.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Paradeiserin am 12. Oktober 2017, 10:14:48
Ich streue hier einfach mal ein Bild dazwischen...
Ich hab' meine Heidelbeeren (Bluecrop und Berkeley, beide in Töpfen) erst seit diesem Frühling bin aber bis jetzt schwer begeistert! Wenn ich vorher gewusst hätte, dass die Herbstfärbung dieser Sträucher so wunderschön ist hätte ich mir als großer Herbst-Fan schon früher welche zugelegt...  :)
🍃🍂🕸
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Dietmar am 23. März 2018, 23:12:07
Im Jahr 2016 hatten meine Heidelbeersträucher noch reichlich getragen, aber letztes Jahr fast gar nichts mehr. Deshalb werde ich in den nächsten Tagen mal eine Kur für meine Heidelbeerstäucher machen:

1. Heidelbeersträucher sollten ab einem Alter von ca. 7 Jahren alle 1 bis 3 Jahre geschnitten werden. Dazu werde ich die ältesten Ruten entfernen, so dass noch ca. 6 Ruten übrig bleiben. Anleitungen zum Schnitt findet man unter Google mit den Suchbegriffen Heidelbeeren und Schnitt. Durch den Verjüngungsschnitt sollen das Wachstum und die Blühfreudigkeit wieder zunehmen und die Beeren wieder größer werden.

2. Ein spezielles Problem bei Heidelbeeren sind pH-Wert und Kalkgehalt. Als ich vor Jahren die Sträucher gepflanzt hatte, hatte ich dem Gartenboden viel Torf untergemischt und die Erde zwischen den Sträuchern mit Rindenmulch abgedeckt. Jetzt ist der Torfanteil weitgehend zersetzt und ich vermute mal, dass damit auch der pH-Wert-Senkungseffekt des Torfes damit verschwunden ist. Der Rindenmulch ist auch weitgehend dahin. Um den pH-Wert wieder zu Senken, könnte man z.B. Eisensulfat und Magnesiumsulfat düngen. Das ist jedoch für die Pflanzen gefährlich, wenn man solche Mengen düngt, dass der pH-Wert beeinflusst wird. Beide Sulfate sind sehr ätzend und das Eisensulfat in größeren Mengen auch stark toxisch für Pflanzen (Eisentoxizität). Nun werde ich eine andere Methode zur pH-Wert-Senkung und zur Abbindung des Kalkes im Boden versuchen, welche weitgehend ungefährlich für Pflanzen sein soll und den pH-Wert nachhaltig senkt und nicht schon in wenigen Tagen ins Grundwasser gespült wird. Ich werde also eine Handvoll Schwefellinsen pro Strauch ausstreuen. Dieser elementare Schwefel wird von Bodenbakterien ganz langsam zu Schwefeloxiden oxidiert, welche zusammen mit Niederschlägen bzw. Bodenfeuchte zu Schwefelsäure wird. Dadurch wird der pH-Wert dauerhaft gesenkt. Die Schwefelsäure bindet auch den Kalk zu Gips ab. Eine Überdüngung ist kaum möglich, weil das alles sehr langsam vor sich geht und elementarer Schwefel die allermeisten Pflanzen nicht schädigt. Eine Schwefelgabe soll für ein Jahr reichen. Beste Ausbringzeit soll das zeitige Frühjahr vor Vegetationsbeginn sein.
Ein gibt auch granulierten elementaren Schwefeldünger bzw. Schwefel als Pulver. Wenn man etwas im Internet sucht, findet man günstige Bezugsquellen, es sind aber nicht viele, wo man nicht gleich eine Palette mit ca. 1 t oder einen ganzen LKW abnehmen muss. Schwefelpulver hat den Nachteil, dass man dieses nicht so gut streuen kann wie Granulat bzw. Linsen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 23. März 2018, 23:28:15
Sehr löblich.
Was du nicht vergessen solltest, Heidelbeeren im Topf sind immernoch Topfpflanzen, egal was man denkt warum sie nochmal eine Extrabehandlung bräuchten. Ohne das Topfpflanze berücksichtigen bringen auch `Extraferz´ nix.

Wenn der Torf zersetzt ist und der Rindenmulch auch, frage dich, woher sollen die Wurzeln Luft bekommen?
Wie drainiert ist das Substrat noch? Pulvertorf ist Staunässe und Fäulnis. Deswegen erntet man in einem Jahr nix und der Rückschnitt bringt auch keine Explosion, konsequent gut gedüngt sieht man auch erst ein Jahr später an den Bodentrieben. 
Mickernde Topfpflanzen, die nach einer Angstblüte eine gute Ernte brachten und sich dabei vollends erschöpft haben, da muss man 3-4 Jahre vorher eingreifen. Torf ist nach spätestens 2 Jahren Staunässe und Wurzelfäule. Das muss man angehen, nicht blenden lassen von pH-Wert, Schwefellinsen usw.

Bei Heidelbeeren sowieso, nicht mineralisch ernähren, sondern die Pilze ernähren, die die Heidelbeeren ernähren, für ein vernünftig drainiertes Susbtrat sorgen. Also für Pilzfutter und Wurzelatmung sorgen.

Da macht selbst eine sonst eher Bodentriebfaule Bluecrop nach einem Vollertragsjahr 3 neue Bodentriebe. 
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: willi2000 am 23. März 2018, 23:46:17
Einige der Mykorrhizapilze der Heidelbeere zersetzen Torf. Also ist das wichtigste was du tun musst, dem Substrat wieder Torf zuzuführen. Den ganzen Rest deiner Spekulationen kannst du vergessen.

Gruss,
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 24. März 2018, 00:10:16
Die brauchts wirklich nicht, zumal man auch mit Regenwasser giessen könnte statt mit dem härtesten auffindbaren Leitungswasser. Oder wo kommt sonst der hohe pH-Wert her? Organische Substrate werden mit der Zeit immer nur saurer, niemals basischer.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: willi2000 am 24. März 2018, 08:54:27
Und ansonsten bekommen meine Heidelbeeren noch die Nadeln vom Weihnachtsfichtenbaum und ein wenig Kaffeesatz als Dünger.

Gruss
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Dietmar am 24. März 2018, 22:03:26
Zitat
Organische Substrate werden mit der Zeit immer nur saurer, niemals basischer.

Warum wird dann überall davor gewarnt, Heidelbeeren nicht mit Kompost und Mist zu düngen?

Zitat
Also ist das wichtigste was du tun musst, dem Substrat wieder Torf zuzuführen.

Im Topf ist das einfach - nur umtopfen, aber beim Gartenboden ist das anders. Man könnte den Torf höchstens oberflächlich etwas unterharken Die tieferen Bodenschichten bekommen da nichts ab. Die Wurzeln sind recht flach und werden beim Unterharken des Kompostes beschädigt.

Wenn der Torf zersetzt ist, dann bleibt nur noch der ursprüngliche Gartenboden übrig. Der ist lt. Bodenanalyse sandiger Schluff mit starken Kalkmangel, was ja für Heidelbeeren gut ist. Dadurch kommt auch ohne Torf genug Luft in den Boden.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Alva am 21. April 2018, 12:45:48
Meine Nachbarin hat die Heidelbeere 'Berkeley'. Ich würde gerne eine Sorte pflanzen, die als Befruchter dazu passt. Welche Sorte würdet Ihr mir empfehlen?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Dornroeschen am 21. April 2018, 12:59:34
Ich habe eine "Reka", die mit normalem Gartenboden zurechtkommen soll.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: jardin am 21. April 2018, 13:13:48
Meine Nachbarin hat die Heidelbeere 'Berkeley'. Ich würde gerne eine Sorte pflanzen, die als Befruchter dazu passt. Welche Sorte würdet Ihr mir empfehlen?

Heidelbeeren brauchen nicht unbedingt eine Befruchterpflanze.
Eine zweite Heidelbeerpflanze erhöht den Ernteertrag nur um ein paar Prozent.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Alva am 22. April 2018, 15:11:46
Danke für Eure Antworten  :)

Ich schwanke zwischen 'Hardyblue' und 'Spartan'. Hat die wer?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 26. April 2018, 20:29:23
Bei meinen Heidelbeeren in Kübeln auf dem Balkon gab's wieder Schäden durch Engerlinge bis zum Totalausfall.

Gut ausgesehen haben "Buddyblue" und "Pink Lemonade" bis in den Februar, dann kamen die Fröste und jetzt sind die Triebe braun. Ich werde die nächsten Tage mal nachsehen müssen, ob das die Kälte alleine fertig gebracht hat oder die Rosenkäferlarven dazu beigetragen haben.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: floXIII am 28. April 2018, 17:54:08
Da hab ich dieses Jahr zu mindest bis jetzt mehr Glück gehabt. Über den Winter gab es keine eingetrockneten Triebspitzen (wie sonst in den vergangenen Jahren), sodass meine zwei Sträucher (Goldtraube und Pink Lemonade) übervoll mit Blüten bestückt sind.
Lediglich Buddy Blue dümpelt so vor sich hin, hoffentlich kommt der dieses Jahr endlich in die Gänge...
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 30. April 2018, 21:52:21
Ich habe meine Heidelbeertöpfe zurzeit auf dem Gemüsebeet (lehmig, eher basisch) unter einer Feige stehen. Das soll dieses Jahr auch gerne so bleiben. Besteht die Gefahr, dass sie wie andere Kübelpflanzen in echten Boden durchwurzeln?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 30. April 2018, 22:11:36
Wenn die Töpfe groß genug sind, kaum! Heidelbeerwurzeln scheuen Erde mit falschem pH.

Ich hab' übrigens einen Topf mit einer Goldtraube, die gut gewachsen ist in Kaffeesatz (und ich weiß nicht, ob ich da was anderes beigemischt habe...). Die stand im Garten direkt auf normalem Gartenboden, wie auch zwei weitere Pflanzen, die ich dummerweise ins "Moor-" (Kaffeesatz)beet verfrachtet hatt - und vorher ebenfalls soweit ok waren.

Ich hab da eine Hypothese, die ich noch testen möchte. Die geht etwa so: Stehen Heidelbeerkübel in direktem Kontakt zu Gartenerde, hält das die Wurzelschädlinge einigermaßen in Grenzen. Entweder wandern die Engerlinge aus oder etwas anderes wandert ein, was die Schädlinge in Zaum hält. Regenwürmer konnten zumindest aus dem Gartenboden in die Töpfe einwandern, das habe ich gesehen.

Eine weitere Unterstützung für diese Hypothese sind die von mir jedesmal, wenn ich vorbeifahre, bewunderten Prachtstücke von Heidelbeerpflanzen in einer Schrebergartenkolonie. Die Besitzerin hat den gleichen Boden wie ich auch - kalkhaltigen Ziegeleiton. Für ihre Heidelbeerpflanzen hat sie ein großes (sie sagt 30 Schubkarren voll Aushub) Loch gebuddelt und das mit saurer Erde gefüllt. Keine Folien oder sonstigen Sperren - Torf grenzt direkt an Mutterboden. Also auch hier - direkter Kontakt mit dem umgebenden Ökosystem . Und keine Wurzelschädlinge.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 01. Mai 2018, 10:20:18
Groß sind die Töpfe nicht unbedingt.
Die im Plastikweinfasstopf ist ne Goldtraube.
(http://up.picr.de/32556615yw.jpg)

Daneben die Jungpflanzen (Bluecrop) von letztem Jahr.
(http://up.picr.de/32556616ut.jpg)

Und die alte Bluecrop rechts, das linke ist eine Failed-Sorte aus dem Blumenladen.
(http://up.picr.de/32556617oi.jpg)

Bin auf deine Experimente um die These gespannt. Wenns im Topf nicht mehr passt kann man die Schädlinge wohl eher zum abhauen überreden wenn sie Erdkontakt haben. Beton unterm Topf ist wohl nicht überzeugend genug als Fluchtweg.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: soriwa am 29. Mai 2018, 11:38:14
Was mach ich falsch? Eine Heidelbeere hat Früchte wie sonst was, aber kaum Blätter? denke daher nicht, dass die Früchte groß werden. Sorte weiß ich nicht mehr, Schild ist weg und ich habe verschiedene eingepflanzt.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. Mai 2018, 12:01:49
PH-Wert zu hoch? Die brauchen einen sauren Boden. Bei zu hohen PH-Werten kümmern die Pflanzen gerne. Es gibt auch säuernde Dünger. Fichtennadeln geht auch.

Zu Trocken?

Unter Umständen fehlen dir in der Erde Pilze, mit denen die Pflanze Symbiose betreiben. Das erkennt man aber am Wachstum. Wenn die Pflanze nie richtig wuchs, dann kann es auch an den Pilzen liegen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Wurzelpit am 29. Mai 2018, 12:33:17
Ich habe eine "Reka", die mit normalem Gartenboden zurechtkommen soll.

Ich hab eine Reka und eine Bluecrop ausgepflanzt, den Boden mit Tannennadeln vermischt und die Pflanzen gut mit Rindenmulch abgedeckt. Der Ertrag ist sehr, sehr bescheiden! Dann hab ich eine Elliot und nordische Bickbeere im Kübel, am Boden eine dicke Rindenmulchschicht (grober Rindenmulch), dann Torf und dann wieder oben ordentlich Rindenmulch (feiner Rindenmulch) und beide Pflanzen hängen voll. Auspflanzen würde ich nicht mehr, evtl. versetze ich die beiden in einen Kübel. Ich mach mal bei Gelegenheit Fotos.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: soriwa am 29. Mai 2018, 13:38:01
mmh, nicht sauer genug?? Rhododendren stehen drum herum und die Blühen und gedeihen ziemlich gut. Sie ist ja auch ca. 90cm hoch, also gewachsen auch. mmh, also ausprobieren, was passt. Mess ich mal den PH Wert.
Danke
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Rib-isel am 29. Mai 2018, 18:42:17
Dann scheinen PH und Pilze ok zu sein
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 29. Mai 2018, 22:22:52
Was sind eure Erfahrungen zu den Lichtansprüchen von Heidelbeeren? Wollen die wirklich Vollsonne oder ist Halbschatten die bessere Wahl?

Ich frage, weil die Blätter meiner vollsonnig stehenden Kübelheidelbeeren ziemlich hell sind, geradezu chlorotisch hell. Ein paar andere Kübel mit Heidelbeeren stehen nordseitig an der Hauswand und diese Pflanzen sind dunkelgrün.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Wurmkönig am 30. Mai 2018, 09:47:35
Bei mir kriegen sie nicht den ganzen Tag Sonne und stehen zwischen den Johannisbeerspindeln. Zumindest die Töpfe sind einigermaßen beschattet.

Chlorosen habe ich auch, allerdings bei älteren Töpfen, da sollte ich das Substrat mal wieder tauschen.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Monti am 30. Mai 2018, 10:30:31
Danke für Eure Antworten  :)

Ich schwanke zwischen 'Hardyblue' und 'Spartan'. Hat die wer?

Ich hab ne Hardyblue neben Bluecrop und irgendwas von so einem großen Versender, keine Ahnung welche Sorte.
Die Hardyblue würde ich wieder pflanzen. Wächst gesund und hat überdurchschnittlich große und sehr schmackhafte Früchte.

Was mach ich falsch? Eine Heidelbeere hat Früchte wie sonst was, aber kaum Blätter? denke daher nicht, dass die Früchte groß werden. Sorte weiß ich nicht mehr, Schild ist weg und ich habe verschiedene eingepflanzt.
Meine zwei unbekannten Sorten haben das dieses Jahr auch gemacht. Fruchtansatz wie verrückt, dafür zunächst kaum Blattwachstum. Der April war sehr trocken, vielleicht lags daran. Hab zwar mehrmals gewässert aber erst jetzt treiben sie das Laub so richtig.
Bluecrop und Hardyblue haben gleich nach der Blüte bzw. als noch Blüte war, blätter getrieben.
Alle stehen in eingegrabenen 90 l Maurerkübeln und Rodo-Erde/Torf/Rindenhumus-Gemisch, gemulcht mit Fichtenhäcksel. Ganztätig Sonne.

Letztes Jahr hatte ich das Phänomen, dass die Früchte, voll ausgereift, immernoch recht sauer waren. Erst wenn es Richtung überreif ging, war es besser. Hat jemand eine Idee, was hier die Ursache sein könnte?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Piffpaff am 23. Juni 2018, 07:32:47
Ich schiebe das Thema mal hoch und gebe meine Erfahrungen bezüglich Heidelbeer Topfsubstrat dazu..Ich habe Reka, Bluecrop und pink Lemonade zunächst in eingegrabene 90 L Maurerkübel in Torf gesetzt, mit kräftig Rindenmulch dazu..alle Sträucher wurden nach einem Jahr richtig chlorotisch, was wohl daran lag, dass vom umliegenden Gelände kalkhaltiges Wasser eingesickert ist..also die Blätter richtig gelb..habe dann im Forum geschmökert und einen Versuch mit Kaffeesatz als Substrat gemacht..also unten in den Topf etwas Schafwolle als Drainageschicht, dann ca 9 Teile Kaffeesatz, 1 Teil Torf und etwas Rhododünger..die Töpfe nicht eingegraben..und siehe da, es scheint zu funktionieren, die Sträucher erholen sich und die Blätter färben sich wieder grün..Schon toll und vor allem günstig ;)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Wurzelpit am 23. Juni 2018, 10:38:21
Ich hab Reka und Bluecrop an einer Stelle ausgepflanzt, an der jahrzehntelang Tannen standen und Nordländische Bickbeere und Elliot im Kübel mit Rindenmulch und Torf. Die Ausgepflanzten kann man vergessen, die beiden anderen hängen voll. Die ausgepflanzten Heidelbeeren werde ich bei Gelegenheit in einen Kübel umpflanzen.

Anbei noch ein Foto der nordländischen Bickbeere im Kübel
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Monti am 24. Juni 2018, 13:07:24
Bei mir werden die ersten Früchte reif...  ???
Sonst war das glaube ich erst immer im Juli, August. Aber nur die Hardyblue.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 06. Januar 2019, 21:09:44
Ich hatte letztes Jahr eine Handvoll 3-jährige Pflanzen im 2-3 Liter Topf gekauft und in 12 Liter-Kübel gepflanzt. Teilweiße ist das Torf-Sägemehl-Sandgemisch sehr stark zusammengesackt, hätte ich so schnell nicht erwartet. Aktuell suche ich noch nach einem wirklich groben Torf, dann gehts mit Holzhäcksel und Perlite zusammen in 65Liter Mörtelwannen. Dabei wirds dann bleiben. Für größere Kübel fehlt wirklich der Platz.

Die Ernte meiner 2 älteren Pflanzen, Bluecrop und Goldtraube und eine namenlose außer Konkurrenz, das waren 2018 zusammen etwas mehr als ein 5 Liter-Eimer. Ohne Kirschessigfliege, sehr erfreulich. Ich hoffe das bleibt so in Zukunft.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 07. Januar 2019, 03:19:21
Von dieser 1 jährigen Pflanze habe ich in gekaufter Rhododendronerde ... >>>

(https://up.picr.de/34782434vn.jpg)

...Solche große Beeren mit sortentypischen Geschmack, weder sauer noch zu süß, geerntet.
Die kleineren Beeren sind von einem anderen Strauch, welcher gehäckselt wurde. >>>

(https://up.picr.de/34782442fv.jpg)

(https://up.picr.de/34782496sd.jpg)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 07. Januar 2019, 07:37:22
Ich hatte von den kleinen Heidelbeeren im Vorjahr die Blüten entfernt. Sollten erstmal wachsen, bevor sie fruchten. Dieses Jahr gabs nur je eine Handvoll. 
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 09. Januar 2019, 13:53:13
Vor 4 Jahren habe ich mir die erste Heidelbeeren angeschafft und in Töpfen in Rhodo-Erde auf die Terrasse gesetzt. Bluecrop hat gleich getragen, Rubel das letzte Jahr das 1. Mal. Letztes Frühjahr habe ich im Baumarkt dann noch eine Chandler gerettet, die hatte schon Blütenknospen.

Und so konnten wir letztes Jahr von 3 Sträuchern ernten, von Anfang Juli bis in den September - die meisten von Bluecrop.  :D
Der Preis war tägliches Gießen mit Regenwasser, die letzten Gießkannen habe ich für die Balubeeren aufgespart, als alles andere, Töpfe und Gemüse, schon Leitungswasser bekamen.

Eine meiner besten Gartenideen!  :D

Eigentlich wollte ich sie in versenkte Wannen pflanzen - aber auf der Terrasse werden sie nicht so leicht übersehen bei Trockenheit. 

Was sind eure Erfahrungen zu den Lichtansprüchen von Heidelbeeren? Wollen die wirklich Vollsonne oder ist Halbschatten die bessere Wahl?

Ich frage, weil die Blätter meiner vollsonnig stehenden Kübelheidelbeeren ziemlich hell sind, geradezu chlorotisch hell. Ein paar andere Kübel mit Heidelbeeren stehen nordseitig an der Hauswand und diese Pflanzen sind dunkelgrün.

Hier stehen sie auf der Südterrasse, die allerdings von Rosen und Riesenapfelbaum beschattet wird, zumindest der Topf müsste vor direkter Sonne ganz gut geschützt sein, während die Zweige zumindest bei frühsommerlichem Sonenstand mehr Sonne bekommen müssten. Hier Ende Mai, morgens kurz nach 8, die drei Töpfe neben den vertrockneten Tulpen sind die Blaubeeren.

Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Januar 2019, 14:04:36
Meine beiden Heidelbeeren stehen auch nicht vollsonnig, sondern tw. im Baum- oder Strauchschatten. Sie tragen auch recht unterschiedlich - und manchmal muss man auch schnell sein, will man was abbekommen....
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Dornroeschen am 09. Januar 2019, 14:13:05
Ich habe eine große Pflanze im Topf, die überreich fruchtete, die Amseln freute es, mich auch, Sorte "Reka". Sie steht vollsonnig.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Gänselieschen am 09. Januar 2019, 14:15:17
Seit ein großer Apfelbaum in der Nähe gefallen ist, tragen meine auch besser, weil sie deutlich mehr Sonne bekommen als vorher. Ein paar Stunden sind sie jetzt vollsonnig, den Rest nicht.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 09. Januar 2019, 16:57:09
Wir mussten die Heidelbeeren bisher nicht mit Vögeln teilen - hoffentlich bleibt das so!  :o

Der Boskoop ist (hoffentlich) noch lange nicht fällig. Bei Bedarf kann man die Töpfe ja auch sonniger stellen.
Aber Ertrag und Geschmack waren gut, bei Bluecrop ist mehr kaum vorstellbar.

Im Frühjahr sollen sie alle noch einmel einen größeren Topf und frische Rhodo-Erde bekommen.
Dann sehen wir mal, wie sie sich weiterentwickeln. 

Lasst ihr eure Topf-Blaubeeren offen stehen im Winter?
Ich habe meine im Gemüsebeet versenkt, als Frostschutz.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Dornroeschen am 09. Januar 2019, 19:11:11
Soweit ich weiß, macht ihnen Frost nichts aus, kommen ja aus Nordamerika.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Flora1957 am 09. Januar 2019, 19:19:40
Ich habe meine Topfheidelbeeren nie geschützt, habe aber im Winter auch moderate Minusgrade.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 09. Januar 2019, 20:12:28
Herr Lubera erklärt die Kübelüberwinterung durchaus plausibel, dann gibt es noch pflanzenphysiologische Betrachtungen mit "Zucker- und Alkoholbildung bei unterschiedlichen Temperaturverhältnissen zwischen Ast und Wurzel...hab die Erklärung dazu jetzt aber nicht gleich gefunden. >>>

https://www.youtube.com/watch?v=6GpWsyV0GAQ
https://www.youtube.com/watch?v=EB91TMJB4i0
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 09. Januar 2019, 23:46:04
Ich lasse sie draussen stehen, ohne eingraben. Ob ganztags sonnig oder erst ab Abend hat keine Unterschiede gebracht. Sie haben bisher aber auch nur -15°C mitmachen müssen und es sind bisher alle durchgekommen. Was Mensch Lubera sagt ist stimmig. Abgesehen davon sind Zucker und Stärke auch Alkohole.

Was man sehr oft liesst ist dass die Erde bis zum Winter möglichst Stickstofffrei sein soll. Ich dünge meine Heidelbeeren etwa 3 mal im Jahr, das letzt mal im August etwa. Die brauchen fast nix. Sie treiben oft trotzdem vereinzelt etwa Ende Oktober nochmal aus, ohne Schaden über Winter.

Mal etwas anderes: ich habe die Tage eine immergrüne Heidelbeere im Laden gesehen, dachte mir, nee, lass mal stehen, bestimmt wieder so eine Gärtnerfängersorte. Nun bin ich auf einen Versuchsbericht/Neuheitenprüfung gestoßen, in dem die wintergrüne Sorte `Blue Ribbon´ mit guter Geschmack diesbezüglich am besten abgeschlossen hat. Hat die schon jemand und kann etwas dazu berichten?
https://www.hortigate.de/bericht?nr=78993
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 10. Januar 2019, 05:21:09
Klar, da sind mir wieder bei Theorie oder Praxis. :P  Falls es bei jemanden zu unterschiedlichen Ergebnissen führt, liegt es wieder an der Erde, Feuchtigkeit, Über- Unterdüngung, Zugluft oder sonstiges noch. Volle Sonne auf gefrohrenen Topf....obwohl, wenn die Pflanze in gefrohrenem Boden steht, heizt die Märzsonne auch ganz schön das Geäst.  ???

 Die immergrüne "Blue Ribbon" könnte mich inspirieren. :)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: neo am 10. Januar 2019, 07:31:05
Eine meiner besten Gartenideen!  :D

 :D Draussen ist es frischweiss verschneit und ich denke an Blaubeeren. ;)
Heidelbeeren scheinen ja ideale Topfsträucher zu sein. Die Beeren wären dann eher für mein Mannsvolk, die Herbstfärbung für mich. Die unterschiedlichen Sorten färben in etwa alle gleichermassen gut, oder gibt es besonders empfehlenswerte Herbstfärber?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 10. Januar 2019, 13:01:52
Keine von den mir bekannten Sorten färbt schlecht. Bluecrob, Duke, Reka, Goldtraube und selbst eine kleinfrüchtige Namenlose liefert in einem passenden Herbst ein Feuerwerk in gelb und rot.

Die Wintergrünen wahrscheinlich nicht.  :-X

@555Nase: eine Woche Kahlfrost und Sonne pur haben ihnen bei mir nichts ausgemacht. Laut Literatur sind kleine Topfgrößen empfindlicher. Also Pflanzen in 1-2 Liter Töpfen wintern eher aus als Pflanzen in 8 Liter Töpfen. 
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Kübelgarten am 10. Januar 2019, 13:55:58
meine 3 Büsche stehen auch in größeren Töpfen, allerdings auf Styropor-Platten, ohne Winterschutz draußen
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Dornroeschen am 10. Januar 2019, 14:03:27
Mein großer Topf wird gerade eingeschneit, er bekommt keinen Schutz.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Apfelbaeuerin am 10. Januar 2019, 14:05:29
Meiner ist auch zugeschneit. Mir ist aber eher um den Topf bang, nicht um die Heidelbeere.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Dornroeschen am 10. Januar 2019, 14:20:39
Meiner ist auch zugeschneit. Mir ist aber eher um den Topf bang, nicht um die Heidelbeere.
Meiner ist aus Kunsstoff... :)
Die Heidelbeere möchte ich nicht mehr missen, so leckere, so viel Früchte, und sie reifen nach und nach.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Apfelbaeuerin am 10. Januar 2019, 14:31:45
Meine haben leider heuer alle die Amseln gefressen, ich hatte vergessen sie abzudecken. Passiert mir auch nicht wieder :o.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Dornroeschen am 10. Januar 2019, 14:35:28
Meine haben leider heuer alle die Amseln gefressen, ich hatte vergessen sie abzudecken. Passiert mir auch nicht wieder :o.
Bei mir dürfen sie mitessen.
Es gibt inzwischen so wenige Vögel hier.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Spatenpaulchen am 10. Januar 2019, 15:22:10
Wir sind mitten im Anlegen eines Heidelbeerhügels (Blueberry hill). Dort war mal ein völlig verwahrloster Tümpel, den wir mit einer Mischung aus ABbruch u.ä. gefüllt haben. Anschließend kam ca ein Meter Aushub drauf. Und schließlich haben wir alte Regentonnen (Plastik), die uns im vergangenen Winter geplatzt sind, halbiert und eingegraben. In jedem Ring steht jetzt ein Heidelstrauch in Spezialerde. Die Ringe sind nach unten offen. Platz ist bei entsprechendem Abstand letztendlich für geschätzte 10, max. 12 Sträucher. Meine Frau ist ein Heidelbeerjunkie. Wir sind selbst gespannt, wie und ob unser Projekt funktioniert.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: neo am 10. Januar 2019, 15:30:57
Die Wintergrünen wahrscheinlich nicht.  :-X

Wer will denn wintergrüne Heidelbeeren, wenn sie schön Herbstfärben können? ;)
Es gibt auch hier so viele Sorten, man hat die Qual der Wahl. Für mich werden es `Northland`und `Poppins`, u.a. weil sie nicht gar so gross werden sollen. Und wenn sie sich bewähren hätte noch eine Dritte Platz. (Bei der Suche fand ich die Sortenbeschreibungen auf wildobst.de hilfreich).

Klingt gut @Spatenpaulchen, muss mich räumlich leider sehr beschränken. Die blauen Beeren sollen auch ausgesprochen gesund sein, deine Frau hat recht! ;)
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: wurzelgrün am 10. Januar 2019, 15:43:00
Das funktioniert bestimmt mit Eurem Blueberry hill, denn mit der richtigen Erde kann nix schief gehen. Wir haben unsere 6 Sträucher in 60l Mörtelkübel aber überirdisch und das schon über Jahre, es funktioniert prima.Viel Erfolg 
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: echo am 10. Januar 2019, 21:15:17
Wir sind mitten im Anlegen eines Heidelbeerhügels (Blueberry hill). Dort war mal ein völlig verwahrloster Tümpel, den wir mit einer Mischung aus ABbruch u.ä. gefüllt haben. Anschließend kam ca ein Meter Aushub drauf. Und schließlich haben wir alte Regentonnen (Plastik), die uns im vergangenen Winter geplatzt sind, halbiert und eingegraben. In jedem Ring steht jetzt ein Heidelstrauch in Spezialerde. Die Ringe sind nach unten offen. Platz ist bei entsprechendem Abstand letztendlich für geschätzte 10, max. 12 Sträucher. Meine Frau ist ein Heidelbeerjunkie. Wir sind selbst gespannt, wie und ob unser Projekt funktioniert.
Mir wurde mal gesagt, dass die Löcher in Töpfen nach spätestens drei Jahren die Erde im Kübel wieder an den Außenlevel angleichen. Deswegen darf man bei Heidelbeeren nie Töpfe mit Löchern nutzen. Stimmt das?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 10. Januar 2019, 21:41:37
Wenn der Boden drumrum oft zu nass ist ist der Kalkeintrag wohl ähnlich wie der mit dem Leitungswasser. Da sollte man halt dranbleiben.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: uliginosa am 10. Januar 2019, 21:48:46
Platz für 10 Sträucher, ein Traum!
Zum Naschen und sofort essen waren es hier letztes Jahr schon genug.
Aber ein paar mehr für Kuchen und zum Einfrieren wäre schon klasse!

Also Löcher müssen die Kübel haben - Staunässe dürften sie nicht vetragen.

Ich habe kürzlich den Tipp gelesen, unter die Löcher eine Drainageschicht aus Steinen/Schotter zu legen. Das müsste verhindern, dass von unten kalkhaltiges Wasser in den Topf aufsteigt.
 
Soweit ich weiß, macht ihnen Frost nichts aus, kommen ja aus Nordamerika.

Klar, die Sträucher sind winterhart, aber vertragen sie auch einen durchgefrorenen Ballen?
Aber auch das müssten sie als Flachwurzler vertragen. Ich will halt nicht warten, bis der Boden gefroren ist, dann stehe ich da mit meinen Töpfen, im Haus zu warm, draußen keine Möglichkeit sie zu schützen/versenken.
Und die Gegend hier neigt zu Kahlfrösten. So eine schöne schützende Schneedecke hatten wir schon lange nicht mehr.  :P

Dass gleichmäßige Verhältnisse besser sind als starke Temperaturschwankungen vor einer sonnigen Hauswand, ist eigentlich auch klar.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: 555Nase am 11. Januar 2019, 06:08:11

@555Nase: eine Woche Kahlfrost und Sonne pur haben ihnen bei mir nichts ausgemacht. Laut Literatur sind kleine Topfgrößen empfindlicher. Also Pflanzen in 1-2 Liter Töpfen wintern eher aus als Pflanzen in 8 Liter Töpfen.

Habs wieder gefunden. >>>
https://gartenbuch.lubera.com/de/herbstpflanzung-von-obstbaeumen-8211-richtig-gemacht-p687

Zitat:
"In warmen Wintertagen erwärmt sich der Wurzelballen viel schneller als der Mutterboden, der Baum wähnt sich im Frühling, wandelt Stärke in Zucker um, der Zucker wird aber nicht gebraucht, die Pflanze vergiftet sich mit dem entstehenden Alkohol selber, stirbt beim Austrieb ab – oder aber der auf Alkohol fliegende ungleiche Holzbohrer besorgt den Rest."

Weil ich einige Obstbäume in 35 Ltr. Töpfen stehen hab, weiß ich nun nicht, ob ich mir Sorgen machen muß !?
Verhalten sich Heidelbeeren anders ?
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: Dornroeschen am 11. Januar 2019, 11:51:23
Bei mir friert der Topf nach und nach durch. Der Schnee schützt ein wenig. Sonne bekommt er im Winter keine wegen des Hausschattens.
Gefrorenen Boden und Sonne auf den Zweigen sollte man vermeiden, denn dann können die Wurzeln kein Wasser aufnehmen.
Ggf mit Tannenzweigen schattieren.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 11. Januar 2019, 15:34:33
Das mit dem Zucker und Alkohol ist Quatsch.
Über Sommer wird aus Zucker Stärke als Kohlenstoffquelle gebildet und in den Knospen, im Holz und Wurzel eingelagert. Maximum der Stärkekonzentration ist im Herbst.
Wird es kühler wird die Stärke in den Knospen zu Zucker umgewandelt, bei der höchsten Zuckerkonzentration hat die Pflanze die höchste Winterhärte. Der Prozess ist die Abhärtung, Erlangung der Winterhärte.
Im Holz bleibt immernoch Stärke gespeichert.

Treibt die Pflanze aus oder in warmen Perioden im Winter an, wird Stärke aus dem Holz mobilisiert oder aus den Zuckern wieder hergestellt. Die Pflanze hat nach dem Austrieb so gut wie keine Frostresistenz mehr, da wenig Zucker vorhanden.
Absolute Winterhärte geht meist nur bis Januar, dazu barucht es aber die Vorbereitungsphase auf die Winterhärte, das gabs dieses Jahr nicht wirklich da zu warm.
Nach dieser Phase ist die Winterhärte noch mehr Temperaturabhängig. Wenn warm dann wenig, wenn kalt dann viel.

Alkohol im Sinne von Ethanol (Lockstoff der Holzbohrer) entsteht vielleicht bei frisch faulendem Holz, in lebenden Gehölzen kaum.

Unterm Strich sind Heidelbeeren mindestens so Winterhart wie vieles andere, was problemlos überwintert. Eine M9er Apfelunterlage im Topf wird sich also vorher verabschieden.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: b-hoernchen am 11. Januar 2019, 21:01:11
Hatte versuchweise eine laubabwerfende Heidelbeere mit Wurzelballen oberirdisch im Plastikbeutel den gesamten letzten Winter draussen gelassen- kein Problem.
Dafür Probleme bei den Wintergrünen (Pink Lemonade) im Kübel - die vertrocknen (erfrieren?) ganz leicht.
Titel: Re: Heidelbeeren
Beitrag von: thuja thujon am 11. Januar 2019, 21:20:49
Danke. Da ist Frosttrocknis wohl Thema. Die Kölner haben in dem verlinkten Artikel leider nicht erwähnt ob sie Ausfälle hatten, sondern nur das die Winterhärte fraglich ist.